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25. Juni 2015

Pulled Salmon Sandwich, man kann aber auch Sandwich mit gegrilltem Lachs, Frischkäse und Senf-Honig-Sauce dazu sagen

Wenn ein Trend es irgendwann mal auf meinen Blog schafft, dann ist es ja fast schon gar kein Trend mehr. Ich bin da ja nicht so von der schnellen Sorte, wisst Ihr? (Wisst Ihr!!) Und nun frage ich mich, ob der Trend zum Pullen noch anhält oder ob es sich gar nicht mehr lohnt, darüber zu schreiben.... Was meint Ihr?

Nehmen wir beispielsweise dieses Sandwich mit Lachs:


Es ist aus "Auf die Hand" und dort heißt es "(Bagel) mit gegrilltem Lachs, Frischkäse und Senf-Honig-Sauce" was ohne Frage auch ganz toll klingt, aber wenn es tatsächlich so ein sollte, dass "pulled" noch total en vogue ist, dann bin ich mal so unverschämt und nenne es "Pulled Salmon Sandwich". Klingt doch direkt viel aufwendiger, auch wenn es das gar nicht ist. Aber ich mag es ja, wenn die Leute denken, ich hätte aufwendig gekocht und dabei stand ich gefühlt nur 5 Minuten in der Küche. Da kommt dieses Sandwich genau richtig. Minimaler Aufwand, maximaler Effekt. Und es beweist auch wieder, dass Fisch unkomplizierter ist als man denkt. Denn...meine Güte, ich stell' mich vielleicht immer an, wenn es um Fisch geht, das könnt' Ihr euch gar nicht vorstellen! Dabei sagt meine Schwiegermutter immer, dass Fisch viel einfacher zuzubereiten ist als Fleisch. Und sie hat recht. Mir ist noch nie Fisch missglückt, Fleisch dagegen schon. Und bei der ganzen Schwafelei vergesse ich ja fast zu erwähnen, wie großartig dieses Sandwich schmeckt, ganz egal, wie man es nennt. 

Probiert es bald mal aus und gebt mir recht.

Für 4 Sandwiches:

Sauce
1/2 Bund Schnittlauch, in feine Röllchen geschnitten
4 EL flüssiger Honig
4 EL Senf (im Buch: grober Senf)

Sandwiches
250g Lachsfilet, entgrätet
3 EL Olivenöl
Salz
4 Roggenbrötchen oder Bagels, aufgeschnitten
40g Frischkäse
etwas geputzter Salat (im Buch: Frisée)

(Zubereitungszeit: 20 Min.)

Für die Sauce Schnittlauch mit Honig und Senf glattrühren.

Lachsfilets in einer Pfanne in heißem Olivenöl bei mittlerer Hitze von jeder Seite 3-5 Minuten glasig durchbraten, salzen und mit 2 Gabeln in grobe Stücke teilen.

Brötchen mit Frischkäse bestreichen und mit etwas Salat und Lachs belegen. Mit der Sauce beträufeln, Deckel aufsetzen und servieren.

Viel Spaß beim Nachmachen.

10. Juli 2014

Käse-Lauch-Suppe

Wenn der deutsche Sommer hier einen auf Herbst macht, dann ist es vollkommen in Ordnung, wenn man anfängt, Sachen zu kochen, die im Sommer eigentlich nichts verloren haben. So wie eine Käse-Lauch-Suppe zum Beispiel. 


Gut, es ist jetzt keine Suppe mit einem besonders edlen Ruf, aber - und ich glaube dies kann keiner bestreiten - sie schmeckt einfach extrem gut. Besonders an Tagen, an denen das Wetter nichts außer Regen und Wolken und Grau und Kalt bereithält. Und ich kann mir gut vorstellen, dass der ein oder andere unter Euch jetzt heimlich den Wunsch verspürt, mal wieder eine Käse-Lauch-Suppe zu essen. Gebt es zu!! (Dass sich das Wetter jetzt so langsam wieder bessert, ist dabei total nebensächlich.)

Zudem ist sie sehr schnell gemacht, was meinem plötzlichen Heißhunger darauf sehr gelegen kam. Man braucht nur wenige Zutaten und sie schmeckt trotzdem. Sie lässt sich natürlich auch gut einen Tag vorher kochen und wird nach einer Nacht im Kühlschrank sogar noch einen Ticken besser. 

Mit knusprigem Baguette oder frischem Brot ist es nicht nur eine Partysuppe, sondern tollstes Comfortfood. Hach...

Und so schnell kocht man einen Pott Käse-Lauch-Suppe, hier die pure Variante mit Hack aber sonst ohne SchnickSchnack:

500g Hackfleisch
2 Stangen Lauch, gewaschen und in Ringe geschnitten
1 Zwiebel, gehackt
1L Rinderbrühe
400g Schmelzkäse
Öl
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: ca. 30 Min.)

Öl in einem Topf heiß werden lassen und die Zwiebel anbraten. 

Das Hackfleisch dazu geben und krümelig braten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Lauch dazugeben, einige Minuten mitbraten und anschließend mit der Brühe auffüllen, bei mittlerer Hitze aufkochen lassen. 

Schmelzkäse einrühren, weitere 15 Minuten auf mittlerer Hitze köcheln lassen und zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Viel Spaß beim Nachmachen!

15. Mai 2014

Lasagne

Das Internet sagt zu dieser Lasagne, sie sei die beste der Welt. Es gab sogar mal einen SPON-Artikel darüber. Das war auch der Grund, weswegen sie ganz schnell auf meiner to-cook-Liste gelandet ist. Auch wenn der beste Ehemann von allen mit Lasagne überhaupt gar nichts anfangen kann. Ich bin so furchtbar schnell beeinfluss- und manipulierbar, da war mir das total egal. Das war auch tatsächlich die allererste Lasagne, die ich komplett selber zubereitet habe. Und auch wenn die Zubereitung hier ein wenig zeitintensiver ist, es lohnt sich. Wenn man auf Fenchel steht. Tut man das nicht, kann man aber getrost auf normales Hackfleisch zurückgreifen. Ob dies die beste Lasagne of the World ist, tja…entscheidet selbst. Aber wie so oft bei solchen Gerichten ist es so, dass sie am nächsten Tag noch vielvielviiieeel besser schmeckt als am Tag der Zubereitung. Von mir gibt es eine dringende Nachkoch-Empfehlung und wenn man das ganze vor dem Backen einfriert, hat man bei Bedarf ganz schnell ein tolles, selbstgekochtes "Fertiggericht" auf dem Teller, ohne auf irgendwelchen blöden Tütenkram zurückgreifen zu müssen. 



Ich habe die Angaben des Originalrezeptes halbiert und konnte so eine große Auflaufform in den Ofen schieben. Das ergab zweimal Abendessen (für zwei) und einmal Büro-Mittagessen für mich. 

250g Salsiccia (ital. Bratwurst mit Fenchel), Haut entfernt und gehackt
ca. 190g mageres Hackfleisch
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, gehackt
400g stückige Tomaten
350g passierte Tomaten
60ml Wasser
1 EL Zucker
1 EL frisch gehacktes Basilikum
1/2 TL Fenchelsamen
172 TL getrocknete italienische Kräuter
1 TL Salz
2 EL frisch gehackte Petersilie
5-6 Lasagneblätter
225g Ricotta
1 Ei
eine Kugel Mozzarella, in Scheiben geschnitten
75g Parmesan, gerieben
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: ca. 2,5 Stunden)

Salsiccia, Hackfleisch, Zwiebel und Knoblauch bei mittlerer Hitze krümelig braten. Stückige und passierte Tomaten und Wasser einrühren und mit Zucker, Basilikum, Fenchelsamen, ital. Kräutern, Salz, Pfeffer und 1 EL Petersilie würzen. Abgedeckt etwas 1,5 Std. köcheln lassen, gelegentlich umrühren.

Solltet Ihr Lasagneblätter haben, die vorgekocht werden müssen, wäre das jetzt der richtige Zeitpunkt dafür. 

Ricotta mit Ei und der restlichen Petersilie und etwas Salz in eine Schüssel verrühren. 

Ofen auf 190°C vorheizen.

190 ml der Fleischsauce auf dem Boden einer Auflaufform verteilen, Lasagneblätter drauflegen und mit der Hälfte der Ricottamasse bestreichen. ein paar Mozzarella-Scheben darauf verteilen und mit etwas Parmesan bestreuen. So fortfahren bis alle Zutaten aufgebraucht sind und mit dem restlichen Parmesan bestreuen. Mit Alufolie bedecken (Damit die Alufolie nicht anklebt, vorher einfetten)

Im Ofen 25 Min. backen, Folie entfernen und weitere 25 Min. backen. Vor dem Servieren 15 Min. abkühlen lassen.

Solltet Ihr die Lasagne vor dem Backen eingefroren haben, müsstet Ihr die Backzeit anpassen. 

Viel Spaß beim Nachmachen!

20. April 2014

Spaghetti Bolognese

Ehrlich gesagt bin ich ziemlich überrascht, dass es immer noch Leute gibt, die meinen Blog aufrufen. Obwohl hier gefühlt seit Jahren nichts mehr passiert. Das liegt nicht daran, dass ich nicht will, sondern vielmehr daran, dass ich nicht kann. Der / die ein oder andere hat vielleicht mitbekommen, dass im RaEdU Nachwuchs erwartet wird und das genau ist der Grund. Unglücklicherweise läuft die Zeit bis zur Geburt nicht so wie geplant und der Kleine hat anscheinend jetzt schon großen Spaß daran, unter Beweis zu stellen, wer hier der Boss ist. :-) 

War es anfangs die ständige Übelkeit gepaart mit Müdigkeit und extremster Geruchsempfindlichkeit, ist es nun die Tatsache, dass ich bis auf Weiteres strikte Bettruhe verordnet bekommen habe und deswegen nicht kochen kann. Ehrlich gesagt ist das einzige, was noch erlaubt ist, auf's Klo zu gehen und zu duschen. Letzteres aber auch nur, wenn es sein muss. Puuh, harte Zeiten, sag ich Euch. Wenn das hier überstanden ist, werde ich Marathon-Läuferin, glaube ich. So eine Zwangs-Bettruhe ist mit das schlimmste, was man mir antun konnte. Paradoxerweise hätte ich ja jetzt endlich mal die Zeit, mich ein wenig um den Blog zu kümmern…  

Zwei Rezepte habe ich aber noch in der Pipeline und werde beide nach und nach raushauen. Danach wird es vermutlich wieder ein wenig stiller hier. Aber ich komme wieder, ganz sicher. Und dann hab ich auch endlich die Küchenhilfe, die ich mir immer gewünscht habe. ;-)

Zur Spaghetti Bolognese: Ich koche sie regelmäßig und esse sie sehr sehr gern. Sie ist schnell gemacht und damit perfekt für den Feierabend oder wenn einen der Heißhunger auf so etwas befällt, man aber keine Lust hat, stundenlang Sauce einzukochen. Manchmal muss es eben schnell gehen. Dieses Gericht ist jedenfalls schon lange auf meiner / unserer Soulfood-Liste, so dass es höchste Zeit wurde, ihm einen Post zu widmen und während ich diese Zeilen hier tippe, könnte ich auch schon wieder….aber probiert selbst!


Kein besonders gutes Bild für ein besonders leckeres Gericht, aber jeder weiß, was ich meine, daher kommt hier das Rezept für 4:

1 Zwiebel, geschält und gehackt
1 Knoblauchzehe, geschält und gehackt
wer mag: 75g durchwachsener Speck, gewürfelt
1 Möhre, geschält und gewürfelt
1/2 Stange Staudensellerie, geputzt und gewürfelt
400g Rinderhack
100 ml Rotwein
100 ml Milch
1 TL frisch gehackter Oregano
400g gehackte Tomaten aus der Dose
1 EL Zucker
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Spaghetti, al dente gekocht
50g frisch geriebener Parmesan

(Zubereitungszeit: 45 Min) 

2 EL Olivenöl erhitzen und den Speck darin auslassen. Erst das Gemüse dann das Hackfleisch zugeben und unter Rühren gut anbraten.

Rotwein angießen und die Mischung köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verkocht ist. Mit Salz und Pfeffer würzen. Milch unterrühren und die Sauce sämig einkochen.

Oregano, Tomaten und Zucker in die Sauce rühren und etwa 30 Min. bei geringer Hitze sanft kochen lassen. 

Mit Spaghetti und geriebenem Parmesan servieren. 

Viel Spaß beim Nachmachen!

7. Dezember 2013

Wok-Gemüse mit Sucuk, neues multikulturelles Lieblingsessen.

Wirklich! Allerneuestes Lieblings-Essen. Weil es unheimlich schnell gemacht ist, weil ich die Zutaten immer da habe (feste Zutaten gibt es dabei eh nicht, Gemüse halt) und weil Sucuk mit drin ist. Sowieso ist alles mit Sucuk total toll, selbst wenn es nur ein wenig Gemüse ist, welches im Wok geschwenkt wird. Aber eben durch den Sucuk bekommt es diese würzige Note und macht aus schnödem Gemüse ein wirklich tolles und super fix gekochtes Essen. Ich persönlich muss das Ganze mit einem Kleks Joghurt toppen, ich steh halt wirklich total auf Joghurt. Das kann aber jeder so halten wie er will. Wer Sucuk nicht mag, kann auch Chorizo nehmen. Schmeckt genauso lecker. Ich würze das Ganze mit ein wenig Bockshornkleesamen und einem Schuss Sojasauce. Zusammen mit dem Sucuk oder Chorizo ist das ganze dann perfekt gewürzt und Bockshornkleesamen fungiert als so etwas wie natürlicher Geschmacksverstärker. Für die ganz Harten empfehle ich noch einige Tropfen Tabasco auf den Joghurt. <3


Für 1 Person:

hier: 
1 Zucchini, in Würfel geschnitten
eine Handvoll Zuckerschoten
eine Handvoll kleine Champignons
ein paar Cocktailtomaten

was auch noch gut geht:
Paprika
Hokkaido
Auberginen
Karotten

dazu:
gewünschte Menge Sucuk oder Chorizo, in dicke Scheiben geschnitten

außerdem:
Öl
Bockshornkleesamen
Sojasauce
Wok oder tiefe Pfanne

(Zuebereitungszeit: 15 Min.)

Das Öl im Wok oder in der Pfanne heiß werden lassen. 

Sucuk darin unter Rühren 1-2 Minuten anbraten, das Gemüse dazugeben und ebenfalls unter Rühren 5-7 Minuten anbraten. Mit Bockshornkleesamen würzen und kurz vor Schluss einen Schuss Sojasauce dazugeben. 

Viel Spaß beim Nachmachen!

29. Januar 2013

Chorizo-Chili-Eintopf mit Kichererbsen

Eigentlich bin ich ein großer Anhänger von Sucuk, welchen ich z.b. gerne am Wochenende in Rührei mache oder meine Pizza damit belege oder einfach in der Pfanne ein wenig anbrate und zu Risotto oder ähnlichem esse. Silverster gab's Raclette und keiner von uns hatte Bock zum Türken zu fahren und Sucuk zu holen, deswegen wurde es Chorizo. Und seitdem finde ich den gar nicht mal so übel. Im Gegenteil. 


Beim Stöbern in einem der 1246 Kochapps, die ich auf dem Handy habe, fiel mir dieses Gericht auf, zudem ich fast alles zuhause hatte und welches schnell und einfach zuzubereiten war. Perfekte Feierabend-Küche.

Und nicht nur perfekte Feierabend-Küche, sondern auch perfekte Montagabenddiewocheistnochsolangichbrauchsoulfood-Küche! (Für 4)



1 Zwiebel, in Streifen geschnitten
1 gelbe Paprika, in Streifen geschnitten
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
1 Prise Pul Biber (Chiliflocken)
250g Chorizo, in mundgerechte Stücke geteilt
400g stückige Tomaten aus der Dose
400g Kichererbsen aus der Dose
200g Reis
1 Handvoll Rucolablätter
Olivenöl
Salz
Pfeffer
ein wenig gehacktes Basilikum zum Garnieren (aber jetzt mal ehrlich, das kann man auch weglassen)

(Zubereitungszeit: 25 Min.)

Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren 5 Min. andünsten.

Paprika, Knoblauch und Pul Biber dazugeben und weitere 2 Minuten dünsten.

Chorizo in den Eintopf rühren und Tomaten und Kichererbsen zufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, aufkochen und dann bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze 10 Minuten  köcheln lassen.


Rucola in den Eintopf rühren.

Mit Reis servieren. 

Viel Spaß beim Nachmachen!

6. November 2012

Spaghetti Amatriciana mit Hackbällchen


Es kommt nicht so oft vor, dass der beste Ehemann von allen einen Wunsch bezüglich des Abendessens äußert und ich ihm diesen erfülle. Also, dass er Wünsche zum Abendessen hat, kommt  schon ziemlich oft vor, findet aber im allgemeinen eher selten meine Zustimmung. Wer kocht, darf bestimmen! Wer kocht, hat recht! Und außerdem soll man ja nicht jeden Tag Fleisch essen, das weiß doch jedes Kind!!

Gestern hat er sich Spaghetti mit Tomatensauce und Hackbällchen gewünscht. Von alleine wäre ich jetzt nicht auf die Idee gekommen, ein einfaches Pastagericht mit so etwas wie Häckbällchen zu kochen. Das macht echt mehr Arbeit als nötig, montags nach Feierabend. Aber ich erinnerte mich an ein Essen beim Italiener, neulich in New York. Da hatten die das auch so ähnlich auf der Karte und es hatte göttlich geschmeckt. Allerdings lag das daran, dass die Hackbällchen mit irgend etwas zusätzlich zubereitet waren. Keine Ahnung, was das war? Fenchel? Gibt es sowas in der italienischen Küche? Hackbällchen mit Fenchel? Gott, ich muss das unbedingt rausbekommen!!

Wie auch immer, ich tat ich ihm den Gefallen und zauberte das:

   
Ja und das war echt extrem lecker, muss ich zugeben, auch wenn das Hackfleisch nicht so gepimpt war wie in NY.

Und so macht ihr das Ehegatten-Wunsch-Dinner für 2 ganz einfach zuhause nach:

½ Brötchen vom Vortag, in Wasser eingeweicht
1 Zwiebel, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
250g Tartar (oder sonstwie Hackfleisch)
1 EL Petersilie, fein gehackt
1 Ei
Salz
Pfeffer
Chiliflocken
Öl
1 EL Tomatenmark
1 Dose gestückelte Tomaten
einige Stiele Bailikum, in Streifen geschnitten
etwas Parmesan, gerieben
Spaghetti

(Zubereitungszeit: 35 Min.)

Tartar, Brötchen, Hälfte der Zwiebeln, Hälfte des Knoblauchs, Petersilie und das Ei in eine Schüssel geben,  mit Salz, Pfeffer und Chili würzen und alles schön verkneten. Aus der Masse kleine Bällchen formen.

Öl in der Pfanne erhitzen, Hackbällchen darin rundherum anbraten, beiseite stellen.

Öl in einem Topf erhitzen, restliche Zwiebeln und Knoblauch und ein wenig Chili darin andünsten, Tomatenmark einrühren und kurz anschwitzen und mit den gestückelten Tomaten ablöschen. Das ganze aufkochen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Spaghetti al dente kochen.

Hackbällchen mit Bratfett in die Tomatensauce geben und darin ein wenig weiterköcheln lassen.

Nudeln mit der Sauce und den Hackbällchen anrichten, mit Basilikum und Parmesan bestreuen und in das zufriedene Gesicht des Gegenüber blicken.

Viel Spaß beim Nachmachen!

13. September 2012

Boeuff Stroganoff

Genauso wie Zür(i)cher Geschneltzes gehörte Boeuff Stroganoff zu den Gerichten, die mich während meiner Ausbildungszeit (im Hotel) am meisten geprägt haben (neben frühstückenden Japanern, die im Übrigen oft leider kein besonders appetitliches Bild abgeben). Die Küche des Hotels hat sich nämlich für das Personal immer ganz besonders ins Zeug geschmissen und desöfteren mal die Tüte mit diesen Köstlichkeiten aufgeschnitten. Und obwohl das Zeug damals Convenience war, fand ich es durchaus lecker. Und jetzt wo es langsam wieder kühler wird, bekomme ich auch wieder Lust am Kochen und somit war ein Boeuff Stroganoff ganz klar die logische Konsequenz daraus. Ganz klar!

Weil Rinderfilet diesesmal so abartig teuer war, habe ich Hüfte genommen. Das geht nämlich genauso gut und ist günstiger.

Ich liebe diese cremige Sauce zu dem Reis und das Fleisch dazu war hervorragend. Für mich ist das Soulfood pur, vor allem wenn am Ende auf dem Teller Reis mit Sauce vermischt ein einziges wunderbares Gematsche ergibt. So mag ich es am liebsten.


Und soll ich Euch mal verraten, wie mir mein selbstgemachtes Böff Stroganoff geschmeckt hat? Wie ein heißes nach Vanille und Karamell duftendes Bad an einem kalten, regnerischen Herbsttag. Und soll ich Euch mal verraten, wie Ihr das ganz einfach für 4 Personen nachkochen könnt? So:

Reis
Olivenöl
1 große Zwiebel, gewürfelt
500g Champignons, in Scheiben geschnitten
1 TL scharfes Paprikapulver
100ml Rindfleischbrühe
125ml Schmand
1 TL Dijon-Senf
500g Rinderfilet / -hüfte, in Streifen geschnitten
1 Bund frische Petersilie, gehackt

(Zubereitungszeit: ca. 35 Min.)

Reis kochen, z.B. so.

Öl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebeln reingeben, salzen und pfeffern und solange dünsten, bis sie weich sind. Champignons dazugeben und mit Paprikapulver würzen und solange garen, bis auch diese weich sind. Mit Rinderbrühe aufgießen, Schmand dazugeben und gut vermischen. Vom Herd nehmen und Senf unterrühen und warm stellen.

Ein wenig Öl in einer weiteren Pfanne erhitzen und die Rinderfiletstreifen ca 2-3 Min. rundherum anbraten (wenn es zuviel auf einmal ist, in zwei Portionen), solange bis das Fleisch so durch ist, wie Ihr es gerne hättet.

Fleisch und Petersilie in die Sauce rühren und mir Reis servieren.


Viel Spaß beim Nachmachen!

6. April 2012

Gulasch mit herzhafter Parmesan-Biskuitrolle

Letzten Sonntag war ich wieder mit Family-Bekochen dran. Das Family-Bekochen war ursprünglich mal 'ne echt lockere Sache. Es hieß, da wir ja alle ganz gerne kochen, aber einige von uns noch nicht so die Cracks sind, könnte man ja, da man sowieso jeden Sonntag irgendwo zusammen isst, das Ganze in die heimischen Küchen verlegen und die anderen bekochen. So zu Übungszwecken. Ging alles auch anfangs ganz gut, bis der Freund meiner Schwägerin (Ihr wisst schon, der Bayer) anfing, aus dieser gemütlichen und bescheidenen Sonntags-Kocherei  eine Veranstaltung in mehreren Gängen zu machen. Der fiese Brunnenvergifter. Seitdem heißt es, alle paar Wochen tagelanges Wälzen der Kochbücher, um ein halbwegs präsentables Drei-Gang-Menü (mindestens!) auf die Beine zu stellen. Dass der Sonntag dabei so gut wie komplett in der Küche verbracht wird, ist klar.

Diesesmal habe ich mich als Vorspeise für das bereits vorgestellte Röstbrot mit Ziegenkäse und Zwiebelkonfitüre entschieden und als Hauptgericht für ein Gulasch mit einer herzhaften Parmesan-Biskuitrolle als Beilage. 


Das Rezept habe ich aus der letzten Ausgabe der Lecker. Das Gulasch und die Sauce waren ein Traum, die Parmesanrolle sehr locker leicht und fluffig und mal was komplett anderes als gewohnt. Sehr empfehlenswert und saueinfach zu machen. Schmeckte übrigens am nächsten Tag in ein wenig Fett gebraten nochmal so gut!

Als Dessert gab es Vanilleeis mit heißen Himbeeren und Sahne, was ziemlich geil war! Ich muss sagen, insgesamt war es ein sehr gelungenes Dinner und hat großen Spaß gemacht, zu kochen.

Und falls Ihr jetzt auch Lust bekommen habt, sonntags Euren Lieben was leckeres zu zaubern, nur zu! Hier kommt das Rezept für 6 Personen:

Für die Rolle:

70g Butter, geschmolzen
100g Mehl
500ml Milch
7 Eier
Salz
Pfeffer
100g Parmesan am Stück, grob geraspelt
200g getr. in Öl eingelegte Tomaten, in feine Streifen geschnitten
150g Doppelrahmfrischkäse
200g Schmand

(Zubereitungszeit: ca. 45 Min. + ca. 4 Std. Wartezeit)

Backofen auf 200°C vorheizen.

Eine tiefes Backblech / Fettpfanne mit Backpapier auslegen. 

Butter schmelzen, Mehl darüberstäuben und glatt rühren. Milch einrühren, aufkochen. Herd ausschalten. 

Eier trennen. Eigelb einzeln einrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Topf vom Herd nehmen.

Eiweiß in zwei Portionen steif schlagen. Erst 1/3 Eischnee und dann den Rest unterheben. Auf das Blech streichen. 1/4 des Parmesans draufstreuen. Im heißen Backofen ca 15 Min. backen. Samt Backpapier herausnehmen und abkühlen lassen.

Nicht erschrecken, wenn der Teig im Ofen hochgeht. Beim Abkühlen fällt er wieder in sich zusammen.
Für die Füllung Frischkäse, Schmand und den Rest Parmesan glattrühren, auf die abgekühlte Teigplatte streichen und mit den Tomaten bestreuen. Mit Hilfe des Backpapiers fest aufrollen, in Frischhaltefolie wickeln und mind. 4 Std. kalt stellen.


Für das Gulasch:

500g Möhren, geschält, gewaschen und in mundgerechte Stücke geschnitten
4 Zwiebeln, geschält und gewürfelt
1,3 kg Rindergulasch
Öl
Salz
Pfeffer
2 EL Mehl
400ml trockener Rotwein
1l Wasser
2 Lorbeerblätter

(Zubereitungszeit: knapp 3 Std.)

Gulasch trockentupfen.

Ein wenig Öl im Bräter erhitzen. Gulasch darin portionsweise rundherum schön braun braten (Röstaromen, Kinder, Röstaromen!) Bei der letzten Portion Zwiebel und Möhren kurz mitbraten, alles Gulasch wieder zugeben und mit 2 EL Mehl bestäuben, kurz anschwitzen. Mit Wein und Wasser ablöschen. Salzen und Pfeffern, Lorbeerblätter dazugeben, aufkochen und zugedeckt ca 2,5 Std. schmoren, bis das Gulasch leicht zerfällt.

Beim Showdown dann Ofen auf 225°C vorheizen. 

Die Parmesanrolle in ca. 12 sehr dicke Scheiben (nicht empfehlenswert, too much. Lieber in mehr dünnere Scheiben) schneiden und auf ein mit Backpapier augelegtes Blech legen. Im Ofen 10-15 Min. backen. Gulasch nochmals abschmecken.

Auf Tellern anrichten, servieren und sich freuen, dass nächsten Sonntag wieder jemand anders kochen muss.


Und mit diesem Rezept kann ich eeeendlich auch mal wieder was zu Tobias' Wochenende-Kochbasar beisteuern.

Viel Spaß beim Nachmachen!

29. März 2012

Karnıyarık / gefüllte Auberginen

Auch wenn ich weiß, dass türkisches Essen Euch jetzt nicht so vom Hocker haut, Ihr Banausen. möchte ich heute trotzdem wieder eines vorstellen. 


Karnıyarık nennt es sich und es handelt sich dabei um mit Hackfleisch gefüllte Auberginen. Eigentlich nichts ungewöhnliches, denn schon tausendfach in der Dönerbude gesehen, aber nie bestellt, stimmt's? Ja, so wie bei uns. Zuhause bei meinen Eltern gab es das oft und wurde von allen ohne Meckern gegessen, aber man riss sich jetzt nicht vor Begeisterung die Haare vom Kopf. Das ist aber auch schon über 10 Jahre her und Zeiten ändern sich und Geschmäcker auch. Und als ich gestern an einer Dönerbude vorbei lief und die Auberginen sah, dachte ich, ""Wenn Hackfleisch drin ist...also wenn viel Hackfleisch drin ist, dann mag S. das vielleicht auch." 

Und ja, er mochte es. Sogar sehr gerne. Und ich fand es auch super. Und meine Mama auch, sie wird nämlich immer via Whatsapp über meine Erfolge in der türkischen Küche auf dem Laufenden gehalten. 

So und jetzt kommt das Rezept für 4 x Karnıyarık, was übersetzt soviel heißt wie "aufgeschlitzer Bauch". Krass, die Türken.

4 Auberginen, vom Stengel befreit

250g Rinderhackfleisch
eine handvoll Petersilie, gehackt
1 Zwiebel, sehr fein  gehackt
1 Tomate, gewürfelt + 1 Tomate, in Scheiben geschnitten
1/2 TL Salça
500 ml Wasser, kochend heiß
Salz
Pfeffer
Paprika, edelsüß
Speiseöl

(Zubereitungszeit: 45 Min.)

Die Auberginen zebrastreifenmäßig schälen. Hier so:

Ihr macht das bitte etwas ordentlicher, ja!
Diese dann ca. 15 - 30 Min. in  Salzwasser legen. Nehmt ruhig viel Salz, Auberginen können nämlich, wenn man Pech hat, recht bitter sein und dieser Vorgang nimmt ihnen die Bitterness. Sagt jedenfalls meine Mutter. Auberginen haben aber die blöde Angewohnheit, oben zu schwimmen. Deswegen habe ich sie in der Schüssel mit einem Teller abgedeckt. Klappte super. 


In der Zeit könnt Ihr das Gemüse schnibbeln und die Hackfleischmasse zubereiten. Dazu das Hackfleisch, die Zwiebel, die Tomaten und die Petersilie in einer Pfanne mit ein wenig Fett bröselig braten und mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen. Beiseite stellen.

(Jetzt wäre ein ganz guter Zeitpunkt, den Ofen auf 220°C vorzuheizen.)

Die  Auberginen aus dem Salzwasser nehmen und ausdrücken. Ja, ausdrücken. So gut es geht. Die sind nämlich vollgesogen mit Wasser. Aber nicht kaputt drücken! Dann noch schnell abtrocknen und ab damit in eine Pfanne mit reichlich Fett zum backen. Die müssen jetzt von allen Seiten bei mittlerer (!) Hitze so lange gebacken werden, bis sie weich und braun sind. (Dauert ein Momentchen) Also ungefähr so aussehen:


Wenn Ihr soweit seid, legt ihr die vorsichtig in eine Fettpfanne oder Auflaufform und schlitzt Ihnen vorsichtig die Bäuche auf (ich bin auf meine Google-Suchbegriffe gespannt) und füllt diese mit der Hackfleischmasse. Nun muss noch schnell 500 ml Wasser aufgekocht und mit dem 1/2 TL Salça verrührt werden. Diese Flüssigkeit gießt Ihr großzügig in die Fettpfanne / Auflaufform und auch ruhig ein wenig über die Auberginen. Belegt diese noch eben mit den Tomatenscheiben.. 


..und schiebt das Ganze jetzt erstmal für 5 Min. in die oberste Schiene des Backofens  (damit die Tomatenscheiben schön krossig werden) und dann nochmal für 10 Min. in die unterste.

Easy-peasy einfach und super-duper lecker. Kommt gut mit ein wenig Reis, oder 'ner Scheibe Brot und 'nem Salat. 

Viel Spaß beim Nachmachen!

26. März 2012

türkische Hackbällchen / Sulu Köfte

Weil der beste Rockstar von allen heute Bandprobe hatte, musste ich alleine essen und durfte mir daher aus der Fülle der Gerichte, die er verschmähen würde (und da ist die Liste lang), eines aussuchen und meine Wahl fiel auf Sulu Köfte. Ein türkisches Hackbällchen-Gericht, den meine Mutter ganz ganz oft macht, und welchen ich früher super gern gegessen habe und welchen sogar meine Schwester neulich gemacht (und hinbekommen) hat. Den Namen habe ich im Übrigen jetzt mal nicht eins zu eins übersetzt, denn sonst müsste es "wässrige Hackbällchen" heißen und das klingt nun wirklich alles andere als lecker. Die Bezeichnung meint aber nur die "Tunke", in dem die Köfte schwimmen und hat nichts mir der Konsistenz zu tun.



Brot dazu ist sehr wichtig, denn Sulu Köfte ist ein klassisches "Tunk"-Gericht.

Selbstredend, dass das Ergebnis großartig war und ich empfehle dazu noch einen kleinen Salat, dann ist es ein perfektes türkisches Abendessen und meine Mama wäre stolz auf Euch!

Und so habe ich einen ziemlich großen Topf Sulu Köfte gekocht, weil ich morgen keine Zeit zum kochen haben werde und beabsichtige, diesen dann aufzuwärmen und mit dem besten Rockstar von allen gemeinsam zu essen. Ob er nun mag oder nicht. Um es kurz zu machen: Für 4 - 6 Personen.

Für die Hackbällchen

750g Rinderhackfleisch
2 Eier
1 Zwiebel, gerieben
50g Reis
Pfeffer
Paprika (edelsüß)
Salz
2 EL Olivenöl
1/2 TL Natron
ca. 40g Semmelbrösel

Für die "Tunke"

1 Zwiebel, gehackt
1 TL Salça aus Paprika (Tomatenmark tut es aber sicher auch)
Speiseöl
1l Wasser, kochend heiß
1 Eigelb
einige Spritzer Zitronensaft
ein wenig getr. Pfefferminze

(Zubereitungszeit: 45 Min.)

Alle Zutaten für die Hackmasse gut miteinander vermengen und zu kleinen runden Bällchen formen. Beiseite stellen.

In einem Topf etwas Öl erhitzen und die Zwiebel darin glasig dünsten. Ein wenig Salça darin verteilen und das ganze anschließend mit heißem Wasser auffüllen, gut salzen und aufkochen.

Die Hackbällchen in die kochende Brühe geben und darin ca. 30 Min. bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Das Eigelb mit dem Zitronensaft und der Minze in einem Schälchen verrühren, ein wenig Brühe von den Köfte dazugeben und das ganze dann langsam in den Topf fließen lassen. Umrühren, Herd ausstellen und das Sulu Köfte einige Minuten ruhen lassen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

14. März 2012

selfmade Burger mit gerösteten Süßkartoffeln

Es ist kaum zu glauben, aber nach über einem Jahr Hetzerei, Sucherei, Warterei, Kopfschüttelei und manchmal sogar schreiend und Haare raufend im Kreis Rennerei ist es vollbracht. Ich wurde eingebürgert!
Ich weiß ja nicht, ob ihr es wusstet, aber unter Türken werden Deutsche ja manchmal als Kartoffeln bezeichnet. Und wie Türken bei euch tituliert werden, weiß ich auch, braucht ihr jetzt gar nicht zu verheimlichen. Ja, und nun bin ich auch eine Kartoffel, sagt der beste Ehemann von allen. "Eine Kartoffel?" - "Eine Kartoffel!" "Nein", sag ich, "DU bist eine Kartoffel,  ich bin -wenn überhaupt- eine Süßkartoffel." Pah!

Wo wir schon bei Süßkartoffeln sind, ich hatte noch welche. Die waren eigentlich mal gekauft, um eine Süßkartoffel-Suppe zu kochen, aber ganz ehrlich? Ich kann keine Suppen oder Eintöpfe mehr sehen. Wenn Ihr wüsstet, wie sehr mir das Zeug sonstwo raushängt. Ich essen seit zwei Wochen nichts anderes und heute musste es echt mal was anständiges sein. 
Beim Stöbern in der Mayerschen fiel mir ein Kochbuch in die Hände, in welchem ich das Rezept für geröstete Süßkartoffeln gefunden habe. Kurz nach rechts und links geschaut, Rezept abfotografiert und abgehauen. Kaum Deutsche, schon werd ich kriminell. Besteht ja keine Gefahr mehr der Ausweisung, nech. Spaß beiseite, hier kommt erst das Foto


dann noch ein Foto

unheimlich kreativ, ich weiß!
und noch ein Foto





Und was soll ich sagen? Es sieht nicht nur wahnsinnig gut aus, es schmeckt auch wahnsinnig gut. Weil wir zu den selfmade Burgern Eiweißbrötchen hatten, welche meiner Meinung nach einen etwas süßlichen Geschmack haben, passten die Süßkartoffel-Pommes wie die Faust auf's Auge dazu.

Und bevor ich noch mehr schlechte Redewendungen gebrauche, verrate ich euch jetzt endlich das Rezept, beginnend bei den Süßkartoffeln für 4 Personen:

1 große Süßkartoffel, ungeschält in lange, dicke Keile / Streifen geschnitten
1 EL Kreuzkümmel, gemahlen
1 EL Paprika, edelsüß
1 EL Paprika, scharf
Meersalz
Pfeffer
Olivenöl

(Zubereitungszeit 35 Min.)

Backofen auf 200°C vorheizen.

Süßkartoffelstreifen auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech verteilen, mit den Gewürzen würzen, ordentlich Olivenöl drüberträufeln und das Ganze für 30 Min. in den Ofen schieben.

Währenddessen sich um die 4 Burger kümmern, und zwar so:

250g Rinderhackfleisch
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Ei
1 TL Salz
1 TL Senf
1 TL getr. Majoran
1 TL Paprika, edelsüß
viel viel Pfeffer aus der Mühle
eine Handvoll frische Petersilie, gehackt
1-2 Spritzer Sojasauce

ein wenig Butterschmalz zum Braten
4 Scheiben Käse zum überbacken

4 Brötchen nach Wahl
Burgerbelag nach Wahl (z.B. Salat, Tomaten, Zwiebeln, Gurken, Ketchup, Mayo)
 
(Zubereitungszeit: 20 Min.)

Hackfleisch, Zwiebeln, Gewürze, das Ei und die Sojasauce gut vermengen. 

Vier gleichmäßige Burgerpatties formen.

Butterschmalz in der Pfanne erhitzen und die Patties darin von beiden Seiten einige Minuten braten. Dabei mit einem Pfannenwender die Patties flach drücken bzw. flach halten.

Wenn die Burger durch sind, mit den Käsescheiben belegen und für einige Minuten in den Ofen schieben, bis der Käse schön verlaufen ist.

Burger nach Wunsch belegen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

6. Februar 2012

Chili con Carne

Chili con Carne ist toll. Da kann man wirklich nichts anderes zu sagen. Ja, ich weiß, dass ich HIER behauptet habe, nichts gehe über vegetarisches Chili, aber mal ganz ehrlich... was interessiert mich mein Geschwätz von gestern? Natürlich ist das vegetarische Chili toll, (hab ja auch schließlich ich gemacht) aber manchmal muss es ganz unbedingt auch mal Fleisch sein. Dass passiert auch mal mir und an solchen Tagen bin ich froh, dass ich kein Veggie bin, denn was würde ich nicht alles verpassen! Ich habe bisher in meinem kulinarischen Leben sowieso schon 'ne ganze Menge verpasst. Es gab da nämlich mal eine Zeit, in der ich gewisse Arten von Fleisch gemieden habe, weil diese absurde Gotteslehre eines unmoralischen Beduinen, um mal Atatürk zu zitieren, meinte vorschreiben zu müssen, was man essen darf und was nicht. Aber bei diesem Gericht hätte er seine reinste Freude gehabt, denn es ist mit Rindfleisch zubereitet und ich habe es nicht selbst gejagt, sondern aus dem Laden gekauft!


Und das braucht Ihr für 4 Personen und wenn diese 4 Personen sehr großen Hunger haben, könnt Ihr auch noch 'nen Topf Reis dazu machen:

500g Rindergehacktes
1 Gemüsezwiebel, grob gehackt
1 rote Paprika,
gewürfelt
2 Knoblauchzehen,
fein gehackt
1 EL Tomatenmark
500ml Brühe
2 Lorbeerblätter
3 Dosen gestückelte Tomaten
100g Mais aus der Dose, abgespült
250g Kidneybohnen aus der Dose, abgespült
1/2 Tafel Zartbitterschokolade
Crème fraîche
Salz
Cayennepfeffer

(Zubereitungszeit ca. 45 Min)

Das Hackfleisch zusammen mit Zwiebeln und Knoblauch anbraten. Paprika und Tomatenmark dazugeben und anschwitzen. Mit Pul Biber und Cayennepfeffer würzen, mit Brühe ablöschen.

Tomaten. Lorbeerblätter und eine Prise Salz dazugeben und bei geschlossenem Deckel etwa 20 Min. köcheln lassen.

Kurz vor dem Anrichten die Kidneybohnen und den Mais dazugeben und die Zartbitterschokolade drüber raspeln. Weitere 2-3 Min. weiterköcheln lassen.
Vor dem Servieren mit einem Löffel Crème fraîche garnieren.

Viel Spaß beim Nachmachen!

12. Januar 2012

Gyrossuppe

Gyrossuppe klang für mich im ersten Moment zugegebenermaßen etwas komisch. Irgendwie dachte ich immer, ich fände Suppen mit Fleisch eher eklig. (Ja, ich weiß, ich verstehe es, Euch den Mund wässrig zu machen). Der beste Ehemann von allen schlägt bei sowas auch eher die Hände über dem Kopf zusammen und denkt: "Oh Weib, das schöne Fleisch...welch eine Verschwendung für 'ne Suppe!" Trotzdem kam diese neulich auf den Tisch als eine Art Kompromiss zwischen uns beiden. Eine ziemlich clevere Idee von mir, wie ich fand. Und lecker war sie dann auch, vor allem der Schafskäse, der in der Suppe warm wird und zerfließt. Schafskäse ist überhaupt großartig!


Und so macht Ihr 1 mittelgroßen Topf dieser Suppe, wovon am Ende kaum mehr etwas übrig geblieben ist, ja, so lecker fanden wir die:

200g Chamignons, geputzt und in Würfel geschnitten
1 kleine Gemüsezwiebel, in Streifen geschnitten
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
500g Gyrosfleisch, mariniert (gibt's bestimmt beim Fleischdealer Eures Vertrauens)
1 große Dose (850 ml) geschälte Tomaten
4 EL Chilisauce (ich griff entgegen meiner Gewohnheiten zur süßen Variante. Warum nochmal??...ach ja..wegen ihm)
1 TL getr. Oregano
100g Feta, zerbröselt
Olivenöl
Salz
Pfeffer
125 ml Wasser oder Gemüsebrühe

(Zubereitungszeit: 30 Min.)

Öl erhitzen und Gyros, Zwiebel und Knoblauch darin kräftig anbraten. Pilze kurz mitbraten, Tomaten, Wasser und Chilisauce dazuegeben und aufkochen. Mit Oregano, Salz und Pfeffer würzen und zugedeckt ca. 10 Min. köcheln lassen.

Suppe anrichten und den zerbröselten Feta darauf verteilen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

22. August 2011

Tantuni

Ich hätte dieses Gericht ja sehr gerne mit Lammfleisch zubereitet, denn damit wird es im Original gemacht, aber da der beste Ehemann von allen auch noch ein Wörtchen mitzureden hat, jedenfalls kulinarisch (Ja, ich weiß, total nett von mir!), wurde es Kalbfleisch. Was nicht minder gut geschmeckt hat, aber eben nicht mehr original war.


Tantuni kommt aus Mersin und ist dort sowas wie die Spezialität. Was meiner Meinung nach aufgrund der -sagen wir mal- Banalität des Gerichts nicht besonders einfallsreich von den Mersinern war, aber sei's drum, es schmeckt! Ich mag es sehr gerne und auch ihm, der es dieses Jahr im Urlaub das erste Mal gegessen hat (als er noch essen konnte), hat es gemundet. Und es ist schnell gemacht, wenn man wie ich fertige Tortilla-Fladen nimmt. Das Besondere ist, das Fleisch so klein wie möglich zu schneiden, so dass es fast hackfleischähnliche Konsistenz hat. Und vor jedem Biss ein wenig Zitrone draufträufeln.

Und das braucht ihr für 4 Tantunis...ach was für ein witziger Name eigentlich:

4 Tortilla-Fladen
ca. 500g Rind-, Kalb- oder Lammfleisch, ganz klein geschnetzelt
1 große Zwiebel, gehackt
3 (rote oder grüne) Spitzpaprika, in feine Streifen geschnitten
2-3 Tomaten, geschält und gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
Petersilie, gezupft
Zitrone
Öl
etwas Butter
Cumin (Kreuzkümmel)
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: ca. 30 Min.)

Das Fleisch in etwas Öl unter Rühren solange anbraten, bis der ausgetretene Fleischsaft wieder verdunstet ist. Dann Paprika, Knoblauch, Zwiebeln und die Tomaten hinzufügen und ca. 5 Min. mitbraten. Mit Salz, Pfeffer, Pul Biber und Cumin würzen.

Die Tortilla-Fladen ca. 30 Sek. in der Mikrowelle erhitzen, mit Butter bestreichen und mit dem Schnetzelfleisch und der Petersilie belegt rollen. Vor jedem Biss mit etwas Zitronensaft beträufeln.

Viel Spaß beim Nachmachen!

5. August 2011

Gebratener Leberkäse mit Champignon-Senfcrème und Bratkartoffeln

Neulich nach einem ausgiebigen Frühstück, einer großen Currywurst-Pommes-Mayo zu Mittag und 'nem Stück Kuchen, saß ich so da und überlegte mir, was ich zum Abendessen machen könnte, da fiel es mir wie Schuppen vor die Augen: "Leberkäse zum Abendessen, das ist es!"

Glücklicherweise ist in der aktuellen "Lecker" ein solches Rezept, welches mich mein Einkaufskörbchen schnappen und zum Metzger eilen ließ.

À propos Metzger: Findet Ihr nicht auch, dass es viel zu wenig gute Metzger gibt? Also in Moers ist das so und als ich noch in Düsseldorf gewohnt habe, musste ich wirklich lange suchen, überhaupt mal einen zu finden, geschweige denn einen Guten! Und überhaupt ist das bei Leberkäse immer so 'ne Sache. Da gibt es ganz eklatante Unterschiede, habe ich gelernt. Von wem? Mein Schwager in spe, der ist Bayer, der muss es wissen. Und wenn eine Türkin sich von einem Bayer Tipps in Sachen Leberkäse einholt...ja dann ist eindeutig Ramadan!


Und das braucht Ihr für 2 Personen von "Zuviel gegessen? Bikinifigur? Ach egal...." 

250g Champigons, geputzt und halbiert
2 Scheiben Leberkäse à ca. 125g
100g Schmand
1-2 EL Milch
1-2 TL mittelscharfer Senf
Petersilie, gehackt
Öl
Salz
Pfeffer

außerdem

Kartoffeln, geschält, gekocht, in Scheiben geschnitten und in etwas Öl oder Butter gebraten.

(Zubereitungszeit: 30 Min.)

Leberkäse halbieren und in 1 EL Öl in der Pfanne von jeder Seite ca. 2 Min. braten, dann warm stellen.

Pilze im heißem Bratfett unter Wenden anbraten, Schmand, Milch und Senf einrühren, kurz aufkochen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken, zum Schluss die Petersilie unterrühren.

Leberkäse mit Bratkartoffeln anrichten und die Champignons drübergeben.

Viel Spaß beim Nachmachen!

1. August 2011

Poulardenbrust mit einer Himbeer-Dijon-Sauce und Kartoffelecken

...denn Kartoffelspalten darf ich nicht sagen. Warum, müsst Ihr den besten Ehemann von allen fragen, ich halt mich da raus.

Jetzt aber zum Wesentlichen:


Ich weiß nicht genau, wie ich diese Sauce beschreiben soll. Im Grunde kann ich da Steffi -von ihr habe ich nämlich das Rezept- nur zitieren:

"Das ist das leckerste, was ich seit langem gegessen habe". 

Und ich kann das sagen, ich war zwei Wochen in der Türkei und habe mich durch alle Variationen von Lammfleisch gegessen!



Für 2 Personen von "na, ob das wirklich das leckerste ist, was sie seit langem gegessen hat zu "WTF, ist das 'ne leckere Sauce" braucht Ihr:

100g Himbeeren, verlesen
2 TL feiner Dijon-Senf
2 TL körmiger Dijon-Senf
120g Himbeergelee
abgeriebene Schale einer 1/2 Limette

außerdem

2 Hähnchenbrustfilets
1 EL Butter, geschmolzen
einige Zweige Thymian, abgespült
einige Zweige Rosmarin, abgespült
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: ca. 45 Min.)

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Fleisch abspülen und trocken tupfen, mit Salz und Pfeffer würzen und in eine feuerfeste Form geben. Die Butter drüber träufeln.

Im Ofen ca. 25 Min. auf der mittleren Schiene braten. Evtl. kurz vorher den Grill des Backofens anschmeißen, um die gewünschte Bräune zu erreichen.

Für die Sauce beide Senfsorten und das Himbeergelee verrühren und mit Salz würzen. Die Limettenschale dazugeben und die Himbeeren kurz unterrühren, dabei ruhig einige Früchte zerdrücken. Die Sauce mit Salz abschmecken.

Wie man Kartoffelecken macht, habe ich HIER schon mal gezeigt.

Viel Spaß beim Nachmachen!

14. Mai 2011

Hack-Feta-Pfanne mit Reis

Der beste Ehemann und ich versuchen machen seit ein paar Tagen eine Diät. Die klappt eigentlich auch ganz gut. Wir verzichten abends auf Kohlenhydrate. Und das macht sich überraschenderweise ziemlich schnell auf der Waage bemerkbar.
Soweit so gut.
Jetzt ist das für ihn überhaupt kein Problem, sich abends ausschließlich von Fleisch zu ernähren. Ab und an mal ein Salätchen oder etwas Gemüse wird dann auch geduldet, ohne gleich mit Scheidung zu drohen.

Aber irgendwann muss auch mal wieder eine richtige Beilage her. Jeden Abend auf Kohlenhydrate verzichten kann ich leider nicht so gut wie er und Diät hin oder her, gestern musste es wieder etwas mit Reis sein.


Um es nicht ganz ausarten zu lassen, habe ich das "Drumherum" etwas kalorienärmer gehalten und eine Hackfleisch-Feta-Pfanne gezaubert. Hat uns sehr gut geschmeckt und trotz Kohlenhydrate hat mein Mann den Gang zur Waage heute morgen lebend überstanden.

Wie man Reis kocht hatte ich hier bereits gepostet.

Zutaten für 4 Personen:

1 Zwiebel, gewürfelt
1 rote Paprika, in Streifen geschnitten
1 grüne Paprika, in Streifen geschnitten
1 Stange Lauch, in Ringe geschnitten
300g Tatar
200 ml Gemüsebrühe
120g Feta, gewürfelt
Öl
1 TL Thymian, getrocknet
1 TL Majoran, getrocknet
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: 20 Min)

Öl in einer Pfanne erhitzen. Tatar mit den Zwiebeln krümelig anbraten. Paprika und Lauch dazugeben und mit Brühe aufgießen. Mit Salz, Pfeffer, Thymian und Majoran würzen und 10 Min. weiter garen.
Zum Schluss den Feta dazugeben und auf Reis servieren.

Viel Spaß beim Nachmachen!