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7. Januar 2015

Crème Brulée mit salzigem Karamell

Wisst Ihr, ich war neulich auf der Suche nach einem Dessert. Silvester stand nämlich vor der Tür und Baby sei Dank durften wir diesen bei uns Zuhause feiern. Das war während dieses turbulenten Jahres ja insgeheim schon im Februar mein Wunsch! Und weil mein Baby das kleinste im Freundes- und Bekanntenkreis ist (andere machen sich mittlerweile schon Gedanken, welche Uni es denn werden soll, wohingegen ich meistens vor solch schwierigen Entscheidung stehe wie, wann ich zur nächsten Windelgröße wechseln sollte und ob ich lieber Möhre oder Pastinake püriere), bleibt das auch ein Weilchen so. Das sind doch mal schöne Aussichten.

Es gab dann also an Silvester eine Familienrunde mit Käsefondue, viel Wein und etwas Champagner. Flaschenkind olé!!

Kurz zum Käsefondue: Mein bisher einziges aß ich vor zwei Jahren im arschteuren Zürich und fand es für über 150 Euronen für 2 Personen jetzt nicht besonders berauschend, wie man sich vielleicht vorstellen kann. Und da war jetzt keine Pulle Schampus oder so dabei. Um dieses finanzielle Trauma endlich mal zu überwinden gab es also Käsefondue. (Dass hierzulande 300 Grämmchen Appenzeller auch fast 30 EUR kosten sei jetzt mal nur am Rande erwähnt..)

Als Dessert hatte ich mich für eine Crème Brulée entscheiden, und um ganz genau zu sein, für eine Crème Brulée mit salzigem Karamell. Dass süß und salzig zusammen ganz hervorragend schmeckt, wissen wir ja spätestens seit den grandiosen Schokokeksen mit fleur de sel


Das Ergebnis war wie zu erwarten total lecker und ich stand bei allen mal wieder ziemlich gut da mit meiner Idee! ;-)

Für alle, die noch nicht wissen, was es Silvester 2015 geben soll, daher hier schon mal ein Tipp von mir: Crème Brulée mit salzigem Karamell. Das wird der Hit! 

Und so zaubert ihr 4-6 Schälchen dieser Köstlichkeit:

125g feiner Zucker
5g Fleur de Sel 
300 ml Milch
200 ml Sahne
5 Eigelbe
40 g brauner Rohrzucker

Den Zucker mit etwas Wasser (das Wasser soll den Zucker gerade bedecken) in einem Topf bei mittlerer Hitze ohne Rühren aufkochen.

Sobald sich die Masse braun verfärbt, leicht rühren, damit der Karamell gleichmäßig bräunt. Topf vom Herd nehmen, das Salz zufügen und vorsichtig die Milch einrühren. Unter ständigem Rühren bei kleiner Hitze kurz aufkochen, um den Karamell in der Milch aufzulösen. 

Topf vom Herd nehmen, Sahne zugießen und anschließend die Eigelbe unterrühren. 

Alles gut mischen und die Crème durch ein feines Sieb in eine Schüssel streichen. Abkühlen lassen und mindestens 2 Std. im Kühlschrank ruhen lassen. 

Den Backofen auf 95°C vorheizen.

Die Crème in feuerfeste Schalen verteilen und nebeneinander in den Backofen stellen. Die Crème je nach Größe der Förmchen 60-75 Min. garen. Sie sind fertig, wenn sie gestockt sind und sich eine Haut gebildet hat. Leicht abkühlen lassen und in den Kühlschrank stellen. 

Vor dem Servieren die Crèmes gleichmäßig mit braunem Rohrzucker bestreuen und mit einem Gasbrener karamellisieren.

Viel Spaß beim Nachmachen!

18. Juli 2012

Auberginen-Dip, Karotten-Kümmel-Dip und..whoa.. Simit! Außerdem noch ein bißchen Geblubber über das Kochbuch "Pişmek – Kochen auf Türkisch"

Kennt Ihr das? Verliebt sein? Nicht in eine Person, sondern in ein Buch? Ein Kochbuch? Guckt nicht so, das geht! Ich bin offiziell verliebt. In dieses Buch. Es handelt sich dabei um das Kochbuch „Pişmek – Kochen auf Türkisch“, erschienen im Collection Rolf Heyne Verlag. (272 Seiten, 23,3 x 26,5 cm, 115 Rezepte, Gebunden, Fadenheftung, Leseband, Schutzumschlag mit Prägung. Erscheinungsdatum: 16.02.2012, ISBN-13: 978-389910523-, 39,90 €) 
via
Und das komische daran ist, ich wusste es! Ich wusste, ich würde mich verlieben, noch bevor ich es in den Händen halte. Obwohl die Geschichte unserer Liebe erst unter keinem glücklichen Stern stand.

Es fing alles damit an, dass ich eine unglaubliche, wunderschöne und herzerfüllende Reise in die Türkei gemacht habe. 10 Tage lang (viel zu kurz) bin ich durch das Land gereist, welches ich gerne als meine Heimat bezeichnen würde, aber nicht kann. Das liegt daran, dass dieses Land für mich (leider) immer noch so groß, so weit und so fremd ist. Obwohl mich die Menschen in diesem Land, ihre Lebensweise, ihre Traditionen und ihre Bräuche schon mein Leben lang begleiten und vertraut sind. Fremd und vertraut zugleich. Auch das geht.

Ich habe während dieser Reise nicht nur viel gesehen und gelernt, mich gefreut und gelacht, geweint und geärgert, ich habe auch gegessen. Und das nicht zu knapp. Aber dafür auch gut, sehr gut und sehr abwechslungsreich. Und mit jeder Mahlzeit habe ich mich gefragt, wieso ich nicht noch viel öfter türkisch koche? Schließlich hab ich die Wurzeln und das Talent (Yeah, man!) und weiß Allah genug Quellen, auf die ich zurückgreifen kann. Und genau da liegt der springende Punkt. Irgendwie konnte ich es mit mir selber nicht vereinbaren, ein türkisches Kochbuch zu Hilfe zu nehmen. Was soll denn meine Mutter denken, wenn sie das sieht? Sie wäre von Grund auf erschüttert, um es mal optimistisch zu formulieren. („Ein türkisches Kochbuch? Für so viel Kohle? Spinnt die? Warum hat das Kind denn nicht mich gefragt? Halloohoo?“ So oder zumindest so ähnlich stelle ich mir in dem Zusammenhang die Gedankengänge meiner Mutter vor.)

So kam es also, dass ich dieses Buch oft in der Buchhandlung begutachtet und wieder weggelegt habe. Oft online in das Warenkörbchen gelegt und die Seite wieder geschlossen habe, aber es nie ganz vergessen konnte. Erst recht nicht, als dann auch noch überall Berichte über dieses Buches erschienen sind.

Doch dann schickte mir der Collection Rolf Heyne Verlag ein Rezensionsexemplar (Vielen Dank dafür!)  und so fanden das Buch und ich am Ende doch noch zueinander. Und sind seitdem glücklich vereint. Romantisch, oder?

Es gibt, wie in jeder Beziehung, aber auch Punkte, die mich stören. Nein stören ist das falsche Wort. Punkte, mit denen ich weniger zufrieden bin als mit anderen. Zu Beginn wäre da die Autorin.

Leanne Kitchen.
Leanne Kitchen, die Köchin.
Leanne Kitchen, die Köchin und Kochbuchautorin.
Ja, sicher!

Okay, egal. Der Name ist wurscht, was mich vielmehr stört ist die Tatsache, dass es nicht von einem türkischen Autor / einer türkischen Autorin geschrieben wurde. Das würde es für mich ein wenig authentischer machen. Dann hätten es vielleicht auch die türkischen Namen aller Gerichte ins Buch geschafft und nicht nur die deutsche Bezeichnung, die meistens nur aus einer Aneinanderreihung der Bestandteile des Gerichts bestehen. Und vielleicht wäre dann auch der ein oder andere Fehler im Text nicht vorgekommen. Ich nenne da jetzt einfach mal wild ein paar Beispiele: Oklava, nicht Olava, oder Tekirdağ, nicht Tekirda, Helva, nicht Helwa, Mehmet, nicht Mechmet…bin ich pingelig? Außerdem sagt sie, dass Kebap übersetzt einfach „gekochtes Fleisch“ bedeutet. Äh…neee! Ich bin wahrlich kein Experte der türkischen Sprache, aber was sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen kann ist, dass Kebap das Gegenteil von gekochtem Fleisch ist. Es ist eher gegrillt oder gegart, aber nie gekocht. Sollte ich doch falsch liegen, bin ich gerne bereit, mich eines Besseren belehren zu lassen, aber das alles finde ich einfach ein wenig schade.

Aber gut, Texte sind auch wurscht, geht ja um die Rezepte. Und die sind toll. Ich könnte stundenlang darin blättern und immer wieder etwas Neues entdecken. Ich weiß gar nicht, wann ich das alles nachkochen soll? So oft kommen meine Eltern ja nun auch nicht zu Besuch und dem besten Ehemann von allen ständig türkisches Essen aufzutischen, würde unsere Beziehung doch arg strapazieren.

Die Bilder im Buch mag ich. Es finden sich Bilder von Land und Leuten, die in meinen Augen aber nicht immer der Schönheit und des Facettenreichtums dieses Landes gerecht werden, da für mich ein wenig zuviel „Dorfleben“ gezeigt wird. Ein paar weniger Kopftücher und Şalvars hätten es m. E. auch getan. Bei den Rezepten ist leider nicht jedes mit einem Bild unterlegt. Damit komme ich aber klar. Womit ich persönlich jetzt so gar nicht klarkam, war das Bild zum Rezept auf S. 129, Içli Köfte. Içli Köfte ist was GRANDIOSES! Es handelt sich dabei um Buletten aus Bulgur, die mit Hackfleisch und Walnüssen (diese aber auch nur optional) gefüllt sind. Es ist ein wenig aufwendig in der Herstellung und man muss als Laie schon wissen, wie Içli Köfte auszusehen haben, um die nachzumachen. Und was macht Frau Kitchen? Fotografiert zu diesem Rezept einen Sack voll Walnüsse. Oh Leanne, warum? HIER verlinke Euch mal ein Video von Orhan, der macht Euch das mal vor. 

Bitte lasst Euch jetzt aber von meinem kleinlichem Detailzerfetze nicht die Laune und die Freude an diesem Buch verderben, denn wie in jedem Kochbuch, geht es doch hauptsächlich um die Rezepte und um das Ausprobieren von für sich fremden Zutaten und Kombinationsmöglichkeiten. Ich bin ein großer Freund fremder Küchenkulturen, daher entspricht dieses Buch, trotz einiger Makel, die aber auch nur Türken auffallen, so ziemlich meinen Erwartungen. Es ist alles vertreten, was ich mir als Türkin unter einem türkischen Kochbuch vorstelle. Seien es die klassischen Lahmacun, die Yoghurt-Suppe, Imam Bayildi, Pogaca's oder auch Zerde und kandierter Kürbis. Darüber hinaus aber finden sich Rezepte zu Gerichten, von denen ich bisher nichts gehört hatte und über die ich mich sehr freue. (Kürbis-Hummus, pochierte Köfte, Mahmudiye, Pistazien-Tahin-Sauce und vieles vieles mehr). Die Rezepte finde ich anschaulich beschrieben und hatte beim nachmachen keine Probleme. Was mir persönlich fehlt, ist die Angabe der Zubereitungszeit. Und damit kommen wir auch schon zu dem, was ich bisher nachgekocht habe:

Beispielsweise einen Auberginen-Dip. Diesen habe ich extra für George rausgesucht, dem ich eigentlich schon vor Monaten versprochen hatte, ein Rezept dieser Art nachzuliefern. Als ich Mücver gemacht habe. Die werden bei uns nämlich immer mit Auberginen-Dip gegessen.
George, ich kann dazu sagen, dieser war es nicht. Der, den meine Mutter macht, schmeckt anders, ist flüssiger. Da muss ich sie doch mal für dich fragen.

Diese hier war eine hervorragende Beilage zum Grill. Genauso wie der Karotten-Kümmel-Dip, aber was mich komplett vom Hocker gehauen hat, waren die Simits. Ich habe sie genau nach Rezept gemacht und sie sind perfekt geworden und schmeckten genauso, wie sie schmecken sollten, nämlich nach Simit. J


Und deswegen kann ich Euch guten Gewissens dieses Buch empfehlen, es ist nämlich ein Schmuckstück und es macht mich glücklich.

Und wenn Ihr auch glücklich werden wollt, dann probiert mal diese Dips und backt ein paar Simits. Ja, vor allem die Simits:

Auberginen-Dipp für eine mittelgroße Schale

1,2kg Auberginen
80 ml natives Olivenöl extra (nehmt weniger und gießt bei Bedarf nach)
2 Knoblauchzehen, zerstoßen (Ok, eine hätte es sicher auch getan)
2,5 frisch gepresster Zitronensaft (oder nach Geschmack, also auch hier erstmal mit weniger anfangen)
250g Joghurt türkischer Art (keine Ahnung, was genau Leanne da meint, ich hab jetzt mal 125g 10%igen und 125g 3,5%igen gemixt)
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: 45 Min.)

Die Auberginen bei schwacher Hitze rund 20 Min. garen, bis die Haut ganz schwarz und das Innere weich ist. Oft wenden. Als Alternative (und das ist die Methode, die ich gewählt habe, denn Auberginen garen ist eine fiese Arbeit, die auch noch dafür sorgt, dass die Küche wunderbar intensiv nach Fett riecht) auf einem stark erhitzen Grill garen. Sobald sie kühl genug zum Anfassen sind, möglichst viel von der geschwärzten Haut entfernen und das Stielende stutzen. Fruchtfleisch in ein Sieb geben und etwa 20 Min. abtropfen lassen.

Diese dann in eine große Schüssel geben und mit einer Gabel gut zerdrücken. Olivenöl, Knoblauch, Zitronensaft und Joghurt dazugeben und gut verrühren. Mit Pfeffer und Salz würzen. Hält sich in einem luftdichten Behälter gut gekühlt mindestens zwei Tage.


Karotten-Kümmel-Dip für eine mittelgroße Schale

2,5 EL natives Olivenöl extra
700g Karotten, gerieben
0,5 TL Kümmelsamen
250g Joghurt türkischer Art (auch hier wieder: 125g 10%igen und 125g 3,5%igen gemixt)
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: 30 Min.)

Öl in einem Topf bei mittlerer bis schwacher Hitze erwärmen, Karotten zugeben, zudecken und 20 Min. kochen, bis die Karotten butterweich sind. Häufig umrühren, sonst brennen sie an. Vom Herd nehmen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Kümmel und Joghurt dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und gut verrühren. Hält sich in einem luftdichten Behälter gut gekühlt mindestens zwei Tage.

Simit (ergibt 10 Stück)

1 Msp. Zucker
60 ml Wasser
3 TL Trockenhefe
310 ml Wasser
500g Mehl
1,5 TL Salz
170ml (Trauben-)Pekmez (gibt’s beim Türken)
80ml Wasser
235g Sesamsamen
(Zubereitungszeit: ca. 2 Std. inkl. Ruhezeit)

Zucker und 60ml lauwarmes Wasser in einer kleinen Schüssel vermengen und die Hefe darübersprenkeln. Etwa 8 Min. (oder bis sich Schaum bildet) beiseitestellen, dann weitere 310 ml lauwarmes Wasser hinzugießen.

Mehl und Salz in einer Schüssel vermengen, dann die Hefemischung dazugeben und umrühren, bis ein grober Teig entsteht. Auf eine leicht bemehlte Fläche legen und 6-7 Min. kneten, bis der Teig sämig und elastisch ist. (Auch wenn ich diese Experience gerne selber gemacht hätte, habe ich doch kneten lassen. Nein, nicht von S., von einer Küchenmaschine). Dann den Teig zu einer Kugel formen und in eine leicht mit Öl bestrichene Schüssel legen. Dort wenden, bis er gelichmäßig eingeölt ist. Mit Frischhaltefolie abdecken und 1 Std. (oder bis er sein Volumen verdoppelt hat) an einen warmen, zugfreien Platz stellen.

Den Backofen auf 220°C vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche durchkneten und in 10 gleich große Stücke teilen. Pekmez in einer großen Schüssel mit 80ml Wasser vermengen. Die Sesamsamen auf einen großen Teller streuen. Jedes Teigstück einzeln mit den Händen zu zehn 55 cm langen „Seilen“ ausrollen. Diese so in der Mitte falten, dass die beiden Enden nebeneinander liegen; dann vom Brett nehmen und mit den Händen zu einem zweisträngigen Seil flechten. Wieder auf die Fläche legen und die Enden fest aneinanderpressen, so dass ein Ring entsteht. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren, bis Ihr 10 Ringe habt.

Jeden Ring vollständig in die Pekmez-Mischung tauchen, dann gut abtropfen lassen und vorsichtig in den Sesamsamen wälzen. Dann auf die Backbleche legen und etwa 20 Min. bei Zimmertemperatur beiseitestellen, bis der Teig etwas aufgegangen ist. Im Ofen 15-18 Min. backen (oder bis die Ringe goldbraun und durchgebacken sind). Abkühlen lassen.

Simits schmecken am besten frisch gebacken, halten sich aber luftdicht verschlossen im Kühlschrank bis zu 4 Wochen.


Viel Spaß beim Nachmachen!

20. Juni 2011

Scones mit Clotted Cream und Apple-Lemon-Curd

Ich muss ja zugeben, dass ich seit der Hochzeit von Kate & William diese ganze royale Sache da drüben ein klitzekleines wenig toll finde. Selbstverständlich habe ich damals die Hochzeit live gesehen und hätte mir fast das ein oder andere Sonderheft zu diesem Thema gekauft, wenn nicht der beste Ehemann von allen interveniert und mich davon abgehalten hätte. Da ich aber leider den Tag der Hochzeit nicht wie es sich gehört und wie von Steph vorgemacht, mit englischen Scones, Clotted Cream, Apple-Lemon-Curd und Tea zelebrieren konnte, holte ich dies gestern dann endlich nach.


Auch wenn die Crème nicht mal eben gemacht ist, kann ich jedem empfehlen, sich die Zeit zu nehmen und die Mühe zu machen, welches herzustellen. Es lohnt sich! Believe me!
Dafür gehen die Scones relativ fix und schmecken mit Clotted Cream, dem Apple-Lemon-Curd und einer Tasse Tee einfach himmlisch.

Und das braucht man für ca. 20 Scones:

500 g Mehl
1,5 Tütchen Backpulver
125 g Butter
1/2 TL Salz
ca. 200 ml Milch

(Zubereitungszeit:  30 Min.)

Backofen auf 200°C vorheizen.

Das Mehl mit dem Backpulver und Salz vermischen. Die Butter in kleinen Stücken mit den Fingern gut einarbeiten, bis ein krümeliger Teig entstanden ist.

Die Milch nach und nach zugeben und mit den Händen zu einem weichen, nicht klebrigen Teig verkneten.

Den Teig auf einer bemehlten Fläche ca. 2 cm dick ausrollen und Kreise ausstechen. (Dies habe ich ganz fachmännisch mit einem Ramazotti-Glas gemacht, obwohl ich viel lieber Averna trinke.)



Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im vorgeheizten Backofen ca. 15-20 Minuten backen, bis die Scones gut aufgegangen und leicht gebräunt sind.

Und so macht Ihr die Apple-Lemon-Curd:


450g Äpfel, geschält und entkernt und in Stücke geschnitten
100 ml Wasser
abgeriebene Schale und Saft von 2 Zitronen
125g Butter
450g Zucker
4-5 Eier (200g)

(Zubereitungszeit: ca. 1 Stunde)

Die Apfelstücke mit dem Wasser bei mittlerer Hitze weich kochen und anschließend pürieren.

Die pürierten Äpfel mit den anderen Zutaten, außer den Eiern vermischen und im Wasserbad erhitzen. Sobald die Butter geschmolzen ist, die Eier unter ständigem Rühren dazugeben und darauf achten, dass die Temperatur nicht über 60°C liegt, sonst stocken die Eier.

Mit dem Schneebesen oder einem Mixer (nehmt einen Mixer!) solange rühren, bis die Masse andickt und schaumig wird. (Dauert!)
Die Temperatur sollte letztlich bei 82°C liegen.

Die Crème in Gläser füllen, fest verschließen, kurz auf den Kopf stellen und abkühlen lassen. Ungeöffnet sollte es sich dann einige Monate halten. Nach dem Öffnen sollte man es zügig aufbrauchen, was aber kein Problem sein sollte. Believe me!

Scones mit Clotted Cream und Apple-Lemon-Curd bestrichen servieren.


Für die Clotted Cream musste der beste Ehemann von allen bis nach Berlin ins KaDeWe reisen und mir welche mitbringen, nur damit ich zwei Tage später feststelle, dass der Perfetto gegenüber die ins feste Sortiment genommen hat. Aber er liebt mich und hat das natürlich gerne gemacht!  :-)

Viel Spaß beim Nachmachen!

3. Februar 2011

Kalbsfilet mit Antipasti-Gemüse

Ich habe heute in den Tiefen von iPhoto ein ungebloggtes Essensbild gefunden.
Dann habe ich mich verzweifelt auf die Suche nach dem dazugehörigen Rezept gemacht und nach gefühlten 1564745 Stunden glücklicherweise wiedergefunden.

Das Rezept ist aus der "essen & trinken" 09/10.


Ich kann nicht viel dazu sagen, außer: unbedingt ausprobieren. Wirklich lecker. Werde ich auf jeden Fall nochmal machen.

Zutaten für 2: 

1/2 rote Paprikaschote, entkernt und geviertelt
1/2 gelbe Paprikaschote, entkernt und geviertelt
1 Fenchelknolle, in Scheiben geschnitten
250g Pfifferlinge (gabs natürlich nicht, als ich einkaufen war. Habe irgendeinen anderen Pilz genommen)
2 kleine Zucchini, längs halbiert
4 dünne Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
125g kleine Strauchtomaten
15g Kapern
40g kleine schwarze Oliven
1 EL Pinienkerne
1,5 EL weißer Balsamico-Essig
Pfeffer
Salz
Zucker
Olivenöl
2 Kalbsfiletmedaillons
1 Zweig Rosmarin
einige Blätter Basilikum
Alufolie

(Zubereitungszeit: 1 Stunde + 20 Min. Garzeit)

Paprikaschoten mit der Hautseite nach oben auf ein Backblech legen und solange unter dem Backofengrill grillen, bis die Haut schwarze Blasen wirft. Aus dem Backofen nehmen, abkühlen lassen und häuten. Paprikaviertel nochmal längs halbieren.

Fenchel in kochendem Salzwasser 3-4 Min. kochen, abgießen, abschrecken und gut abtropfen lassen. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett hellbraun rösten.

Essig, Pfeffer, Salz, 1 Prise Zucker, 3 EL Ölivenöl und 1,5 EL Wasser zu einer Vinaigrette rühren. Kapern, Oliven und Pinienkerne dazugeben.

Kalbsfilet würzen und von beiden Seiten 1 Min. anbraten. Tomaten und Rosmarin dazugeben und in der Pfanne schwenken. Aus der Pfanne nehmen. Alles auf Alufolie (am besten ein doppeltes Stück) verteilen und im vorgeheizten Ofen bei 170° 12-15 Min. garen.

Inzwischen ein wenig Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Fenchel, Zucchini und Pilze darin 4-5 Min. bei starker Hitze braten. In den letzten 2 MInuten die Frühlingszwiebeln dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Das Gemüse mit Paprika und der Vinaigrette mischen und Basilikumblätter drüberstreuen.

Fleisch und Tomaten aus dem Ofen nehmen. Gemüse, Fleisch, entstandenen Fleischsaft und Fenchelgrün auf Tellern anrichten und...

...genießen!

Viel Spaß beim Nachmachen!