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25. Juni 2015

Pulled Salmon Sandwich, man kann aber auch Sandwich mit gegrilltem Lachs, Frischkäse und Senf-Honig-Sauce dazu sagen

Wenn ein Trend es irgendwann mal auf meinen Blog schafft, dann ist es ja fast schon gar kein Trend mehr. Ich bin da ja nicht so von der schnellen Sorte, wisst Ihr? (Wisst Ihr!!) Und nun frage ich mich, ob der Trend zum Pullen noch anhält oder ob es sich gar nicht mehr lohnt, darüber zu schreiben.... Was meint Ihr?

Nehmen wir beispielsweise dieses Sandwich mit Lachs:


Es ist aus "Auf die Hand" und dort heißt es "(Bagel) mit gegrilltem Lachs, Frischkäse und Senf-Honig-Sauce" was ohne Frage auch ganz toll klingt, aber wenn es tatsächlich so ein sollte, dass "pulled" noch total en vogue ist, dann bin ich mal so unverschämt und nenne es "Pulled Salmon Sandwich". Klingt doch direkt viel aufwendiger, auch wenn es das gar nicht ist. Aber ich mag es ja, wenn die Leute denken, ich hätte aufwendig gekocht und dabei stand ich gefühlt nur 5 Minuten in der Küche. Da kommt dieses Sandwich genau richtig. Minimaler Aufwand, maximaler Effekt. Und es beweist auch wieder, dass Fisch unkomplizierter ist als man denkt. Denn...meine Güte, ich stell' mich vielleicht immer an, wenn es um Fisch geht, das könnt' Ihr euch gar nicht vorstellen! Dabei sagt meine Schwiegermutter immer, dass Fisch viel einfacher zuzubereiten ist als Fleisch. Und sie hat recht. Mir ist noch nie Fisch missglückt, Fleisch dagegen schon. Und bei der ganzen Schwafelei vergesse ich ja fast zu erwähnen, wie großartig dieses Sandwich schmeckt, ganz egal, wie man es nennt. 

Probiert es bald mal aus und gebt mir recht.

Für 4 Sandwiches:

Sauce
1/2 Bund Schnittlauch, in feine Röllchen geschnitten
4 EL flüssiger Honig
4 EL Senf (im Buch: grober Senf)

Sandwiches
250g Lachsfilet, entgrätet
3 EL Olivenöl
Salz
4 Roggenbrötchen oder Bagels, aufgeschnitten
40g Frischkäse
etwas geputzter Salat (im Buch: Frisée)

(Zubereitungszeit: 20 Min.)

Für die Sauce Schnittlauch mit Honig und Senf glattrühren.

Lachsfilets in einer Pfanne in heißem Olivenöl bei mittlerer Hitze von jeder Seite 3-5 Minuten glasig durchbraten, salzen und mit 2 Gabeln in grobe Stücke teilen.

Brötchen mit Frischkäse bestreichen und mit etwas Salat und Lachs belegen. Mit der Sauce beträufeln, Deckel aufsetzen und servieren.

Viel Spaß beim Nachmachen.

17. August 2014

Rote Linsensuppe mit Minzbutter / Kırmızı Mercimek Çorbası

Eine meiner Lieblingssuppen in der türkischen Küche ist die rote Linsensuppe. Fix gekocht, gelingsicher, sättigend und auf einer türkischen Tafel immer willkommen. Ich habe eh manchmal das Gefühl, dass Türken viel lieber die traditionelleren Gerichte bevorzugen als irgendeinen aufwendigen Schnickschnack, welchen sie nicht kennen. Und das ist jetzt keineswegs respektlos oder geringschätzig gemeint! Im Gegenteil, ich find das super, so weiß man immer, was man Gästen servieren kann, ohne ein schlechtes Gefühl zu haben. Und ich selber freue mich immer, wenn das serviert wird und es wird mir nie zu langweilig. Gibt es vorweg diese Suppe oder eine Joghurtsuppe oder vielleicht die türkische Nudelsuppe ist es in jedem Fall authentisch und man macht auf keinen Fall etwas falsch. Daher wurde es höchste Zeit für eine Neuauflage auf dem Blog.


So häufig wie diese Suppe gekocht wird, so viele verschiedene (aber alle gleichsam simple) Zubereitungsmethoden gibt es. Im RaEdU wird sie schon immer so gemacht und bisher hat sich auch noch keiner beschwert. (Bis auf den Besten Ehemann von allen natürlich, der aber bekanntlich mit fleischlosen türkischen Gerichten oft nicht viel anfangen kann.) Man kann die Suppe auch am Tag danach noch hervorragend essen. Sollte sie dann schon etwas angedickt sein, einfach mit ein wenig Brühe oder Wasser aufkochen. 

Für 4 Personen braucht Ihr also:

200g rote Linsen
1 kleine Kartoffel, geschält und grob gewürfelt
1 Möhre, geschält und grob gewürfelt
1 Zwiebel, geschält und grob gewürfelt
1l Gemüsebrühe
3 EL Butter
1 EL getrocknete Pfefferminze
Salz 
Pfeffer
Zitronensaft

(Zubereitungszeit: 30 Min)

Linsen, Kartoffel, Möhren und Zwiebel in einen Topf geben, mit Gemüsebrühe auffüllen und zum Kochen bringen. Dann Hitze reduzieren und ca. 20 Min. köcheln lassen, bis die Zutaten weich sind. 

Mit einem Mixer anschließend die Suppe pürieren und kurz beiseite stellen.

In einer Pfanne oder in einem kleinen Topf die Butter schmelzen und die Minze darin anrösten, bis sie duftet. Die Minzbutter in die Suppe geben, umrühren und nochmals kurz aufkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Mit Fladenbrot und Zitronenvierteln servieren. (Türken lieben Fladenbrot und vor allem Zitrone!)

Viel Spaß beim Nachmachen! 

11. August 2014

Spirelli in Salbeibutter mit Parmesan

Und mal wieder musste ich feststellen, dass die einfachsten Sachen doch meistens immer noch die Besten sind!

Denn während ich Pläne für mein Abendessen schmiedete und dabei auf Sternekochniveau dachte, wie es halt eben so meine Art ist, zupfte meine Schwägerin an Ihrem explodierten Salbeistrauch rum und versuchte, das Gewuchere ein wenig unter Kontrolle zu bringen. Meine Schwiegermutter erwähnte noch irgendwie, dass Salbeibutter ja total lecker wäre und ich sah nur noch einen Salbeizweig den nächsten in die Biotonne wandern, so dass ich mich spontan, wie ich eben so bin, entschloss, dem ganzen eine Chance zu geben. Da der beste Ehemann von allen nicht da war, ich eh keinen Bock hatte, nur für mich lange in der Küche zu stehen und der Hunger langsam aber bedrohlich näherkam, passte mir das ganz gut in den Kram.


Ich muss zugeben, dass ich anfangs eher skeptisch war, denn mein bisher einziger Salbeibutterversuch war in einem Restaurant, lag schon lange zurück und ist mir nicht besonders positiv in Erinnerung geblieben. Das hier aber war total lecker und ich bin begeistert, wie schnell auch das wieder auf dem Tisch stand. Perfekte Feierabendküche! Aber wahrscheinlich erzähle ich Euch nichts neues, ich bin hier sicher mal wieder die letzte, die das checkt. 

Daher komme ich jetzt mal zum Punkt und verrate Euch, wie ich das Ganze gemacht habe:

Für 1 Person braucht Ihr:

Nudeln nach Wunsch
ca. 10 Blätter frischer Salbei, abgebraust und vorsichtig mit Küchenpapier abgetupft
ca. 30g Butter
ein wenig Parmesan, gerieben

(Zubereitungszeit: 15 Min.)

Die Nudeln al dente kochen.

Die Butter in einer Pfanne schmelzen und ganz leicht braun werden lassen. Die Salbeiblätter reinlegen und kross werden lassen. Wenn das soweit ist, die Blätter rausnehmen und kurz beiseite stellen.

Über die Nudeln die Butter gießen und auf einem Teller anrichten, mit den Salbeiblättern garnieren, frisch geriebenen Parmesan drüber streuen und genießen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

10. Juli 2014

Käse-Lauch-Suppe

Wenn der deutsche Sommer hier einen auf Herbst macht, dann ist es vollkommen in Ordnung, wenn man anfängt, Sachen zu kochen, die im Sommer eigentlich nichts verloren haben. So wie eine Käse-Lauch-Suppe zum Beispiel. 


Gut, es ist jetzt keine Suppe mit einem besonders edlen Ruf, aber - und ich glaube dies kann keiner bestreiten - sie schmeckt einfach extrem gut. Besonders an Tagen, an denen das Wetter nichts außer Regen und Wolken und Grau und Kalt bereithält. Und ich kann mir gut vorstellen, dass der ein oder andere unter Euch jetzt heimlich den Wunsch verspürt, mal wieder eine Käse-Lauch-Suppe zu essen. Gebt es zu!! (Dass sich das Wetter jetzt so langsam wieder bessert, ist dabei total nebensächlich.)

Zudem ist sie sehr schnell gemacht, was meinem plötzlichen Heißhunger darauf sehr gelegen kam. Man braucht nur wenige Zutaten und sie schmeckt trotzdem. Sie lässt sich natürlich auch gut einen Tag vorher kochen und wird nach einer Nacht im Kühlschrank sogar noch einen Ticken besser. 

Mit knusprigem Baguette oder frischem Brot ist es nicht nur eine Partysuppe, sondern tollstes Comfortfood. Hach...

Und so schnell kocht man einen Pott Käse-Lauch-Suppe, hier die pure Variante mit Hack aber sonst ohne SchnickSchnack:

500g Hackfleisch
2 Stangen Lauch, gewaschen und in Ringe geschnitten
1 Zwiebel, gehackt
1L Rinderbrühe
400g Schmelzkäse
Öl
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: ca. 30 Min.)

Öl in einem Topf heiß werden lassen und die Zwiebel anbraten. 

Das Hackfleisch dazu geben und krümelig braten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Lauch dazugeben, einige Minuten mitbraten und anschließend mit der Brühe auffüllen, bei mittlerer Hitze aufkochen lassen. 

Schmelzkäse einrühren, weitere 15 Minuten auf mittlerer Hitze köcheln lassen und zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Viel Spaß beim Nachmachen!

8. Juni 2014

Yoğurtlu Makarna / Bandnudeln in Joghurtsauce

Bei diesem Gericht spalten sich in meinem Umfeld ein wenig die Gemüter. Ich zum Beispiel liebe dieses Essen und wann immer ich die Möglichkeit habe, koche ich es. Mein Mann allerdings kann hiermit gar nichts anfangen. Er hat aber auch generell keine große Affinität zu Joghurt, muss ich vielleicht dazusagen. Ich hingegen habe im Laufe der Jahre eine regelrechte Obsession dazu entwickelt und esse es zu fast allem. Das ist aber auch nichts ungewöhnliches, denn Joghurt gehört ganz selbstverständlich in die türkische Küche und man findet kaum eine gedeckte Tafel, auf der nicht ein Pott steht. 


Aber nicht nur wegen des Joghurts liebe ich es, sondern auch wegen des "Toppings". Dieser besteht aus Salca, viel Minze und manchmal auch etwas Paprikapulver. Salca bekommt ihr in jedem türkischen Supermarkt. (Man unterscheidet immer zwischen Salca aus Tomaten oder Salca aus Paprika. Tomaten sind ein wenig fruchtiger, Paprika ein wenig herber. Ich nehme immer ein wenig von beidem. Wer keine Salca zur Hand hat, kann Tomatenmark nehmen.) Der Joghurt wird traditionell mit Knoblauch zubereitet, das spar ich mir aber manchmal. Je nachdem, was noch so ansteht. 

Für mich jedenfalls das ultimative Soulfood und so praktisch, weil es wirklich ganz schnell und super unkompliziert zubereitet ist. 

Vielleicht kennt ihr es ja schon, falls nicht, bitte probiert es mal.

Für 2 Personen:

Nudeln für zwei (am besten eignen sich Bandnudeln oder Farfalle)
200g 3,5%igen Joghurt
(optional: 1 kleine Knoblauchzehe, zerdrückt)
Salz
125g Butter (ok, es geht auch weniger)
1 TL Tomaten- und 1 TL Paprikasalca 
1 EL getrocknete Minze
wer mag: 1 TL Paprikapulver, edelsüß

(Zubereitungszeit 15 Min.)

Nudeln wie gehabt kochen, Joghurt mit Knoblauch und Salz abschmecken.

Kurz bevor die Pasta al dente sind in einer kleinen Pfanne die Butter schmelzen und das Salca, die Minze und das Paprikapulver dazugeben und alles kurz zusammen zu einer Sauce zusammenrühren.

Nudeln abgießen und im Topf mit der Joghurtsauce vermengen. 

Auf dem Teller anrichten und die Sauce rübergeben.

Viel Spaß beim Nachmachen! 

15. Mai 2014

Lasagne

Das Internet sagt zu dieser Lasagne, sie sei die beste der Welt. Es gab sogar mal einen SPON-Artikel darüber. Das war auch der Grund, weswegen sie ganz schnell auf meiner to-cook-Liste gelandet ist. Auch wenn der beste Ehemann von allen mit Lasagne überhaupt gar nichts anfangen kann. Ich bin so furchtbar schnell beeinfluss- und manipulierbar, da war mir das total egal. Das war auch tatsächlich die allererste Lasagne, die ich komplett selber zubereitet habe. Und auch wenn die Zubereitung hier ein wenig zeitintensiver ist, es lohnt sich. Wenn man auf Fenchel steht. Tut man das nicht, kann man aber getrost auf normales Hackfleisch zurückgreifen. Ob dies die beste Lasagne of the World ist, tja…entscheidet selbst. Aber wie so oft bei solchen Gerichten ist es so, dass sie am nächsten Tag noch vielvielviiieeel besser schmeckt als am Tag der Zubereitung. Von mir gibt es eine dringende Nachkoch-Empfehlung und wenn man das ganze vor dem Backen einfriert, hat man bei Bedarf ganz schnell ein tolles, selbstgekochtes "Fertiggericht" auf dem Teller, ohne auf irgendwelchen blöden Tütenkram zurückgreifen zu müssen. 



Ich habe die Angaben des Originalrezeptes halbiert und konnte so eine große Auflaufform in den Ofen schieben. Das ergab zweimal Abendessen (für zwei) und einmal Büro-Mittagessen für mich. 

250g Salsiccia (ital. Bratwurst mit Fenchel), Haut entfernt und gehackt
ca. 190g mageres Hackfleisch
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, gehackt
400g stückige Tomaten
350g passierte Tomaten
60ml Wasser
1 EL Zucker
1 EL frisch gehacktes Basilikum
1/2 TL Fenchelsamen
172 TL getrocknete italienische Kräuter
1 TL Salz
2 EL frisch gehackte Petersilie
5-6 Lasagneblätter
225g Ricotta
1 Ei
eine Kugel Mozzarella, in Scheiben geschnitten
75g Parmesan, gerieben
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: ca. 2,5 Stunden)

Salsiccia, Hackfleisch, Zwiebel und Knoblauch bei mittlerer Hitze krümelig braten. Stückige und passierte Tomaten und Wasser einrühren und mit Zucker, Basilikum, Fenchelsamen, ital. Kräutern, Salz, Pfeffer und 1 EL Petersilie würzen. Abgedeckt etwas 1,5 Std. köcheln lassen, gelegentlich umrühren.

Solltet Ihr Lasagneblätter haben, die vorgekocht werden müssen, wäre das jetzt der richtige Zeitpunkt dafür. 

Ricotta mit Ei und der restlichen Petersilie und etwas Salz in eine Schüssel verrühren. 

Ofen auf 190°C vorheizen.

190 ml der Fleischsauce auf dem Boden einer Auflaufform verteilen, Lasagneblätter drauflegen und mit der Hälfte der Ricottamasse bestreichen. ein paar Mozzarella-Scheben darauf verteilen und mit etwas Parmesan bestreuen. So fortfahren bis alle Zutaten aufgebraucht sind und mit dem restlichen Parmesan bestreuen. Mit Alufolie bedecken (Damit die Alufolie nicht anklebt, vorher einfetten)

Im Ofen 25 Min. backen, Folie entfernen und weitere 25 Min. backen. Vor dem Servieren 15 Min. abkühlen lassen.

Solltet Ihr die Lasagne vor dem Backen eingefroren haben, müsstet Ihr die Backzeit anpassen. 

Viel Spaß beim Nachmachen!

20. April 2014

Spaghetti Bolognese

Ehrlich gesagt bin ich ziemlich überrascht, dass es immer noch Leute gibt, die meinen Blog aufrufen. Obwohl hier gefühlt seit Jahren nichts mehr passiert. Das liegt nicht daran, dass ich nicht will, sondern vielmehr daran, dass ich nicht kann. Der / die ein oder andere hat vielleicht mitbekommen, dass im RaEdU Nachwuchs erwartet wird und das genau ist der Grund. Unglücklicherweise läuft die Zeit bis zur Geburt nicht so wie geplant und der Kleine hat anscheinend jetzt schon großen Spaß daran, unter Beweis zu stellen, wer hier der Boss ist. :-) 

War es anfangs die ständige Übelkeit gepaart mit Müdigkeit und extremster Geruchsempfindlichkeit, ist es nun die Tatsache, dass ich bis auf Weiteres strikte Bettruhe verordnet bekommen habe und deswegen nicht kochen kann. Ehrlich gesagt ist das einzige, was noch erlaubt ist, auf's Klo zu gehen und zu duschen. Letzteres aber auch nur, wenn es sein muss. Puuh, harte Zeiten, sag ich Euch. Wenn das hier überstanden ist, werde ich Marathon-Läuferin, glaube ich. So eine Zwangs-Bettruhe ist mit das schlimmste, was man mir antun konnte. Paradoxerweise hätte ich ja jetzt endlich mal die Zeit, mich ein wenig um den Blog zu kümmern…  

Zwei Rezepte habe ich aber noch in der Pipeline und werde beide nach und nach raushauen. Danach wird es vermutlich wieder ein wenig stiller hier. Aber ich komme wieder, ganz sicher. Und dann hab ich auch endlich die Küchenhilfe, die ich mir immer gewünscht habe. ;-)

Zur Spaghetti Bolognese: Ich koche sie regelmäßig und esse sie sehr sehr gern. Sie ist schnell gemacht und damit perfekt für den Feierabend oder wenn einen der Heißhunger auf so etwas befällt, man aber keine Lust hat, stundenlang Sauce einzukochen. Manchmal muss es eben schnell gehen. Dieses Gericht ist jedenfalls schon lange auf meiner / unserer Soulfood-Liste, so dass es höchste Zeit wurde, ihm einen Post zu widmen und während ich diese Zeilen hier tippe, könnte ich auch schon wieder….aber probiert selbst!


Kein besonders gutes Bild für ein besonders leckeres Gericht, aber jeder weiß, was ich meine, daher kommt hier das Rezept für 4:

1 Zwiebel, geschält und gehackt
1 Knoblauchzehe, geschält und gehackt
wer mag: 75g durchwachsener Speck, gewürfelt
1 Möhre, geschält und gewürfelt
1/2 Stange Staudensellerie, geputzt und gewürfelt
400g Rinderhack
100 ml Rotwein
100 ml Milch
1 TL frisch gehackter Oregano
400g gehackte Tomaten aus der Dose
1 EL Zucker
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Spaghetti, al dente gekocht
50g frisch geriebener Parmesan

(Zubereitungszeit: 45 Min) 

2 EL Olivenöl erhitzen und den Speck darin auslassen. Erst das Gemüse dann das Hackfleisch zugeben und unter Rühren gut anbraten.

Rotwein angießen und die Mischung köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verkocht ist. Mit Salz und Pfeffer würzen. Milch unterrühren und die Sauce sämig einkochen.

Oregano, Tomaten und Zucker in die Sauce rühren und etwa 30 Min. bei geringer Hitze sanft kochen lassen. 

Mit Spaghetti und geriebenem Parmesan servieren. 

Viel Spaß beim Nachmachen!

7. Dezember 2013

Wok-Gemüse mit Sucuk, neues multikulturelles Lieblingsessen.

Wirklich! Allerneuestes Lieblings-Essen. Weil es unheimlich schnell gemacht ist, weil ich die Zutaten immer da habe (feste Zutaten gibt es dabei eh nicht, Gemüse halt) und weil Sucuk mit drin ist. Sowieso ist alles mit Sucuk total toll, selbst wenn es nur ein wenig Gemüse ist, welches im Wok geschwenkt wird. Aber eben durch den Sucuk bekommt es diese würzige Note und macht aus schnödem Gemüse ein wirklich tolles und super fix gekochtes Essen. Ich persönlich muss das Ganze mit einem Kleks Joghurt toppen, ich steh halt wirklich total auf Joghurt. Das kann aber jeder so halten wie er will. Wer Sucuk nicht mag, kann auch Chorizo nehmen. Schmeckt genauso lecker. Ich würze das Ganze mit ein wenig Bockshornkleesamen und einem Schuss Sojasauce. Zusammen mit dem Sucuk oder Chorizo ist das ganze dann perfekt gewürzt und Bockshornkleesamen fungiert als so etwas wie natürlicher Geschmacksverstärker. Für die ganz Harten empfehle ich noch einige Tropfen Tabasco auf den Joghurt. <3


Für 1 Person:

hier: 
1 Zucchini, in Würfel geschnitten
eine Handvoll Zuckerschoten
eine Handvoll kleine Champignons
ein paar Cocktailtomaten

was auch noch gut geht:
Paprika
Hokkaido
Auberginen
Karotten

dazu:
gewünschte Menge Sucuk oder Chorizo, in dicke Scheiben geschnitten

außerdem:
Öl
Bockshornkleesamen
Sojasauce
Wok oder tiefe Pfanne

(Zuebereitungszeit: 15 Min.)

Das Öl im Wok oder in der Pfanne heiß werden lassen. 

Sucuk darin unter Rühren 1-2 Minuten anbraten, das Gemüse dazugeben und ebenfalls unter Rühren 5-7 Minuten anbraten. Mit Bockshornkleesamen würzen und kurz vor Schluss einen Schuss Sojasauce dazugeben. 

Viel Spaß beim Nachmachen!

3. November 2013

Peanutbutter Cups, pure awesomeness!

Ein Haus bauen, ein Kind zeugen, einen Baum pflanzen und Peanutbutter Cups selber machen. So war das doch, oder? Und ich darf verkünden, dass ich Punkt 4 dieser komischen Liste erfolgreich abgearbeitet habe. Yeah! 


Um die Peanutbutter Cups schleiche ich ja schon seit geraumer Zeit herum. Die gibt es im Original in den USA zu kaufen und wenn man die einmal gegessen hat, ist alles, was in unseren Breitengraden als Peanutbutter- oder Erdnussbutterriegel verkauft wird ein Affront. Nichts schmeckt peanutbutteriger als das Original aus den USA, die bekommt man hier aber so schlecht. Und zugegeben, ich mache viel Scheiß mit, ja .. aber Schokoriegel im Netz bestellen. no way! Deswegen und weil ich seit einigen Tagen einen unergründlichen Schmacht auf die Dinger habe, habe ich mich in die Küche gestellt und nachgebaut. Und war erstaunt, wie gut das geklappt hat. Ist aber auch kein Hexenwerk, denn die sind echt sehr leicht nachzubauen, wie Ihr gleich lesen werdet.

Trotzdem muss ich an dieser Stelle auf Euren gesunden Menschenverstand und Eure Willenskraft appellieren. Hat man einmal damit angefangen, ist es nicht leicht aufzuhören. Dieser zarte Schmelz der Erdnusssbutter mit den crispy Keksstückchen, die süsse Schokolade in Kombination mit der salzigen Creme.. Pure awesomeness! Ich freue mich eigentlich über jeden Tag, an dem ich nicht meinen gesamten Tageskalorienbedarf mit dem Zeug verbraucht habe. 

Für 15 Peanutbutter Cups braucht Ihr:

70g Butter
70g Puderzucker
160g Erdnussbutter
80g Vollkornkekse, zerbröselt
150g Vollmilchkuvertüre
15g Kokosfett
Muffinförmchen

(Zubereitungszeit: ca. 1 Std inkl. Abkühl- und Gefrierzeit)

Butter, Puderzucker und Erdnussbutter bei schwacher Hitze in einem Topf schmelzen und glattrühren. Kekskrümel unterheben und ein wenig abkühlen lassen. Diese dann ca. 1cm hoch in Muffinförmchen füllen und für 30 Min. in den Tiefkühler stellen.

Die Kuvertüre mit dem Kokosfett im Wasserbad schmelzen. 

Die erkaltete Erdnussmasse aus den Förmchen lösen und stattdessen ca 1.5 TL der warmen Schokomasse einfüllen. Durch schräges Drehen der Förmchen verteilt die Schokolade darin sich gleichmäßig und der Erdnusscup kann wieder eingesetzt werden. Diesen mit Schokolade bedecken und die Kuvertüre fest werden lassen. Aus der Form lösen und die Nummer von Weight Watchers raussuchen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

13. Oktober 2013

Kürbissuppe

Erstmal klarstellen, was für eine harte Sau man ist und im Sommerjäckchen bei diesen Temperaturen unterwegs sein! Später zuhause angekommen merken, dass das nicht so die allerbeste Idee des Tages war und sich freuen, dass im Kühlschrank noch ein Rest dieser scharfen Suppe ist, welche schön unauffällig von innen wärmt und ein wohliges Gefühl in der Bauchgegend hinterlässt. 


Mit den Gewürzen und damit meine ich eigentlich nur den Chili darin, kann man variieren, bzw. sollte man aufpassen. Dann kann diese Suppe nämlich schnell schon mal von "Wow, toll, großartig, das will ich jetzt jeden Tag essen" (Ich) zu "Brot, verdammt Brot oder von mir aus Joghurt, aber schnell" (Andere) springen, aber sonst ist eine Kürbissuppe im nasskalten Herbst so ziemlich die beste Idee, die man haben kann. Jedenfalls weit besser, als in unpassender Kleidung durch die Weltgeschichte zu hüpfen.

Für 4 Personen:

1 Hokkaido-Kürbis, gewaschen, von schadhaften Stellen befreit und in Würfel zerteilt
1 Zwiebel, in Würfel geschnitten
1l Gemüsebrühe
25g frischer Ingwer, geschält und gerieben
1 TL Currypulver
1 TL Cumin (Kreuzkümmel)
1 TL Garam Masala
1 Prise Chiliflocken (optional)
Salz
Pfeffer
Olivenöl
Kürbiskernöl zum Beträufeln

(Zubereitungszeit: ca. 30 Min)

Zwiebeln in etwas Olivenöl dünsten und die Kürbiswürfel sowie den Ingwer dazugeben. Mit Brühe aufgießen und die Gewürze hinzufügen.

25 Min. bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist.

Die Suppe als letztes pürieren und vor dem Servieren mit einigen Tropfen Kürbiskernöl beträufeln.

Viel Spaß beim Nachmachen!

29. Juli 2013

Bulgursalat / Kısır / Tabouleh reloaded

Ich habe diesen Salat schon vor einiger Zeit gebloggt, aber momentan passt er wieder so gut, dass ich dachte, eine Neuauflage könnte nicht schaden. Bei den gerade herrschenden (und absolut unerträglichen) Temperaturen hat sicherlich niemand Bock, sich in die Küche zu stellen und so auch (bekanntermaßen) ich. Daher ist dieser Salat eigentlich eine ziemlich gute Idee, wenn es schnell gehen, kein großer Aufwand betrieben werden und das Ergebnis auch noch ziemlich lecker und sättigend sein soll. 


Und das beste, er passt zu jeder Gelegenheit. Morgens, mittags, abends, zum Grillen, als Mitbringsel zu einem Sommerfest oder einfach so. Ich jedenfalls bin ganz froh, dass ich diesen Salat so gerne esse, denn so habe ich immer etwas, worauf ich zurückgreifen kann, wenn ich keine Lust habe, zu kochen. Und ich hab Glück, der Beste Ehemann von allen mag den auch. Sagt er jedenfalls. 

Anders als in Version eins, habe ich hier Ras el-Hanout verwendet und Gurken statt Lauchzwiebeln. Aber eigentlich kann da alles rein, was man lecker findet. So ein toller Salat, echt. Die Mengenangaben der meisten Zutaten habe ich weggelassen, denn das entscheidet man am besten nach eigenem Gusto. 

Zutaten für eine mittelgroße Schüssel:

200g feinen Bulgur
200ml kochendes Wasser
optional: 1 TL Salca (für die Farbe)
ca. 4-5 EL Olivenöl
Saft einer Zitrone
getrocknete Minze
Ras el-Hanout
Pul Biber (getr. Chiliflocken)
Salz 
Pfeffer
1 Gurke, geschält und fein gewürfelt
3-4 Tomaten, (geschält) und fein gewürfelt
1/2 Bund Petersilie, grob gehackt

(Zubereitungszeit: 15 Min.)

Den Bulgur mit dem kochenden Wasser übergiessen und 15 Min. ziehen lassen. Zwischendurch mit einer Gabel auflockern.

In der Zwischenzeit das Gemüse schnibbeln.

Bulgur mit Salca vermischen, bis alles eine schöne rötliche Farbe hat.

Olivenöl und Zitronensaft dazugeben und gut durchrühren. Mit den Gewürzen abschmecken.

Petersilie, Gurken und Tomaten unterrühren und erneut abschmecken.

Im Idealfall einige stunden ziehen lassen, im Idealfall!

Viel Spaß beim Nachmachen!

16. Mai 2013

Berlin Toast mit Cashew-Bananen-Füllung und Crunch-Kruste (French Toast Vegan Style nach Atilla Hildmann)


Der ein oder andere hat es via Instagram schon mitbekommen, dass ich mir das Kochbuch „Vegan for Fit“ von Atilla Hildmann gekauft habe. Und entgegen vieler Meinungen habe ich es mir tatsächlich wegen der Rezepte und nicht wegen der vielen (!) recht freizügigen Bilder von Atilla gekauft.

Mir geht es nicht darum, plötzlich vegan oder vegetarisch zu werden, das würde nicht funktionieren. Dafür esse ich viel zu gern Fleisch, sterbe für Sucuk und BRAUCHE an manchen Tagen einfach ein Steak. Aber ich wollte es gerne mal ausprobieren und schauen, was an der Propaganda von gesunder, ausgewogener und veganer Ernährung dran ist.

Tatsächlich ist es ja so -das kann ich nachvollziehen- dass der menschliche Körper nicht für den Verzehr von tierischen Produkten geschaffen ist. Milch ist die Nahrung der Babys von milchgebenden Wesen. So war es jedenfalls mal von der Natur gedacht. Und deswegen vertragen Menschen Milchprodukte eigentlich nicht. Die Evolution war aber so tricky und hat im Laufe der Zeit das Ganze so hingebogen, dass mittlerweile eben doch viele Milchprodukte zu sich nehmen können. Der Körper hat sich angepasst und viele sind nun in der Lage, Milchzucker also Laktose aufzuspalten in Glukose (Traubenzucker) und Galaktose (Schleimzucker). Und die beiden getrennt sind einfacher zu verdauen als zusammen. (Quelle: "Rangas Welt" von Ranga Yogeshwar, den ich im Übrigen viel lieber leicht bekleidet sehen würde als Atilla.)

Da es im Netz schon genug Rezensionen des Buches (und Meinungen zu Atilla) gibt, möchte ich mich nicht weiter darüber auslassen. Ich möchte nur sagen, dass ich die vegane Ernährungsweise mittlerweile sehr schätze und froh bin, dieses Experiment gewagt zu haben bzw. ich bin ja noch mittendrin. Das, was man aus veganen Zutaten alles kochen kann, ist beachtlich und schmeckt auch noch ganz hervorragend. Jedenfalls gibt es in diesem Buch kaum ein Rezept (von denen, die ich bereits probiert habe), welches nicht geschmeckt hat. Aber bisher unangefochten auf Platz 1 befindet sich das hier:


Atilla nennt es Berlin-Toast. Es ist nämlich seine vegane Art von French Toast und ihr wisst, wie sehr ich French Toast liebe, oder?

Das hier hat sich binnen kürzester Zeit zu meinem Lieblings-Wochenend-Frühstück gemausert. 

Und ich lege es euch hiermit ans Herz und verrate, wie es für 2 gemacht wird: 

Für das Toast:
60g Cashewmus
1/2 TL gemahlene Vanille
1 Prise Salz
1 EL Agavendicksaft
4 dünne Scheiben Vollkornbrot
1 Banane, in Scheiben geschnitten

für die Crunch-Kruste
60g Vollkornmehl
105ml Sojamilch
30g Agavendicksaft
1 TL gemahlene Vanille
1 Prise Salz
1/2 TL gemahlener Zimt
30g Cornflakes
10g gepopptes Amaranth
5 EL mildes Rapsöl

Außerdem:
Früchte nach Belieben

(Zubereitungszeit: ca. 25 Minuten)

Cashewmus mit Vanille, Salz und Agavendicksaft cremig rühren und die Brotscheiben damit bestreichen. Die Banane auf zwei Brotscheiben verteilen. Jeweils mit einer weiteren Brotscheibe zusammenklappen und etwas andrücken.

Für die Kruste mit einem Schneebesen Mehl, Sojamilch, Agavendicksaft, Vanille, Salz und Zimt verrühren, in einen tiefen Teller geben und mit dem Amaranth mischen.

Rapsöl in einer Pfanne erhitzen, Toasts durch die Mehlteig ziehen und dann in der Cornflakes-Amaranth-Mischung wenden. Toasts bei mittlerer Hitze von jeder Seite ca. 3-4 Min. braten. Auch die schmalen Seiten kurz anbraten, indem die Toasts hochkant gestellt werden. Danach auf Küchenpapier abtropfen lassen und etwas abtupfen.

Mit Früchten servieren.

Viel Spaß beim Nachmachen! 


4. April 2013

Türkischer Möhrensalat


Ich koche gerne, ja, aber ich bin jetzt echt keine besondere Granate (in der Küche) und daher auch immer noch auf Hilfe in Form von Rezepten und Büchern und Internet usw. angewiesen. Oder auf die meiner Eltern. Die können gut kochen. Und die helfen mir auch schon mal aus der Scheiße, wenn ich mir vorgenommen habe, für Gäste beispielsweise türkisch zu kochen.

So auch neulich an meinem Geburtstag. Der Plan war ein türkisches Buffet, weil ich weiß, dass alle immer insgeheim hoffen, dass es etwas türkisches gibt. (Das ist nämlich sehr lecker). Ich will die Erwartungen natürlich nicht enttäuschen und meinen exzellenten Ruf als (türkische) Köchin weiterhin behalten, daher habe ich mal wieder großkotzig angekündigt, dass es was türkisches gibt. (Daran muss ich arbeiten, das wird irgendwann böse enden.)

Da haben meine Eltern eben kurz die Reise in den Pott angetreten. Und heraus kam unter anderem dies:


Das war richtig, richtig, riiiichtig lecker und hielt sich noch lange im Kühlschrank, so dass die nächsten Tage nicht nur ich noch etwas von diesem herrlich knoblauchlastigem Salat hatte, sondern auch meine Kollegen. (Einzelbüro ftw! Fenster öffnen nicht vergessen!)

Und wenn Ihr euch auch den Ruf einer perfekten türkischen Köchin erschleichen wollt, probiert das mal und zwar so:

etwa 500g Möhren, geschält und geraspelt
ein wenig Fett
etwa 500 - 750g 3,5%iger türkischer Yoghurt
2-3 Zehen Knoblauch, gepresst
ca. 200g Walnüsse, gehackt
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: 20 Min.)

Fett in einer Pfanne erhitzen und die Möhrenraspel darin weich garen, abkühlen lassen.

Derweil Joghurt mit dem Knoblauch cremig rühren.

Knoblauchjoghurt, Möhren und die Walnüsse zusammenbringen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Aufpassen! Suchtgefahr. 

Viel Spaß beim Nachmachen!

31. Januar 2013

Tortilla-Pizza mit Spinat-Pistazien-Pesto


Hier hatte ich die Tortilla-Pizza das erste Mal ausprobiert und seitdem ist sie unangefochten die Nr. 1 auf meiner Liste „Kochen für Schlampen“. Es ist so herrlich einfach und unkompliziert und es geht so unglaublich schnell. Denn abends nach Feierabend habe ich auf alles mögliche Lust, nur nicht auf’s Kochen. Ein bisschen kochen ist okay, aber lange kochen muss nicht sein. Deswegen kam auch das Rezept zu diesem sehr leckeren Spinat-Pistazien-Pesto von Arne (The Vegetarian Diaries) genau richtig. 


Die Farbe ist ja schon der Knaller, aber der Geschmack ist der Oberknaller. Gar nicht so, wie ich es erwartet hatte, sondern in sich sehr stimmig. (Urks, sowas sagt der Schuhbeck immer, oder?) Eine wunderbar cremige Mischung aus Pistazie und Spinat, ohne dass eines von beiden zu dominant wird. Ich habe es wie erwähnt auf Tortilla geschmiert, stelle es mir zu Pasta aber auch sehr lecker vor. Probiert Ihr es doch mal aus und verratet mir, wie Euch das geschmeckt hat.

Im Originalrezept verwendet Arne Gemüsebrühe. Die hatte ich nicht, habe daher den Spinat nicht ganz so gut abtropfen lassen und noch zusätzlich ein klitzekleines bisschen Wasser genommen. War für meinen Gaumen tipitopi, aber wen interessiert schon mein Gaumen, wichtig ist der des besten Ehemannes von allen, der ja bekanntlich nicht immer so einfach zufriedenzustellen ist. Dem hat es auch sehr lecker geschmeckt, ja sogar so lecker, dass wir das Zeug am nächsten Tag nochmal gegessen haben.


Also, Ihr Leidensgenossen da draußen, die Ihr abends auch keine Lust habt, aufwendig zu kochen, jetzt hört mal gut zu, denn für 2 Tortillapizzen mit Spinat-Pistazien-Pesto braucht Ihr:

50g Spinat (Babyspinat im Originalrezept), geputzt und mehr oder weniger gut abgetropft
35g Pistazien, gehackt
1 Schalotte, grob gehackt
1 Knoblauchzehe, grob gehackt
1 EL Olivenöl
ca. 1 EL Wasser oder Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer

2 Tortilla-Fladen

Belag nach Wunsch
Käse

(Zubereitung 10 Min.)

Den Ofen auf 220°C vorheizen.

Für das Pesto alle Zutaten in einen Behälter geben und gut durchpürieren.

Die Tortillafladen mit dem Pesto betreichen und mit allem, wonach es einem gelüstet belegen. Mit Käse bestreuen und für 5 Min. in den Ofen schieben.

Viel Spaß beim Nachmachen!

29. Januar 2013

Chorizo-Chili-Eintopf mit Kichererbsen

Eigentlich bin ich ein großer Anhänger von Sucuk, welchen ich z.b. gerne am Wochenende in Rührei mache oder meine Pizza damit belege oder einfach in der Pfanne ein wenig anbrate und zu Risotto oder ähnlichem esse. Silverster gab's Raclette und keiner von uns hatte Bock zum Türken zu fahren und Sucuk zu holen, deswegen wurde es Chorizo. Und seitdem finde ich den gar nicht mal so übel. Im Gegenteil. 


Beim Stöbern in einem der 1246 Kochapps, die ich auf dem Handy habe, fiel mir dieses Gericht auf, zudem ich fast alles zuhause hatte und welches schnell und einfach zuzubereiten war. Perfekte Feierabend-Küche.

Und nicht nur perfekte Feierabend-Küche, sondern auch perfekte Montagabenddiewocheistnochsolangichbrauchsoulfood-Küche! (Für 4)



1 Zwiebel, in Streifen geschnitten
1 gelbe Paprika, in Streifen geschnitten
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
1 Prise Pul Biber (Chiliflocken)
250g Chorizo, in mundgerechte Stücke geteilt
400g stückige Tomaten aus der Dose
400g Kichererbsen aus der Dose
200g Reis
1 Handvoll Rucolablätter
Olivenöl
Salz
Pfeffer
ein wenig gehacktes Basilikum zum Garnieren (aber jetzt mal ehrlich, das kann man auch weglassen)

(Zubereitungszeit: 25 Min.)

Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren 5 Min. andünsten.

Paprika, Knoblauch und Pul Biber dazugeben und weitere 2 Minuten dünsten.

Chorizo in den Eintopf rühren und Tomaten und Kichererbsen zufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, aufkochen und dann bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze 10 Minuten  köcheln lassen.


Rucola in den Eintopf rühren.

Mit Reis servieren. 

Viel Spaß beim Nachmachen!

23. November 2012

French Toast with fresh Berries


Ich liebe ja neuerdings French Toast. Ich liebe es, ich liebe es, ich liebe es. Moment, ich muss meinen Worten noch ein wenig mehr Druck verleihen: ICH LIEBE ES!



Seit der beste Ehemann und ich in den Staaten waren und feststellen mussten, dass die Amis kochtechnisch ja nicht viel können, aber wenn sie was können, dann richtig, seitdem bin ich dieser Art von Frühstück komplett und unwiderruflich verfallen. Und um das zu verdeutlichen, habe ich während der gesamten Zeit dort morgens das Zeug quasi inhaliert und musste es natürlich zuhause auch mal probieren. Das Ergebnis schmeckte sooo so so lecker, ich kann das gar nicht in Worte fassen. Probiert es. Moment, ich muss meinen Worten noch ein wenig mehr Druck verleihen: PROBIERT ES!

Am besten SO:

4 Eier
50 ml Milch
50 ml Sahne (man kann auch nur 100 ml Milch nehmen oder aber auch nur 100 ml Sahne, je nachdem wie Ihr das so mit Eurem Gewissen vereinbaren könnt)
35g Mehl
45g Zucker
1/2 TL Zimt
1 Prise Salz

6 Scheiben Toast oder Weißbrot
Butter zum ausbacken
fresh Berries (Himbeeren, Blaubeeren, Erdbeeren, Cranberries (wie heißen die eigentlich auf Deutsch) oder oder oder
Ahornsirup

(Zubereitungszeit: 15 Min.)

Alle Zutaten miteinander verrühren und die Brotscheiben darin unter wenden vollsaugen lassen.

Butter in einer Pfanne zerlassen. Die Brotscheiben darin von beiden Seiten gleichmäßig bis zur gewünschten Bräune backen.

Mit den Früchten und dem Ahornsirup servieren. Foodporn deluxe und das schon zum Frühstück. 

Viel Spaß beim Nachmachen!

13. September 2012

Boeuff Stroganoff

Genauso wie Zür(i)cher Geschneltzes gehörte Boeuff Stroganoff zu den Gerichten, die mich während meiner Ausbildungszeit (im Hotel) am meisten geprägt haben (neben frühstückenden Japanern, die im Übrigen oft leider kein besonders appetitliches Bild abgeben). Die Küche des Hotels hat sich nämlich für das Personal immer ganz besonders ins Zeug geschmissen und desöfteren mal die Tüte mit diesen Köstlichkeiten aufgeschnitten. Und obwohl das Zeug damals Convenience war, fand ich es durchaus lecker. Und jetzt wo es langsam wieder kühler wird, bekomme ich auch wieder Lust am Kochen und somit war ein Boeuff Stroganoff ganz klar die logische Konsequenz daraus. Ganz klar!

Weil Rinderfilet diesesmal so abartig teuer war, habe ich Hüfte genommen. Das geht nämlich genauso gut und ist günstiger.

Ich liebe diese cremige Sauce zu dem Reis und das Fleisch dazu war hervorragend. Für mich ist das Soulfood pur, vor allem wenn am Ende auf dem Teller Reis mit Sauce vermischt ein einziges wunderbares Gematsche ergibt. So mag ich es am liebsten.


Und soll ich Euch mal verraten, wie mir mein selbstgemachtes Böff Stroganoff geschmeckt hat? Wie ein heißes nach Vanille und Karamell duftendes Bad an einem kalten, regnerischen Herbsttag. Und soll ich Euch mal verraten, wie Ihr das ganz einfach für 4 Personen nachkochen könnt? So:

Reis
Olivenöl
1 große Zwiebel, gewürfelt
500g Champignons, in Scheiben geschnitten
1 TL scharfes Paprikapulver
100ml Rindfleischbrühe
125ml Schmand
1 TL Dijon-Senf
500g Rinderfilet / -hüfte, in Streifen geschnitten
1 Bund frische Petersilie, gehackt

(Zubereitungszeit: ca. 35 Min.)

Reis kochen, z.B. so.

Öl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebeln reingeben, salzen und pfeffern und solange dünsten, bis sie weich sind. Champignons dazugeben und mit Paprikapulver würzen und solange garen, bis auch diese weich sind. Mit Rinderbrühe aufgießen, Schmand dazugeben und gut vermischen. Vom Herd nehmen und Senf unterrühen und warm stellen.

Ein wenig Öl in einer weiteren Pfanne erhitzen und die Rinderfiletstreifen ca 2-3 Min. rundherum anbraten (wenn es zuviel auf einmal ist, in zwei Portionen), solange bis das Fleisch so durch ist, wie Ihr es gerne hättet.

Fleisch und Petersilie in die Sauce rühren und mir Reis servieren.


Viel Spaß beim Nachmachen!

24. August 2012

Dänische Reiscrème mit Kirschsauce

Wie Ihr ja wisst, liebe ich Reis über alles. Reis geht immer und überall. Morgens, mittags, abends, nachts - egal, geht einfach immer. Was aber bisher gar nicht ging, war Milchreis. Den fand ich, trotz meiner wirklich kaum zu beschreibenden Liebe zu Reis (ich übertreibe nicht!) e-k-e-l-h-a-f-t. Wohl weil Milchreis süß ist und Reis und süß zusammen verursachte bisher Error in meinem Köpfchen. Wieso sich das schlagartig geändert hat, kann ich euch nicht sagen, aber darauf kommt es nicht an.

Ich blätterte also neulich in meinem ultimativem Reis-Kochbuch und entdeckte das Rezept für die dänische Reiscrème und hatte sofort Bock drauf. Ich hatte auch zufällig alle Zutaten im Haus, wobei ich bis heute nicht weiß, warum ich Schattenmorellen im Schrank hatte, aber ok.

Das Kochbuch ist auch überhaupt so toll. Nennt sich "Das große Reis Kochbuch" von h.f.ullmann und ist ein Imprint der Tandem Verlag GmbH. (Für diejenigen, die es auch haben wollen) Und es beinhaltet ausnahmslos nur Reisgerichte aus aller Welt. Super. Große Liebe. Aber trotzdem ein wenig vernächlässigt, deswegen nehme ich hiermit auch noch mal eben schnell am Dauerevent "DKduW" teil, aber das nur nebenbei erwähnt.

So sah dieser Traum von Reiscrème also aus:


und war u-n-g-l-a-u-b-l-i-c-h lecker.

Naja, und weil die Reiscrème nicht nur unglaublich lecker, sondern auch noch unglaublich einfach zu machen war, kommt hier das Rezept für 6 Personen, welches ich haargenau so gekocht habe ... für zwei. Jetzt ratet mal, wie lange wir an diesem Milchreis gegessen haben...puuh, ich sag euch, ganz schön lange. Reis macht schnell satt.

220g Rundkornreis (Milchreis)
1l Milch
1 EL Vanillezucker
2 EL feiner Zucker
310ml Sahne, steif geschlagen
2 EL ganze Mandeln (geschält oder ungeschält), grob gehackt

Für die Kirchsauce:

425g entsteinte eingemachte Süßkirschen
3 EL Maisstärke

(Zubereitungszeit: 50 - 60 Min.)

Reis und Milch in einem Topf zugedeckt bei schwacher Hitze ca. 30 Min. kochen oder so lange bis der Reis gar und die Mischung dick-cremig ist. Ab und an rühren, damit der Reis nicht klumpt und am Topfboden klebt.

Vom Herd nehmen und beide Zuckersorten einrühren.

Den Reis in eine große Schüssel geben und mit Frischhaltefolie abdecken. Bei Zimmertemperatur abkühlen, währenddessen ab und zu rühren.

Den abgekühlten Reis wieder umrühren, um die Körner zu trennen. Die geschlagene Sahne und die gehackten Mandeln unter den Reis heben und in den Kühlschrank stellen.

Für die Sauce die Maisstärke mit 2 EL Wasser verrühren. Die Kirschen samt Flüssigkeit in einem kleinen Topf geben und die Stärkemischung unterrühren. Bei mittlerer Hitze unter Rühren kochen, bis die Sauce andickt. Vom Herd nehmen.

Reis in Schälchen geben und die heiße Sauce drauf gießen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

31. Juli 2012

Melanzane al parmigiano

Ein wenig Käse mit Käse und dazu noch etwas Käse? Voilà:


Charlotte hatte schon recht, dieser Auflauf ist arg käselastig und gerade deshalb auch extrem toll. Dass man die Auberginen, um die es ja eigentlich gehen sollte, nicht so dolle rausgeschmeckt hat, ist zwar schade, aber nicht schlimm. Das nächste Mal nehme ich eine Aubergine mehr, etwas Käse weniger und schau mal, was an dieser Propaganda von ausgewogener und gesunder Ernährung dran ist. Und bis dahin schwelge ich in Erinnerungen an diesen Auflauf, der am Tag seiner Zubereitung ein für mich geradezu exzellentes Verhältnis zwischen Käse, Tomatensauce und Auberginen hatte.

Danke Charlotte, ich übernehme mal dein Rezept und schicke damit alle anderen grad mal eben in den Käsehimmel:

1-2 kleine Auberginen, in dünne Scheiben geschnitten
1 Kugel Mozzarella, in dünne Scheiben geschnitten
ca. 400 ml passierte oder stückige Tomaten
1 Schalotte, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
Öl
Basilikum
Oregano
Pfeffer
Salz
ca, 40g Parmesan, gerieben

(Zubereitungszeit: ca. 60 Min.)

Ofen auf 180°C vorheizen.

Öl in einem Topf erhitzen und die Schalotte und den Knoblauch glasig dünsten. Mit Tomatensauce angießen, mit Basilikum und Oregano würzen und ca. 10 Min. köcheln lassen. Salzen und pfeffern und vom Herd nehmen.

Abwechselnd eine Schicht Auberginen, Mozarella und Tomatensauce in eine Auflaufform schichten, zuletzt mit Parmesan bestreuen.

Im Ofen ca. 40 Min. goldbraun backen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

14. Juni 2012

Tarte aux Tomates

Endlich!! Eeendlich kann ich Euch diese Tomaten-Tarte zeigen. Jetzt wo das Wetter wieder wärmer wird (nicht hier, woanders) und die Tomaten, die man bekommt auch wieder mehr nach Tomaten schmecken. Die Tarte habe ich nämlich schon vor Wochen, ach was sag ich, vor Monaten gemacht, als mich eine krasse Lust danach überkam und ich saisonales Gemüse mal hab saisonales Gemüse sein lassen und zu den Holland-Treibhaus-Tomaten aka Wasserbomben griff. Und doch hat sie mir damals schon sehr gut geschmeckt, wie schmeckt sie erst, wenn ich sie jetzt die Tage mache....?

Leider gehört der beste Ehemann von allen zu der Sorte Mensch, die Tomaten zum Erbrechen finden, um es mal blumig zu formulieren. Deswegen gab es die Tarte daaaaamals auch nur für mich in einem zuckersüßen Mini-Tarteförmchen für eine Person. 

Dahinter ist übrigens dieser Gurkensalat
Und wenn Ihr auch so eine hübsche Tarteform für eine Person besitzt und Bock auf Tomaten habt, dann nehmt ihr folgende Zutaten (und wenn nicht, dann erhöht Ihr die Mengen einfach):

1 Scheibe TK-Blätterteig, kurz angetaut
1 TL Senf
ca. 35g Greyerzer-Käse, gerieben
2 Tomaten, in Scheiben geschnitten
Kräuter der Provence
Klecks Butter, Öl, Margarine, wasauchimmer (zum einfetten der Form)

(Zubereitungszeit: ca. 30 Min.)

Ofen auf 200°C vorheizen.

Den Teig in die gefettete Form legen. (Sollte der Teig zu klein sein, ein wenig ausrollen. Klappt bei angetautem TK-Blätterteig ganz gut).

Den Boden dünn mit Senf ausstreichen, die Hälfte des Käses und eine große Prise Kräuter drauf verteilen. Die Tomatenscheiben fächerförmig drauflegen. Darüber den restlichen Käse und erneut Kräuter streuen.

Für 25 Min. in den Ofen schieben.

Viel Spaß beim Nachmachen!

(Das Rezept habe ich von dem bezaubernden Blog "Das Mädchen mit den Locken". Bezaubernder Name, oder?)