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7. April 2015

Frühstückstarte mit Spinat und Eiern

Wer beim Frühstück so eigen ist wie ich (nachzulesen hier), dem fällt es nicht leicht, mal etwas anderes zu probieren. Schon gar nicht, wenn Spinat im Spiel ist. Aber da an Ostermontag alle Bäckereien geschlossen waren und die Familie satt werden sollte, hat Muddi sich in aller Frühe selbstlos in die Küche gestellt und angefangen zu backen. 

In der März-Ausgabe der eve entdeckte ich die Frühstückstarte und dachte mir: "Hey, warum nicht. Wenn es nicht schmeckt...Brötchen aufbacken kann man ja zur Not immer noch!" Und dass weitere 3 von 6 Spinat auch nicht so dolle finden, war mir kurzfristig entfallen. 

Egal, mein Plan stand und je länger ich drüber nachdachte, desto sicherer war ich mir dass ich (und ganz sicher alle anderen auch) eine Spinatarte zum Frühstück haben wollen!

Und so sah das Ganze dann aus:

Ja, okay, sie war einen Tick zu lange im Ofen...

Und ganz ehrlich, ich fand die ja mal voll lecker! Den Speck hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht, den lasse ich demnächst weg oder besser, ersetzte es durch Sucuk, aber ansonsten eine tolle Abwechslung zum Frühstück und schnell gemacht. Noch viel schneller sogar, wenn man die Spinatmasse und Parmesan-Crème einen Tag vorher zubereitet. 

Und am Ende sind alle satt geworden, Brötchen wurden trotzdem aufgebacken, die restliche Pizza hat Muddi abends einfach nochmal warm gemacht und Ostern wäre somit für dieses Jahr auch erledigt.

Zutaten für 1 Blech:

1/2 Zwiebel, geschält und fein gewürfelt
2 EL Olivenöl
400g frischer Spinat, geputzt
200g Crème fraiche
3 EL Parmesan, gerieben
Salz
Pfeffer
2 EL Speckwürfel
1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal
5 Cherrytomaten, halbiert
3 Eier

(Zubereitungszeit: 45 Min.)

Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Zwiebel in einer Pfanne in Öl glasig dünsten, Spinat zugeben und ca. 2 Min. mitdünsten, bis er zusammenfällt. Aus der Pfanne nehmen, abtropfen lassen und grob durchhacken.

Crème fraiche mit Parmesan mischen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Speck in einer Pfanne knusprig braten.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Blätterteig darauf ausrollen. Mit einem scharfen Messer rund um das Teigrechteck herum einen feinen Rand von ca. 1 cm Breite einritzen, dabei den Teig nicht durchschneiden. Die Mitte des Teiges mehrmals mit einer Gabel einstechen.

Teig mit Parmesan-Crème bestreichen, den Rand aussparen. Spinat-Zwiebel-Mischung, Tomaten und Speck darauf verteilen und die Tarte ca. 15 Min im Ofen backen. 

Tarte aus dem Ofen nehmen und die Eier daraufschlagen. Weitere 7-10 Min. backen. 

Viel Spaß beim Nachmachen!

20. August 2014

Zimtschnecken / Cinnamon Rolls

Eigentlich stehe ich nicht sooo auf Zimt, aber in meiner momentanen Situation (der errechnete Termin ist schon um einen ganzen Tag verstrichen, also wenn das kein Grund zur Ungeduld ist, weiß ich auch nicht) tut man alles, um die ganze Geschichte ein wenig in Gang zu bringen. Gut, ich mache das nicht erst seit gestern, gebe ich ja zu. Ich bin da schon seit bestimmt 3 Wochen dran und es ist wirklich paradox. Da tut man monatelang alles, damit das Kind drin bleibt und dann, wenn es kommen soll, kütt es nich! Das soll mal einer verstehen. 

Zurück zu den Zimtschnecken. Die habe ich gebacken, weil ich gehört habe, Zimt soll wehenfördernd sein. Da das bisschen Zimt, was ich um diese Jahreszeit gerne auf Pflaumenkuchen streue kaum einen Effekt haben kann, boten sich halt die Zimtschnecken an. Die waren auch sehr lecker, haben bisher aber auch nichts gebracht. Egal. Ist noch keines drin geblieben, höre ich an dieser Stelle viele sagen. Weiß ich ja, aber ich bin so ungeduldig. Warten ist was schreckliches...

Und während ihr sicherlich voller Ungeduld mit mir wartet, könnt Ihr euch ja die Zeit mit dem Nachbacken dieser leckeren Köstlichkeiten vertreiben.


Für ca. 10-12 Stück braucht Ihr:

Teig:

400g Mehl (Type 550)
1 TL Trockenhefe
100ml lauwarme Milch
50g Butter, zerlassen
1 Ei
2 Prisen Salz
30g Zucker
1/2 TL Vanilleextrakt

Belag:

60g Butter
2 EL Rübenkrautsirup
einige EL Zimt, je nach Geschmack und Notwendigkeit 
ca. 4 EL Zucker
etwas Milch zum Bepinseln

Glasur:

100g Puderzucker
100g Frischkäse

(Zubereitungszeit: ca 55 Min. + 2,5 Std Gehzeit) 

Alle Zutaten für den Teig mit 50 ml lauwarmem Wasser in einer Schüssel mischen und 10-15 Min. kräftig durchkneten. Den Teig in eine mit Öl eingefettete Schüssel legen, mit Frischhaltefolie abdecken und etwa 1.5 Std. bei Zimmertemperatur gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat. 

Die Butter und den Sirup zusammen schmelzen, Zimt und Zucker mischen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche in einem Rechteck ausrollen und mit der Sirup-Buttermasse bestreichen. Den Teig gleichmäßig mit Zimt-Zucker bestreuen. Nun den Teig von der Längsseite her aufrollen und die Rolle in Scheiben schneiden. Diese dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, mit Frischhaltefolie abdecken und noch einmal bei Zimmertemperatur 1 Std. gehen lassen. 

Dn Backofen auf 200°C vorheizen.

Die Schnecken mit der Milch bepinseln und ca. 25 Min. goldbraun backen.

Für die Glasur den Puderzucker und den Frischkäse mit 30 ml lauwarmem Wasser verrühren. Die Schnecken. sofort wenn sie aus dem Ofen kommen, mit dem Guss bestreichen und heiß servieren.

Viel Spaß beim Nachmachen!

7. Juli 2014

Blaubeer-Muffins

Ich bin mir zwar nicht sicher, aber ich denke, wenn es einen Klassiker in der Welt der Muffins gibt, dann sind es Blaubeer-Muffins. Und ich bin mir zwar wieder nicht sicher, aber ich denke, wenn es etwas ziemlich langweiliges in der Welt der Muffins gibt, dann sind es Blaubeer-Muffins. Oder? Jedenfalls überkam mich dieser Gedanke beim Backen. Und ich dachte währenddessen auch, Muffins an sich sind ja auch echt meeega-langweilig, wenn, dann müssen es doch eigentlich Cupcakes sein. (Das sind die mit den tollen Kreationen obendrauf.) Wen bitte soll ich jetzt mit diesen öden Blaubeer-Dingern beeindrucken? Ich habe sie trotzdem gebacken, weil ich gerade alle Zutaten da hatte und seitdem ich nicht mehr arbeiten darf, täglich vor Langeweile beinahe umkomme! Ich hätte nie gedacht, das mal zu sagen, aber ich vermisse  es, arbeiten zu gehen. Und da ich nun nicht mehr ganz so ans Bett gefesselt bin, wie noch vor einigen Wochen, stelle ich mich halt ab und zu in die Küche und wurschtele so vor mich hin. Meistens kommt nichts vorzeigbares bei rum, aber manchmal sind dann doch so kleine Überraschungen dabei, wie eben diese Blaubeer-Muffins, die trotz oder vielleicht sogar gerade wegen ihres etwas langweiligen Images, voll reingehauen haben. 


Ich habe sie nach einem Rezept von Cynthia Barcomi gebacken und sie sind so lecker geworden, dass  ich beschlossen haben es Euch doch zu zeigen. Sie mögen zwar nicht die innovativsten unter Ihren Kollegen sein, aber das ist egal, solange sie schmecken. Sie sind süß, aber nicht zu süß und verbunden mit der Säure der Blaubeeren und der "fluffyness", mit der sie daherkommen, perfekt für einen spontanen Nachmittagskaffee. Denn sie sind in knapp 30 Min. fix und fertig auf dem Tisch.

Und würde ich es hinbekommen, würde ich sogar noch ein fruchtig-süßes Frostig obendrauf zaubern, das würde dem ganzen den letzten Schliff verpassen, da bin ich mir sicher. Aber leider bin ich zu unbegabt für sowas. Jedenfalls sind bisher alle meine Versuche, etwas in der Richtung zu machen, grandios gescheitert.

Und das braucht ihr für 12 unscheinbare aber nicht zu unterschätzende Blaubeer-Muffins:

Zutaten A:

350g Mehl
2 TL Backpulver
1/4 TL Salz

Zutaten B:

125g Butter
135g Zucker
1/2 TL Vanillezucker
2 Eier
125ml Milch
250g Blaubeeren

(Zubereitungszeit: ca. 30 Min.)

Ofen auf 190°C vorheizen, eine Muffinform ausbuttern oder mit Muffinförmchen versehen.

Die Butter zerlassen. Mit dem Schneebesen den Zucker und den Vanillezucker unter die heiße Butter rühren, dann Eier und Milch dazugeben.

Die Zutaten A zu den Zutaten B geben, ganz leicht vermischen, dann die Blaubeeren unterheben.

Den Teig gleichmäßig auf die Muffinförmchen verteilen und ca. 18 Min. backen. Stichprobe nicht vergessen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

25. November 2013

Ein Teller geht auf Reisen: Walnussbrot

Es hieß, sobald der Teller dich erreicht, hast du 6 Tage Zeit, etwas essbares darauf zu fotografieren, zu posten und den Teller weiterzuschicken. "Yeah" dachte ich, "machste mit links" dachte ich, "coole Aktion" dachte ich, und sagte zu, als Christina von "feines Gemüse" mich fragte, ob ich an der Aktion teilnehmen möchte. Sie schickte ihn los und ich, was machte ich? Ich fuhr erstmal in den Urlaub. Super. 

"Macht nix" dachte ich, "nimmst den Teller einfach mit" dachte ich, "unterwegs wirste schon etwas essbares finden, was du auf dem Teller ablichten kannst und wenn du dann wieder zuhause bist, bloggste das schnell und schickst den Teller dann weiter." Ein großes "WTF?!" dachte sich der beste Ehemann von allen nebenbei bemerkt, aber das war mir natürlich wurst. 

Aber wie so oft im Leben kommt alles anders als man denkt und nichts läuft so, wie es laufen soll. Im Urlaub erwischte mich die fetteste Erkältung meines Lebens und ich hatte nicht nur das Vergnügen, das Hotelbett intensivst kennenzulernen und eine innige Beziehung zu diversen Zitronen und Ingwerscheiben zu unterhalten, nein, auch zurück zuhause hatte ich großen Spaß, stundenlang im Delirium vor mich hinzudösen. Not. Was heißt das jetzt also für den Teller, der mich erreicht hatte? Arschkarte! Sorry, lieber Teller, sorry liebe Christina, sorry foodfreak. Ich bekenne mich schuldig und hole jetzt schuldbewusst und sehr kleinlaut das Versprochene nach.


Ich habe ein Walnussbrot gebacken und diesen mit Gurken- und Radieschenscheiben belegt. Ich hoffe, man erkennt das. Das ist seit einiger Zeit mein Liebelings-Frühstück. Und ich werde dessen einfach nicht überdrüssig, es ist so so lecker. Manchmal mache ich statt Gurken auch Tomaten drauf und lasse die Radieschen ganz weg. Aber egal, wie ich dieses Brot belege, es schmeckt immer ganz hervorragend und stellt mich bis zum Mittagessen ruhig. Das ist wichtig, denn wenn ich Hunger habe, kann ich mich nicht konzentrieren und was aber noch viel schlimmer ist, ich bekommen total schlechte Laune. Und dann ist der Tag gelaufen.

Was ich aber noch sagen wollte: Brot backen muss ich gar nicht so eine langwierige Geschichte sein, wie dieses Rezept mal wieder beweist.

Für eine Kastenform braucht Ihr:

500g Dinkelvollkornmehl
200g Walnüsse, grob gehackt
1 Würfel Hefe, zerbröselt
500ml Wasser
2 TL Salz
2 EL Apfelessig
Kastenform
Backpapier

Alle Zutaten in einer Schüssel zu einem Teig verkneten. (Am besten mit einer Küchenmaschine), eine Kastenform mit Backpapier auslegen, den Teig reinkippen und das Ganze für ca. 1 Std. bei 200°C backen. (Den Ofen nicht vorheizen).

Viel Spaß beim Nachmachen!

23. Juli 2013

Erdbeerkuchen

Verdammt, voll zu spät! Ich weiß es grad gar nicht, gibt es überhaupt noch Erdbeeren? Wenn nicht, müsst Ihr euch das Rezept bis zum nächsten Jahr aufbewahren oder was anderes nehmen. Ich würde Euch empfehlen, was anderes zu nehmen, denn Hauptact dieses Kuchens sind nämlich gar nicht die Erdbeeren, sondern die Crème und natürlich der Boden. Der ist nämlich so profimäßig von mir gebacken, dass er fast schon wie gekauft aussieht. Dabei ist der so einfach zu backen, dass das schwierigste, das Teil heile aus der Form zu lösen, war.


Ich esse Obstkuchen mit Frischkäsecrèmes total gerne, aber mir vergeht immer (ein wenig) die Lust, wenn ich lese, dass Vanillepuddingpulver verwendet wurde oder wenn eine Tortenglasur auf dem Kuchen ist (nicht dass Sahne, Vanillezucker, Sahnesteif und Frischkäse in den Mengen besser wären, aber Ihr wisst schon). Dieser hier kommt sehr gut ohne Fertigpuddingpulver oder Tortenguss aus und schmeckt superlecker, nein, leckererer, auch am nächsten oder übernächsten Tag.

Und wenn Ihr noch Erdbeeren bekommt, umso besser und wenn nicht, halb so schlimm. Dann probiert es doch einfach mal mit Himbeeren oder Blaubeeren oder Stachelbeeren oder Pfirsiche oder Aprikosen sind bestimmt auch lecker.

Für den Teig:

4 mittlere Eier
125g Zucker
100g gesiebtes Mehl
10 EL Sonnenblumenöl
1 TL Backpulver
1 Pck. Vanillezucker
etwas gemahlene Vanille
1 Prise Salz
Fett für die Form

(Zubreitungszeit: 40 Min. + Auskühlen)

Alle Zutaten (mit einer Küchenmaschine oder einem Mixer) miteinander vermischen und bei 160°C, 35 Min. in einer gefetteten Form backen. Mindestens 30 Min. auskühlen lassen.

Für die Crème:

400g Sahne
2 Pck. Vanillezucker
2 Pck. Sahnesteif
400g Doppelrahmfrischkäse

+ Erdbeeren oder anderes geeignetes Obst

Sahne mit Vanillezucker und Sahnesteif steif schlagen, Frischkäse dazugeben und zu einer glatten Masse rühren. 

Die Masse auf den abgekühlten und aus der Form gelösten Boden verteilen, Obst hübsch drapieren und kühl stellen. Oder direkt essen. 

Viel Spaß beim Nachmachen!

9. Juli 2013

Brot. Einfach nur Brot. Okay Vollkornbrot. Sonnenblumenkerne sind auch drin.

Es macht jetzt nicht unbedingt Spaß, sich bei den aktuellen Wettertemperaturen in die Küche zu stellen und zu kochen oder zu backen! Überhaupt nicht! Ja und deswegen habe ich mir überlegt, lasse ich es einfach.

Außer…ja außer wenn es darum geht, dieses superschnelle und pupseinfache Brot zu backen. Das bekommt jeder hin, ehrlich jetzt! Wenn ich das hinbekomme, bekommt das jeder hin. Es ist nicht nur einfach und superschnell, nein es ist auch ruckzuck gebacken und gar nicht mal so schwierig. Also, ich habe bisher geschafft, jeden damit anzufixen, dann bekomme ich das bei Euch doch auch hin, oder?


Sieht das nicht toll aus? Ein bisschen stolz bin ich ja schon noch jedesmal, wenn es aus dem Ofen kommt. Wirklich eine tolle Sache. Übrigens perfekt für den Sommer, da super verwendbar als Grillbeilage. Ach ja, da haben wir Ihn wieder, den Sommer! Diese Temperaturen. Ich habe mich vor ein paar Wochen nicht wie Ihr über das kalte Scheißwetter beschwert, von mir aus hätte das so bleiben können! Können wir uns vielleicht darauf einigen, dass das Wetter nur freitags bis sonntags so ist? Und montags bis freitags, also dann wenn ich arbeiten muss (no air-condition, baby!), nicht? Ginge das? Danke.

Zurück zum Brot und die dafür nötigen, wenigen Zutaten für eine Kastenform:

500g (Dinkel-)Vollkornmehl
150g Sonnenblumenkerne
500ml Wasser
1 Würfel Hefe
2 TL Salz
2 EL Obstessig
Kastenform
Backpapier

(Zubereitungszeit: 65 Min.)

Alle Zutaten mischen und zu einem Teig verarbeiten. (Rührgerät, Küchenmaschine, Partner)

Kastenform mit Backpapier auslegen, Teig reinkippen und die Form in den kalten(!) Backofen bei 200°C Ober-Unterhitze geben. Ca. 1 Std. backen.

Viel Spaß beim Nachmachen! 

23. Oktober 2012

Flammkuchen mit Feigen, Balsamicozwiebeln und Ziegenkäse


Mmmhmmmhmhmmmmmmmh mmmmh mmmh mmmh mmmh mmmmh mmmmh mmmmh mmmmh mmmmmh mmh mmmmmmh mmmmh mmmmmmh yam yam yam mmmmh mmmh mmmhmhmmm mmmh mh mh mmmmh mh mmmmmmm mh mmmmh mmhmmmhmhmmmmmmmh mmmmh mmmh mmmh mmmh mmmmh mmmmh mmmmh mmmmh mmmmmh mmh mmmmmmh mmmmh mmmmmmh yamyyamyyam mmmmh mmmh mmmhmhmmm mmmh mh mh mmmmh mh mmmmmmm mh mmmmhMmmhmmmhmhmmmmmmmh mmmmh mmmh mmmh mmmh mmmmh mmmmh mmmmh mmmmh mmmmmh mmh mmmmmmh mmmmh mmmmmmh mmmmh mmmh mmmhmhmmm mmmh mh mh mmmmh mh mmmmmmm mh mmmmh mmh mmmmh mmmh lecker!!

(Zubereitungszeit: 30 Min. ohne die Zubereitung der Balsamicozwiebeln)

1 Blech Teig:

200g Mehl
100ml Wasser
1/2 TL Salz

Alles zu einen Teig verkneten, dünn ausrollen und auf das Backblech legen. Voll easy.

Balsamicozwiebeln gehen so => KLICK

Und sonst braucht man noch 

3 - 4 Feigen, in Scheiben geschnitten
150g Ziegenfrischkäse
Honig

Den Teig mit dem Ziegenfrischkäse bestreichen, Balsamicozwiebeln drauf verteilen und alles mit Honig beträufeln. Das Ganze dann für ca. 15 Min. oder so lange, bis der Teig so ist, wie ihr ihn haben wollt, in den vorgeheizten (200°C) Ofen schieben.

Viel Spaß beim Nachmachen!

18. Juli 2012

Auberginen-Dip, Karotten-Kümmel-Dip und..whoa.. Simit! Außerdem noch ein bißchen Geblubber über das Kochbuch "Pişmek – Kochen auf Türkisch"

Kennt Ihr das? Verliebt sein? Nicht in eine Person, sondern in ein Buch? Ein Kochbuch? Guckt nicht so, das geht! Ich bin offiziell verliebt. In dieses Buch. Es handelt sich dabei um das Kochbuch „Pişmek – Kochen auf Türkisch“, erschienen im Collection Rolf Heyne Verlag. (272 Seiten, 23,3 x 26,5 cm, 115 Rezepte, Gebunden, Fadenheftung, Leseband, Schutzumschlag mit Prägung. Erscheinungsdatum: 16.02.2012, ISBN-13: 978-389910523-, 39,90 €) 
via
Und das komische daran ist, ich wusste es! Ich wusste, ich würde mich verlieben, noch bevor ich es in den Händen halte. Obwohl die Geschichte unserer Liebe erst unter keinem glücklichen Stern stand.

Es fing alles damit an, dass ich eine unglaubliche, wunderschöne und herzerfüllende Reise in die Türkei gemacht habe. 10 Tage lang (viel zu kurz) bin ich durch das Land gereist, welches ich gerne als meine Heimat bezeichnen würde, aber nicht kann. Das liegt daran, dass dieses Land für mich (leider) immer noch so groß, so weit und so fremd ist. Obwohl mich die Menschen in diesem Land, ihre Lebensweise, ihre Traditionen und ihre Bräuche schon mein Leben lang begleiten und vertraut sind. Fremd und vertraut zugleich. Auch das geht.

Ich habe während dieser Reise nicht nur viel gesehen und gelernt, mich gefreut und gelacht, geweint und geärgert, ich habe auch gegessen. Und das nicht zu knapp. Aber dafür auch gut, sehr gut und sehr abwechslungsreich. Und mit jeder Mahlzeit habe ich mich gefragt, wieso ich nicht noch viel öfter türkisch koche? Schließlich hab ich die Wurzeln und das Talent (Yeah, man!) und weiß Allah genug Quellen, auf die ich zurückgreifen kann. Und genau da liegt der springende Punkt. Irgendwie konnte ich es mit mir selber nicht vereinbaren, ein türkisches Kochbuch zu Hilfe zu nehmen. Was soll denn meine Mutter denken, wenn sie das sieht? Sie wäre von Grund auf erschüttert, um es mal optimistisch zu formulieren. („Ein türkisches Kochbuch? Für so viel Kohle? Spinnt die? Warum hat das Kind denn nicht mich gefragt? Halloohoo?“ So oder zumindest so ähnlich stelle ich mir in dem Zusammenhang die Gedankengänge meiner Mutter vor.)

So kam es also, dass ich dieses Buch oft in der Buchhandlung begutachtet und wieder weggelegt habe. Oft online in das Warenkörbchen gelegt und die Seite wieder geschlossen habe, aber es nie ganz vergessen konnte. Erst recht nicht, als dann auch noch überall Berichte über dieses Buches erschienen sind.

Doch dann schickte mir der Collection Rolf Heyne Verlag ein Rezensionsexemplar (Vielen Dank dafür!)  und so fanden das Buch und ich am Ende doch noch zueinander. Und sind seitdem glücklich vereint. Romantisch, oder?

Es gibt, wie in jeder Beziehung, aber auch Punkte, die mich stören. Nein stören ist das falsche Wort. Punkte, mit denen ich weniger zufrieden bin als mit anderen. Zu Beginn wäre da die Autorin.

Leanne Kitchen.
Leanne Kitchen, die Köchin.
Leanne Kitchen, die Köchin und Kochbuchautorin.
Ja, sicher!

Okay, egal. Der Name ist wurscht, was mich vielmehr stört ist die Tatsache, dass es nicht von einem türkischen Autor / einer türkischen Autorin geschrieben wurde. Das würde es für mich ein wenig authentischer machen. Dann hätten es vielleicht auch die türkischen Namen aller Gerichte ins Buch geschafft und nicht nur die deutsche Bezeichnung, die meistens nur aus einer Aneinanderreihung der Bestandteile des Gerichts bestehen. Und vielleicht wäre dann auch der ein oder andere Fehler im Text nicht vorgekommen. Ich nenne da jetzt einfach mal wild ein paar Beispiele: Oklava, nicht Olava, oder Tekirdağ, nicht Tekirda, Helva, nicht Helwa, Mehmet, nicht Mechmet…bin ich pingelig? Außerdem sagt sie, dass Kebap übersetzt einfach „gekochtes Fleisch“ bedeutet. Äh…neee! Ich bin wahrlich kein Experte der türkischen Sprache, aber was sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen kann ist, dass Kebap das Gegenteil von gekochtem Fleisch ist. Es ist eher gegrillt oder gegart, aber nie gekocht. Sollte ich doch falsch liegen, bin ich gerne bereit, mich eines Besseren belehren zu lassen, aber das alles finde ich einfach ein wenig schade.

Aber gut, Texte sind auch wurscht, geht ja um die Rezepte. Und die sind toll. Ich könnte stundenlang darin blättern und immer wieder etwas Neues entdecken. Ich weiß gar nicht, wann ich das alles nachkochen soll? So oft kommen meine Eltern ja nun auch nicht zu Besuch und dem besten Ehemann von allen ständig türkisches Essen aufzutischen, würde unsere Beziehung doch arg strapazieren.

Die Bilder im Buch mag ich. Es finden sich Bilder von Land und Leuten, die in meinen Augen aber nicht immer der Schönheit und des Facettenreichtums dieses Landes gerecht werden, da für mich ein wenig zuviel „Dorfleben“ gezeigt wird. Ein paar weniger Kopftücher und Şalvars hätten es m. E. auch getan. Bei den Rezepten ist leider nicht jedes mit einem Bild unterlegt. Damit komme ich aber klar. Womit ich persönlich jetzt so gar nicht klarkam, war das Bild zum Rezept auf S. 129, Içli Köfte. Içli Köfte ist was GRANDIOSES! Es handelt sich dabei um Buletten aus Bulgur, die mit Hackfleisch und Walnüssen (diese aber auch nur optional) gefüllt sind. Es ist ein wenig aufwendig in der Herstellung und man muss als Laie schon wissen, wie Içli Köfte auszusehen haben, um die nachzumachen. Und was macht Frau Kitchen? Fotografiert zu diesem Rezept einen Sack voll Walnüsse. Oh Leanne, warum? HIER verlinke Euch mal ein Video von Orhan, der macht Euch das mal vor. 

Bitte lasst Euch jetzt aber von meinem kleinlichem Detailzerfetze nicht die Laune und die Freude an diesem Buch verderben, denn wie in jedem Kochbuch, geht es doch hauptsächlich um die Rezepte und um das Ausprobieren von für sich fremden Zutaten und Kombinationsmöglichkeiten. Ich bin ein großer Freund fremder Küchenkulturen, daher entspricht dieses Buch, trotz einiger Makel, die aber auch nur Türken auffallen, so ziemlich meinen Erwartungen. Es ist alles vertreten, was ich mir als Türkin unter einem türkischen Kochbuch vorstelle. Seien es die klassischen Lahmacun, die Yoghurt-Suppe, Imam Bayildi, Pogaca's oder auch Zerde und kandierter Kürbis. Darüber hinaus aber finden sich Rezepte zu Gerichten, von denen ich bisher nichts gehört hatte und über die ich mich sehr freue. (Kürbis-Hummus, pochierte Köfte, Mahmudiye, Pistazien-Tahin-Sauce und vieles vieles mehr). Die Rezepte finde ich anschaulich beschrieben und hatte beim nachmachen keine Probleme. Was mir persönlich fehlt, ist die Angabe der Zubereitungszeit. Und damit kommen wir auch schon zu dem, was ich bisher nachgekocht habe:

Beispielsweise einen Auberginen-Dip. Diesen habe ich extra für George rausgesucht, dem ich eigentlich schon vor Monaten versprochen hatte, ein Rezept dieser Art nachzuliefern. Als ich Mücver gemacht habe. Die werden bei uns nämlich immer mit Auberginen-Dip gegessen.
George, ich kann dazu sagen, dieser war es nicht. Der, den meine Mutter macht, schmeckt anders, ist flüssiger. Da muss ich sie doch mal für dich fragen.

Diese hier war eine hervorragende Beilage zum Grill. Genauso wie der Karotten-Kümmel-Dip, aber was mich komplett vom Hocker gehauen hat, waren die Simits. Ich habe sie genau nach Rezept gemacht und sie sind perfekt geworden und schmeckten genauso, wie sie schmecken sollten, nämlich nach Simit. J


Und deswegen kann ich Euch guten Gewissens dieses Buch empfehlen, es ist nämlich ein Schmuckstück und es macht mich glücklich.

Und wenn Ihr auch glücklich werden wollt, dann probiert mal diese Dips und backt ein paar Simits. Ja, vor allem die Simits:

Auberginen-Dipp für eine mittelgroße Schale

1,2kg Auberginen
80 ml natives Olivenöl extra (nehmt weniger und gießt bei Bedarf nach)
2 Knoblauchzehen, zerstoßen (Ok, eine hätte es sicher auch getan)
2,5 frisch gepresster Zitronensaft (oder nach Geschmack, also auch hier erstmal mit weniger anfangen)
250g Joghurt türkischer Art (keine Ahnung, was genau Leanne da meint, ich hab jetzt mal 125g 10%igen und 125g 3,5%igen gemixt)
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: 45 Min.)

Die Auberginen bei schwacher Hitze rund 20 Min. garen, bis die Haut ganz schwarz und das Innere weich ist. Oft wenden. Als Alternative (und das ist die Methode, die ich gewählt habe, denn Auberginen garen ist eine fiese Arbeit, die auch noch dafür sorgt, dass die Küche wunderbar intensiv nach Fett riecht) auf einem stark erhitzen Grill garen. Sobald sie kühl genug zum Anfassen sind, möglichst viel von der geschwärzten Haut entfernen und das Stielende stutzen. Fruchtfleisch in ein Sieb geben und etwa 20 Min. abtropfen lassen.

Diese dann in eine große Schüssel geben und mit einer Gabel gut zerdrücken. Olivenöl, Knoblauch, Zitronensaft und Joghurt dazugeben und gut verrühren. Mit Pfeffer und Salz würzen. Hält sich in einem luftdichten Behälter gut gekühlt mindestens zwei Tage.


Karotten-Kümmel-Dip für eine mittelgroße Schale

2,5 EL natives Olivenöl extra
700g Karotten, gerieben
0,5 TL Kümmelsamen
250g Joghurt türkischer Art (auch hier wieder: 125g 10%igen und 125g 3,5%igen gemixt)
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: 30 Min.)

Öl in einem Topf bei mittlerer bis schwacher Hitze erwärmen, Karotten zugeben, zudecken und 20 Min. kochen, bis die Karotten butterweich sind. Häufig umrühren, sonst brennen sie an. Vom Herd nehmen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Kümmel und Joghurt dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und gut verrühren. Hält sich in einem luftdichten Behälter gut gekühlt mindestens zwei Tage.

Simit (ergibt 10 Stück)

1 Msp. Zucker
60 ml Wasser
3 TL Trockenhefe
310 ml Wasser
500g Mehl
1,5 TL Salz
170ml (Trauben-)Pekmez (gibt’s beim Türken)
80ml Wasser
235g Sesamsamen
(Zubereitungszeit: ca. 2 Std. inkl. Ruhezeit)

Zucker und 60ml lauwarmes Wasser in einer kleinen Schüssel vermengen und die Hefe darübersprenkeln. Etwa 8 Min. (oder bis sich Schaum bildet) beiseitestellen, dann weitere 310 ml lauwarmes Wasser hinzugießen.

Mehl und Salz in einer Schüssel vermengen, dann die Hefemischung dazugeben und umrühren, bis ein grober Teig entsteht. Auf eine leicht bemehlte Fläche legen und 6-7 Min. kneten, bis der Teig sämig und elastisch ist. (Auch wenn ich diese Experience gerne selber gemacht hätte, habe ich doch kneten lassen. Nein, nicht von S., von einer Küchenmaschine). Dann den Teig zu einer Kugel formen und in eine leicht mit Öl bestrichene Schüssel legen. Dort wenden, bis er gelichmäßig eingeölt ist. Mit Frischhaltefolie abdecken und 1 Std. (oder bis er sein Volumen verdoppelt hat) an einen warmen, zugfreien Platz stellen.

Den Backofen auf 220°C vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche durchkneten und in 10 gleich große Stücke teilen. Pekmez in einer großen Schüssel mit 80ml Wasser vermengen. Die Sesamsamen auf einen großen Teller streuen. Jedes Teigstück einzeln mit den Händen zu zehn 55 cm langen „Seilen“ ausrollen. Diese so in der Mitte falten, dass die beiden Enden nebeneinander liegen; dann vom Brett nehmen und mit den Händen zu einem zweisträngigen Seil flechten. Wieder auf die Fläche legen und die Enden fest aneinanderpressen, so dass ein Ring entsteht. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren, bis Ihr 10 Ringe habt.

Jeden Ring vollständig in die Pekmez-Mischung tauchen, dann gut abtropfen lassen und vorsichtig in den Sesamsamen wälzen. Dann auf die Backbleche legen und etwa 20 Min. bei Zimmertemperatur beiseitestellen, bis der Teig etwas aufgegangen ist. Im Ofen 15-18 Min. backen (oder bis die Ringe goldbraun und durchgebacken sind). Abkühlen lassen.

Simits schmecken am besten frisch gebacken, halten sich aber luftdicht verschlossen im Kühlschrank bis zu 4 Wochen.


Viel Spaß beim Nachmachen!

14. Juni 2012

Tarte aux Tomates

Endlich!! Eeendlich kann ich Euch diese Tomaten-Tarte zeigen. Jetzt wo das Wetter wieder wärmer wird (nicht hier, woanders) und die Tomaten, die man bekommt auch wieder mehr nach Tomaten schmecken. Die Tarte habe ich nämlich schon vor Wochen, ach was sag ich, vor Monaten gemacht, als mich eine krasse Lust danach überkam und ich saisonales Gemüse mal hab saisonales Gemüse sein lassen und zu den Holland-Treibhaus-Tomaten aka Wasserbomben griff. Und doch hat sie mir damals schon sehr gut geschmeckt, wie schmeckt sie erst, wenn ich sie jetzt die Tage mache....?

Leider gehört der beste Ehemann von allen zu der Sorte Mensch, die Tomaten zum Erbrechen finden, um es mal blumig zu formulieren. Deswegen gab es die Tarte daaaaamals auch nur für mich in einem zuckersüßen Mini-Tarteförmchen für eine Person. 

Dahinter ist übrigens dieser Gurkensalat
Und wenn Ihr auch so eine hübsche Tarteform für eine Person besitzt und Bock auf Tomaten habt, dann nehmt ihr folgende Zutaten (und wenn nicht, dann erhöht Ihr die Mengen einfach):

1 Scheibe TK-Blätterteig, kurz angetaut
1 TL Senf
ca. 35g Greyerzer-Käse, gerieben
2 Tomaten, in Scheiben geschnitten
Kräuter der Provence
Klecks Butter, Öl, Margarine, wasauchimmer (zum einfetten der Form)

(Zubereitungszeit: ca. 30 Min.)

Ofen auf 200°C vorheizen.

Den Teig in die gefettete Form legen. (Sollte der Teig zu klein sein, ein wenig ausrollen. Klappt bei angetautem TK-Blätterteig ganz gut).

Den Boden dünn mit Senf ausstreichen, die Hälfte des Käses und eine große Prise Kräuter drauf verteilen. Die Tomatenscheiben fächerförmig drauflegen. Darüber den restlichen Käse und erneut Kräuter streuen.

Für 25 Min. in den Ofen schieben.

Viel Spaß beim Nachmachen!

(Das Rezept habe ich von dem bezaubernden Blog "Das Mädchen mit den Locken". Bezaubernder Name, oder?)

26. April 2012

Sablés chocolat à la fleur de sel / Schokoladenkekse mit Fleur de Sel

Ich hab Euch doch via facebook von der Aktion "Post aus meiner Küche" erzählt, wisst Ihr noch? Ja, und diese Woche war es dann soweit. Gestern konnte ich endlich mein Päckchen in den Händen halten, nachdem es eine lange und trostlose Nacht in einem Paketshop verbracht hat. Bisher hat jeder Zusteller dieser Welt es geschafft, Pakete in meiner Abwesenheit bei den Nachbarn abzugeben, immer erfolgreich. Nur dieses mal nicht. Natürlich nicht. Waren ja auch schließlich Lebensmittel drin. 

So toll kam mein mein Päckchen bei mir an
Und so lecker sah der Inhalt aus
Ich hoffe, mein Päckchen kommt heile bei der Sabi an. Sollte es noch nicht da sein, Sabi..schau mal eben weg, ja?!

So liebevoll und total bezaubernd hab ich es verpackt
Ich musste nicht lange überlegen, was ich verschicke, denn seit gefühlten 845 Jahren warten diese Kekse auf meiner to cook-Liste darauf, nachgebacken zu werden. Ich habe bei der Queen of Backen, Mund wässrig machen und die geilsten Fotos schießen, nämlich Steph abguckt und diese zum Niederknien schmeckenden Kekse nachgebacken. Großartig, wie ich finde. Total abgefahren, dieser salzige Schokoteig. Probiert es unbedingt aus.


Und so werde ich Sie wohl noch ein bis zweihundertdreiundfünzig mal nachbacken müssen:

175g Mehl
30g guter Kakao
5g Natron
150g sehr weiche Butter
120g Rohrzucker
50g Puderzucker
5g Fleur de Sel
Mark einer Vanilleschote
150g dunkle Schokolade (70%) oder gute dunkle Kuvertüre

(Zubereitungszeit: 45 Min. + 2 Std. Kühlen)

Die Schokolade sehr fein reiben. Das Mehl mit dem Kakaopulver und Natron vermischen und mehrmals sieben, bis eine ganz feine Mischung entsteht. Butter. Rohrzucker, Puderzucker, Vanillemark und die geriebene Schoki vermischen. Mehl-Kakaomischung dazugeben und alles vermengen. (Nur so wenig wie möglich und so viel wie nötig, damit die Kekse schön mürbe werden). Zuletzt das Fleur de Sel untermischen.

Nun aus dem Teig eine Rolle mit ca. 4 cm Durchmesser formen und in Klarsichtfolie gewickelt mindestens 2 Std. im Kühlschrank kalt stellen.

Vor der Weiterverarbeitung die Rolle aus dem Kühlschrank nehmen und ca. 15 Min. Zimmertemperatur annehmen lassen. Backofen auf 180°C vorheizen.

Teigrolle in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und mit ausreichend Abstand zueinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und ca. 8 Min. backen. Komplett auskühlen lassen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

31. Januar 2012

Baklava

Neulich habe ich herausgefunden, wie man ganz einfach und effektiv das Training einer gesamten Woche auf einen Schlag zunichte machen kann. Nämlich indem man diese Baklava isst.


Und weil die so unglaublich unfuckingfassbar lecker sind, muss man leider eine ganze Menge davon essen. Das praktische ist, dass einem nicht, wie sonst bei so süßen Teilen, total schlecht wird. Diese hier haben den Vorteil, dass sie, weil sie selbstgemacht sind, nicht so süß sind. Denn das kann man ja dosieren.

Die Version, die ich Euch vorstelle ist eher unter der Kategorie "Kochen für Schlampen" einzuordnen, weil die super-einfach zu machen sind und weil man fertigen Filoteig verwendet. Aber wenn Ihr beeindrucken wollt, gibt es (zumindest in meinem Umfeld) nichts besseres als diese Baklava. Sieht nämlich unheimlich kompliziert aus, nicht?

Um Euch das Ganze so einfach wie möglich zu machen, habe ich die Schritte versucht, fotografisch und gif-animiert festzuhalten.

Aber fangen wir aber erst einmal mit der Zutatenliste für ein Blech und ca. 20 Baklava-Teilchen an:

1/2 Packung fertigen Filo-Teig (vom Türken, da gibt es extra welche für Baklava)
1 Tüte Walnüsse, fein gehackt
Sonnenblumenmargarine
250g Zucker
250ml Wasser
1 Spritzer Zitronensaft
1 dünnes Nudelholz (oder etwas, was so ähnlich ausschaut)

(Zubereitungszeit: 1 Std.)

Hier erstmal ein Bild, auf dem Ihr das Nudelholz, was ich meine, sehen könnt. Solltet Ihr so eins nicht besitzen, was wahrscheinlich ist, nehmt was anderes, was so ähnlich ist. Ein Rohr? Ein Bambusstab? Keine Ahnung.. lasst Euch was einfallen.


Filoteig ausbreiten und halbieren. Sonst sind sie zu groß. Auf den halbierten Teig die gehackten Walnüsse geben. (Meine sind fast schon zu grob, da müsst ihr aufpassen, dass reisst Euch sonst den Teig auf)


Dann nehmt Ihr das Nudelholz und rollt den Teig rauf, welches dann in etwas so aussehen sollte:


und daaaaaaaann macht Ihr diesen hier:


Hinbekommen?
Gut. Denn jetzt müsst Ihr das Ganze abziehen:


Und wenn Ihr alles richtig gemacht habt, müsstet Ihr am Ende so eine Wurst haben:


Damit verfahrt Ihr dann so:


Die fertigen Teilchen in einem etwas tieferen Backblech aneinanderreihen, mit einem Walnüssstückchen garnieren und beiseite stellen.

Backofen auf 170°C vorheizen.

Margarine in einem Topf zerlassen und jeweils einen Löffel pro Teilchen verteilen.

 
Baklava für ca. 20 Min. in den Ofen schieben, bis sie goldbraun geworden sind. (Habt ein Auge drauf!)

Währenddessen Wasser und Zucker in einem Topf mischen und aufkochen. Wenn es soweit ist, Hitze ein wenig reduzieren und ca. 15 Min. vor sich hinköcheln lassen. Am Ende einen Spritzer Zitronensaft in die Flüssigkeit geben, vom Herd nehmen und 5-10 Min. abbkühlen lassen.

Zum Schluß das Zuckerwasser langsam über die Baklava verteilen. Nach und nach, denn der Teig saugt das Wasser auf. Die Teilchen sollten nicht in Wasser schwimmen. Lediglich der Boden sollte am Ende bedeckt sein. Das kriegt Ihr schon raus, wieviel Zuckerwasser das sein sollte und was Euch am liebsten ist.

Das war's schon. Die Zubereitung ist wirklich kinderleicht und das Ergebnis große Klasse! Glaubt mir, ich würd's sagen, wenn es nicht so wäre. 


Viel Spaß beim Nachmachen!

6. Dezember 2011

Lemon Meltaways

Es ist Advent und ich habe Plätzchen gebacken. Ich bin ein wenig stolz auf mich, denn bisher war es immer so, das alle anderen welche gebacken haben und ich das immer toll fand, aber zu faul, mich selbst in die Küche zu stellen. Zuhause bei meinen Eltern wurde kaum gebacken. Das lag nicht nur daran, dass es bei uns kein Weihnachten oder Advent oder dergleichen gab, sondern schlicht und ergreifend auch daran, dass meine Mama einfach nicht backen kann. Auch nicht zu Ramadan oder sonst irgendwelchen lustigen Festen. Sagt sie jedenfalls. Macht aber nichts, dafür kann sie besser kochen. Meine Liebe gilt auch eher dem Kochen als dem Backen, aber ich bin bereit zu lernen. (Wofür so ein Blog und ein deutscher Ehemann gut sein können, nicht wahr?) Und ich fand, dass diese Lemon Meltaways ein ziemlich guter Anfang sind. Einfach, aber so so so sooooo lecker! Und als ich diese Plätzchen bei Christina gesehen habe, wusste ich sofort, das werden sie, meine ersten eigenen.

Et voilà:


Ach, ich finde Weihnachten und Advent und Plätzchen und Kerzen undundund einfach super, ehrlich! 

Und weil das alles so schön ist, kommt hier das "Danke-Christina"-Rezept für 40-50 Lemon Meltaways:

150g Butter, weich
ca. 85g Puderzucker 
abgriebene Schale von einer Biozitrone
30 ml Saft einer Biozitrone
Mark einer Vanilleschote (ich habe zum ersten Mal ever das Mark einer Vanilleschote ausgekratzt, das war eine interessante Erfahrung!)
275g Mehl
25g Maisstärke
1/2 TL Salz

(Zubereitungszeit: 25 Min. + 1 Std. im Kühlschrank)

Mehl, Stärke und Salz vermischen.

Butter und Puderzucker mit einem Mixer einige Minuten schaumig rühren, Zitronenabrieb, Zitronensaft und Vanillemark dazugeben und unterrühren. 

Mehlmischung reinkippen und alles zu einem Teig verkneten.

Diesen in 2-3 Portionen teilen und zu Rollen formen. (Je nachdem, wie groß die Plätzchen später werden sollen. Kleiner ist in dem Fall aber besser, da man die Plätzchen dann in einem in den Mund schieben und sie auf der Zunge zergehen lassen kann. Eine leckere Sache!)

Die Rollen für mind. 1 Stunde in den Kühlschrank legen.

Nach dem festwerden im Kühlschrank den Teig aus der Folie wickeln und in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. 

Plätzchen im vorgeheizten Ofen (180°C) ca. 10 - 15 Min. backen und darauf achten, dass sie nicht braun werden. (Sonst sehen sie nicht so hübsch aus.)

Nach dem Auskühlen in Puderzucker wälzen.


Viel Spaß beim Nachmachen!

30. September 2011

Zucchinipuffer / Mücver

Einige werden es auf facebook vielleicht schon mitbekommen haben -ich bin da ja nicht so zurückhaltend mit Informationen über mein Privatleben-, ich hatte Elternbesuch. Meine Eltern haben einen ganz hübschen kleinen Garten, in dem sie, jetzt wo fast alle Kinder aus dem Haus sind, angefangen haben, Obst und Gemüse und so Sachen anzubauen.

So kam meine Mutter also mit einer Kiste Zucchini, Tomaten, Äpfeln etc. an, legte die Sachen in meine Küche und verschwand wieder. Ok, dazwischen war noch ein Hardcore-Sightseeing-Programm durch's ganze Rheinland angesagt, weswegen wir auch gar nicht dazu kamen, zuhause zu kochen. Was ich etwas schade fand, denn ich koche eigentlich ganz gern mit meiner Mutter, da kann ich immer noch was lernen.

Anyway, was tun mit dem ganzen Gemüse? Okay, Zucchinipuffer. Ist zwar 'ne riesen Sauerei, da die ganze Bude danach nach Fett riecht und kalorienarm ist das Ganze auch nicht, aber was soll's, schmeckt lecker.


Und hier kommt das "Mama wäre stolz auf mich"-Rezept für 10-12 Küchlein:

2 Zucchini, grob geraffelt
2 Tomaten, geschält und in Würfel geschnitten
1/2 Bund Lauchzwiebeln, in feine Ringe geschnitten
1/2 Bund Petersilie, gehackt
3 Eier, verquirlt
3 EL Mehl
Salz
Pfeffer
Olivenöl

(Zubereitungszeit: 30-40 Min.)

Ofen auf ca. 150°C vorheizen (am besten Umluft).

Alle Zutaten in einer Schüssel gut vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Öl in einer Pfanne heiß werden lassen und nach und nach einen Löffel der Zucchinimasse in die Pfanne geben (so viel wie draufpasst, aber auf genügend Abstand achten), von beiden Seiten ca. 3-4 Min. (kommt auf die Dicke der Puffer an) bei mittlerer Hitze backen.

Ich wende die Puffer nach dem Backen noch schnell auf Küchenkrepp und halte sie im Ofen warm. 

Sollte der erste Versuch in die Hose gehen, weil die Masse zu flüssig ist, dann noch einen weiteren EL Mehl in die Zucchinimasse einrühren.


Die Dinger schmecken heiß und kalt ganz hervorragend und man serviert dazu eigentlich so 'ne Art Auberginen-Joghurt. Bei uns gab's nur Joghurt, das war für meinen Mann schon schlimm genug.

Viel Spaß beim Nachmachen!

26. September 2011

Torta di Zucchine

Das, was hier auf dem Bild aussieht wie Sheba mit Petersiliengarnitur ist in Wahrheit ein Zucchinikuchen.


Ein leckerer Zucchinikuchen! Aber je länger ich dieses Bild anschaue, desto mehr sehe ich Katzenfutter drin...also schnell ein anderes:

Puh, schon besser!

Dieser Kuchen wurde bereits von etlichen meinerseits sehr geschätzten Bloggerkollegen/Innen nachgebacken und für gut befunden, daher war die Entscheidung, diesen mal zu probieren, schnell gefällt.

Der Kuchen ist wirklich gut und vor allem wirklich einfach gemacht, allerdings muß ich sagen, dass er als alleiniges Hauptgericht etwas langweilig daherkommt. Ich persönlich empfehle dringend, noch irgendwas anderes dazuzumachen.
Da ich mit jemanden verheiratet bin, der im SIDE in Hamburg tatsächlich mal gefragt hat, ob er ein Filetsteak zum Frühstück bekommen könnte (die Antwort ist übrigens: Ja!), hatte ich vorsorglich ein wenig Poulardenbrust dazu gemacht. So war's perfekt!

Und das braucht Ihr für eine Tarteform, dessen Bild ich Euch auch noch zeige, weil es einfach so hübsch anzusehen ist und ich das Katzenfutter aus meinem Kopf bekommen muss:

500g Zucchini, grob geraffelt
50g Butter
250g Ricotta
150g Parmesan, gerieben
3 Eier
2 EL Petersilie, gehackt
1 EL, frischer Thymian
Olivenöl
Paniermehl
Salz
Pfeffer
optional: Pinienkerne

(Zubereitungszeit: ca. 45 Min.)

Ofen auf 180°C vorheizen.

Geraffelte Zucchini mit der Butter in einer Pfanne ca. 10 Min. bei niedriger Hitze garen, in einen Sieb geben und gut ausdrücken.

Das Ganze anschließend in einer Schüssel mit den Eiern, Ricotta, Parmesan, Petersilie und Thymian vermengen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Tarteform mit Olivenöl ausstreichen und mit Paniermehl bestreuen. Die Zucchinimasse in die Form geben und evtl. mit Pinienkernen besteuen. Ca. 35. Min backen.

Viel Spaß beim Nachmachen!