Posts mit dem Label Snack werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Snack werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

25. Juni 2015

Pulled Salmon Sandwich, man kann aber auch Sandwich mit gegrilltem Lachs, Frischkäse und Senf-Honig-Sauce dazu sagen

Wenn ein Trend es irgendwann mal auf meinen Blog schafft, dann ist es ja fast schon gar kein Trend mehr. Ich bin da ja nicht so von der schnellen Sorte, wisst Ihr? (Wisst Ihr!!) Und nun frage ich mich, ob der Trend zum Pullen noch anhält oder ob es sich gar nicht mehr lohnt, darüber zu schreiben.... Was meint Ihr?

Nehmen wir beispielsweise dieses Sandwich mit Lachs:


Es ist aus "Auf die Hand" und dort heißt es "(Bagel) mit gegrilltem Lachs, Frischkäse und Senf-Honig-Sauce" was ohne Frage auch ganz toll klingt, aber wenn es tatsächlich so ein sollte, dass "pulled" noch total en vogue ist, dann bin ich mal so unverschämt und nenne es "Pulled Salmon Sandwich". Klingt doch direkt viel aufwendiger, auch wenn es das gar nicht ist. Aber ich mag es ja, wenn die Leute denken, ich hätte aufwendig gekocht und dabei stand ich gefühlt nur 5 Minuten in der Küche. Da kommt dieses Sandwich genau richtig. Minimaler Aufwand, maximaler Effekt. Und es beweist auch wieder, dass Fisch unkomplizierter ist als man denkt. Denn...meine Güte, ich stell' mich vielleicht immer an, wenn es um Fisch geht, das könnt' Ihr euch gar nicht vorstellen! Dabei sagt meine Schwiegermutter immer, dass Fisch viel einfacher zuzubereiten ist als Fleisch. Und sie hat recht. Mir ist noch nie Fisch missglückt, Fleisch dagegen schon. Und bei der ganzen Schwafelei vergesse ich ja fast zu erwähnen, wie großartig dieses Sandwich schmeckt, ganz egal, wie man es nennt. 

Probiert es bald mal aus und gebt mir recht.

Für 4 Sandwiches:

Sauce
1/2 Bund Schnittlauch, in feine Röllchen geschnitten
4 EL flüssiger Honig
4 EL Senf (im Buch: grober Senf)

Sandwiches
250g Lachsfilet, entgrätet
3 EL Olivenöl
Salz
4 Roggenbrötchen oder Bagels, aufgeschnitten
40g Frischkäse
etwas geputzter Salat (im Buch: Frisée)

(Zubereitungszeit: 20 Min.)

Für die Sauce Schnittlauch mit Honig und Senf glattrühren.

Lachsfilets in einer Pfanne in heißem Olivenöl bei mittlerer Hitze von jeder Seite 3-5 Minuten glasig durchbraten, salzen und mit 2 Gabeln in grobe Stücke teilen.

Brötchen mit Frischkäse bestreichen und mit etwas Salat und Lachs belegen. Mit der Sauce beträufeln, Deckel aufsetzen und servieren.

Viel Spaß beim Nachmachen.

1. April 2015

Chicken Nuggets im Kokos-Mandelmantel

Der Blog hat in den letzten Wochen und Monaten so viele neue Follower und Likes bekommen, dass ich hier seit geraumer Zeit mit einem superschlechten Gewissen sitze und denke.... wo kommen diese Menschen plötzlich alle her? Und was erwarten Sie von einem Blog, dessen letzter Post im Januar war und der in den letzten 12 Monaten ganze 11 (!!) Beiträge rausgehauen hat? 
Ich trau' mich aber auch nicht zu fragen, sonst fällt das auf und alle sind wieder weg.... Das will ich ja nun auch nicht. Was bleibt mir also anderes übrig, als mich in die Küche zu stellen, was feines zu zaubern, die Kamera rauszukramen und 'n Bild zu machen. Kein schönes, denn trotz Food-Fotographie-Workshop werden meine Bilder immer noch einfach doof. Verglichen mit allen anderen. Wusstet Ihr, dass ich die unkreativste Person auf der ganzen Welt bin? Ist leider so... Ist aber auch egal jetzt, denn ich habe gekocht, ich habe fotografiert, ich habe das Kind in den Schlaf gewiegt und nun hält mich keiner mehr auf! Achtung, es geht los:

Voilà....

Chicken Nuggets!




Uhh.....


Wie kreativ!


Jaha, moment! Die mögen zwar nicht besonders kreativ sein, aber die sind nicht vergleichbar mit den Dingern, die man sonst so kennt. Denn die hier sind so genial lecker, echt schnell gemacht und absolut figurtauglich, wenn man, wie ich, noch mit dem ein oder anderen (Schwangerschafts-)Pfündchen zu kämpfen hat.. Ich steh' bei diesen Nuggets total auf die Kombi Kokos, Curry und Cayenne. Außerdem mag ich, dass sie im Ofen gebacken werden und ich nicht mehr viel tun muss, denn ich gehöre ja -trotz foodblog- immer noch zu der Kategorie "faul wie Sau"!

Ist natürlich keine Erfindung von mir, sondern abgeguckt aus dem Kochbuch "Paleo - Power for Life" von Nico Richter" (Ja, ich mach jeden Scheiß mit).

Probiert es aus und sagt mir, ob Ihr genauso begeistert seid wie ich! Ich bin gespannt.

Für ca. 20 Nuggets braucht Ihr:

500g Hähnchenbrustfilet, in 20 Stücke geschnitten
6 EL Kokosöl, geschmolzen
2 Eier
50g Kokosraspel
50g Mandeln, gemahlen
1 EL Currypulver
1/2 EL Cayennepfeffer
1 TL Salz

(Zubereitungszeit: 40 Min.)

Den Ofen auf 200°C vorheizen.

4 EL des geschmolzenen Kokosöls in einem tiefen Teller mit den Eiern verquirlen. In einem zweiten Teller die Kokosraspel mit den gemahlenen Mandeln und den Gewürzen gut mischen.

Zum Panieren die Hähnchenstücke nach und nach zuerst in die Eier-Mischung tauchen, dann in der Kokos-Mandelmischung wenden, so dass alle Seiten mit der Panade bedeckt sind.

Ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech mit dem restlichen Kokosöl bestreichen, die Nuggets drauf legen und für ca. 20 Min. im Ofen goldbraun backen.

Mit einer Sauce oder einem Dip Eurer Wahl eine tolle Sache, die man auch hervorragend kalt essen kann.

Viel Spaß bei Nachmachen!

20. August 2014

Zimtschnecken / Cinnamon Rolls

Eigentlich stehe ich nicht sooo auf Zimt, aber in meiner momentanen Situation (der errechnete Termin ist schon um einen ganzen Tag verstrichen, also wenn das kein Grund zur Ungeduld ist, weiß ich auch nicht) tut man alles, um die ganze Geschichte ein wenig in Gang zu bringen. Gut, ich mache das nicht erst seit gestern, gebe ich ja zu. Ich bin da schon seit bestimmt 3 Wochen dran und es ist wirklich paradox. Da tut man monatelang alles, damit das Kind drin bleibt und dann, wenn es kommen soll, kütt es nich! Das soll mal einer verstehen. 

Zurück zu den Zimtschnecken. Die habe ich gebacken, weil ich gehört habe, Zimt soll wehenfördernd sein. Da das bisschen Zimt, was ich um diese Jahreszeit gerne auf Pflaumenkuchen streue kaum einen Effekt haben kann, boten sich halt die Zimtschnecken an. Die waren auch sehr lecker, haben bisher aber auch nichts gebracht. Egal. Ist noch keines drin geblieben, höre ich an dieser Stelle viele sagen. Weiß ich ja, aber ich bin so ungeduldig. Warten ist was schreckliches...

Und während ihr sicherlich voller Ungeduld mit mir wartet, könnt Ihr euch ja die Zeit mit dem Nachbacken dieser leckeren Köstlichkeiten vertreiben.


Für ca. 10-12 Stück braucht Ihr:

Teig:

400g Mehl (Type 550)
1 TL Trockenhefe
100ml lauwarme Milch
50g Butter, zerlassen
1 Ei
2 Prisen Salz
30g Zucker
1/2 TL Vanilleextrakt

Belag:

60g Butter
2 EL Rübenkrautsirup
einige EL Zimt, je nach Geschmack und Notwendigkeit 
ca. 4 EL Zucker
etwas Milch zum Bepinseln

Glasur:

100g Puderzucker
100g Frischkäse

(Zubereitungszeit: ca 55 Min. + 2,5 Std Gehzeit) 

Alle Zutaten für den Teig mit 50 ml lauwarmem Wasser in einer Schüssel mischen und 10-15 Min. kräftig durchkneten. Den Teig in eine mit Öl eingefettete Schüssel legen, mit Frischhaltefolie abdecken und etwa 1.5 Std. bei Zimmertemperatur gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat. 

Die Butter und den Sirup zusammen schmelzen, Zimt und Zucker mischen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche in einem Rechteck ausrollen und mit der Sirup-Buttermasse bestreichen. Den Teig gleichmäßig mit Zimt-Zucker bestreuen. Nun den Teig von der Längsseite her aufrollen und die Rolle in Scheiben schneiden. Diese dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, mit Frischhaltefolie abdecken und noch einmal bei Zimmertemperatur 1 Std. gehen lassen. 

Dn Backofen auf 200°C vorheizen.

Die Schnecken mit der Milch bepinseln und ca. 25 Min. goldbraun backen.

Für die Glasur den Puderzucker und den Frischkäse mit 30 ml lauwarmem Wasser verrühren. Die Schnecken. sofort wenn sie aus dem Ofen kommen, mit dem Guss bestreichen und heiß servieren.

Viel Spaß beim Nachmachen!

7. Juli 2014

Blaubeer-Muffins

Ich bin mir zwar nicht sicher, aber ich denke, wenn es einen Klassiker in der Welt der Muffins gibt, dann sind es Blaubeer-Muffins. Und ich bin mir zwar wieder nicht sicher, aber ich denke, wenn es etwas ziemlich langweiliges in der Welt der Muffins gibt, dann sind es Blaubeer-Muffins. Oder? Jedenfalls überkam mich dieser Gedanke beim Backen. Und ich dachte währenddessen auch, Muffins an sich sind ja auch echt meeega-langweilig, wenn, dann müssen es doch eigentlich Cupcakes sein. (Das sind die mit den tollen Kreationen obendrauf.) Wen bitte soll ich jetzt mit diesen öden Blaubeer-Dingern beeindrucken? Ich habe sie trotzdem gebacken, weil ich gerade alle Zutaten da hatte und seitdem ich nicht mehr arbeiten darf, täglich vor Langeweile beinahe umkomme! Ich hätte nie gedacht, das mal zu sagen, aber ich vermisse  es, arbeiten zu gehen. Und da ich nun nicht mehr ganz so ans Bett gefesselt bin, wie noch vor einigen Wochen, stelle ich mich halt ab und zu in die Küche und wurschtele so vor mich hin. Meistens kommt nichts vorzeigbares bei rum, aber manchmal sind dann doch so kleine Überraschungen dabei, wie eben diese Blaubeer-Muffins, die trotz oder vielleicht sogar gerade wegen ihres etwas langweiligen Images, voll reingehauen haben. 


Ich habe sie nach einem Rezept von Cynthia Barcomi gebacken und sie sind so lecker geworden, dass  ich beschlossen haben es Euch doch zu zeigen. Sie mögen zwar nicht die innovativsten unter Ihren Kollegen sein, aber das ist egal, solange sie schmecken. Sie sind süß, aber nicht zu süß und verbunden mit der Säure der Blaubeeren und der "fluffyness", mit der sie daherkommen, perfekt für einen spontanen Nachmittagskaffee. Denn sie sind in knapp 30 Min. fix und fertig auf dem Tisch.

Und würde ich es hinbekommen, würde ich sogar noch ein fruchtig-süßes Frostig obendrauf zaubern, das würde dem ganzen den letzten Schliff verpassen, da bin ich mir sicher. Aber leider bin ich zu unbegabt für sowas. Jedenfalls sind bisher alle meine Versuche, etwas in der Richtung zu machen, grandios gescheitert.

Und das braucht ihr für 12 unscheinbare aber nicht zu unterschätzende Blaubeer-Muffins:

Zutaten A:

350g Mehl
2 TL Backpulver
1/4 TL Salz

Zutaten B:

125g Butter
135g Zucker
1/2 TL Vanillezucker
2 Eier
125ml Milch
250g Blaubeeren

(Zubereitungszeit: ca. 30 Min.)

Ofen auf 190°C vorheizen, eine Muffinform ausbuttern oder mit Muffinförmchen versehen.

Die Butter zerlassen. Mit dem Schneebesen den Zucker und den Vanillezucker unter die heiße Butter rühren, dann Eier und Milch dazugeben.

Die Zutaten A zu den Zutaten B geben, ganz leicht vermischen, dann die Blaubeeren unterheben.

Den Teig gleichmäßig auf die Muffinförmchen verteilen und ca. 18 Min. backen. Stichprobe nicht vergessen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

3. November 2013

Peanutbutter Cups, pure awesomeness!

Ein Haus bauen, ein Kind zeugen, einen Baum pflanzen und Peanutbutter Cups selber machen. So war das doch, oder? Und ich darf verkünden, dass ich Punkt 4 dieser komischen Liste erfolgreich abgearbeitet habe. Yeah! 


Um die Peanutbutter Cups schleiche ich ja schon seit geraumer Zeit herum. Die gibt es im Original in den USA zu kaufen und wenn man die einmal gegessen hat, ist alles, was in unseren Breitengraden als Peanutbutter- oder Erdnussbutterriegel verkauft wird ein Affront. Nichts schmeckt peanutbutteriger als das Original aus den USA, die bekommt man hier aber so schlecht. Und zugegeben, ich mache viel Scheiß mit, ja .. aber Schokoriegel im Netz bestellen. no way! Deswegen und weil ich seit einigen Tagen einen unergründlichen Schmacht auf die Dinger habe, habe ich mich in die Küche gestellt und nachgebaut. Und war erstaunt, wie gut das geklappt hat. Ist aber auch kein Hexenwerk, denn die sind echt sehr leicht nachzubauen, wie Ihr gleich lesen werdet.

Trotzdem muss ich an dieser Stelle auf Euren gesunden Menschenverstand und Eure Willenskraft appellieren. Hat man einmal damit angefangen, ist es nicht leicht aufzuhören. Dieser zarte Schmelz der Erdnusssbutter mit den crispy Keksstückchen, die süsse Schokolade in Kombination mit der salzigen Creme.. Pure awesomeness! Ich freue mich eigentlich über jeden Tag, an dem ich nicht meinen gesamten Tageskalorienbedarf mit dem Zeug verbraucht habe. 

Für 15 Peanutbutter Cups braucht Ihr:

70g Butter
70g Puderzucker
160g Erdnussbutter
80g Vollkornkekse, zerbröselt
150g Vollmilchkuvertüre
15g Kokosfett
Muffinförmchen

(Zubereitungszeit: ca. 1 Std inkl. Abkühl- und Gefrierzeit)

Butter, Puderzucker und Erdnussbutter bei schwacher Hitze in einem Topf schmelzen und glattrühren. Kekskrümel unterheben und ein wenig abkühlen lassen. Diese dann ca. 1cm hoch in Muffinförmchen füllen und für 30 Min. in den Tiefkühler stellen.

Die Kuvertüre mit dem Kokosfett im Wasserbad schmelzen. 

Die erkaltete Erdnussmasse aus den Förmchen lösen und stattdessen ca 1.5 TL der warmen Schokomasse einfüllen. Durch schräges Drehen der Förmchen verteilt die Schokolade darin sich gleichmäßig und der Erdnusscup kann wieder eingesetzt werden. Diesen mit Schokolade bedecken und die Kuvertüre fest werden lassen. Aus der Form lösen und die Nummer von Weight Watchers raussuchen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

29. Juli 2013

Bulgursalat / Kısır / Tabouleh reloaded

Ich habe diesen Salat schon vor einiger Zeit gebloggt, aber momentan passt er wieder so gut, dass ich dachte, eine Neuauflage könnte nicht schaden. Bei den gerade herrschenden (und absolut unerträglichen) Temperaturen hat sicherlich niemand Bock, sich in die Küche zu stellen und so auch (bekanntermaßen) ich. Daher ist dieser Salat eigentlich eine ziemlich gute Idee, wenn es schnell gehen, kein großer Aufwand betrieben werden und das Ergebnis auch noch ziemlich lecker und sättigend sein soll. 


Und das beste, er passt zu jeder Gelegenheit. Morgens, mittags, abends, zum Grillen, als Mitbringsel zu einem Sommerfest oder einfach so. Ich jedenfalls bin ganz froh, dass ich diesen Salat so gerne esse, denn so habe ich immer etwas, worauf ich zurückgreifen kann, wenn ich keine Lust habe, zu kochen. Und ich hab Glück, der Beste Ehemann von allen mag den auch. Sagt er jedenfalls. 

Anders als in Version eins, habe ich hier Ras el-Hanout verwendet und Gurken statt Lauchzwiebeln. Aber eigentlich kann da alles rein, was man lecker findet. So ein toller Salat, echt. Die Mengenangaben der meisten Zutaten habe ich weggelassen, denn das entscheidet man am besten nach eigenem Gusto. 

Zutaten für eine mittelgroße Schüssel:

200g feinen Bulgur
200ml kochendes Wasser
optional: 1 TL Salca (für die Farbe)
ca. 4-5 EL Olivenöl
Saft einer Zitrone
getrocknete Minze
Ras el-Hanout
Pul Biber (getr. Chiliflocken)
Salz 
Pfeffer
1 Gurke, geschält und fein gewürfelt
3-4 Tomaten, (geschält) und fein gewürfelt
1/2 Bund Petersilie, grob gehackt

(Zubereitungszeit: 15 Min.)

Den Bulgur mit dem kochenden Wasser übergiessen und 15 Min. ziehen lassen. Zwischendurch mit einer Gabel auflockern.

In der Zwischenzeit das Gemüse schnibbeln.

Bulgur mit Salca vermischen, bis alles eine schöne rötliche Farbe hat.

Olivenöl und Zitronensaft dazugeben und gut durchrühren. Mit den Gewürzen abschmecken.

Petersilie, Gurken und Tomaten unterrühren und erneut abschmecken.

Im Idealfall einige stunden ziehen lassen, im Idealfall!

Viel Spaß beim Nachmachen!

21. Januar 2013

Green Smoothie


Nützt ja nichts! Der Gang auf die Waage am 01.01. ist ja meistens wie so'n Schlag ins Gesicht, oder? Bei euch auch, oder? Geht nicht nur mir so, oder???? Ihr seht das auch so, richtig??!!

Jedenfalls erinnerte ich mich beim jährlichen wiegen, dass ich mir so kurz vor Ende des Jahres vorgenommen hatte, mich im neuen Jahr etwas gesünder zu ernähren, Sport zu treiben und viel zu trinken. Jetzt haben wir schon den 21.01. und ich habe nicht nennenswert mehr Sport gemacht, gesünder ernähren ging auch irgendwie nicht (dafür gab es aber 100.000 plausible und nachvollziehbare Gründe!!) und mehr getrunken als sonst habe ich leider auch nicht. Das mit dem Trinken ärgert mich schon ein wenig, denn soo schwer ist das ja nun auch wieder nicht und viel trinken verbraucht ja auch Kalorien. Ca. 150 am Tag hab ich mal gelesen. Das macht im Monat 4500 Kalorien, im Jahr 54.000 Kalorien, nur durch’s Trinken! Auf diesen Verbrauch zu verzichten ist ja eigentlich total hirnrissig. 

Aber zurück zu mir und meinen Vorsätzen: Ich erinnerte mich an ein Green-Smoothie-Rezept bei den Jungs von NKFOM und an den Mixer, der ungenutzt bei uns in der Küche steht. Flugs kombiniert, kam mir die grandiose Idee, meinen Flüssigkeitsverbrauch mit dem Vorsatz, mich gesünder zu ernähren zu verbinden und mir einen Green Smoothie zu bauen. Wollt ich eh schon immer mal ausprobieren, wie dieser Mixer funktioniert…

Schaut mal hier:


Nicht nur, dass so ein Getränk total lecker schmeckt, er ist auch ratzfatz gemacht. Man kann beliebig variieren und sich immer neue lustige Kombinationen ausdenken. Das kann zu einer regelrechten Sucht werden, bei mir jedenfalls. Wirklich eine ganz tolle Erfindung, musste ich euch mal erzählen. 

Nur mit der Namensgebung ist es bei diesen Dingern immer so eine Sache, wie soll ich das Zeug denn jetzt nennen? Zum Beispiel: Banane-Apfel-Kiwi-Spinat-Möhre-Smoothie. Oder so:

1 Banane
1 Apfel
1 Kiwi
1 Handvoll Spinat
1 Möhre
1 EL Leinsamen
150 ml Wasser

(Zubereitungszeit: 5 Min.)

Das Obst und Gemüse wenn nötig schälen und grob zerkleinern, mit dem Wasser und dem Leinsamen im Mixer pürieren, regelmäßig trinken und beobachten, was passiert.

Viel Spaß beim Nachmachen!

18. Juli 2012

Auberginen-Dip, Karotten-Kümmel-Dip und..whoa.. Simit! Außerdem noch ein bißchen Geblubber über das Kochbuch "Pişmek – Kochen auf Türkisch"

Kennt Ihr das? Verliebt sein? Nicht in eine Person, sondern in ein Buch? Ein Kochbuch? Guckt nicht so, das geht! Ich bin offiziell verliebt. In dieses Buch. Es handelt sich dabei um das Kochbuch „Pişmek – Kochen auf Türkisch“, erschienen im Collection Rolf Heyne Verlag. (272 Seiten, 23,3 x 26,5 cm, 115 Rezepte, Gebunden, Fadenheftung, Leseband, Schutzumschlag mit Prägung. Erscheinungsdatum: 16.02.2012, ISBN-13: 978-389910523-, 39,90 €) 
via
Und das komische daran ist, ich wusste es! Ich wusste, ich würde mich verlieben, noch bevor ich es in den Händen halte. Obwohl die Geschichte unserer Liebe erst unter keinem glücklichen Stern stand.

Es fing alles damit an, dass ich eine unglaubliche, wunderschöne und herzerfüllende Reise in die Türkei gemacht habe. 10 Tage lang (viel zu kurz) bin ich durch das Land gereist, welches ich gerne als meine Heimat bezeichnen würde, aber nicht kann. Das liegt daran, dass dieses Land für mich (leider) immer noch so groß, so weit und so fremd ist. Obwohl mich die Menschen in diesem Land, ihre Lebensweise, ihre Traditionen und ihre Bräuche schon mein Leben lang begleiten und vertraut sind. Fremd und vertraut zugleich. Auch das geht.

Ich habe während dieser Reise nicht nur viel gesehen und gelernt, mich gefreut und gelacht, geweint und geärgert, ich habe auch gegessen. Und das nicht zu knapp. Aber dafür auch gut, sehr gut und sehr abwechslungsreich. Und mit jeder Mahlzeit habe ich mich gefragt, wieso ich nicht noch viel öfter türkisch koche? Schließlich hab ich die Wurzeln und das Talent (Yeah, man!) und weiß Allah genug Quellen, auf die ich zurückgreifen kann. Und genau da liegt der springende Punkt. Irgendwie konnte ich es mit mir selber nicht vereinbaren, ein türkisches Kochbuch zu Hilfe zu nehmen. Was soll denn meine Mutter denken, wenn sie das sieht? Sie wäre von Grund auf erschüttert, um es mal optimistisch zu formulieren. („Ein türkisches Kochbuch? Für so viel Kohle? Spinnt die? Warum hat das Kind denn nicht mich gefragt? Halloohoo?“ So oder zumindest so ähnlich stelle ich mir in dem Zusammenhang die Gedankengänge meiner Mutter vor.)

So kam es also, dass ich dieses Buch oft in der Buchhandlung begutachtet und wieder weggelegt habe. Oft online in das Warenkörbchen gelegt und die Seite wieder geschlossen habe, aber es nie ganz vergessen konnte. Erst recht nicht, als dann auch noch überall Berichte über dieses Buches erschienen sind.

Doch dann schickte mir der Collection Rolf Heyne Verlag ein Rezensionsexemplar (Vielen Dank dafür!)  und so fanden das Buch und ich am Ende doch noch zueinander. Und sind seitdem glücklich vereint. Romantisch, oder?

Es gibt, wie in jeder Beziehung, aber auch Punkte, die mich stören. Nein stören ist das falsche Wort. Punkte, mit denen ich weniger zufrieden bin als mit anderen. Zu Beginn wäre da die Autorin.

Leanne Kitchen.
Leanne Kitchen, die Köchin.
Leanne Kitchen, die Köchin und Kochbuchautorin.
Ja, sicher!

Okay, egal. Der Name ist wurscht, was mich vielmehr stört ist die Tatsache, dass es nicht von einem türkischen Autor / einer türkischen Autorin geschrieben wurde. Das würde es für mich ein wenig authentischer machen. Dann hätten es vielleicht auch die türkischen Namen aller Gerichte ins Buch geschafft und nicht nur die deutsche Bezeichnung, die meistens nur aus einer Aneinanderreihung der Bestandteile des Gerichts bestehen. Und vielleicht wäre dann auch der ein oder andere Fehler im Text nicht vorgekommen. Ich nenne da jetzt einfach mal wild ein paar Beispiele: Oklava, nicht Olava, oder Tekirdağ, nicht Tekirda, Helva, nicht Helwa, Mehmet, nicht Mechmet…bin ich pingelig? Außerdem sagt sie, dass Kebap übersetzt einfach „gekochtes Fleisch“ bedeutet. Äh…neee! Ich bin wahrlich kein Experte der türkischen Sprache, aber was sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen kann ist, dass Kebap das Gegenteil von gekochtem Fleisch ist. Es ist eher gegrillt oder gegart, aber nie gekocht. Sollte ich doch falsch liegen, bin ich gerne bereit, mich eines Besseren belehren zu lassen, aber das alles finde ich einfach ein wenig schade.

Aber gut, Texte sind auch wurscht, geht ja um die Rezepte. Und die sind toll. Ich könnte stundenlang darin blättern und immer wieder etwas Neues entdecken. Ich weiß gar nicht, wann ich das alles nachkochen soll? So oft kommen meine Eltern ja nun auch nicht zu Besuch und dem besten Ehemann von allen ständig türkisches Essen aufzutischen, würde unsere Beziehung doch arg strapazieren.

Die Bilder im Buch mag ich. Es finden sich Bilder von Land und Leuten, die in meinen Augen aber nicht immer der Schönheit und des Facettenreichtums dieses Landes gerecht werden, da für mich ein wenig zuviel „Dorfleben“ gezeigt wird. Ein paar weniger Kopftücher und Şalvars hätten es m. E. auch getan. Bei den Rezepten ist leider nicht jedes mit einem Bild unterlegt. Damit komme ich aber klar. Womit ich persönlich jetzt so gar nicht klarkam, war das Bild zum Rezept auf S. 129, Içli Köfte. Içli Köfte ist was GRANDIOSES! Es handelt sich dabei um Buletten aus Bulgur, die mit Hackfleisch und Walnüssen (diese aber auch nur optional) gefüllt sind. Es ist ein wenig aufwendig in der Herstellung und man muss als Laie schon wissen, wie Içli Köfte auszusehen haben, um die nachzumachen. Und was macht Frau Kitchen? Fotografiert zu diesem Rezept einen Sack voll Walnüsse. Oh Leanne, warum? HIER verlinke Euch mal ein Video von Orhan, der macht Euch das mal vor. 

Bitte lasst Euch jetzt aber von meinem kleinlichem Detailzerfetze nicht die Laune und die Freude an diesem Buch verderben, denn wie in jedem Kochbuch, geht es doch hauptsächlich um die Rezepte und um das Ausprobieren von für sich fremden Zutaten und Kombinationsmöglichkeiten. Ich bin ein großer Freund fremder Küchenkulturen, daher entspricht dieses Buch, trotz einiger Makel, die aber auch nur Türken auffallen, so ziemlich meinen Erwartungen. Es ist alles vertreten, was ich mir als Türkin unter einem türkischen Kochbuch vorstelle. Seien es die klassischen Lahmacun, die Yoghurt-Suppe, Imam Bayildi, Pogaca's oder auch Zerde und kandierter Kürbis. Darüber hinaus aber finden sich Rezepte zu Gerichten, von denen ich bisher nichts gehört hatte und über die ich mich sehr freue. (Kürbis-Hummus, pochierte Köfte, Mahmudiye, Pistazien-Tahin-Sauce und vieles vieles mehr). Die Rezepte finde ich anschaulich beschrieben und hatte beim nachmachen keine Probleme. Was mir persönlich fehlt, ist die Angabe der Zubereitungszeit. Und damit kommen wir auch schon zu dem, was ich bisher nachgekocht habe:

Beispielsweise einen Auberginen-Dip. Diesen habe ich extra für George rausgesucht, dem ich eigentlich schon vor Monaten versprochen hatte, ein Rezept dieser Art nachzuliefern. Als ich Mücver gemacht habe. Die werden bei uns nämlich immer mit Auberginen-Dip gegessen.
George, ich kann dazu sagen, dieser war es nicht. Der, den meine Mutter macht, schmeckt anders, ist flüssiger. Da muss ich sie doch mal für dich fragen.

Diese hier war eine hervorragende Beilage zum Grill. Genauso wie der Karotten-Kümmel-Dip, aber was mich komplett vom Hocker gehauen hat, waren die Simits. Ich habe sie genau nach Rezept gemacht und sie sind perfekt geworden und schmeckten genauso, wie sie schmecken sollten, nämlich nach Simit. J


Und deswegen kann ich Euch guten Gewissens dieses Buch empfehlen, es ist nämlich ein Schmuckstück und es macht mich glücklich.

Und wenn Ihr auch glücklich werden wollt, dann probiert mal diese Dips und backt ein paar Simits. Ja, vor allem die Simits:

Auberginen-Dipp für eine mittelgroße Schale

1,2kg Auberginen
80 ml natives Olivenöl extra (nehmt weniger und gießt bei Bedarf nach)
2 Knoblauchzehen, zerstoßen (Ok, eine hätte es sicher auch getan)
2,5 frisch gepresster Zitronensaft (oder nach Geschmack, also auch hier erstmal mit weniger anfangen)
250g Joghurt türkischer Art (keine Ahnung, was genau Leanne da meint, ich hab jetzt mal 125g 10%igen und 125g 3,5%igen gemixt)
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: 45 Min.)

Die Auberginen bei schwacher Hitze rund 20 Min. garen, bis die Haut ganz schwarz und das Innere weich ist. Oft wenden. Als Alternative (und das ist die Methode, die ich gewählt habe, denn Auberginen garen ist eine fiese Arbeit, die auch noch dafür sorgt, dass die Küche wunderbar intensiv nach Fett riecht) auf einem stark erhitzen Grill garen. Sobald sie kühl genug zum Anfassen sind, möglichst viel von der geschwärzten Haut entfernen und das Stielende stutzen. Fruchtfleisch in ein Sieb geben und etwa 20 Min. abtropfen lassen.

Diese dann in eine große Schüssel geben und mit einer Gabel gut zerdrücken. Olivenöl, Knoblauch, Zitronensaft und Joghurt dazugeben und gut verrühren. Mit Pfeffer und Salz würzen. Hält sich in einem luftdichten Behälter gut gekühlt mindestens zwei Tage.


Karotten-Kümmel-Dip für eine mittelgroße Schale

2,5 EL natives Olivenöl extra
700g Karotten, gerieben
0,5 TL Kümmelsamen
250g Joghurt türkischer Art (auch hier wieder: 125g 10%igen und 125g 3,5%igen gemixt)
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: 30 Min.)

Öl in einem Topf bei mittlerer bis schwacher Hitze erwärmen, Karotten zugeben, zudecken und 20 Min. kochen, bis die Karotten butterweich sind. Häufig umrühren, sonst brennen sie an. Vom Herd nehmen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Kümmel und Joghurt dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und gut verrühren. Hält sich in einem luftdichten Behälter gut gekühlt mindestens zwei Tage.

Simit (ergibt 10 Stück)

1 Msp. Zucker
60 ml Wasser
3 TL Trockenhefe
310 ml Wasser
500g Mehl
1,5 TL Salz
170ml (Trauben-)Pekmez (gibt’s beim Türken)
80ml Wasser
235g Sesamsamen
(Zubereitungszeit: ca. 2 Std. inkl. Ruhezeit)

Zucker und 60ml lauwarmes Wasser in einer kleinen Schüssel vermengen und die Hefe darübersprenkeln. Etwa 8 Min. (oder bis sich Schaum bildet) beiseitestellen, dann weitere 310 ml lauwarmes Wasser hinzugießen.

Mehl und Salz in einer Schüssel vermengen, dann die Hefemischung dazugeben und umrühren, bis ein grober Teig entsteht. Auf eine leicht bemehlte Fläche legen und 6-7 Min. kneten, bis der Teig sämig und elastisch ist. (Auch wenn ich diese Experience gerne selber gemacht hätte, habe ich doch kneten lassen. Nein, nicht von S., von einer Küchenmaschine). Dann den Teig zu einer Kugel formen und in eine leicht mit Öl bestrichene Schüssel legen. Dort wenden, bis er gelichmäßig eingeölt ist. Mit Frischhaltefolie abdecken und 1 Std. (oder bis er sein Volumen verdoppelt hat) an einen warmen, zugfreien Platz stellen.

Den Backofen auf 220°C vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche durchkneten und in 10 gleich große Stücke teilen. Pekmez in einer großen Schüssel mit 80ml Wasser vermengen. Die Sesamsamen auf einen großen Teller streuen. Jedes Teigstück einzeln mit den Händen zu zehn 55 cm langen „Seilen“ ausrollen. Diese so in der Mitte falten, dass die beiden Enden nebeneinander liegen; dann vom Brett nehmen und mit den Händen zu einem zweisträngigen Seil flechten. Wieder auf die Fläche legen und die Enden fest aneinanderpressen, so dass ein Ring entsteht. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren, bis Ihr 10 Ringe habt.

Jeden Ring vollständig in die Pekmez-Mischung tauchen, dann gut abtropfen lassen und vorsichtig in den Sesamsamen wälzen. Dann auf die Backbleche legen und etwa 20 Min. bei Zimmertemperatur beiseitestellen, bis der Teig etwas aufgegangen ist. Im Ofen 15-18 Min. backen (oder bis die Ringe goldbraun und durchgebacken sind). Abkühlen lassen.

Simits schmecken am besten frisch gebacken, halten sich aber luftdicht verschlossen im Kühlschrank bis zu 4 Wochen.


Viel Spaß beim Nachmachen!

3. April 2012

Röstbrot mit Ziegenkäse und Zwiebelkonfitüre

Ich fange mal mit Dingen an, die Ihr wahrscheinlich noch nie im Leben gegessen habt, oder essen würdet. Dazu gehören bestimmt İşkembe Çorbası oder Kokoreç oder auch ein gekochter Lammkopf, aus dessen aufgebrochenem Schädel man das Hirn rauslöffelt.

İşkembe Çorbası zum Beispiel liebe ich. Ich glaube, alle Türken lieben das. Besonders mitten in der Nacht, wenn man vom Feiern kommt. Ich erinnere mich an Nächte, an denen man aus der Türkendisco direkt in den nächsten Çorbacı gestolpert ist und İşkembe Çorbası bestellt hat. Das kommt echt immer wieder super!

Kokoreç ist jetzt nicht so mein Fall, gehört aber trotzdem irgendwie in den Sommerurlaub in der Türkei dazu.

Und die Sache mit dem Lammhirn? Ja, hab ich auch schon hinter mir. Und fand es sogar lecker. Aber mit 8 Jahren hatten sich meine Vorlieben und Abneigungen in Sachen Nahrung auch noch nicht so entwickelt, aber wenn man früher im Türkeiurlaub an jeder Straßenecke gekochte Schädel kaufen konnte und meine Eltern auch immer mal wieder welches mitbrachten, dann denkt sich so ein Kind ja nix böses bei. Im Nachhinein betrachtet bin ich meinen Eltern allerdings bis heute dankbar, dass sie diese Delikatesse nie versucht haben, in der elterlichen Küche nachzukochen.

Und jetzt kommen wir zu den Dingen, die ich erst vor kurzem probiert habe. Dazu gehört beispielsweise Zuckerrübensirup. Habe ich erst vor ein paar Jahren das erste Mal probiert. Oder Sauerkraut. Auch erst vor ein paar Jahren gegessen. Ganz aktuell Germknödel mit Butter. Das geschah vor einigen Wochen. Milchreis war auch so eine Sache. Jahrelang gekonnt ignoriert, obwohl ich total auf Reis stehe. Ja, und jetzt diese Zwiebelkonfitüre, neulich im Restaurant. Und dann musste ich sie unbedingt nachmachen. Und was sehe ich? Dass ich so ungefähr die einzige bin, die das noch nicht gekocht hat.


Ich habe mich an das Rezept von Katharina gehalten und zauberte eine megaleckere Zwiebel-Konfitüre, die ich seitdem fast jeden Abend zu irgendwas esse. Zum Beispiel auf Röstbrot mit Ziegenkäse. Ich glaube, das ist die geilste Kombi, die man machen kann.



Und für all diejenigen, die das Geschwafel über Lammhirn nicht vertrieben hat, kommt hier das Rezept für 3 Gläser dieser leckeren Konfitüre:

600g rote Zwieblen, gepellt gewogen und in feine Scheiben geschnitten
4 EL Olivenöl
75g Zucker
100 ml Aceto Balsamico
1 Zimtstange
2 Lorbeerblätter
(Salz)
(Pfeffer)
(Zubereitungszeit: 1 Stunde)

Das Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln einige Minuten darin dünsten, bis sie etwas weicher geworden sind.

Zucker, Balsamico, Zimt und Lorbeerblätter dazugeben, umrühren und ca. 1 Std. bei geöffnetem Deckel auf kleiner Hitze köcheln lassen. Zwischendurch immer mal umrühren. Sollte sich der Balsamico zu schnell verflüchtigen, (was bei mir nicht der Fall war), kann man ein wenig Wasser nachgießen.

Nach einer Stunde, Zimt und Lorbeer entfernen und evtl. mit Salz und Pfeffer nachwürzen. (Das habe ich nicht gemacht, weil ich den Geschmack der Zwiebeln ohne schon perfekt fand.)

In saubere Gläser füllen, verschließen und abkühlen lassen. Hält sich im Kühlschrank einige Wochen.

Für das Röstbrot braucht Ihr noch:

Brot nach Belieben (ich hatte ein Roggenbrötchen)
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Ziegenfrischkäse (o.ä.)
Zwiebelkonfitüre

(Zubereitungszeit: 10 Min.)

Backofen auf 200°C vorheizen. Das Brot auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und mit Olivenöl beträufeln. Nach Belieben ein wenig salzen und pfeffern, mit Ziegenkäse belegen / bestreichen und die Zwiebelkonfitüre drauf geben. Das Ganze für ca. 10 Min. in den Ofen schieben.

Viel Spaß beim Nachmachen!

27. Februar 2012

Eiersalat

So ein Blog kann einen ganz schön in Gewissenskonflikte bringen. Ich habe den halben Urlaub tatsächlich mit so etwas wie schlechtem Gewissen verbracht. Mein letzter Blogpost ist schon ewig her und der Plan, im Urlaub den ein oder anderen Beitrag zu verfassen, scheiterte an der unerhörten Behauptung des Besten, ich sei internetsüchtig und nicht in der Lage, mal ein paar Tage ganz ohne auszukommen. (Wie kam er nur darauf?? Ich hatte doch lediglich ein Phone, ein Pad und ein Laptop dabei....) Deswegen habe ich versucht, so gut es geht, offline zu sein und meinem RL zu frönen. Das war toll und hatte wahrhaftig großen Erholungswert. Aaaber nützt ja nichts, was muss, das muss und hier kommt schnell ein Rezept aus vergangenen Tagen, welchen ich noch schnell raushauen will, bevor die alljährliche "Nach-dem-Urlaub-Diät" losgeht.


Ich hatte ich noch Eier und Joghurt im Kühlschrank und der Joghurt war sogar noch in einem Zustand, in dem es mich nicht fragte, wie mein Tag war. Also gab es diesen Eiersalat.

(Den Salat habe ich vor einiger Zeit schon verbloggt, trotzdem hier nochmal die Neuauflage mit schönerem Foto.)

Und hier kommt das Rezept für eine mittelgroße Schüssel Eiersalat, die als Beilage für irgendwas, was ich vergessen habe gedient hat, und ganze 6 Personen davon gegessen haben und selbstverständlich total lecker fanden:

6 - 8 hart gekochte Eier, in Würfel geschnitten
ca. 10 Gewürzgurken, in Würfel geschnitten
Gewürzgurkenwasser
1 - 1,5 Bund Petersilie, gehackt
1 Bund Schnittlauch, gehackt
ca. 250g Mayonnaise
ca. 150g Joghurt
3 TL Senf
Salz 
Pfeffer

(Zubereitungszeit: 10 Min.) 
Mayo, Senf, Joghurt und Kräuter verrühren. Eier und Gurken vorsichtig unterheben, mit Salz, Pfeffer und dem Gurkenwasser abschmecken. Fertig. 

(Mayo und Joghurt sind circa-Angaben. Da solltet Ihr am besten selber schauen, wieviel Ihr davon verwenden wollt. Einfach nach eigenem Geschmak zusammenmixen, würd ich sagen.)

Viel Spaß bem Nachmachen!

30. September 2011

Zucchinipuffer / Mücver

Einige werden es auf facebook vielleicht schon mitbekommen haben -ich bin da ja nicht so zurückhaltend mit Informationen über mein Privatleben-, ich hatte Elternbesuch. Meine Eltern haben einen ganz hübschen kleinen Garten, in dem sie, jetzt wo fast alle Kinder aus dem Haus sind, angefangen haben, Obst und Gemüse und so Sachen anzubauen.

So kam meine Mutter also mit einer Kiste Zucchini, Tomaten, Äpfeln etc. an, legte die Sachen in meine Küche und verschwand wieder. Ok, dazwischen war noch ein Hardcore-Sightseeing-Programm durch's ganze Rheinland angesagt, weswegen wir auch gar nicht dazu kamen, zuhause zu kochen. Was ich etwas schade fand, denn ich koche eigentlich ganz gern mit meiner Mutter, da kann ich immer noch was lernen.

Anyway, was tun mit dem ganzen Gemüse? Okay, Zucchinipuffer. Ist zwar 'ne riesen Sauerei, da die ganze Bude danach nach Fett riecht und kalorienarm ist das Ganze auch nicht, aber was soll's, schmeckt lecker.


Und hier kommt das "Mama wäre stolz auf mich"-Rezept für 10-12 Küchlein:

2 Zucchini, grob geraffelt
2 Tomaten, geschält und in Würfel geschnitten
1/2 Bund Lauchzwiebeln, in feine Ringe geschnitten
1/2 Bund Petersilie, gehackt
3 Eier, verquirlt
3 EL Mehl
Salz
Pfeffer
Olivenöl

(Zubereitungszeit: 30-40 Min.)

Ofen auf ca. 150°C vorheizen (am besten Umluft).

Alle Zutaten in einer Schüssel gut vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Öl in einer Pfanne heiß werden lassen und nach und nach einen Löffel der Zucchinimasse in die Pfanne geben (so viel wie draufpasst, aber auf genügend Abstand achten), von beiden Seiten ca. 3-4 Min. (kommt auf die Dicke der Puffer an) bei mittlerer Hitze backen.

Ich wende die Puffer nach dem Backen noch schnell auf Küchenkrepp und halte sie im Ofen warm. 

Sollte der erste Versuch in die Hose gehen, weil die Masse zu flüssig ist, dann noch einen weiteren EL Mehl in die Zucchinimasse einrühren.


Die Dinger schmecken heiß und kalt ganz hervorragend und man serviert dazu eigentlich so 'ne Art Auberginen-Joghurt. Bei uns gab's nur Joghurt, das war für meinen Mann schon schlimm genug.

Viel Spaß beim Nachmachen!

24. Juni 2011

Tortelloni-Salat

Tortelloni-Salate haben mich schon immer ziemlich angemacht, muss ich zugeben. Ich find die einfach lecker, egal wie sie schmecken. (Hä? Ja, geht!) Aber irgendwie  -und ich befürchte, da ist mal wieder nur eine ganz bestimmte Person in meinem Zwei-Personen-Haushalt dran schuld-, habe ich noch nie selbst einen gemacht.

Doch vorgestern hat meine Schwägerin zum Grillen eingeladen und bei solchen Anlässen bin ich immer die erste, die schreit: "Soll ich einen Salat mitbringen???? Soll ich, soll ich, soll ich??"  Ja, ich sollte! :-)

Super, denn zu solchen Anlässen komme ich immer dazu, meine ewig-lange-to-cook-Liste abzuarbeiten. In dem Fall diesen leckeren Tortelloni-Salat:


Zutaten für eine riesengroße Schüssel, wovon ca. 20 Leute sich bedient haben und trotzdem noch was übrigblieb, aber nicht weil es nicht geschmeckt hat..

3 Packungen Tortelloni mit Ricotta-Spinat-Füllung
Salz
Pfeffer
Zucker
3 Zwiebeln, fein gewürfelt
3 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
1 1/2 Bund Schnittlauch, in feine Röllchen geschnitten
15 EL Mayonnaise (man könnte auch sagen: ein kleines Glas)
500g Schmand oder Topfen
einige Spritzer Zitronensaft
800g Kirschtomaten, halbiert
1 Gurke, halbiert und in scheiben geschnitten (ich entferne immernoch den Glibber)
300g Kabanossi, schräg in Scheiben geschnitten
300g (2 Pck) Rucola, vom harten Stielansatz entfernt und klein gezupft

(Zubereitungszeit: 30 Min.)

Tortelloni nach Packungsanweisung garen, abgießen, abtropfen und auskühlen lassen.

Mayo und Schmand oder Topfen mit Salz, Pfeffer, Zucker und Zitronensaft verrühren. Zwiebel, Knoblauch und Schnittlauch unterrühren. Mit den Tortelloni mischen und ca. 30 Min. ziehen lassen.

Gurken, Tomaten, Kanbanossi und Rucola unter die Tortelloni heben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Viel Spaß beim Nachmachen!

20. Juni 2011

Scones mit Clotted Cream und Apple-Lemon-Curd

Ich muss ja zugeben, dass ich seit der Hochzeit von Kate & William diese ganze royale Sache da drüben ein klitzekleines wenig toll finde. Selbstverständlich habe ich damals die Hochzeit live gesehen und hätte mir fast das ein oder andere Sonderheft zu diesem Thema gekauft, wenn nicht der beste Ehemann von allen interveniert und mich davon abgehalten hätte. Da ich aber leider den Tag der Hochzeit nicht wie es sich gehört und wie von Steph vorgemacht, mit englischen Scones, Clotted Cream, Apple-Lemon-Curd und Tea zelebrieren konnte, holte ich dies gestern dann endlich nach.


Auch wenn die Crème nicht mal eben gemacht ist, kann ich jedem empfehlen, sich die Zeit zu nehmen und die Mühe zu machen, welches herzustellen. Es lohnt sich! Believe me!
Dafür gehen die Scones relativ fix und schmecken mit Clotted Cream, dem Apple-Lemon-Curd und einer Tasse Tee einfach himmlisch.

Und das braucht man für ca. 20 Scones:

500 g Mehl
1,5 Tütchen Backpulver
125 g Butter
1/2 TL Salz
ca. 200 ml Milch

(Zubereitungszeit:  30 Min.)

Backofen auf 200°C vorheizen.

Das Mehl mit dem Backpulver und Salz vermischen. Die Butter in kleinen Stücken mit den Fingern gut einarbeiten, bis ein krümeliger Teig entstanden ist.

Die Milch nach und nach zugeben und mit den Händen zu einem weichen, nicht klebrigen Teig verkneten.

Den Teig auf einer bemehlten Fläche ca. 2 cm dick ausrollen und Kreise ausstechen. (Dies habe ich ganz fachmännisch mit einem Ramazotti-Glas gemacht, obwohl ich viel lieber Averna trinke.)



Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im vorgeheizten Backofen ca. 15-20 Minuten backen, bis die Scones gut aufgegangen und leicht gebräunt sind.

Und so macht Ihr die Apple-Lemon-Curd:


450g Äpfel, geschält und entkernt und in Stücke geschnitten
100 ml Wasser
abgeriebene Schale und Saft von 2 Zitronen
125g Butter
450g Zucker
4-5 Eier (200g)

(Zubereitungszeit: ca. 1 Stunde)

Die Apfelstücke mit dem Wasser bei mittlerer Hitze weich kochen und anschließend pürieren.

Die pürierten Äpfel mit den anderen Zutaten, außer den Eiern vermischen und im Wasserbad erhitzen. Sobald die Butter geschmolzen ist, die Eier unter ständigem Rühren dazugeben und darauf achten, dass die Temperatur nicht über 60°C liegt, sonst stocken die Eier.

Mit dem Schneebesen oder einem Mixer (nehmt einen Mixer!) solange rühren, bis die Masse andickt und schaumig wird. (Dauert!)
Die Temperatur sollte letztlich bei 82°C liegen.

Die Crème in Gläser füllen, fest verschließen, kurz auf den Kopf stellen und abkühlen lassen. Ungeöffnet sollte es sich dann einige Monate halten. Nach dem Öffnen sollte man es zügig aufbrauchen, was aber kein Problem sein sollte. Believe me!

Scones mit Clotted Cream und Apple-Lemon-Curd bestrichen servieren.


Für die Clotted Cream musste der beste Ehemann von allen bis nach Berlin ins KaDeWe reisen und mir welche mitbringen, nur damit ich zwei Tage später feststelle, dass der Perfetto gegenüber die ins feste Sortiment genommen hat. Aber er liebt mich und hat das natürlich gerne gemacht!  :-)

Viel Spaß beim Nachmachen!

18. Mai 2011

Radieschensalat mit gebackenem Schafskäse

Der Sommer ist ja nicht mehr weit und die Bikinifigur formt sich leider auch nicht von alleine, daher heute mal wieder Salat. Radieschen sind mal was anderes und Mungobohnensprossen gibt es auch nicht jeden Tag, also durften die auch noch mit. Dazu dieser gebackene Schafskäse...echt total lecker, obwohl ich Opfer natürlich Feta light gekauft hatte. Mein Mann hatte den normalen und ich habe probiert. Beides gut. Feta light ist etwas milder, der normale schon recht würzig. Grundsätzlich ziehe ich richtige Produkte den Light-Sachen vor, aber in dem Fall muss ich sagen hat mir der Light-Käse besser geschmeckt. Probiert es einfach aus.


Dazu gab es eine richtig richtig tolle Paprikacreme:


Ich habe die letztes Wochenende in einem kleinen Laden in Krefeld gekauft, die gibt es aber auch im Netz. Zu dem würzigen Schafskäse passte dieses süßlich-fruchtige Chutney ganz hervorragend.

Zu den Zutaten für zwei Personen:

(Zubereitungszeit: 30 Min.)

Der Salat:

2 kleine Romana-Salatköpfe, in mundgerechte Stücke gezupft
5 Radieschen, in dünne Scheiben geschnitten
1 Gurke, geschält, halbiert und in Scheiben geschnitten (ich kratze auch noch das Innere aus)
2 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten

Alles ab in eine große Schüssel.

Das Honig-Senf-Dressing: 

5 EL Olivenöl
3 EL heller Balsamico
1 TL Honig
1 TL Senf
Salz
Pfeffer

Alles miteinander vermischen und auf den Salat geben.

Der Schafskäse:

1 Packung Feta (light), in 4 Teile geschnitten
1 Ei, verquirlt
40g Semmelbrösel
30g Haselnüsse, gemahlen
Rosmarin (frisch wäre natürlich super, ich hatte getrockneten)
Thymian (s. Rosmarin)

Semmelbrösel, Haselnüsse und Kräuter vermischen. Den Schafskäse erst im Ei und dann in der Panade wälzen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und ca. 15 Min. bei 200°C im vorgeheizten Backofen backen.

Der Rest:

Mungobohnensprossen
Minze, getrocknet

Salat mit Mungobohnensprossen garnieren, mit Schafskäse anrichten und mit getrockneter Minze würzen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

28. März 2011

Paprikacrèmesuppe mit Käsetalern

Wenn Ehemann nicht da ist, kann Frau mal wieder was für die Figur tun und leichtes essen. So haben Abende, an denen man alleine essen muss, doch irgendwie noch was Gutes.

Heute wurde es diese Paprika-Crèmesuppe. Dazu habe ich Käsetaler gemacht, die eigentlich Käsecracker werden sollten, aber dafür nicht knusprig genug waren. Trotzdem so lecker, dass es mir schwerfiel, nicht alle auf einmal aufzufuttern.


Suppenrezept für 2 - 4 Portonen:

2 Schalotten, gewürfelt
3 Paprikaschoten, gewürfelt (ich hatte orangefarbene)
1 Stange Staudensellerie, gewürfelt
2 EL Olivenöl
125g passierte Tomaten
1 Thmiyanzweig
1 Lorbeerblatt
350 ml Gemüsebrühe 
75g Crème fraîche
etwas glatte Petersilie, in Streifen geschnitten
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: 40 Min.)

Schalotten,Paprika und Sellerie 6-8 Min. in Öl dünsten. Tomaten, Thymian, Lorbeer und Brühe hinzufügen und alles ca. 20 Min. köcheln lassen.

(In der Zwischenzeit die Käsetaler machen)

Thymianzweig und Lorbeerblatt aus der Brühe nehmen. Die Brühe pürieren (evtl. zusätzlich noch durch ein feines Sieb streichen - hab ich mir geschenkt). Crème fraîche unterziehen und die Suppe kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.

Suppe vor dem Servieren mit Petersilie bestreuen.

(EDIT: ich bin nachträglich, also zwei Tage nach Entstehungsdatum dieser Suppe, noch begeisterter als am Anfang. Je länger sie steht, desto besser schmeckt sie.)

                                                                                                                            

Käsetaler-Rezept für ca. 12 Stück:

125g Käse, gerieben (Ich hatte jungen Gouda)
Thymian, getrocknet

(Zubereitungszeit: 20 Min.)

Ofen auf 160°C vorheizen.

Käse und Thymian mischen. Je 1 EL Käse in Talerform auf ein mit Backpapier belegtes Blech verteilen. 10-15 Min. im heißen Ofen (knusprig) backen. Etwas abkühlen lassen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

27. Januar 2011

Pikante Hackbällchen im Teigmantel

Der Name ist 'ne Erfindung von mir. Und mir fiel nix besseres ein als diese bekloppte Beschreibung. Aber die trifft es ganz gut, wie ich finde.


Dafür waren sie legga! Ist ja meistens so mit Sachen, die figurfeindlich sind. Und diese Dinger sind das sowas von!

Das sind die Zutaten für ca. 10 Bällchen:

Der Teig:

125g Butter (Zimmertemperatur)
1 Ei
2 EL Naturjoghurt
5 EL Sonnenblumenöl
1/2 Pck. Backpulver
ca. 400g Mehl

Die Füllung:

175g Hackfleisch
1 Zwiebel, gehackt
Öl zum Anbraten
Salz
Pfeffer
Cumin (Kreuzkümmel)

zum Panieren:

Paniermehl oder Semmelbrösel (wie immer, nicht die Rotze vom Supermarkt, sondern selbstgemacht oder beim Bäcker gekauft)
1 Eigelb

(Zubereitungszeit: 50 Min.)

So wirds gemacht:

Zwiebel und Hackfleisch anbraten und mit Salz, Pfeffer und Cumin würzen. Beiseite stellen. 

Butter, Ei, Naturjoghurt, Öl und das Backpulver zu einer Masse verkneten und nach und nach das Mehl hinzufügen, so dass ein schöner, fester Teig entsteht.

Dann eine etwa Flummiballgroße Menge Teig auf der Handfläche zu einem Fladen formen und ein Löffelchen Hackfleisch draufgeben.

Ach, hier schauts Euch an:


Das dann zusammenknubbeln und zu einem Bällchen formen. Geht ganz einfach.

Dann das Eigelb verquirlen und damit die Oberseite der Bällchen bepinseln. Das ganze dann im Paniermehl wenden und bei 200° etwa 30 Min. im Backofen backen. 


Kann man gut als Snack zwischendurch, zum 5-Uhr-Tee, wenn Besuch kommt oder mit 'nem Salat sogar als Hauptspeise essen. Auch in der Größe der Bällchen kann man gut variieren.

Viel Spaß beim Nachmachen!