Dieses Blog durchsuchen

Wird geladen...

22. August 2011

Tantuni

Ich hätte dieses Gericht ja sehr gerne mit Lammfleisch zubereitet, denn damit wird es im Original gemacht, aber da der beste Ehemann von allen auch noch ein Wörtchen mitzureden hat, jedenfalls kulinarisch (Ja, ich weiß, total nett von mir!), wurde es Kalbfleisch. Was nicht minder gut geschmeckt hat, aber eben nicht mehr original war.


Tantuni kommt aus Mersin und ist dort sowas wie die Spezialität. Was meiner Meinung nach aufgrund der -sagen wir mal- Banalität des Gerichts nicht besonders einfallsreich von den Mersinern war, aber sei's drum, es schmeckt! Ich mag es sehr gerne und auch ihm, der es dieses Jahr im Urlaub das erste Mal gegessen hat (als er noch essen konnte), hat es gemundet. Und es ist schnell gemacht, wenn man wie ich fertige Tortilla-Fladen nimmt. Das Besondere ist, das Fleisch so klein wie möglich zu schneiden, so dass es fast hackfleischähnliche Konsistenz hat. Und vor jedem Biss ein wenig Zitrone draufträufeln.

Und das braucht ihr für 4 Tantunis...ach was für ein witziger Name eigentlich:

4 Tortilla-Fladen
ca. 500g Rind-, Kalb- oder Lammfleisch, ganz klein geschnetzelt
1 große Zwiebel, gehackt
3 (rote oder grüne) Spitzpaprika, in feine Streifen geschnitten
2-3 Tomaten, geschält und gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
Petersilie, gezupft
Zitrone
Öl
etwas Butter
Cumin (Kreuzkümmel)
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: ca. 30 Min.)

Das Fleisch in etwas Öl unter Rühren solange anbraten, bis der ausgetretene Fleischsaft wieder verdunstet ist. Dann Paprika, Knoblauch, Zwiebeln und die Tomaten hinzufügen und ca. 5 Min. mitbraten. Mit Salz, Pfeffer, Pul Biber und Cumin würzen.

Die Tortilla-Fladen ca. 30 Sek. in der Mikrowelle erhitzen, mit Butter bestreichen und mit dem Schnetzelfleisch und der Petersilie belegt rollen. Vor jedem Biss mit etwas Zitronensaft beträufeln.

Viel Spaß beim Nachmachen!

Kommentare:

  1. Finde ich voll spannend durch Dich Einblicke in die türkische Küche zu kriegen. Wohne ja gefühlt in Klein-Ankara Kassels und manchmal duftet es sehr aus den Wohnungen. Und kriege halt auch an jeder Ecke die Zutaten. Werde mich mal durchlesen durch Deinen Blog :-)

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Anikó,

    Danke für deinen lieben Kommentar und viel Spaß beim Durchlesen. :-)

    AntwortenLöschen
  3. Oh gott ich liebe diese Teile beim Türken. Super dass ich sie jetzt auch selbst machen kann. Dankee :)

    AntwortenLöschen
  4. Mir fällt sicherlich eine vegetarisierte Variante dazu ein, vorlallem, weil ich unbedingt die "vor jedem Biss mit etwas Zitronensaft beträufeln" Sache mal ausprobieren möchte. Und wenn ich demnächst mal wieder im Neighborhood von Frau Anikó unterwegs bin, werde ich mich mal nach Pul Biber umsehen, was ich zuvor selbstverständlich nur unter dem allgegenwärtigen Begriff "scharf" kannte.

    AntwortenLöschen
  5. Hmmm lecker sieht das aus! Habe ich noch nie gemacht, aber kommt glaube ich auch auf meine Liste :)
    LG

    AntwortenLöschen
  6. @max: Bitte, gern geschehen. :-)

    @george: diese Sache mit "vor jedem Biss mit etwas Zitronensaft beträufeln" machen die da unten nahezu zu jedem Gericht. Total lecker!

    @gülsum: Ja, probier es auf jeden Fall aus, aber mach es auf jeden Fall mit Lammfleisch. Daha lezzetli! :-)

    AntwortenLöschen