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11. August 2014

Spirelli in Salbeibutter mit Parmesan

Und mal wieder musste ich feststellen, dass die einfachsten Sachen doch meistens immer noch die Besten sind!

Denn während ich Pläne für mein Abendessen schmiedete und dabei auf Sternekochniveau dachte, wie es halt eben so meine Art ist, zupfte meine Schwägerin an Ihrem explodierten Salbeistrauch rum und versuchte, das Gewuchere ein wenig unter Kontrolle zu bringen. Meine Schwiegermutter erwähnte noch irgendwie, dass Salbeibutter ja total lecker wäre und ich sah nur noch einen Salbeizweig den nächsten in die Biotonne wandern, so dass ich mich spontan, wie ich eben so bin, entschloss, dem ganzen eine Chance zu geben. Da der beste Ehemann von allen nicht da war, ich eh keinen Bock hatte, nur für mich lange in der Küche zu stehen und der Hunger langsam aber bedrohlich näherkam, passte mir das ganz gut in den Kram.


Ich muss zugeben, dass ich anfangs eher skeptisch war, denn mein bisher einziger Salbeibutterversuch war in einem Restaurant, lag schon lange zurück und ist mir nicht besonders positiv in Erinnerung geblieben. Das hier aber war total lecker und ich bin begeistert, wie schnell auch das wieder auf dem Tisch stand. Perfekte Feierabendküche! Aber wahrscheinlich erzähle ich Euch nichts neues, ich bin hier sicher mal wieder die letzte, die das checkt. 

Daher komme ich jetzt mal zum Punkt und verrate Euch, wie ich das Ganze gemacht habe:

Für 1 Person braucht Ihr:

Nudeln nach Wunsch
ca. 10 Blätter frischer Salbei, abgebraust und vorsichtig mit Küchenpapier abgetupft
ca. 30g Butter
ein wenig Parmesan, gerieben

(Zubereitungszeit: 15 Min.)

Die Nudeln al dente kochen.

Die Butter in einer Pfanne schmelzen und ganz leicht braun werden lassen. Die Salbeiblätter reinlegen und kross werden lassen. Wenn das soweit ist, die Blätter rausnehmen und kurz beiseite stellen.

Über die Nudeln die Butter gießen und auf einem Teller anrichten, mit den Salbeiblättern garnieren, frisch geriebenen Parmesan drüber streuen und genießen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

15. Mai 2014

Lasagne

Das Internet sagt zu dieser Lasagne, sie sei die beste der Welt. Es gab sogar mal einen SPON-Artikel darüber. Das war auch der Grund, weswegen sie ganz schnell auf meiner to-cook-Liste gelandet ist. Auch wenn der beste Ehemann von allen mit Lasagne überhaupt gar nichts anfangen kann. Ich bin so furchtbar schnell beeinfluss- und manipulierbar, da war mir das total egal. Das war auch tatsächlich die allererste Lasagne, die ich komplett selber zubereitet habe. Und auch wenn die Zubereitung hier ein wenig zeitintensiver ist, es lohnt sich. Wenn man auf Fenchel steht. Tut man das nicht, kann man aber getrost auf normales Hackfleisch zurückgreifen. Ob dies die beste Lasagne of the World ist, tja…entscheidet selbst. Aber wie so oft bei solchen Gerichten ist es so, dass sie am nächsten Tag noch vielvielviiieeel besser schmeckt als am Tag der Zubereitung. Von mir gibt es eine dringende Nachkoch-Empfehlung und wenn man das ganze vor dem Backen einfriert, hat man bei Bedarf ganz schnell ein tolles, selbstgekochtes "Fertiggericht" auf dem Teller, ohne auf irgendwelchen blöden Tütenkram zurückgreifen zu müssen. 



Ich habe die Angaben des Originalrezeptes halbiert und konnte so eine große Auflaufform in den Ofen schieben. Das ergab zweimal Abendessen (für zwei) und einmal Büro-Mittagessen für mich. 

250g Salsiccia (ital. Bratwurst mit Fenchel), Haut entfernt und gehackt
ca. 190g mageres Hackfleisch
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, gehackt
400g stückige Tomaten
350g passierte Tomaten
60ml Wasser
1 EL Zucker
1 EL frisch gehacktes Basilikum
1/2 TL Fenchelsamen
172 TL getrocknete italienische Kräuter
1 TL Salz
2 EL frisch gehackte Petersilie
5-6 Lasagneblätter
225g Ricotta
1 Ei
eine Kugel Mozzarella, in Scheiben geschnitten
75g Parmesan, gerieben
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: ca. 2,5 Stunden)

Salsiccia, Hackfleisch, Zwiebel und Knoblauch bei mittlerer Hitze krümelig braten. Stückige und passierte Tomaten und Wasser einrühren und mit Zucker, Basilikum, Fenchelsamen, ital. Kräutern, Salz, Pfeffer und 1 EL Petersilie würzen. Abgedeckt etwas 1,5 Std. köcheln lassen, gelegentlich umrühren.

Solltet Ihr Lasagneblätter haben, die vorgekocht werden müssen, wäre das jetzt der richtige Zeitpunkt dafür. 

Ricotta mit Ei und der restlichen Petersilie und etwas Salz in eine Schüssel verrühren. 

Ofen auf 190°C vorheizen.

190 ml der Fleischsauce auf dem Boden einer Auflaufform verteilen, Lasagneblätter drauflegen und mit der Hälfte der Ricottamasse bestreichen. ein paar Mozzarella-Scheben darauf verteilen und mit etwas Parmesan bestreuen. So fortfahren bis alle Zutaten aufgebraucht sind und mit dem restlichen Parmesan bestreuen. Mit Alufolie bedecken (Damit die Alufolie nicht anklebt, vorher einfetten)

Im Ofen 25 Min. backen, Folie entfernen und weitere 25 Min. backen. Vor dem Servieren 15 Min. abkühlen lassen.

Solltet Ihr die Lasagne vor dem Backen eingefroren haben, müsstet Ihr die Backzeit anpassen. 

Viel Spaß beim Nachmachen!

20. April 2014

Spaghetti Bolognese

Ehrlich gesagt bin ich ziemlich überrascht, dass es immer noch Leute gibt, die meinen Blog aufrufen. Obwohl hier gefühlt seit Jahren nichts mehr passiert. Das liegt nicht daran, dass ich nicht will, sondern vielmehr daran, dass ich nicht kann. Der / die ein oder andere hat vielleicht mitbekommen, dass im RaEdU Nachwuchs erwartet wird und das genau ist der Grund. Unglücklicherweise läuft die Zeit bis zur Geburt nicht so wie geplant und der Kleine hat anscheinend jetzt schon großen Spaß daran, unter Beweis zu stellen, wer hier der Boss ist. :-) 

War es anfangs die ständige Übelkeit gepaart mit Müdigkeit und extremster Geruchsempfindlichkeit, ist es nun die Tatsache, dass ich bis auf Weiteres strikte Bettruhe verordnet bekommen habe und deswegen nicht kochen kann. Ehrlich gesagt ist das einzige, was noch erlaubt ist, auf's Klo zu gehen und zu duschen. Letzteres aber auch nur, wenn es sein muss. Puuh, harte Zeiten, sag ich Euch. Wenn das hier überstanden ist, werde ich Marathon-Läuferin, glaube ich. So eine Zwangs-Bettruhe ist mit das schlimmste, was man mir antun konnte. Paradoxerweise hätte ich ja jetzt endlich mal die Zeit, mich ein wenig um den Blog zu kümmern…  

Zwei Rezepte habe ich aber noch in der Pipeline und werde beide nach und nach raushauen. Danach wird es vermutlich wieder ein wenig stiller hier. Aber ich komme wieder, ganz sicher. Und dann hab ich auch endlich die Küchenhilfe, die ich mir immer gewünscht habe. ;-)

Zur Spaghetti Bolognese: Ich koche sie regelmäßig und esse sie sehr sehr gern. Sie ist schnell gemacht und damit perfekt für den Feierabend oder wenn einen der Heißhunger auf so etwas befällt, man aber keine Lust hat, stundenlang Sauce einzukochen. Manchmal muss es eben schnell gehen. Dieses Gericht ist jedenfalls schon lange auf meiner / unserer Soulfood-Liste, so dass es höchste Zeit wurde, ihm einen Post zu widmen und während ich diese Zeilen hier tippe, könnte ich auch schon wieder….aber probiert selbst!


Kein besonders gutes Bild für ein besonders leckeres Gericht, aber jeder weiß, was ich meine, daher kommt hier das Rezept für 4:

1 Zwiebel, geschält und gehackt
1 Knoblauchzehe, geschält und gehackt
wer mag: 75g durchwachsener Speck, gewürfelt
1 Möhre, geschält und gewürfelt
1/2 Stange Staudensellerie, geputzt und gewürfelt
400g Rinderhack
100 ml Rotwein
100 ml Milch
1 TL frisch gehackter Oregano
400g gehackte Tomaten aus der Dose
1 EL Zucker
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Spaghetti, al dente gekocht
50g frisch geriebener Parmesan

(Zubereitungszeit: 45 Min) 

2 EL Olivenöl erhitzen und den Speck darin auslassen. Erst das Gemüse dann das Hackfleisch zugeben und unter Rühren gut anbraten.

Rotwein angießen und die Mischung köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verkocht ist. Mit Salz und Pfeffer würzen. Milch unterrühren und die Sauce sämig einkochen.

Oregano, Tomaten und Zucker in die Sauce rühren und etwa 30 Min. bei geringer Hitze sanft kochen lassen. 

Mit Spaghetti und geriebenem Parmesan servieren. 

Viel Spaß beim Nachmachen!

22. Mai 2013

Zucchini-Spaghetti Bolognese Vegan Style


Ein weiteres und auch wirklich sehr gutes Gericht aus dem „Vegan for Fit“- Buch ist diese Zucchini-Spaghetti Bolognese. 


Wer hätte gedacht, dass man aus Zucchini so tolle Spaghetti herstellen kann. Ein Traum für alle LowCarb-Jünger, denn die schmecken, ähnlich wie Nudeln, nach nix. Machen aber supersatt. Und da Tofu auch nach nix schmeckt, könnte man die beiden in Kombination nach allem schmecken lassen, wonach einem gelüstet. Phantasie muss man haben. Hat der Atilla. Oder irgendeiner in seiner Crew. Ist ja auch egal wer.

Da ich leider keinerlei Phantasie besitze, habe ich mich ganz genau an die Anleitung des Buches gehalten und hatte am Ende des Tages Essen für die gesamte Straße. Natürlich ist das jetzt maßlos übertrieben, aber wenn Ati sagt für 2, dann meint er meistens für 2 mal Hulk Hogan oder so. Sollte man sich merken.

Ich gebe Euch daher in Klammern immer die Menge, die ich beim nächsten Mal verwenden würde.

Und so zaubert Ihr Zucchini-Spaghetti-Bolognese Vegan Style, welche fast besser sind als das Original, für Euch selber nach:

280g fester Tofu (200g), mit einer Gabel zerbröselt
2 Zwiebeln, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
6 getrocknete Tomaten in Öl, abgetropft und fein gehackt
1/2 Bund Basilikum, fein geschnitten
2-3 TL gerebelter Oregano
Salz
Pfeffer
Olivenöl
200g Tomatenmark (150g)
2 TL Agavendicksaft
80ml Rotwein 
ca. 5 Zucchini (2 reichen, maximal 2,5)
60g geröstete Mandeln (hmm..also, ich weiß jetzt echt nicht, was man mit 60g soll. Da reichen mMn auch 10g oder vielleicht 15g), mit etwas Salz grob gemahlen

(Zubereitungszeit: 20 Min.)

Ca. 6 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Tofu darin ca. 4 Minuten unter Rühren anbraten, bis er eine leicht goldgelbe Färbung annimmt. Zwiebeln, Knoblauch und Oregano 4 Minuten mitbraten, salzen und pfeffern. Tomatenmark, getrocknete Tomaten und Agavendicksaft hinzugeben und alles 1 Minute karamellisieren lassen. Mit Rotwein ablöschen und 1 Minute kochen lassen. Basilikum unterheben, salzen und pfeffern. 

Zucchini mit Hilfe eines Spiralschneiders zu Spaghetti schneiden, mit 2 EL Olivenöl und ein wenig Salz mischen. Vorsichtig unter die heiße Sauce heben und 1 Minute darin erhitzen.

Zucchini-Pasta anrichten und mit dem gemahlenen Mandel und etwas Olivenöl toppen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

31. Januar 2013

Tortilla-Pizza mit Spinat-Pistazien-Pesto


Hier hatte ich die Tortilla-Pizza das erste Mal ausprobiert und seitdem ist sie unangefochten die Nr. 1 auf meiner Liste „Kochen für Schlampen“. Es ist so herrlich einfach und unkompliziert und es geht so unglaublich schnell. Denn abends nach Feierabend habe ich auf alles mögliche Lust, nur nicht auf’s Kochen. Ein bisschen kochen ist okay, aber lange kochen muss nicht sein. Deswegen kam auch das Rezept zu diesem sehr leckeren Spinat-Pistazien-Pesto von Arne (The Vegetarian Diaries) genau richtig. 


Die Farbe ist ja schon der Knaller, aber der Geschmack ist der Oberknaller. Gar nicht so, wie ich es erwartet hatte, sondern in sich sehr stimmig. (Urks, sowas sagt der Schuhbeck immer, oder?) Eine wunderbar cremige Mischung aus Pistazie und Spinat, ohne dass eines von beiden zu dominant wird. Ich habe es wie erwähnt auf Tortilla geschmiert, stelle es mir zu Pasta aber auch sehr lecker vor. Probiert Ihr es doch mal aus und verratet mir, wie Euch das geschmeckt hat.

Im Originalrezept verwendet Arne Gemüsebrühe. Die hatte ich nicht, habe daher den Spinat nicht ganz so gut abtropfen lassen und noch zusätzlich ein klitzekleines bisschen Wasser genommen. War für meinen Gaumen tipitopi, aber wen interessiert schon mein Gaumen, wichtig ist der des besten Ehemannes von allen, der ja bekanntlich nicht immer so einfach zufriedenzustellen ist. Dem hat es auch sehr lecker geschmeckt, ja sogar so lecker, dass wir das Zeug am nächsten Tag nochmal gegessen haben.


Also, Ihr Leidensgenossen da draußen, die Ihr abends auch keine Lust habt, aufwendig zu kochen, jetzt hört mal gut zu, denn für 2 Tortillapizzen mit Spinat-Pistazien-Pesto braucht Ihr:

50g Spinat (Babyspinat im Originalrezept), geputzt und mehr oder weniger gut abgetropft
35g Pistazien, gehackt
1 Schalotte, grob gehackt
1 Knoblauchzehe, grob gehackt
1 EL Olivenöl
ca. 1 EL Wasser oder Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer

2 Tortilla-Fladen

Belag nach Wunsch
Käse

(Zubereitung 10 Min.)

Den Ofen auf 220°C vorheizen.

Für das Pesto alle Zutaten in einen Behälter geben und gut durchpürieren.

Die Tortillafladen mit dem Pesto betreichen und mit allem, wonach es einem gelüstet belegen. Mit Käse bestreuen und für 5 Min. in den Ofen schieben.

Viel Spaß beim Nachmachen!

6. November 2012

Spaghetti Amatriciana mit Hackbällchen


Es kommt nicht so oft vor, dass der beste Ehemann von allen einen Wunsch bezüglich des Abendessens äußert und ich ihm diesen erfülle. Also, dass er Wünsche zum Abendessen hat, kommt  schon ziemlich oft vor, findet aber im allgemeinen eher selten meine Zustimmung. Wer kocht, darf bestimmen! Wer kocht, hat recht! Und außerdem soll man ja nicht jeden Tag Fleisch essen, das weiß doch jedes Kind!!

Gestern hat er sich Spaghetti mit Tomatensauce und Hackbällchen gewünscht. Von alleine wäre ich jetzt nicht auf die Idee gekommen, ein einfaches Pastagericht mit so etwas wie Häckbällchen zu kochen. Das macht echt mehr Arbeit als nötig, montags nach Feierabend. Aber ich erinnerte mich an ein Essen beim Italiener, neulich in New York. Da hatten die das auch so ähnlich auf der Karte und es hatte göttlich geschmeckt. Allerdings lag das daran, dass die Hackbällchen mit irgend etwas zusätzlich zubereitet waren. Keine Ahnung, was das war? Fenchel? Gibt es sowas in der italienischen Küche? Hackbällchen mit Fenchel? Gott, ich muss das unbedingt rausbekommen!!

Wie auch immer, ich tat ich ihm den Gefallen und zauberte das:

   
Ja und das war echt extrem lecker, muss ich zugeben, auch wenn das Hackfleisch nicht so gepimpt war wie in NY.

Und so macht ihr das Ehegatten-Wunsch-Dinner für 2 ganz einfach zuhause nach:

½ Brötchen vom Vortag, in Wasser eingeweicht
1 Zwiebel, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
250g Tartar (oder sonstwie Hackfleisch)
1 EL Petersilie, fein gehackt
1 Ei
Salz
Pfeffer
Chiliflocken
Öl
1 EL Tomatenmark
1 Dose gestückelte Tomaten
einige Stiele Bailikum, in Streifen geschnitten
etwas Parmesan, gerieben
Spaghetti

(Zubereitungszeit: 35 Min.)

Tartar, Brötchen, Hälfte der Zwiebeln, Hälfte des Knoblauchs, Petersilie und das Ei in eine Schüssel geben,  mit Salz, Pfeffer und Chili würzen und alles schön verkneten. Aus der Masse kleine Bällchen formen.

Öl in der Pfanne erhitzen, Hackbällchen darin rundherum anbraten, beiseite stellen.

Öl in einem Topf erhitzen, restliche Zwiebeln und Knoblauch und ein wenig Chili darin andünsten, Tomatenmark einrühren und kurz anschwitzen und mit den gestückelten Tomaten ablöschen. Das ganze aufkochen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Spaghetti al dente kochen.

Hackbällchen mit Bratfett in die Tomatensauce geben und darin ein wenig weiterköcheln lassen.

Nudeln mit der Sauce und den Hackbällchen anrichten, mit Basilikum und Parmesan bestreuen und in das zufriedene Gesicht des Gegenüber blicken.

Viel Spaß beim Nachmachen!

6. März 2012

italienische Gemüsesuppe / Minestrone

Verzeiht, dass ich den Blog in letzter Zeit ein wenig vernachlässige und wenn ich mich melde, dann wieder mal nur mit so 'ner öden Suppe oder mit sinnfreien Belanglosigkeiten. Ich bin aber immer noch dabei, mich in die Kleidergröße zu hungern, die ich vor Weihnachten hatte. Mir ist da nämlich so ein Skiurlaub in Bayern dazwischengekommen und nach 10 Tagen viel zu vieler Schweinereien (zum Essen) und viel zu wenig Ski, muss ich leider wieder ein wenig konsequenter werden in dem, was ich so zu mir nehme. Apropos Urlaub. Habt Ihr schon mal Germnknödel probiert? So mit richtig viel flüssiger Butter und Mohn und so? OMFG, sag ich da nur, OMFG! Geil!

uuhhh... instagram. (raedukochblog, btw)
Die ca. 43 Stück, die während des Urlaubs den Weg in meinen Magen gefunden haben, zwangen mich also auch gestern zu einer Suppe. Eine meiner Lieblingssuppen, weil sie gesund und sehr schnell gemacht ist, dem Gatten schmeckt, satt macht und gesund ist und schnell gemacht und der beste Ehemann von allen isst sie auch ganz gerne. Eine Minestrone.



Und wer jetzt dran zweifelt, sollte sich schnell das Rezept notieren, 3-4 Personen zusammentrommeln und es mal ausprobieren:

2 Möhren, in dünne Scheiben geschnitten
1 Stange Porree, in dünne Scheiben geschnitten
1 Zucchini, gewürfelt
3 Tomaten, gehäutet und gewürfelt 
oder
1 Dose gewürfelte Tomaten
1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 Zehe Knoblauch, fein gehackt
75g Suppennudeln
75g weiße Bohnen (aus'm Glas), abgebraust
75g Erbsen (TK oder Dose), bei Dose abgebraust
Olivenöl
1L Gemüsebrühe
1 Lorbeerblatt
1/2 Bund Basilikum, grob gehackt
Salz
Pfeffer
Salbei
ein wenig Parmesan, gehobelt oder gerieben

(Zubereitungszeit: 30 Min.)

Öl erhitzen und Zwiebeln glasig dünsten.
Möhren, Porree, Zucchini und Knoblauch dazufügen und ein Weilchen mitdünsten.
Mit Gemüsebrühe aufgießen, Lorbeerblatt dazugeben und mit Pfeffer und Salbei würzen. Aufkochen.

Suppennudeln unterrühren und das Ganze ca. 10 Min. bei schwacher Hitze vor sich hinköcheln lassen.

Nach 10. Min. die Tomaten dazugeben und weitere 10 Min. köcheln lassen.

Zum Schluss die Bohnen und Erbsen in der Suppe warm werden lassen und Basilikum dazugeben. Für den Spaß an der ganzen Sache gerne noch mit ein wenig Parmesanhobeln bestreuen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

18. Januar 2012

Pasta / Gnocchi in Tomatensahnesauce al forno

Geplant war eigentlich, abends ein bisschen weniger und vor allem leichter zu essen, herausgekommen ist dies:


Aber im RaEdU war mal wieder akuter Soulfoodbedarf und dem muss man dann auch nachgeben. 

Es gab mal eine Zeit in meinem Leben (dramatisch, dramatisch), da habe ich beim Italiener  immer, wirklich immer Pasta in Tomatensahnesauce, scharf (!) und mit Käse überbacken bestellt. Etwas anderes kam gar nie in Frage. Das hat sich zum Glück ein wenig geändert und ich bestelle mittlerweile auch mal andere Sachen, aber trotzdem bleibt das da oben mein all-time-favorite, wenn es um italienisches Essen geht. Dazu ein schöner, trockener Rotwein und meine kleine Welt ist wieder in Ordnung. (Natürlich nur solange,  bis ich mich am nächsten Morgen auf die Waage stelle).

Der beste Ehemann von allen und ich waren uns mal wieder nicht einig, wie genau das Ganze aussehen sollte, daher gab es für mich Rigatoni in Tomatensahnesauce mit Peperoncini und mit Edamer und Schafskäse überbacken und für den feinen Herrn Gnocchi in Tomatensahnesauce mit Gouda überbacken. Aber sonst verstehen wir uns ganz gut, ehrlich!

Und so macht Ihr das kleine bisschen italienische Glück ganz einfach zuhause nach:

Pasta nach Wahl oder eben Gnocchi
2 Dosen Tomaten, am besten schon gestückelt
1 EL Tomatenmark
1 Stange Staudensellerie, in Würfel geschnitten
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
2-3 TL getr. Oregano
1/2 Bund Basilikum, fein gehackt
1 TL Zucker
Olivenöl
ca. 50 ml Sahne 
(Peperoncini)
Käse nach Wahl zum Überbacken
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: 45 Min.)

Staudensellerie, Zwiebeln und Knoblauch in Olivenöl ca. 5 Min. andünsten. Die Tomaten dazugeben und den Tomatenmark einrühren. Mit Zucker, etwas Salz und dem Oregano würzen, 15 Min. auf mittlerer Hitze köcheln lassen. Sauce kurz vom Herd nehmen und pürieren. Anschließend Basilikum und Sahne dazugeben und weitere 10 Min. auf schwacher Hitze köcheln lassen.

Pasta oder Gnocchi nach Packungsanweisung kochen.

Ofen auf 200°C vorheizen.

Auflaufförmchen mit ein wenig Olivenöl bestreichen und Pasta / Gnocchi reingeben. Mit Tomatensahnesauce aufgießen, (wer mag schnibbelt jetzt noch ein paar Scheibchen Peperoncini rein), mit Käse bestreuen und für einige Minuten in den Ofen schieben und gratinieren. 

Viel Spaß beim Nachmachen!

6. Januar 2012

Pasta mit Wodka-Tomatensauce

Seitdem der beste Ehemann von allen nicht gleich mit Scheidung droht, wenn ich mal etwas vegetarisches oder Pasta mache, hat sich unser kulinarisches Zusammenleben sehr entspannt und ich kann öfter mal so lustige Sachen wie Nudeln und Gemüse kochen.
Das habe ich neulich auch wieder getan, in dem ich die Pasta mit Tomaten-Wodkasauce aus der Lecker Juli/August 2011 nachgekocht habe. Der kleine Funken Protest, der wegen des Wodkas in der Sauce in ihm aufkeimte, wurde aber schnell beiseitegefegt, als ihm wieder bewusst wurde, wie gerne ich Essen mit Alkohol mag. Oder vielleicht lag es auch an dem Bacon in der Zutatenliste, man weiß es nicht...

Diese Pasta hat ihm am Ende des Tages aber sehr gut geschmeckt und das lag sicher auch dadran, dass man den Wodka eigentlich gar nicht rausgeschmeckt hat (wie schade!) dafür aber umso leckerer und gar nicht aufdringlich den Bacon. Ich glaub, das koche ich nächste Woche und übernächste Woche und überübernächste Woche nochmal.

Und hier kommt das "Ja, ich trinke und esse Alkohol und jetzt auch noch Bacon, mir ist aus absolutistischer Sicht ganz offensichtlich nicht mehr zu helfen"-Rezept für 2 Portionen:

Pasta nach Wahl (bei uns gab es wieder diese komischen Nudeln, die sich Gnocchi nennen)
1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
5 Scheiben Bacon
1 TL Tomatenmark
1 Dose (400 ml) stückige Tomaten
50g Schlagsahne
1/2 - 1 Kugel Mozzarella, fein gewürfelt
1/2 Bund Basilikum, grob gehackt
3 EL Wodka
Salz
Pfeffer
Zucker

(Zubereitungszeit: 30 Min.)

Bacon in einer großen Pfanne ohne Fett von jeder Seite knusprig braten, herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Zwiebeln und Knoblauch im heißen Bratfett andünsten, Tomatenmark einrühren und kurz anschwitzen. Anschließend stückige Tomaten und die Sahne einrühren, mit Salz, Pfeffer und 1 Prise Zuicker würzen, aufkochen und zugedeckt bei schwacher Hitze 8-10 Min. köcheln.

Nudeln kochen.

Wodka in die Tomatensauce rühren, abschmecken. Wenn die Nudeln al dente sind, Sauce mit den Nudeln, dem Mozzarella und dem Bacon vermischen und servieren.

Viel Spaß beim Nachmachen! Und ich empfehle euch dringend, das mal zu tun!

29. Dezember 2011

Spaghetti Napoli

So toll ich Weihnachten und das ganze drum herum auch finde, so froh bin ich jetzt aber, dass es nun vorbei ist! In den letzten Wochen pflasterten die tollsten Weihnachtsplätzchen, die fiesesten Kalorienbomben und die aufwendigsten Menükreationen meinen Weg und ich hab feierlich mitgemacht, denn als sogenannter foodblogger hat man ja nun auch einen gewissen Anspruch an sich selbst, aber das, was auf meinem Dashboard die letzten Wochen abging, war für mich atheistische Türkin, die zudem auch noch auf Dauerdiät ist, etwas too much. Daher gibt es heute auch ein Rezept für alle, die (wie ich) endlich mal wieder etwas einfaches, schnelles und profanes brauchen: Spaghetti Napoli.


Nach dem ganzen feudalen Weihnachtsgefresse genau das richtige, würd ich sagen.

Und das braucht man für 2 große Portionen des "Thank God, Christmas is over"-Gerichts:

Spaghetti 
2 Dosen Tomaten, am besten schon gestückelt
1 EL Tomatenmark
1 Stange Staudensellerie, in Würfel geschnitten
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
2-3 TL getr. Oregano
1/2 Bund Basilikum, fein gehackt
1 TL Zucker
3 EL Olivenöl
Salz
(was fehlt auf dem Bild? Natürlich Parmesan, viel Parmesan, gerieben)

(Zubereitungszeit: 30 Min.)

Staudensellerie, Zwiebeln und Knoblauch in Olivenöl ca. 5 Min. andünsten. Die Tomaten dazugeben und den Tomatenmark einrühren. Mit Zucker, etwas Salz und dem Oregano würzen, 15 Min. auf mittlerer Hitze köcheln lassen. Anschließend Basilikum dazugeben und weitere 10 Min. köcheln lassen.

Währenddessen Spaghetti al dente kochen.

Sauce vom Herd nehmen und pürieren.

Pasta mit Sauce übergießen, (Parmesan drüberreiben) mit Basilikumblättchen garnieren und Geschmacksnerven rebooten.


Viel Spaß beim Nachmachen!

13. Dezember 2011

Pasta with roasted red pepper sauce

Allein der Name dieses Gerichts war, wenn ich ehrlich bin, schon Grund genug, diese Nudeln auf die to-cook-Liste zu setzten. Aber als dann Gourmande dem Ganzen noch das Label "die ganz große Liebe" verpasst hat, war der Drops quasi gelutscht und ich im Supermarkt auf der Suche nach Spitzpaprika und Orecchiette. Bekommen habe ich normale Paprika und Nudeln, die sich Gnocchi nennen. Ist aber egal, denn es war tatsächlich wahrhaftig so etwas wie die ganz große Liebe. 


Soulfood nenn' ich das jetzt mal und verrate Euch das Rezept pour deux:

4 rote (Spitz-)Paprika, halbiert und entkernt
30g Pinienkerne
1 Zwiebel, gehackt
1 Knoblauchzehe, gehackt
4 EL Sauerrahm
1/2 Bund Basilikum, fein gehackt
Pasta nach Wahl
Olivenöl
Salz
Parmesan, gehobelt

(Zubereitungszeit: 30 Min.)

Ofengrill anwerfen und die Paprika mit der Schnittfläche nach unten auf einem Blech, solange bis sie schwarz werden und Blasen werfen, reinschieben. Rausholen und ca. 5 Min. mit einem feuchten Küchenpapier bedeckt ruhen lassen.

Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne rösten.

Paprika schälen und zusammen mit den Pinienkernen pürieren.

Nudeln kochen.

Öl in einer Pfanne erhitzen. Erst die Zwiebeln und nach einigen Minuten den Knoblauch darin anschwitzen. Sobald die Zwiebeln glasig sind, Paprikapüree dazugeben und unter Rühren erhitzen. Den Basilikum und den Sauerrahm unterheben, nicht mehr kochen! Die Sauce mit Salz abschmecken und zum Schluss die Nudeln unterheben. Beim Servieren mit Parmesanhobeln bestreuen und verlieben!


Viel Spaß beim Nachmachen!


13. September 2011

Pesto rosso

Sagte ich, dass dieses Essen Soulfood ist? Ja, stimmt auch, aber das hier...


...das ist für mich noch viel viel soulfoodiger. Und weil ich das so gerne esse, habe ich das vor langer Zeit auch schon mal gebloggt. Da aber der beste Ehemann von allen gestern ganz nach pawlowscher Manier schon die Kamera rauskramte und anfing, Basilikum und Nudeln zu arrangieren und das Licht in die richtige Position zu rücken (dieser Automatismus gibt mir jetzt aber doch ein wenig zu denken), haben wir halt nochmal ein Bild gemacht. Ein viel schöneres als das erste. Deswegen gibts heute Pasta mit Pesto rosso reloaded. Allerdings ohne Pasta, denn da hat er vergessen ein Bild zu machen. (Ich muss an meiner Erziehung arbeiten.)

Und so macht Ihr dieses Pesto rosso, welchen wir mit Spaghetti gegessen haben, weil der beste Ehemann von allen keine Penne mag, was ich sehr schade finde:

8-10 getrocknete Tomaten (nicht die aus dem Glas), in kleine Streifen geschnitten (aber nur, damit das Pürieren später einfacher geht)
30g Pinienkerne
1/2 Bund Basilikum, grob gehackt
ca. 2 EL Parmesan, gerieben
2-3 EL gutes Olivenöl
1-2 Zehen Knoblauch, gepresst oder fein gehackt 
1 EL weißer Balsamico
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit : 10 Min.)

Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie leicht angebräunt sind.

Alle Zutaten zusammengeben und pürieren.

Sollte das Pesto als Nudelsauce gegessen werden, vom Nudelwasser 1-2 EL reinmischen. Macht das ganze etwas sämiger. Falls Euch das aber genau in dem Moment wieder einfällt, in dem das Nudelwasser schon komplett den Abfluss runterläuft, so wie es mir jedemal, wirklich jedesmal passiert, nicht ärgern. 1 EL heißes Wasser tut es notfalls auch.

Viel Spaß beim Nachmachen!

25. August 2011

Tortilla-Pizza

In der Effilee Nr. 16, welche mir zufälligerweise irgendwie in die Hände fiel und in welcher nebenbei gesagt ein netter Artikel über die Jungs von NKFOM erschienen ist, in dieser Effilee also (und in allen anderen auch), gibt es eine Kategorie, die nennt sich "schneller Teller".

Eines der schnellen Teller dieser Ausgabe war diese Tortilla-Pizza:


Ich fand die Idee super, eine Pizza machen zu können, ohne vorher Teig kneten und ausrollen zu müsssen. Denn wenn ich abends hungrig nach Hause komme, ist das letzte, was ich zustande bekomme, ewig auf einen Teig zu warten, der noch gehen muss. Manche Menschen behaupten sogar, ich würde schlechte Laune bekommen, wenn ich hungrig bin und zu lange auf mein Essen warte.

Die Tortilla-Pizza war wirklich extremst schnell gemacht und zudem auch noch extrem lecker. Ganz ganz ganz sicher werde ich diese Art von Pizza noch oft machen, wenn es mal schnell gehen muss.

Ich hatte von den Tantunis (was für ein witziger Name, wirklich) noch Tortilla-Fladen übrig, welche ich dafür verwendet habe. Für den Belag kann man alles nehmen, worauf man Lust hat. Als Sauce habe ich das Rezept der Effilee übernommen und (Ziegen-)Frischkäse verwendet. Total lecker!

Und hier kommt das Rezept für 4 schnelle Nummern...äh Teller, also Pizzen:

4 Tortilla-Fladen
100g Frischkäse
einige Blätter Basilikum, gehackt
1 Knoblauchzehe, gehackt
Salz
Pfeffer

Für den Belag hatten wir:

Tomaten, in Scheiben geschnitten
Salami
Schinken
Büffelmozzarella,
in Scheiben geschnittem
Käse,
gerieben

(Zubereitungszeit: unglaublich schnelle 15 Min.)

Ofen auf 220°C vorheizen.

Den Frischkäse mit dem Basilikum und dem Knoblauch verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Tortilla-Fladen damit bestreichen.

Tortilla-Fladen belegen.

Für maximal 5 Min. in den Ofen schieben.

Fertig!

Zum Schluss komme ich nochmal schnell auf die Jungs von NKFOM zurück. Die haben nämlich Teil 4 der Alltagskrümel gestartet und Aufgabe dieses Mal ist es, ein Foto vom Kochen genau 4 Min. und 33 Sek., nachdem man mit der Zubereitung begonnen hat. zu machen.


Bei 4'33 war ich gerade damit beschäftigt, den Frischkäse mit Basilikum zu verrühren. Ich merkte in dem Moment, dass ich den Knoblauch vergessen habe und amüsierte mich aber gleichzeitig über den Gesichtsausdruck meines Mannes, als er erfuhr, dass es eine Frischkäsecrème für die Pizza wird und keine Tomatensauce.

So, und jetzt viel Spaß beim Nachmachen!

18. August 2011

Spaghetti aglio e olio

Es gibt wahrhaftig ausgefallenerere Gerichte als das, was es heute Abend zu essen gab:

Aber bestimmt nur sehr wenige, die sooo sehr Soulfood sind wie dieses. Ein Essen wie dieses rechtfertigt die Flasche Olivenöl, für die man 45 EUR bezahlt hat. Und ein Essen wie dieses rechtfertigt auch die Flasche Rotwein, die man dazu getrunken hat, und ein Essen wie dieses ist der Grund, warum unser Tiefkühler voller Gambas ist. Immer.

Außerdem erinnert mich dieses Gericht an die erste, wundervolle Zeit mit meinem Mann, damals Freund, als wir frisch zusammengezogen waren und ich noch nicht mein unglaubliches Kochtalent (*hust*) entdeckt hatte. Damals bestand unser Speiseplan lediglich aus 3-4 Gerichten, die wir selber kochten und dieses gehörte von Anfang an dazu. (Meine Mutter würde jetzt sagen, kein Wunder, dass meine vorherigen Beziehungen nicht funktioniert haben, aber das ist ein gaaaaanz anderes Thema.)

Und das nehmt Ihr für 2 mal Schmetterlinge im Bauch (hach...):

Spaghetti (Menge? Keeeeeine Ahnung, entscheidet Ihr das mal)
gutes Olivenöl
4-5 Zehen Knoblauch, in feine Scheiben geschnitten
Peperoncini, in feine Ringe geschnitten
Salz
Pfeffer
Parmesan, fein gehobelt
Gambas (TK, sehr praktisch)

Die Gambas in etwas Öl braten und die Spaghetti nach Packungsanweisung kochen.

Währenddessen langsam das Knoblauch und die Peperoncini in Olivenöl heiß werden lassen.

Sobald die Spaghetti al dente sind, abgießen und im Öl in der Pfanne schwenken. Mit Salz und Pfeffer würzen, anrichten und Parmesan drüberhobeln.

Viel Spaß beim Nachmachen!

Ach ja, für Mama: Nein Anne, keine Sorge...ich bin immer noch sehr sehr glücklich mit ihm, ich erinner' mich nur gern an die Zeit damals zurück! :-)

22. Juni 2011

Bandnudeln mit grünem Spargel und Garnelen in Noilly-Prat-Sauce

In irgendeiner "Lecker" gab es mal ein Extra mit dem Titel "We love Pasta" und daraus habe ich gestern dieses Gericht gekocht:


Die Pasta hat mir sehr sehr lecker geschmeckt. Mir schmeckts eigentlich immer, wenn Alkohol im Spiel ist und dieses Mal war sogar noch Anis mit im Spiel, welches mein Türkinnenherz höher schlagen lies und ich war versucht diesen einfach durch einen ordentlichen Schuß Raki zu ersetzten, aber ok..ich hab's gelassen.

So hatte dieses Gericht eine tolle, sehr feine Anis-Note und auch sonst war alles vertreten, was ich gerne esse. Wie es der beste Ehemann von allen fand, lassen wir mal dahingestellt. :-)

Zutaten für 4 Personen, weil Schwägerin und Schwiegermama auch noch mitgegessen haben und es ebenfalls total lecker fanden:

1 Zwiebel, geschält und gewürfelt
1 Stange Poree, geputzt und in Ringe geschnitten
1/2 Knollensellerie, geschält und klein geschnitten
2 Stiele Basilikum, grob gehackt
5 EL Butter
100 ml trockener Weißwein
400 ml Geflügelfond
1 Sternanis
500g rohe, geschälte Garnelen
500g grüner Spargel, schräg in Stücke geschnitten (die Enden grüßzügig abschneiden, dicke Stangen längs halbieren)
2-3 Stiele Thymian, gehackt
1 gehäufter EL Mehl
5 EL Schlagsahne
Bandnudeln
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: ca. 1 1/4 Std.)

1 EL Butter in einem Topf erhitzen, Zwiebel, Porree und Sellerie darin bei mittlerer Hitze ca. 5 Min. andünsten. Mit Wein und Geflügelfond ablöschen, Anis und Basilikum zugeben und zugedeckt bei schwacher Hitze ca. 30 Min. köcheln.
Den Fond anschließend durch ein feines Sieb gießen und auffangen.

2 EL Butter in einem Topf erhitzen, Mehl darin unter Rühren kurz hell anschwitzen. Den aufgefangenen Fond, Noilly Prat und Sahne unter Rühren zugießen, aufkochen und ca. 5 Min. köcheln. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Inzwischen Nudeln in Salzwasser nach Packungsanweisung garen.

1 EL Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Den Spargel darin unter Wenden 4-5 Min. braten. Mit Salz und Pfeffer würzen, herausnehmen.

1 EL Butter erneut im Bratfett erhitzen und die Garnelen darin unter Wenden 2-3 Min. braten. Thymian kurz mitbraten.

Spargel und Garnelen zur Sauce geben, Nudeln abgießen und mit der Sauce vermischen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

31. Mai 2011

Penne mit Gemüsestreifen in Currysauce

Eigentlich war ich immer der Meinung, nichts riecht leckererer als angedünstete Zwiebeln. Bis ich gestern dieses Gericht gekocht habe und dazu Curry in etwas Öl geröstet habe. Sollte es ein Paradies geben (und meine Wenigkeit tatsächlich dahin kommen), ich möchte bitte in das Curry-Zimmer. Danke!


Außerdem avanciere ich noch zur Queen of Resteverwertung, wie hier schon mal bewiesen. Das war mal ein Gericht, wozu ich alle Zutaten schon im Haus hatte. Passiert seltenst. Umso schöner war daher der Feierabend, leider ohne Ehemann (daher Gemüse-Pasta, Ihr versteht?!), aber dafür mit Diamonique auf QVC, mein höchstpersönliches Trash-TV.

Zutaten für 1-2 Portionen:

1 Möhre, geschält und in dünne Streifen geschnitten
1/2 Zucchini, in dünne Streifen geschnitten
1/2 Paprika, in dünne Streifen geschnitten
1 Schalotte, geschält und gewürfelt
(Vollkorn-)Penne (dazu kann ich keine Mengenangabe geben, ich mache nämlich IMMER zuviel)
1 EL Öl
1-2 TL Currypulver
75 ml Gemüsebrühe
50 ml Kochsahne (z.B. Crèmefine)
1-2 TL Paprikacreme (habe ich hier schon mal gezeigt)
1 EL geschälte Sesamsamen

(Zubereitungszeit: ca. 25 Min.)

Nudeln kochen.
Sesamsamen in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten.

Öl im Wok oder in einer Pfanne erhitzen und das Currypulver darin kurz anrösten. Zwiebel zufügen und glasig dünsten. Brühe und Sahne dazugießen, Gemüsestreifen zufügen und in der Sauce bei mittlerer Hitze bissfest garen. Mit Salz abschmecken. 
Kurz vor Ende der Garzeit die Paprikacreme einrühren. 

Curry-Gemüse mit den Penne mischen und mit Sesam bestreuen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

28. April 2011

Rindersteak mit Pfeffersauce und geschmorten Schafskäse-Karotten

Der beste Ehemann von allen und ich waren vor kurzem wieder mal im Il Mulino essen. Ein nettes, kleines, italienisches Restaurant in Moers. Wer mal in der Nähe von Moers ist, sollte es mal ausprobieren, denn ich kann den Laden nur empfehlen.
Wir hatten Glück und bekamen draußen noch einen Tisch. Ich habe mir Bandnudeln in einer Tomaten-Basilikum-Sauce mit Shrimps und einer Riesengamba (R I E S E N-Gamba!) bestellt und mein Mann ein Filetsteak mit Pfeffersauce. Das Essen war großartig, der Wein war großartig, das Wetter war großartig, die Bedienung war großartig und ich kam mir vor wie im Urlaub!

Allerdings habe ich kein Bild unseres Essens gemacht, da meine Kamera seit neustem nur noch im "HALLOOO!!! ALLE MAL HERSCHAUEN!!! ICH FOTOGRAFIERE GRAD MEIN ESSEN!!"-Modus ist. Irgendwie lässt sich der Blitz nicht mehr ausschalten und das kann mitunter ganz schön peinlich werden.

So lange Rede, kurzer Sinn: die Pfeffersauce vom Filetsteak, die war nämlich auch großartig und deswegen wollte ich die auch mal machen.


Ich gebe zu, meine kam nicht ganz an das vom Il Mulino ran, aber schmeckte trotzdem sehr gut. Das nächste Mal werde ich aber noch ein wenig mehr Alkohol reinkippen. Einfach so ein Gefühl.

Zu dem Steak habe ich noch geschmorte Karotten mit Schafskäse gemacht und somit einen weiteren Punkt meiner to-cook-Liste abgearbeitet. Die Vorlage kam von Tobias. Ich finde aber leider das Originalrezept nicht mehr auf seiner Seite. Ich schwöre...es war mal da!


Zutaten für 2-3 Portionen Pfeffersauce:

2 TL eingelegte, grüne Pfefferkörner
125 ml Kalbsfond (Rinder- oder Hühnerbrühe geht notfalls auch)
125 ml Sahne
2 EL Wermut (z.B. Noilly Prat)
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit (ohne Steak braten): ca. 7 Min.)

Steaks in der Pfanne braten, rausnehmen und mit Alufolie bedeckt warm halten.

Den Kalbsfond oder die Brühe zum Bratensaft geben. Bei schwacher Hitze zum Kochen bringen, Sahne und Pfefferkörner zugeben. Unter ständigem Rühren ca. 2 Min. kochen.
Die Sauce wenn nötig mit Speisestärke oder Saucenbinder binden. Den Wermut unterrühren und 1 Min. mitkochen lassen. Zum Schluss den inzwischen ausgetretenen Bratensaft der Steaks hinzugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
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Zutaten für 3-4 Portionen Karotten:

600g Karotten, geschält und schräg in Streifen geschnitten
1 Pck. Feta (oder jeder anderen Schafskäse), gewürfelt
Zucker
Kreuzkümmel
Thymian
Oregano
Olivenöl
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: 30 Min.)

Backofen auf 200°C vorheitzen.

Die Karotten mit dem Schafskäse in eine Schüssel geben, mit einer Prise Zucker, dem Kreuzkümmel, den Kräutern, Salz und Pfeffer würzen. Olivenöl drübergeben und gut durchrühren.

Das ganze dann für ca. 25 Min. im Backofen grillen.

Ein Bild des ganzen Tellers inkl. des Steaks habe ich leider ganz verpeilt zu machen. Scusa!

Viel Spaß beim Nachmachen!

11. April 2011

Ziegenkäse-Nudelsalat

Darf ich Euch den besten Nudelsalat der Welt vorstellen? Ne wirklich jetzt. Dieser Salat war der Renner am Wochenende und ich hatte einiges aufgefahren, glaubt mir!

 
Die Idee stammt nicht von mir, das gebe ich fairerweise natürlich zu. Ich habe es von Juliane von "Schöner Tag noch!" und sie hat es von Steffi von "Ohhh...Mhhh..." und so geht ein Salat seinen Weg..

Ich entdecke übrigens gerade meine Liebe zu Ziegenkäse. Für diesen Salat habe ich den milden Chavroux verwendet, welcher unglaublich lecker schmeckt! Unglaublich lecker!!! Wer ihn noch nicht kennt, sollte ihn mal probieren und wer Respekt vor Ziegenkäse hat, sollte ihn erst recht mal probieren! Dieser Käse ist unglaublich lecker. Sagte ich schon, oder?

Hier die Zutaten für eine Schüssel obiger Größe:

125g Rucola, vom harten Stielansatz entfernt und in mundgerechte Stücke geschnitten
6 Cocktail-Tomaten, halbiert oder geviertelt
5 getrocknete Tomaten (nicht die in Öl), grob gehackt
1 rote Paprika, in mundgerechte Stücke geschnitten
2 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
1 fester, säuerlicher Apfel (z.B. Braeburn), ungeschält in mundgerechte Stücke geschnitten
100g weicher Ziegenfrischkäse (Der milde Chavroux, unglaublich lecker!)
1 kleine Dose Mais
40g Pinienkerne
ca. 200g Farfalle

Das Dressing:

5 EL Aceto-Balsamico
1 TL Senf
1 TL Himbeer- oder Waldfrucht- oder Erdbeermarmelade
2 EL Honig
3 EL Rapsöl
Salz, Pfeffer

(Zubereitungszeit: 20 Min.)

Farfalle in Salzwasser schön al dente kochen.

Pinienkerne ohne Fett in der Pfanne anrösten.

Rucola, frische und getrocknete Tomaten, Frühlingszwiebeln, Paprika, Mais in eine Schüssel geben und vemischen. Den Ziegenfrischkäse zerbröckeln und untermischen.

Nudeln (am besten noch warm) unter den Salat mischen.

Für das Dressng alle Zutaten miteinander verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Salat geben und untermischen. Mit Pinienkernen bestreuen und auf's Partybuffet stellen.


Viel Spaß beim Nachmachen!

7. Februar 2011

Putenbrust mit italienischer Jägersauce

So Leute, ohne viel dazwischengequatsche, kommen wir heute mal direkt zur Sache:


Die Idee lieferte mir gestern Abend Eat Smarter und wurde heute ein wenig abgewandelt nachgekocht.

Fazit: Äußerst lecker! Und ich stellte fest, man sollte viel öfter mit getrockneten Tomaten arbeiten.

Schade nur, dass das Gericht irgendwie nur aus einer einzigen Farbe besteht...so wegen des Fotos meine ich..

Zutaten für 2 Personen:

250g Champignons, in Scheiben geschnitten
1 Schalotte, kleingehackt
25g getrocknete Tomaten, in feine Würfel geschnitten
2 Putenbrustschnitzel
125 ml Sahne
75 ml Rinderbrühe
etwas frischen Rosmarin, gehackt 
Salz
Pfeffer
3 EL Öl zum Braten

(Zubereitungszeit: ca. 30 Min.)

Putenbrustschnitzel waschen, trockentupfen und würzen. 2 EL Öl in der Pfanne erhitzen und die Schnitzel 2 Min. von beiden Seiten anbraten, in Alufolie wickeln und warm stellen.

Das restliche Öl in die Pfanne geben und die Pilze darin unter Rühren ca 2 Min. anbraten. Hitze reduzieren, Schalotten dazugeben und mitbraten. Mit Sahne und Rinderbrühe ablöschen, getrocknete Tomaten und Rosmarin dazugeben und bei kleiner Hitze ca 5 min. einkochen lassen. Abschmecken und evtl, mit Salz und Pfeffer nachwürzen. Schnitzel in die Sauce geben und kurz erwärmen.

Wir hatten dazu Vollkorn-Nudeln, Reis passt aber auch gut.

Viel Spaß beim Nachmachen!