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3. Juni 2014

Wassermelonen-Feta-Salat nach Nigella Lawson

Die Anikó hat mich gestern auf die Idee gebracht, mal wieder einen Blogpost zu verfassen. Da ich sowieso nicht viel machen darf momentan, dachte ich kurz nach und gab ihr schließlich recht. Ich kann nun wirklich nicht den ganzen Tag dösig auf der Couch liegen und mir eine blöde TV-Show nach der anderen reinziehen! (Meine Favorites sind übrigens ShoppingQueen und 4 Hochzeiten und 1 Traumreise, obwohl Frooooonck mir tierisch auf die Nerven geht und Guido mit seiner inflationären Präsenz im Fernsehen auch nicht mehr das ist, was er mal war. Trash-Life ftw!) 

Ich habe im Zuge dessen neulich auch einen Sender entdeckt, auf dem echt eine Kochsendung nach der anderen läuft. <3 Den Sender kannte ich vorher gar nicht, lag wohl aber auch daran, dass er bei uns auf Platz 141 ist und was muss das für ein beschissenes Fernsehprogramm gewesen sein, dass ich bis dahinten hin gezappt habe?!

Es begab sich also, dass eine lethargische AD eines schönen, sonnigen Tages bei runtergelassenen Jalousien, ungeduscht und in Joggingbuxe auf der Couch lag und sich nach Jamie, Tim, Gordon und Rachel (Rachel Khoo, <3<3<3) schließlich Nigella anschaute. Ich muss ja sagen, von allen Köchen/Innen auf der Welt, ist Nigella Lawson diejenige, bei der mir am wenigstens das Wasser im Mund zusammenläuft, wenn ich Ihre Kreationen sehe. Hallo? Die trinkt Bloody Mary zum Frühstück! (Obwohl…..wenn ich ernsthaft drüber nachdenke, würde ich vielleicht auch, wenn ich dürfte… aber das ist ein anderes Thema.) Nigella zauberte an dem Tag einen Wassermelonen-Feta-Salat mit schwarzen Oliven und roten Zwiebeln und ich dachte nur: "Oh ne, nicht schon wieder so etwas abgedrehtes, was kein Mensch essen will". Dabei bin ich gar nicht so UNexperimentierfreudig, ganz im Gegenteil. Trotzdem blieb es mir anscheinend im Gedächtnis und als am Wochenende Freunde zum Grillen da waren, kramte ich dieses Rezept hervor und wagte einen Versuch. Zum Glück! Denn es war super lecker. 


Schwarze Oliven habe ich weggelassen, aber das hat dem Geschmack keinen Abbruch getan. Der Salat  ist perfekt geeignet für warme Sommerabende, an denen es einen nach eher etwas leichtem gelüstet. Die Süße der Melone, das salzige Feta und die frische Minze sind eine so geniale Kombi, da muss man erstmal drauf kommen. 

Da habe ich Nigella ganz schön unrecht getan und werde als Entschuldigung ganz oft diesen Salat machen und hoffe, Ihr macht das auch. 

Für eine große Schüssel benötigt Ihr:

eine halbe bis ganze Wassermelone, in mundgerechte Stücke geschnitten
250g Feta, gewürfelt
1 rote Zwiebel, geschält und in sehr feine Ringe geschnitten
1 Bund Petersilie, Blätter gezupft 
1 Bund Minze, sehr grob gehackt
(eine Handvoll schwarze Oliven)
Saft einer Zitrone oder Limette

(Zubereitungszeit: 20 Min.)

Die Zwiebel im Zitronensaft 20 Min. einlegen, um ihr die Schärfe zu entziehen.

Melone, Feta, Oliven, Petersilie und Minze vorsichtig vermengen und anschließend die Zwiebeln mit dem mittlerweile rosa verfärbtem Zitronensaft zugeben, leicht umrühren, fertig. 

Viel Spaß beim Nachmachen!

13. August 2013

Avocado-Mozzarella-Salat mit Mango (nach Christian Rach)

Meine Umgebung denkt ja tatsächlich, ich wäre so eine Fancy-Kackehauer-Hobby-Köchin, die jedes Wochenende Menüs in mehreren Gängen kocht und selbst unter der Woche sich nicht lumpen lässt, mal eben schnell ein leckeres, präsentables, schickes Abendessen zu zaubern! Supi, oder? Und um dieses falsche Image, von dem ich lebe, nicht zu zerstören, verrate ich niemandem, dass ich abends oft mit nichts als 'ner Tüte Chips oder einer Tafel Schokolade im Bauch ins Bett gehe oder wenn ich mal Bock auf was warmes habe, sehr gerne auf überbackenes Toast, noch besser Sandwichmaker oder am besten Telefonhörer zurückgreife. Der Trick ist, genau im richtigen Moment das richtige auf dem Esstisch zu haben. Zum Beispiel diesen tollen tollen tollen Salat, der mit minimalem Aufwand maximale Bewunderung bei den Mitmenschen auslöst. Glaubt mir. Ich hab's getestet.


Das Rezept stammt von Christian Rach, einer der wenigen TV-Köche, die mir nicht auf'n Keks gehen und entdeckt habe ich es über den tollen Blog "feed me up before you go-go". Da es bei uns als Hauptgericht fungiert hat, habe ich das ganze einfach auf einen Teller geschichtet. Werde mir aber die Version mit dem Servierringen merken. Für Gäste. Und um mein Image als Fancy-Kackehauer-HobbyProfiköchin weiterhin zu pflegen.

Ja, ich weiß, es ist ein langer Weg dahin, aber ist man erstmal angekommen, braucht man sich um den Rest keine Sorgen mehr zu machen. Daher fangt einfach an, am besten hiermit (für 2 Personen als Hauptspeise  (mit Baguette o.ä.) oder für 4 Personen als Vorspeise)

100ml Orangensaft
etwas Chilipulver oder Chilischote, in Ringe geschnitten
3 EL Olivenöl
1 EL Honig
125g Büffelmozzarella, in 1cm große Würfel geschnitten
1 große reife Mango, geschält und in 1cm große Würfel geschnitten
1/2 Bund Rucola, wen's stört, der kann den harten Stielansatz wegschneiden
30g Pinienkerne, in einer Pfanne ohne Fett angeröstet
Saft von 1 Limette
1 reife Avocado 
Salz
Pfeffer

Den O-Saft in einen Topf geben und auf die Hälfte einkochen lassen. Die Reduktion in einer Schüssel mit Salz, Pfeffer, Chili, Olivenöl und Honig zu einer Vinaigrette verrühren.

Avocado schälen, halbieren und den Kern entfernen. Fruchtfleisch in 1 cm große Würfel schneiden und mit Limettensaft beträufeln, damit es sich nicht braun verfärbt. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Entweder einen Dessert- / Serverring verwenden und dafür erst eine Lage Avocado, darauf nacheinander Mozzarella- und Mangowürfel geben, mit einem Löffel festdrücken und mit etwas Orangenvinaigrette beträufeln. Ring abziehen. Darauf den Rucola verteilen und ein paar Pinienkerne streuen.

Oder wie ich alles wie oben beschrieben nacheinander auf einer großen Platte anrichten.

Viel Spaß beim Nachmachen!

29. Juli 2013

Bulgursalat / Kısır / Tabouleh reloaded

Ich habe diesen Salat schon vor einiger Zeit gebloggt, aber momentan passt er wieder so gut, dass ich dachte, eine Neuauflage könnte nicht schaden. Bei den gerade herrschenden (und absolut unerträglichen) Temperaturen hat sicherlich niemand Bock, sich in die Küche zu stellen und so auch (bekanntermaßen) ich. Daher ist dieser Salat eigentlich eine ziemlich gute Idee, wenn es schnell gehen, kein großer Aufwand betrieben werden und das Ergebnis auch noch ziemlich lecker und sättigend sein soll. 


Und das beste, er passt zu jeder Gelegenheit. Morgens, mittags, abends, zum Grillen, als Mitbringsel zu einem Sommerfest oder einfach so. Ich jedenfalls bin ganz froh, dass ich diesen Salat so gerne esse, denn so habe ich immer etwas, worauf ich zurückgreifen kann, wenn ich keine Lust habe, zu kochen. Und ich hab Glück, der Beste Ehemann von allen mag den auch. Sagt er jedenfalls. 

Anders als in Version eins, habe ich hier Ras el-Hanout verwendet und Gurken statt Lauchzwiebeln. Aber eigentlich kann da alles rein, was man lecker findet. So ein toller Salat, echt. Die Mengenangaben der meisten Zutaten habe ich weggelassen, denn das entscheidet man am besten nach eigenem Gusto. 

Zutaten für eine mittelgroße Schüssel:

200g feinen Bulgur
200ml kochendes Wasser
optional: 1 TL Salca (für die Farbe)
ca. 4-5 EL Olivenöl
Saft einer Zitrone
getrocknete Minze
Ras el-Hanout
Pul Biber (getr. Chiliflocken)
Salz 
Pfeffer
1 Gurke, geschält und fein gewürfelt
3-4 Tomaten, (geschält) und fein gewürfelt
1/2 Bund Petersilie, grob gehackt

(Zubereitungszeit: 15 Min.)

Den Bulgur mit dem kochenden Wasser übergiessen und 15 Min. ziehen lassen. Zwischendurch mit einer Gabel auflockern.

In der Zwischenzeit das Gemüse schnibbeln.

Bulgur mit Salca vermischen, bis alles eine schöne rötliche Farbe hat.

Olivenöl und Zitronensaft dazugeben und gut durchrühren. Mit den Gewürzen abschmecken.

Petersilie, Gurken und Tomaten unterrühren und erneut abschmecken.

Im Idealfall einige stunden ziehen lassen, im Idealfall!

Viel Spaß beim Nachmachen!

9. Juli 2013

Brot. Einfach nur Brot. Okay Vollkornbrot. Sonnenblumenkerne sind auch drin.

Es macht jetzt nicht unbedingt Spaß, sich bei den aktuellen Wettertemperaturen in die Küche zu stellen und zu kochen oder zu backen! Überhaupt nicht! Ja und deswegen habe ich mir überlegt, lasse ich es einfach.

Außer…ja außer wenn es darum geht, dieses superschnelle und pupseinfache Brot zu backen. Das bekommt jeder hin, ehrlich jetzt! Wenn ich das hinbekomme, bekommt das jeder hin. Es ist nicht nur einfach und superschnell, nein es ist auch ruckzuck gebacken und gar nicht mal so schwierig. Also, ich habe bisher geschafft, jeden damit anzufixen, dann bekomme ich das bei Euch doch auch hin, oder?


Sieht das nicht toll aus? Ein bisschen stolz bin ich ja schon noch jedesmal, wenn es aus dem Ofen kommt. Wirklich eine tolle Sache. Übrigens perfekt für den Sommer, da super verwendbar als Grillbeilage. Ach ja, da haben wir Ihn wieder, den Sommer! Diese Temperaturen. Ich habe mich vor ein paar Wochen nicht wie Ihr über das kalte Scheißwetter beschwert, von mir aus hätte das so bleiben können! Können wir uns vielleicht darauf einigen, dass das Wetter nur freitags bis sonntags so ist? Und montags bis freitags, also dann wenn ich arbeiten muss (no air-condition, baby!), nicht? Ginge das? Danke.

Zurück zum Brot und die dafür nötigen, wenigen Zutaten für eine Kastenform:

500g (Dinkel-)Vollkornmehl
150g Sonnenblumenkerne
500ml Wasser
1 Würfel Hefe
2 TL Salz
2 EL Obstessig
Kastenform
Backpapier

(Zubereitungszeit: 65 Min.)

Alle Zutaten mischen und zu einem Teig verarbeiten. (Rührgerät, Küchenmaschine, Partner)

Kastenform mit Backpapier auslegen, Teig reinkippen und die Form in den kalten(!) Backofen bei 200°C Ober-Unterhitze geben. Ca. 1 Std. backen.

Viel Spaß beim Nachmachen! 

11. Juni 2013

Gegrillter Chicorée nach Jamie Oliver

Dies ist seit Tagen meine neuste Obssesion. 


Chicorée war sonst immer nur eine lästige Deko bei einem Salat und ich käme nicht im Traum auf die Idee, das zu essen, da ich ihn so viel zu bitter finde. Aber in der gegrillten Variante ist er grade zu einem meiner allerliebsten Grillbeilagen geworden.

Der beste Ehemann von allen und ich haben neulich abends zufällig Jamie Oliver im TV kochen sehen. Das war für uns beide das erste Mal übrigens. Ich mag ihn, auch wenn ich beim Zuschauen die totale Krise bekomme, wenn ich sehe, wie der da so rumsaut. Kein Wunder, dass er ganze Menüs in nur 30 Min auf die Beine stellen kann. Wäre ich in der Küche solch eine Pottsau wie er, würde mir das auch gelingen. Aber trotzdem mag ich total, was er macht. Und in der Sendung hat er Chicorée gegrillt. Das Rezept ist so einfach, dass selbst der Beste sich das merken konnte und offensichtlich war er ziemlich angetan, denn er hat tatsächlich -und ich bin mir sicher, das erste Mal in seinem Leben- Chicorée gekauft, um ihn zu grillen. Das war kochtechnisch bisher wohl seine beste Idee.

Und ob der Jamie das jetzt genau so oder doch ein wenig anders gemacht hat, weiß ich nicht mehr, wir machen das jedenfalls so und es ist super:

1 oder mehr Chicorée
Olivenöl
Aceto Balsamico
Rosmarin, fein gehackt
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit 15 Min.) 

Chicorée auf dem Grill oder in einer Grillpfanne von beiden Seiten grillen. Beiseite legen und kurz abkühlen lassen.

Auf einem Teller oder einer Schale ein wenig Olivenöl mit Balsamico vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den abgekühlten Chicorée grob zerteilen und mit dem Dressing mischen. Mit Rosmarin bestreuen.

Viel Spaß beim Nachmachen! 

4. April 2013

Türkischer Möhrensalat


Ich koche gerne, ja, aber ich bin jetzt echt keine besondere Granate (in der Küche) und daher auch immer noch auf Hilfe in Form von Rezepten und Büchern und Internet usw. angewiesen. Oder auf die meiner Eltern. Die können gut kochen. Und die helfen mir auch schon mal aus der Scheiße, wenn ich mir vorgenommen habe, für Gäste beispielsweise türkisch zu kochen.

So auch neulich an meinem Geburtstag. Der Plan war ein türkisches Buffet, weil ich weiß, dass alle immer insgeheim hoffen, dass es etwas türkisches gibt. (Das ist nämlich sehr lecker). Ich will die Erwartungen natürlich nicht enttäuschen und meinen exzellenten Ruf als (türkische) Köchin weiterhin behalten, daher habe ich mal wieder großkotzig angekündigt, dass es was türkisches gibt. (Daran muss ich arbeiten, das wird irgendwann böse enden.)

Da haben meine Eltern eben kurz die Reise in den Pott angetreten. Und heraus kam unter anderem dies:


Das war richtig, richtig, riiiichtig lecker und hielt sich noch lange im Kühlschrank, so dass die nächsten Tage nicht nur ich noch etwas von diesem herrlich knoblauchlastigem Salat hatte, sondern auch meine Kollegen. (Einzelbüro ftw! Fenster öffnen nicht vergessen!)

Und wenn Ihr euch auch den Ruf einer perfekten türkischen Köchin erschleichen wollt, probiert das mal und zwar so:

etwa 500g Möhren, geschält und geraspelt
ein wenig Fett
etwa 500 - 750g 3,5%iger türkischer Yoghurt
2-3 Zehen Knoblauch, gepresst
ca. 200g Walnüsse, gehackt
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: 20 Min.)

Fett in einer Pfanne erhitzen und die Möhrenraspel darin weich garen, abkühlen lassen.

Derweil Joghurt mit dem Knoblauch cremig rühren.

Knoblauchjoghurt, Möhren und die Walnüsse zusammenbringen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Aufpassen! Suchtgefahr. 

Viel Spaß beim Nachmachen!

18. Juli 2012

Auberginen-Dip, Karotten-Kümmel-Dip und..whoa.. Simit! Außerdem noch ein bißchen Geblubber über das Kochbuch "Pişmek – Kochen auf Türkisch"

Kennt Ihr das? Verliebt sein? Nicht in eine Person, sondern in ein Buch? Ein Kochbuch? Guckt nicht so, das geht! Ich bin offiziell verliebt. In dieses Buch. Es handelt sich dabei um das Kochbuch „Pişmek – Kochen auf Türkisch“, erschienen im Collection Rolf Heyne Verlag. (272 Seiten, 23,3 x 26,5 cm, 115 Rezepte, Gebunden, Fadenheftung, Leseband, Schutzumschlag mit Prägung. Erscheinungsdatum: 16.02.2012, ISBN-13: 978-389910523-, 39,90 €) 
via
Und das komische daran ist, ich wusste es! Ich wusste, ich würde mich verlieben, noch bevor ich es in den Händen halte. Obwohl die Geschichte unserer Liebe erst unter keinem glücklichen Stern stand.

Es fing alles damit an, dass ich eine unglaubliche, wunderschöne und herzerfüllende Reise in die Türkei gemacht habe. 10 Tage lang (viel zu kurz) bin ich durch das Land gereist, welches ich gerne als meine Heimat bezeichnen würde, aber nicht kann. Das liegt daran, dass dieses Land für mich (leider) immer noch so groß, so weit und so fremd ist. Obwohl mich die Menschen in diesem Land, ihre Lebensweise, ihre Traditionen und ihre Bräuche schon mein Leben lang begleiten und vertraut sind. Fremd und vertraut zugleich. Auch das geht.

Ich habe während dieser Reise nicht nur viel gesehen und gelernt, mich gefreut und gelacht, geweint und geärgert, ich habe auch gegessen. Und das nicht zu knapp. Aber dafür auch gut, sehr gut und sehr abwechslungsreich. Und mit jeder Mahlzeit habe ich mich gefragt, wieso ich nicht noch viel öfter türkisch koche? Schließlich hab ich die Wurzeln und das Talent (Yeah, man!) und weiß Allah genug Quellen, auf die ich zurückgreifen kann. Und genau da liegt der springende Punkt. Irgendwie konnte ich es mit mir selber nicht vereinbaren, ein türkisches Kochbuch zu Hilfe zu nehmen. Was soll denn meine Mutter denken, wenn sie das sieht? Sie wäre von Grund auf erschüttert, um es mal optimistisch zu formulieren. („Ein türkisches Kochbuch? Für so viel Kohle? Spinnt die? Warum hat das Kind denn nicht mich gefragt? Halloohoo?“ So oder zumindest so ähnlich stelle ich mir in dem Zusammenhang die Gedankengänge meiner Mutter vor.)

So kam es also, dass ich dieses Buch oft in der Buchhandlung begutachtet und wieder weggelegt habe. Oft online in das Warenkörbchen gelegt und die Seite wieder geschlossen habe, aber es nie ganz vergessen konnte. Erst recht nicht, als dann auch noch überall Berichte über dieses Buches erschienen sind.

Doch dann schickte mir der Collection Rolf Heyne Verlag ein Rezensionsexemplar (Vielen Dank dafür!)  und so fanden das Buch und ich am Ende doch noch zueinander. Und sind seitdem glücklich vereint. Romantisch, oder?

Es gibt, wie in jeder Beziehung, aber auch Punkte, die mich stören. Nein stören ist das falsche Wort. Punkte, mit denen ich weniger zufrieden bin als mit anderen. Zu Beginn wäre da die Autorin.

Leanne Kitchen.
Leanne Kitchen, die Köchin.
Leanne Kitchen, die Köchin und Kochbuchautorin.
Ja, sicher!

Okay, egal. Der Name ist wurscht, was mich vielmehr stört ist die Tatsache, dass es nicht von einem türkischen Autor / einer türkischen Autorin geschrieben wurde. Das würde es für mich ein wenig authentischer machen. Dann hätten es vielleicht auch die türkischen Namen aller Gerichte ins Buch geschafft und nicht nur die deutsche Bezeichnung, die meistens nur aus einer Aneinanderreihung der Bestandteile des Gerichts bestehen. Und vielleicht wäre dann auch der ein oder andere Fehler im Text nicht vorgekommen. Ich nenne da jetzt einfach mal wild ein paar Beispiele: Oklava, nicht Olava, oder Tekirdağ, nicht Tekirda, Helva, nicht Helwa, Mehmet, nicht Mechmet…bin ich pingelig? Außerdem sagt sie, dass Kebap übersetzt einfach „gekochtes Fleisch“ bedeutet. Äh…neee! Ich bin wahrlich kein Experte der türkischen Sprache, aber was sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen kann ist, dass Kebap das Gegenteil von gekochtem Fleisch ist. Es ist eher gegrillt oder gegart, aber nie gekocht. Sollte ich doch falsch liegen, bin ich gerne bereit, mich eines Besseren belehren zu lassen, aber das alles finde ich einfach ein wenig schade.

Aber gut, Texte sind auch wurscht, geht ja um die Rezepte. Und die sind toll. Ich könnte stundenlang darin blättern und immer wieder etwas Neues entdecken. Ich weiß gar nicht, wann ich das alles nachkochen soll? So oft kommen meine Eltern ja nun auch nicht zu Besuch und dem besten Ehemann von allen ständig türkisches Essen aufzutischen, würde unsere Beziehung doch arg strapazieren.

Die Bilder im Buch mag ich. Es finden sich Bilder von Land und Leuten, die in meinen Augen aber nicht immer der Schönheit und des Facettenreichtums dieses Landes gerecht werden, da für mich ein wenig zuviel „Dorfleben“ gezeigt wird. Ein paar weniger Kopftücher und Şalvars hätten es m. E. auch getan. Bei den Rezepten ist leider nicht jedes mit einem Bild unterlegt. Damit komme ich aber klar. Womit ich persönlich jetzt so gar nicht klarkam, war das Bild zum Rezept auf S. 129, Içli Köfte. Içli Köfte ist was GRANDIOSES! Es handelt sich dabei um Buletten aus Bulgur, die mit Hackfleisch und Walnüssen (diese aber auch nur optional) gefüllt sind. Es ist ein wenig aufwendig in der Herstellung und man muss als Laie schon wissen, wie Içli Köfte auszusehen haben, um die nachzumachen. Und was macht Frau Kitchen? Fotografiert zu diesem Rezept einen Sack voll Walnüsse. Oh Leanne, warum? HIER verlinke Euch mal ein Video von Orhan, der macht Euch das mal vor. 

Bitte lasst Euch jetzt aber von meinem kleinlichem Detailzerfetze nicht die Laune und die Freude an diesem Buch verderben, denn wie in jedem Kochbuch, geht es doch hauptsächlich um die Rezepte und um das Ausprobieren von für sich fremden Zutaten und Kombinationsmöglichkeiten. Ich bin ein großer Freund fremder Küchenkulturen, daher entspricht dieses Buch, trotz einiger Makel, die aber auch nur Türken auffallen, so ziemlich meinen Erwartungen. Es ist alles vertreten, was ich mir als Türkin unter einem türkischen Kochbuch vorstelle. Seien es die klassischen Lahmacun, die Yoghurt-Suppe, Imam Bayildi, Pogaca's oder auch Zerde und kandierter Kürbis. Darüber hinaus aber finden sich Rezepte zu Gerichten, von denen ich bisher nichts gehört hatte und über die ich mich sehr freue. (Kürbis-Hummus, pochierte Köfte, Mahmudiye, Pistazien-Tahin-Sauce und vieles vieles mehr). Die Rezepte finde ich anschaulich beschrieben und hatte beim nachmachen keine Probleme. Was mir persönlich fehlt, ist die Angabe der Zubereitungszeit. Und damit kommen wir auch schon zu dem, was ich bisher nachgekocht habe:

Beispielsweise einen Auberginen-Dip. Diesen habe ich extra für George rausgesucht, dem ich eigentlich schon vor Monaten versprochen hatte, ein Rezept dieser Art nachzuliefern. Als ich Mücver gemacht habe. Die werden bei uns nämlich immer mit Auberginen-Dip gegessen.
George, ich kann dazu sagen, dieser war es nicht. Der, den meine Mutter macht, schmeckt anders, ist flüssiger. Da muss ich sie doch mal für dich fragen.

Diese hier war eine hervorragende Beilage zum Grill. Genauso wie der Karotten-Kümmel-Dip, aber was mich komplett vom Hocker gehauen hat, waren die Simits. Ich habe sie genau nach Rezept gemacht und sie sind perfekt geworden und schmeckten genauso, wie sie schmecken sollten, nämlich nach Simit. J


Und deswegen kann ich Euch guten Gewissens dieses Buch empfehlen, es ist nämlich ein Schmuckstück und es macht mich glücklich.

Und wenn Ihr auch glücklich werden wollt, dann probiert mal diese Dips und backt ein paar Simits. Ja, vor allem die Simits:

Auberginen-Dipp für eine mittelgroße Schale

1,2kg Auberginen
80 ml natives Olivenöl extra (nehmt weniger und gießt bei Bedarf nach)
2 Knoblauchzehen, zerstoßen (Ok, eine hätte es sicher auch getan)
2,5 frisch gepresster Zitronensaft (oder nach Geschmack, also auch hier erstmal mit weniger anfangen)
250g Joghurt türkischer Art (keine Ahnung, was genau Leanne da meint, ich hab jetzt mal 125g 10%igen und 125g 3,5%igen gemixt)
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: 45 Min.)

Die Auberginen bei schwacher Hitze rund 20 Min. garen, bis die Haut ganz schwarz und das Innere weich ist. Oft wenden. Als Alternative (und das ist die Methode, die ich gewählt habe, denn Auberginen garen ist eine fiese Arbeit, die auch noch dafür sorgt, dass die Küche wunderbar intensiv nach Fett riecht) auf einem stark erhitzen Grill garen. Sobald sie kühl genug zum Anfassen sind, möglichst viel von der geschwärzten Haut entfernen und das Stielende stutzen. Fruchtfleisch in ein Sieb geben und etwa 20 Min. abtropfen lassen.

Diese dann in eine große Schüssel geben und mit einer Gabel gut zerdrücken. Olivenöl, Knoblauch, Zitronensaft und Joghurt dazugeben und gut verrühren. Mit Pfeffer und Salz würzen. Hält sich in einem luftdichten Behälter gut gekühlt mindestens zwei Tage.


Karotten-Kümmel-Dip für eine mittelgroße Schale

2,5 EL natives Olivenöl extra
700g Karotten, gerieben
0,5 TL Kümmelsamen
250g Joghurt türkischer Art (auch hier wieder: 125g 10%igen und 125g 3,5%igen gemixt)
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: 30 Min.)

Öl in einem Topf bei mittlerer bis schwacher Hitze erwärmen, Karotten zugeben, zudecken und 20 Min. kochen, bis die Karotten butterweich sind. Häufig umrühren, sonst brennen sie an. Vom Herd nehmen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Kümmel und Joghurt dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und gut verrühren. Hält sich in einem luftdichten Behälter gut gekühlt mindestens zwei Tage.

Simit (ergibt 10 Stück)

1 Msp. Zucker
60 ml Wasser
3 TL Trockenhefe
310 ml Wasser
500g Mehl
1,5 TL Salz
170ml (Trauben-)Pekmez (gibt’s beim Türken)
80ml Wasser
235g Sesamsamen
(Zubereitungszeit: ca. 2 Std. inkl. Ruhezeit)

Zucker und 60ml lauwarmes Wasser in einer kleinen Schüssel vermengen und die Hefe darübersprenkeln. Etwa 8 Min. (oder bis sich Schaum bildet) beiseitestellen, dann weitere 310 ml lauwarmes Wasser hinzugießen.

Mehl und Salz in einer Schüssel vermengen, dann die Hefemischung dazugeben und umrühren, bis ein grober Teig entsteht. Auf eine leicht bemehlte Fläche legen und 6-7 Min. kneten, bis der Teig sämig und elastisch ist. (Auch wenn ich diese Experience gerne selber gemacht hätte, habe ich doch kneten lassen. Nein, nicht von S., von einer Küchenmaschine). Dann den Teig zu einer Kugel formen und in eine leicht mit Öl bestrichene Schüssel legen. Dort wenden, bis er gelichmäßig eingeölt ist. Mit Frischhaltefolie abdecken und 1 Std. (oder bis er sein Volumen verdoppelt hat) an einen warmen, zugfreien Platz stellen.

Den Backofen auf 220°C vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche durchkneten und in 10 gleich große Stücke teilen. Pekmez in einer großen Schüssel mit 80ml Wasser vermengen. Die Sesamsamen auf einen großen Teller streuen. Jedes Teigstück einzeln mit den Händen zu zehn 55 cm langen „Seilen“ ausrollen. Diese so in der Mitte falten, dass die beiden Enden nebeneinander liegen; dann vom Brett nehmen und mit den Händen zu einem zweisträngigen Seil flechten. Wieder auf die Fläche legen und die Enden fest aneinanderpressen, so dass ein Ring entsteht. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren, bis Ihr 10 Ringe habt.

Jeden Ring vollständig in die Pekmez-Mischung tauchen, dann gut abtropfen lassen und vorsichtig in den Sesamsamen wälzen. Dann auf die Backbleche legen und etwa 20 Min. bei Zimmertemperatur beiseitestellen, bis der Teig etwas aufgegangen ist. Im Ofen 15-18 Min. backen (oder bis die Ringe goldbraun und durchgebacken sind). Abkühlen lassen.

Simits schmecken am besten frisch gebacken, halten sich aber luftdicht verschlossen im Kühlschrank bis zu 4 Wochen.


Viel Spaß beim Nachmachen!

1. Juni 2012

Kein wirklich besonderer Salat, aber dafür mit Fenchel.

Ich hab Euch vermisst, Ihr Schnecken, aber trotzdem hatte ich keine Motivation zu bloggen. Möglicherweise lag das an dem genialen Wetter über Pfingsten. Diese Tage habe ich ausnahmslos festgewachsen auf der Liege im Garten verbracht und das obwohl Jazzfestival in Moers war. Kennt Ihr das? Supergeil! Ich liebe es und bin sonst normalerweise täglich dort. Aber wenn die Sonne schon Überstunden macht, dann wollt ich mal nicht so sein...Nächstes Jahr wieder.

Bei dem Wetter haben wir hauptsächlich gegrillt und da entstanden Sachen, die ich Euch selbstverständlich nicht vorenthalten werde. Beginnen werde ich aber mit einem schnöden Salat, der wahrlich nichts besonderes ist, wäre da nicht der Fenchel, den wir da mit reingeschnibbelt haben. Großartige Zutat, leider etwas unsexy fotografiert, aber egal. 


Ja, Mensch..schade, dass die Sonne wieder weg ist, kann ich da nur sagen. Sollte sie wieder auftauchen, sag ich Euch Bescheid und dann schreibt Ihr das auf Eure Einkaufszettel:

Romana-Salat
Spitzpaprika
Gurken
Lauchzwiebeln
Petersilie
oder was auch immer Ihr in einem Salat mögt
PLUS
Fenchel!

Alles kleinschneiden und in eine Schüssel geben.

Dazu hab ich ein sehr leckeres Honig-Senf-Dressing gemixt, wozu Ihr folgende Zutaten braucht:

Olivenöl
weißer Balsamico
Senf
Honig
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: 10 Min.)

Alle Zutaten miteinander vermengen. (Alles ohne Mengenangaben. Einfach abschmecken, klappt bestimmt!)
Dressing mit dem Salat vermischen. (Muss man das eigentlich noch dazu schreiben? Ne, oder..)

Viel Spaß beim Nachmachen!

22. Mai 2012

Spargel-Erdbeersalat mit Orangen-Vinaigrette

Für mich (und für meine Schwiegermutter) nichts, wirklich nichts ungewöhnliches und eigentlich absolut logisch, Spargel und Erdbeeren um diese Jahreszeit miteinander zu kombinieren. Für unsere Mitesser aber eröffneten sich plötzlich ganz neue Welten, als wir diesen Salat servierten. 
. 

Ich muss sagen, die Kombi Spargel, Erdbeeren, Orangen und Basilikum kann was, probiert es bitte unbedingt mal aus! Außerdem auch mal eine schöne Alternative zu Spargel, welchen wir normalerweise mit Vorliebe in geschmolzener Butter (er) oder in Hollandaise (ich) ertränken. 

Inspiriert hat mich dieses Mal Ina. Danke dafür!

Und wer jetzt sagt: Oh mein Gott, das MUSS ich auch mal ausprobieren, für den kommt jetzt das Rezept:

500g Spargel, geschält und längs in Stücke geschnitten
250g Erdbeeren, geputzt und halbiert
Saft einer oder zwei Orangen
ein wenig Butterschmalz

Für die Vinaigrette:

2 EL weißen Balsamico
1 TL Senf
1 TL Vanillezucker
1 Schalotte, fein gewürfelt
2 EL Öl
1 TL Honig
2 EL Orangensaft
eine Msp. Orangenabrieb
Salz
Pfeffer

einige Stiele Basilikum, gehackt

(Zubereitungszeit: 25 Min.)

Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und Spargel darin andünsten. Saft der Orangen hinzufügen und den Spargel bissfest kochen.

Für das Dressing alle Zutaten bis auf den Basilikum miteinander verrühren und abschmecken.

Spargel und Erdbeeren mit der Vinaigrette mischen und den Basilikum unterrühren.


Viel Spaß beim Nachmachen!

9. April 2012

Gurkensalat

Einen Blogpost zu verfassen war jetzt nicht unbedingt eines der prioritären "to do's" an diesem Osterwochenende, aber weil ich gerade vor Langeweile umkomme und S. nicht im geringsten daran denkt, mich zu entertainen, hab ich mich jetzt mal vor den Rechner gesetzt, um euch diesen Gurkensalat zu zeigen. Danach mache ich mich vielleicht an die "to do's", die ich vor morgen unbedingt noch erledigt haben will (Küchenschränke auswischen. Kühlschrank von zum Leben erwachten Kulturen befreien, Kochbücher sortieren und bügeln). Vielleicht. 


Den Salat habe ich als Beilage zu einer Tarte gemacht. Der Grund war eigentlich, dass super viele auf dem Blog landen, weil sie nach "Gurkensalat wie im Lamershof" oder "Salatdressing Lamershof" oder "Zutaten Salatdressing Lamershof" oder so ähnlich suchen. Kann ich verstehen, denn das Dressing des Salats dort ist zwar oldschool aber echt lecker, daher hier mein Versuch, dem nahezukommen. Okay, Versuch vielleicht nicht zu 100% geglückt, aber das macht nichts. Denn das Resultat dieses Dressings ist genauso lecker. Werd ich wieder machen!

Also, an alle Lamershof-Freaks da draußen und alle anderen auch, ich bleib am Ball und bis dahin probiert doch mal das hier:

1 Salatgurke, gewaschen und in sehr feine Scheiben gehobelt
1 Schalotte, fein gewürfelt
4 EL Weißweinessig
3 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: 10 Min.)

Essig, Salz und Pfeffer verrühren und das das Olivenöl druntermischen. Auf die Gurkenscheiben geben und vorsichtig vermengen. 

Viel Spaß beim Nachmachen!

27. Februar 2012

Eiersalat

So ein Blog kann einen ganz schön in Gewissenskonflikte bringen. Ich habe den halben Urlaub tatsächlich mit so etwas wie schlechtem Gewissen verbracht. Mein letzter Blogpost ist schon ewig her und der Plan, im Urlaub den ein oder anderen Beitrag zu verfassen, scheiterte an der unerhörten Behauptung des Besten, ich sei internetsüchtig und nicht in der Lage, mal ein paar Tage ganz ohne auszukommen. (Wie kam er nur darauf?? Ich hatte doch lediglich ein Phone, ein Pad und ein Laptop dabei....) Deswegen habe ich versucht, so gut es geht, offline zu sein und meinem RL zu frönen. Das war toll und hatte wahrhaftig großen Erholungswert. Aaaber nützt ja nichts, was muss, das muss und hier kommt schnell ein Rezept aus vergangenen Tagen, welchen ich noch schnell raushauen will, bevor die alljährliche "Nach-dem-Urlaub-Diät" losgeht.


Ich hatte ich noch Eier und Joghurt im Kühlschrank und der Joghurt war sogar noch in einem Zustand, in dem es mich nicht fragte, wie mein Tag war. Also gab es diesen Eiersalat.

(Den Salat habe ich vor einiger Zeit schon verbloggt, trotzdem hier nochmal die Neuauflage mit schönerem Foto.)

Und hier kommt das Rezept für eine mittelgroße Schüssel Eiersalat, die als Beilage für irgendwas, was ich vergessen habe gedient hat, und ganze 6 Personen davon gegessen haben und selbstverständlich total lecker fanden:

6 - 8 hart gekochte Eier, in Würfel geschnitten
ca. 10 Gewürzgurken, in Würfel geschnitten
Gewürzgurkenwasser
1 - 1,5 Bund Petersilie, gehackt
1 Bund Schnittlauch, gehackt
ca. 250g Mayonnaise
ca. 150g Joghurt
3 TL Senf
Salz 
Pfeffer

(Zubereitungszeit: 10 Min.) 
Mayo, Senf, Joghurt und Kräuter verrühren. Eier und Gurken vorsichtig unterheben, mit Salz, Pfeffer und dem Gurkenwasser abschmecken. Fertig. 

(Mayo und Joghurt sind circa-Angaben. Da solltet Ihr am besten selber schauen, wieviel Ihr davon verwenden wollt. Einfach nach eigenem Geschmak zusammenmixen, würd ich sagen.)

Viel Spaß bem Nachmachen!

21. September 2011

(türkischer) Kartoffelsalat

Ich weiß gar nicht, ob dieser Kartoffelsalat jetzt besonders türkisch ist oder nicht, ich führe ihn in meiner Vorstellung von Kartoffelsalat jedenfalls unter "türkisch".


Und ich gebe zu, dies ist jetzt auch nicht gerade der hübscheste Salat unter Allahs Sonne, denn er wird während der Zubereitung sehr matschig, was aber gewollt ist. Ich persönlich finde ja, dass dieser Salat der leckerste Kartoffelsalat auf der gaaanzen Welt ist und wenn ich mal groß bin....ach ne.

Eigentlich gehört in diesen Salat noch haufenweise Petersilie, aber irgendwie war ich beim Schreiben der Einkaufsliste ein wenig neben der Spur. Habe zwar an Petersilie gedacht, aber Lauchzwiebeln aufgeschrieben. Beim Einkaufen habe ich wieder an Petersilie gedacht, aber zu Lauchzwiebeln gegriffen. Auch zuhause noch beim Schnibbeln der Lauchzwiebeln denke ich an Petersilie und erst dann fällt es mir auf. Tsts..verrückte Welt!
Trotzdem ist der Salat sehr lecker und ihr stellt Euch jetzt einfach noch ein wenig Grün darin vor und macht ihn ganz schnell mal nach. Egal ob mit Petersilie oder Lauchzwiebeln.

Und das braucht Ihr für eine kleine Schüssel meines 1A-türkischen-Kartoffelsalat-Traums:

500g Kartoffeln, gekocht und in mundgerechte Stücke geschnitten
1 Glas Senfgurken, in mundgerechte Stücke geschnitten
1-2 rote Zwiebeln, in Streifen geschnitten
4 Eier, hartgekocht und Streifen geschnitten
1 Bund Petersilie, gehackt
oder
2 Lauchzwiebeln, in Ringe geschnitten
oder beides
gutes Olivenöl
einige Spritzer Zitronensaft
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: 20 Min. + 20 Min. Wartezeit)

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Ca. 20 Min. ruhen lassen.


Viel Spaß beim Nachmachen!

11. September 2011

Paprika-Kichererbsenpüree

Auch dieser Urlaub ist nun zu Ende gegangen. Ja, Halleluja, soviel Urlaub erträgt doch auch keiner. Was bin ich froh, wieder ins Büro gehen zu dürfen. Gott, hat mir das gefehlt. Der nächste Urlaub ist zum Glück auch noch in weiter, weiter Ferne.

War nur ein Scherz!

Der beste Ehemann von allen und ich sind also wieder daheim und das einzige, was uns an dieser Tatsache freut, ist, dass wir wieder in Ruhe das essen können, was uns schmeckt und was wir selber kochen. 7 Tage lang Buffet ist echt hart. 7 Tage lang schlechtes Buffet ist noch härter und 7 Tage lang schlechtes Buffet mit 1300 anderen Leuten, welche wie Heuschrecken über das Essen fallen, ist quasi der Vorhof zur Hölle. Ne danke, müssen wir nicht nochmal haben.

Egal.

Weil das Wetter gestern so schön war, habe ich zum grillen etwas sehr leckeres und sehr schnell gemachtes gezaubert: Paprika-Hummus oder auch Paprika-Kichererbsenpüree.
 

Und so genießt Ihr die ganzen tollen Sonnentage, die vielleicht noch kommen, während ich wieder im Büro sitze und arbeite:

1 Dose Kichererbsen (soll ja schnell gehen!), im Sieb kalt abgespült und abgetropft
1 kleines Glas geröstete Paprika, abgetropft
2 Knoblauchzehen, geschält und grob gehackt
Salz
Cayennepfeffer
Cumin (Kreuzkümmel)
1-2 EL Zitronensaft

(Zubereitungszeit: 10 Min.)

Kichererbsen, Paprika und Knoblauch pürieren und mit Salz, Cayennepfeffer, Cumin und Zitronensaft abschmecken. 

Total schnell, oder?

Viel Spaß beim Nachmachen!

1. Juli 2011

Tomatensalat mit Sumach (Sumak)

Tomaten! Hab ich schon mal was mit Tomaten gebloggt? Ich glaube nicht. Dabei esse ich sehr gerne Tomaten. Früher bei meinen Eltern gab es keine Mahlzeit ohne Tomaten. Stellt Euch z.B. mal ein türkisches Frühstück ohne Tomaten vor. Das wäre wie Köln mit genügend Parkplätzen oder wie der beste Ehemann von allen mit einer Vorliebe für Gemüse oder wie ein Anhalter ohne Handtuch, um nur einige Beispiele zu nennen.
Aber seit ich mit ihm, dieser kulinarischen Herausforderung, zusammenlebe, finden Tomaten leider eher selten den Weg in unsere Küche. Er mag sie nämlich nicht!

Aber da meine Schwägerin seit neuestem die Biokiste abonniert hat und  direkt mal beachtliche Mengen des Inhalts nicht verarbeitet werden konnten, habe ich mich dazu bereit erklärt, einige Exemplare der Tomaten zu mir zu nehmen und einen Tomatensalat zu machen.


Das Rezept habe ich mir hier abgeguckt. Ich fand vor allen Dingen toll, dass ich endlich mal wieder etwas mit Sumach (Sumak) machen konnte, ich mag dieses Gewürz nämlich sehr gerne.

Und das braucht Ihr für ein kleines Schälchen perfekter Einstimmung auf den Sommerurlaub:

2 Tomaten, in mundgerechte Stücke geschnitten
2 Lauchzwiebeln, in feine Ringe geschnitten
2 Stiele frische Minze, gehackt
1/2 TL Sumach
1/2 TL Salz
1 EL gutes Olivenöl
Saft einer halben Zitrone (oder weniger, je nach Gusto)
optional: ein Schuß Tomatenessig

(Zubereitungszeit: 10 Min.)

Tomaten, Lauchzwiebeln und Minze in einer Schale vermengen und mit Sumach, Salz, Olivenöl und Zitrone (und Tomatenessig) vermischen.


Viel Spaß beim Nachmachen!

24. Juni 2011

Tortelloni-Salat

Tortelloni-Salate haben mich schon immer ziemlich angemacht, muss ich zugeben. Ich find die einfach lecker, egal wie sie schmecken. (Hä? Ja, geht!) Aber irgendwie  -und ich befürchte, da ist mal wieder nur eine ganz bestimmte Person in meinem Zwei-Personen-Haushalt dran schuld-, habe ich noch nie selbst einen gemacht.

Doch vorgestern hat meine Schwägerin zum Grillen eingeladen und bei solchen Anlässen bin ich immer die erste, die schreit: "Soll ich einen Salat mitbringen???? Soll ich, soll ich, soll ich??"  Ja, ich sollte! :-)

Super, denn zu solchen Anlässen komme ich immer dazu, meine ewig-lange-to-cook-Liste abzuarbeiten. In dem Fall diesen leckeren Tortelloni-Salat:


Zutaten für eine riesengroße Schüssel, wovon ca. 20 Leute sich bedient haben und trotzdem noch was übrigblieb, aber nicht weil es nicht geschmeckt hat..

3 Packungen Tortelloni mit Ricotta-Spinat-Füllung
Salz
Pfeffer
Zucker
3 Zwiebeln, fein gewürfelt
3 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
1 1/2 Bund Schnittlauch, in feine Röllchen geschnitten
15 EL Mayonnaise (man könnte auch sagen: ein kleines Glas)
500g Schmand oder Topfen
einige Spritzer Zitronensaft
800g Kirschtomaten, halbiert
1 Gurke, halbiert und in scheiben geschnitten (ich entferne immernoch den Glibber)
300g Kabanossi, schräg in Scheiben geschnitten
300g (2 Pck) Rucola, vom harten Stielansatz entfernt und klein gezupft

(Zubereitungszeit: 30 Min.)

Tortelloni nach Packungsanweisung garen, abgießen, abtropfen und auskühlen lassen.

Mayo und Schmand oder Topfen mit Salz, Pfeffer, Zucker und Zitronensaft verrühren. Zwiebel, Knoblauch und Schnittlauch unterrühren. Mit den Tortelloni mischen und ca. 30 Min. ziehen lassen.

Gurken, Tomaten, Kanbanossi und Rucola unter die Tortelloni heben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Viel Spaß beim Nachmachen!

18. Mai 2011

Radieschensalat mit gebackenem Schafskäse

Der Sommer ist ja nicht mehr weit und die Bikinifigur formt sich leider auch nicht von alleine, daher heute mal wieder Salat. Radieschen sind mal was anderes und Mungobohnensprossen gibt es auch nicht jeden Tag, also durften die auch noch mit. Dazu dieser gebackene Schafskäse...echt total lecker, obwohl ich Opfer natürlich Feta light gekauft hatte. Mein Mann hatte den normalen und ich habe probiert. Beides gut. Feta light ist etwas milder, der normale schon recht würzig. Grundsätzlich ziehe ich richtige Produkte den Light-Sachen vor, aber in dem Fall muss ich sagen hat mir der Light-Käse besser geschmeckt. Probiert es einfach aus.


Dazu gab es eine richtig richtig tolle Paprikacreme:


Ich habe die letztes Wochenende in einem kleinen Laden in Krefeld gekauft, die gibt es aber auch im Netz. Zu dem würzigen Schafskäse passte dieses süßlich-fruchtige Chutney ganz hervorragend.

Zu den Zutaten für zwei Personen:

(Zubereitungszeit: 30 Min.)

Der Salat:

2 kleine Romana-Salatköpfe, in mundgerechte Stücke gezupft
5 Radieschen, in dünne Scheiben geschnitten
1 Gurke, geschält, halbiert und in Scheiben geschnitten (ich kratze auch noch das Innere aus)
2 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten

Alles ab in eine große Schüssel.

Das Honig-Senf-Dressing: 

5 EL Olivenöl
3 EL heller Balsamico
1 TL Honig
1 TL Senf
Salz
Pfeffer

Alles miteinander vermischen und auf den Salat geben.

Der Schafskäse:

1 Packung Feta (light), in 4 Teile geschnitten
1 Ei, verquirlt
40g Semmelbrösel
30g Haselnüsse, gemahlen
Rosmarin (frisch wäre natürlich super, ich hatte getrockneten)
Thymian (s. Rosmarin)

Semmelbrösel, Haselnüsse und Kräuter vermischen. Den Schafskäse erst im Ei und dann in der Panade wälzen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und ca. 15 Min. bei 200°C im vorgeheizten Backofen backen.

Der Rest:

Mungobohnensprossen
Minze, getrocknet

Salat mit Mungobohnensprossen garnieren, mit Schafskäse anrichten und mit getrockneter Minze würzen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

11. Mai 2011

griechischer / türkischer Bauernsalat

Was ist das Geheimnis eines wirklich guten Bauernsalates? "Blut"...dachte ich..."könnte nicht schaden" und sägte mir kurzerhand die Daumenkuppe beim Zubereiten ab. Aber ne, das war es nicht, es war wahrscheinlich der Tomatenessig, den ich mir mal aus dem KaDeWe mitgenommen hatte.

Da ich aber mit 'nem halben Daumen nicht mehr in der Lage war, weiterzuschnibbeln, musste der beste Ehemann von allen den Salat fertig zubereiten. Was man auch sieht, wie ich finde. Seht Ihr diese riesen Tomatenstücke dadrin? Das war Er!


Der Salat war wirklich sehr lecker. Das einzige, was mich hieran stört, ist die dunkle Farbe des Dressings. Es sieht im Salat irgendwie nach Matsche aus. Ich habe ihn mit Aceto Balsamico zubereitet, aber heller Balsamico geht da sicher auch.

Zutaten für 4 Personen:

1 Gurke, geschält, geviertelt und in Scheiben geschnitten
1 rote Paprika, in schmale Streifen geschnitten
1 gelbe Paprika, in schmale Streifen geschnitten
500g Tomaten, geviertelt (oder noch kleiner geschnibbelt)
schwarze Oliven, entkernt
1 Pck. Feta, in Würfel geschnitten

Für das Dressing:

5 EL Olivenöl
3 EL Aceto Balsamico
2 EL Tomatenessig (geht aber auch ohne)
1 TL Zitronensaft
1 TL Minze, getrocknet
1 TL Oregano
Salz
Cayennepfeffer (oder normaler schwarzer Pfeffer)

(Zubereitungszeit ohne ziehen lassen: 15 Min.)

Für den Salat alle Zutaten in eine Schüssel geben und vermengen.

Für das Dressing alle Zutaten miteinander vermischen, mit Pfeffer abschmecken unter den Salat rühren. Das ganze ca. 30 Min. ziehen lassen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

PS: Daumenkuppen sind viel zu überbewertet!

PPS: Schaut doch mal Cookmania vorbei. Sie hat da nämlich ein kleines Gewinnspiel auf Ihrem Blog. Thema ist "vegetarisches Grillen". Und wenn da mein Bauernsalat nicht reinpasst, weiß ich auch nicht. Trotz Blut.... ;-)

6. Mai 2011

Feta-Päckchen

Seid gegrüßt, meine lieben Grillfreunde da draußen!

Ich hoffe, es geht Euch gut und Ihr freut Euch genauso auf das Wochenende wie ich. Das Thermometer soll auf bis zu 30°C steigen und wie wir alle wissen, ist es dann verboten, drinnen zu essen. Bei solchen Temperaturen muss man nämlich das Grillbesteck zücken und die Lieblingsbeschäftigung  nach draußen verlagern. 

Und damit nicht nur Jungs was vom Grillen haben, habe ich heute ein Rezept, welches die Mädchenherzen (hoffentlich) höher schlagen lassen wird. Feta-Päckchen mit getrockneten Tomaten! YAY!


Gehen schnell, sehen gut aus und schmecken auch noch.

Ja, ich weiß, nicht alle meine Versuche mit Feta und getrockneten Tomaten sind optimopti verlaufen in letzter Zeit, aber das hier entschädigt ein wenig dafür. Ich und Feta haben uns wieder lieb.

Für 4 Päckchen braucht Ihr:

500g Feta, in 1 cm dicke Scheiben geschnitten
120g getrocknete Tomaten in Öl, in grobe Streifen geschnitten
3 Knoblauchzehen, in dünne Scheiben geschnitten
2-3 Thymianstiele (oder getr. Thymian like moi)
4 TL Pinienkerne
Pfeffer aus der Mühle
8 Stücke Alufolie

(Zubereitungszeit ohne Grillen: 5 Min)

Die Pinienkerne in der Pfanne ohne Fett rösten.

Jeweils zwei Alufolie-Stücke aufeinander legen und das obere Stück dünn mit dem Öl der Tomaten bestreichen. 
Auf jdee Folie als erstes gleichmäßig die Knoblauchscheiben verteilen, dann abwechselnd Fetascheiben, getrocknete Tomaten und Thymianstiele (oder getr. Thymian) auf die Folie legen. Jeweils 1 TL geröstete Pinienkerne und etwas Pfeffer drüber streuen. 

Die Alufolie über dem Feta und an den Seiten sorgfältig schließen und ca. 10 Min. auf dem Grill garen.


Viel Spaß beim Grillen!