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13. Dezember 2013

Rezension: A Game of Thrones - Das Lied von Eis und Feuer - Das offizielle Kochbuch

Wieso ich irgendwann auf die Idee kam, mir freiwillig eine fiktive Serie, welche in einer mittelalterlichen Welt spielt und in welcher es um Ritter und Könige, Kriege und politische Intrigen, Magie und Untote geht, anzuschauen, weiß ich gar nicht mehr. Das ist nämlich gar nicht so mein Genre und ich habe noch schmerzhaft den „Herr der Ringe“-Zwangs-Marathon vor Augen, den ich dem besten Ehemann von allen zuliebe mitgemacht habe. Es lag wahrscheinlich an der Omnipräsenz dieser Serie zu der Zeit. Ich denke, ich musste mal schauen, was an dem Hype um die Baratheons, Lennisters, Starks und Targaryens dran ist. Und nach anfänglichen Startschwierigkeiten bin ich aber ganz schnell ganz großer Fan geworden und konnte es kaum erwarten, die nächste Folge zu sehen. Ich habe viele, viele Abende damit verbracht und war am Ende von Staffel 3 soweit, dass ich nicht wusste, welchen Sinn mein armseliges Leben ohne eine Folge GoT am Abend haben könnte. Staffel 4 war und ist noch in Arbeit und das Ausstrahlungsdatum liegt in weiter Ferne und die Zeit bis dahin ohne GoT erschien mir doch etwas lang, so dass ich mir sogar noch die Bücher geholt habe. Die übrigens auch für Leute, die die Serie schon kennen, sehr empfehlenswert ist, da man durch die Bücher sehr viel mehr Hintergrundwissen über die Charaktere erhält und Zusammenhänge oft viel besser dargestellt werden. 



Mittlerweile gibt es also auch ein Kochbuch. Warum wurde ein Kochbuch dazu gemacht? Das versteht man erst, wenn man sich tatsächlich die Bücher ansieht. George R.R. Martin hatte augenscheinlich eine besondere Freude daran, das Essen, welches in den Romanen verspeist wird, ausführlich und mit sehr viel Liebe zum Detail zu beschreiben, so klar und lebendig, dass man direkt Lust bekommt, mitzuessen. Nicht immer trifft es den allgemeinen Geschmack, aber das muss es ja auch nicht. Schließlich spielt das ganze auch zu einer ganz anderen Zeit. Jedenfalls dachten sich die Autorinnen Chelsea Monroe-Cassel und Sariann Lehrer, dass man daraus doch sicher was machen könnte und fingen an, einiges aus dem Roman in die Tat umzusetzen. Erst in Ihrem Blog „The Inn at the Crossroads“ und dann in ebendiesem Kochbuch. Und das war wahrhaftig eine gute Idee. 

Man trifft bei einem solchen Vorhaben zwangsläufig auf die ein oder andere Schwierigkeit. So sind z.B. viele altertümliche Zutaten nicht mehr so einfach zu beschaffen oder man will einfach keine Taube essen. Für solche Fälle ist zu Anfang des Buches eine schöne Auflistung vieler alternativ-Zutaten zu finden. 

Das Buch beginnt mit einleitenden Worten von George R.R. Martin und den Autorinnen und der bereits erwähnten Auflistung alternativer Zutaten. Geht weiter zur Beschreibung der Grundlagen mittelalterlicher Küche und stellt daraufhin noch den fiktiven Kontinent Westeros mit seinen verschiedenen, von Martin großartig erdachten, Gebieten vor. Dann beginnt der Hauptteil, die Rezepte. Diese beginnen immer mit einer Passage aus den Romanen, in der das Gericht, um das es geht, erwähnt wird. Lasst mich Euch zwei Beispiele nennen:

„Das Bier war braun, das Brot schwarz und der Eintopf cremig weiß. Sie servierte ihn in einem ausgehöhlten, altbackenen Brotlaib. Lauch, Karotten, Graupen und weiße und gelbe Rüben waren darin, außerdem Muscheln und Dorsch- und Krebsfleischstücke, in einem Sud aus dickem Rahm und Butter.“ (Schwesterneintopf aus „A Dance with Dragons“)

„Als sie am nächsten Morgen erwachten, war das Feuer erloschen und der Liddle war verschwunden, doch er hatte Ihnen eine Wurst da gelassen und ein Dutzend Haferplätzchen, ordentlich in ein grünweißes Tuch eingeschlagen. In einige der Plätzchen waren Pinienkerne eingebacken, in andere Brombeeren. Bran aß von beiden eines, konnte sich aber nicht entscheiden, welches er lieber mochte.“ (Haferplätzchen aus „A Storm of Swords“)

Das ist schon ziemlich großes Tennis, was der Autor der Romane, der von sich selber behauptet, nicht kochen zu können, ausgedacht hat, findet ihr nicht auch?

Die Rezepte an sich sind dann am Ende des Tages gar nicht so abenteuerlich, wie man sich das vielleicht vorstellt. Okay, es gibt Klapperschlage oder aber auch schon mal was mit Heuschrecken, aber im Großen und Ganzen ist alles durchaus sehr gut nachkochbar. Die Autorinnen haben sich darüber hinaus nicht nur die Mühe gemacht, die „mittelalterlichen Rezepte“ zu kreieren, sondern haben zu fast jedem Rezept auch noch eine moderne Variante erstellt. Finde ich super, denn wie gesagt, nicht jeder steht auf Taube. Was ich sehr gut finde, ist die Angabe der Zubereitungszeit. Ich lege großen Wert darauf, das schon vorher zu erfahren, ohne mir ein Rezept komplett durchlesen zu müssen. Ein paar einleitende Worte zu jedem Rezept fehlen auch nicht, das macht das Buch insgesamt sehr sympathisch und liebevoll. Ich finde, einfach so niedergeschriebene Rezepte ohne Text in einem Kochbuch immer ganz ätzend, da fehlt ein wenig Persönlichkeit. Das ist hier gar nicht der Fall. 



Bilder lassen sich mit einem Klick darauf vergrößern.
Am Ende findet man dann noch den obligatorischen Index und einige Menüvorschläge. 

Insgesamt ein durch und durch gelungenes Kochbuch, was mit Sicherheit das Fan-Herz einen jeden GoT-Anhängers höher schlagen lassen wird. Jetzt, so kurz vor Weihnachten sicherlich eine tolle Geschenkidee!

Das Buch an sich ist ein kleines Schmuckstück. Matt-schwarz mit glänzend abgesetzten, fast schon orientalisch anmutenden Ornamenten und goldener Schrift, kommt es in einer schön handlichen Größe von 21 x 20 cm daher und hat 224 Seiten. Es ist erschienen im Zauberfeder-Verlag und kann dort unter www.zauberfeder-shop.de auch für 24,90 € bestellt werden. 

Natürlich habe ich auch etwas aus dem Buch nachgebacken, so viel kann ich verraten. Was, das erfahrt Ihr morgen. 

Von mir gibt es jedenfalls eine uneingeschränkte Kaufempfehlung. Für diejenigen, die die Serie nicht kennen, vielleicht ein wenig weniger interessant, aber für GoT-Kenner ein absolutes Muss, wenn Ihr mich fragt. Ich danke dem Zauberfeder-Verlag sehr für das kostenfreie Bereitstellen des Buches. Dies hat allerdings keinerlei Einfluss auf meine Meinung.


Wie sieht's aus mit Euch? Steht Ihr auf Game of Thrones? 

24. August 2012

Dänische Reiscrème mit Kirschsauce

Wie Ihr ja wisst, liebe ich Reis über alles. Reis geht immer und überall. Morgens, mittags, abends, nachts - egal, geht einfach immer. Was aber bisher gar nicht ging, war Milchreis. Den fand ich, trotz meiner wirklich kaum zu beschreibenden Liebe zu Reis (ich übertreibe nicht!) e-k-e-l-h-a-f-t. Wohl weil Milchreis süß ist und Reis und süß zusammen verursachte bisher Error in meinem Köpfchen. Wieso sich das schlagartig geändert hat, kann ich euch nicht sagen, aber darauf kommt es nicht an.

Ich blätterte also neulich in meinem ultimativem Reis-Kochbuch und entdeckte das Rezept für die dänische Reiscrème und hatte sofort Bock drauf. Ich hatte auch zufällig alle Zutaten im Haus, wobei ich bis heute nicht weiß, warum ich Schattenmorellen im Schrank hatte, aber ok.

Das Kochbuch ist auch überhaupt so toll. Nennt sich "Das große Reis Kochbuch" von h.f.ullmann und ist ein Imprint der Tandem Verlag GmbH. (Für diejenigen, die es auch haben wollen) Und es beinhaltet ausnahmslos nur Reisgerichte aus aller Welt. Super. Große Liebe. Aber trotzdem ein wenig vernächlässigt, deswegen nehme ich hiermit auch noch mal eben schnell am Dauerevent "DKduW" teil, aber das nur nebenbei erwähnt.

So sah dieser Traum von Reiscrème also aus:


und war u-n-g-l-a-u-b-l-i-c-h lecker.

Naja, und weil die Reiscrème nicht nur unglaublich lecker, sondern auch noch unglaublich einfach zu machen war, kommt hier das Rezept für 6 Personen, welches ich haargenau so gekocht habe ... für zwei. Jetzt ratet mal, wie lange wir an diesem Milchreis gegessen haben...puuh, ich sag euch, ganz schön lange. Reis macht schnell satt.

220g Rundkornreis (Milchreis)
1l Milch
1 EL Vanillezucker
2 EL feiner Zucker
310ml Sahne, steif geschlagen
2 EL ganze Mandeln (geschält oder ungeschält), grob gehackt

Für die Kirchsauce:

425g entsteinte eingemachte Süßkirschen
3 EL Maisstärke

(Zubereitungszeit: 50 - 60 Min.)

Reis und Milch in einem Topf zugedeckt bei schwacher Hitze ca. 30 Min. kochen oder so lange bis der Reis gar und die Mischung dick-cremig ist. Ab und an rühren, damit der Reis nicht klumpt und am Topfboden klebt.

Vom Herd nehmen und beide Zuckersorten einrühren.

Den Reis in eine große Schüssel geben und mit Frischhaltefolie abdecken. Bei Zimmertemperatur abkühlen, währenddessen ab und zu rühren.

Den abgekühlten Reis wieder umrühren, um die Körner zu trennen. Die geschlagene Sahne und die gehackten Mandeln unter den Reis heben und in den Kühlschrank stellen.

Für die Sauce die Maisstärke mit 2 EL Wasser verrühren. Die Kirschen samt Flüssigkeit in einem kleinen Topf geben und die Stärkemischung unterrühren. Bei mittlerer Hitze unter Rühren kochen, bis die Sauce andickt. Vom Herd nehmen.

Reis in Schälchen geben und die heiße Sauce drauf gießen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

18. Juli 2012

Auberginen-Dip, Karotten-Kümmel-Dip und..whoa.. Simit! Außerdem noch ein bißchen Geblubber über das Kochbuch "Pişmek – Kochen auf Türkisch"

Kennt Ihr das? Verliebt sein? Nicht in eine Person, sondern in ein Buch? Ein Kochbuch? Guckt nicht so, das geht! Ich bin offiziell verliebt. In dieses Buch. Es handelt sich dabei um das Kochbuch „Pişmek – Kochen auf Türkisch“, erschienen im Collection Rolf Heyne Verlag. (272 Seiten, 23,3 x 26,5 cm, 115 Rezepte, Gebunden, Fadenheftung, Leseband, Schutzumschlag mit Prägung. Erscheinungsdatum: 16.02.2012, ISBN-13: 978-389910523-, 39,90 €) 
via
Und das komische daran ist, ich wusste es! Ich wusste, ich würde mich verlieben, noch bevor ich es in den Händen halte. Obwohl die Geschichte unserer Liebe erst unter keinem glücklichen Stern stand.

Es fing alles damit an, dass ich eine unglaubliche, wunderschöne und herzerfüllende Reise in die Türkei gemacht habe. 10 Tage lang (viel zu kurz) bin ich durch das Land gereist, welches ich gerne als meine Heimat bezeichnen würde, aber nicht kann. Das liegt daran, dass dieses Land für mich (leider) immer noch so groß, so weit und so fremd ist. Obwohl mich die Menschen in diesem Land, ihre Lebensweise, ihre Traditionen und ihre Bräuche schon mein Leben lang begleiten und vertraut sind. Fremd und vertraut zugleich. Auch das geht.

Ich habe während dieser Reise nicht nur viel gesehen und gelernt, mich gefreut und gelacht, geweint und geärgert, ich habe auch gegessen. Und das nicht zu knapp. Aber dafür auch gut, sehr gut und sehr abwechslungsreich. Und mit jeder Mahlzeit habe ich mich gefragt, wieso ich nicht noch viel öfter türkisch koche? Schließlich hab ich die Wurzeln und das Talent (Yeah, man!) und weiß Allah genug Quellen, auf die ich zurückgreifen kann. Und genau da liegt der springende Punkt. Irgendwie konnte ich es mit mir selber nicht vereinbaren, ein türkisches Kochbuch zu Hilfe zu nehmen. Was soll denn meine Mutter denken, wenn sie das sieht? Sie wäre von Grund auf erschüttert, um es mal optimistisch zu formulieren. („Ein türkisches Kochbuch? Für so viel Kohle? Spinnt die? Warum hat das Kind denn nicht mich gefragt? Halloohoo?“ So oder zumindest so ähnlich stelle ich mir in dem Zusammenhang die Gedankengänge meiner Mutter vor.)

So kam es also, dass ich dieses Buch oft in der Buchhandlung begutachtet und wieder weggelegt habe. Oft online in das Warenkörbchen gelegt und die Seite wieder geschlossen habe, aber es nie ganz vergessen konnte. Erst recht nicht, als dann auch noch überall Berichte über dieses Buches erschienen sind.

Doch dann schickte mir der Collection Rolf Heyne Verlag ein Rezensionsexemplar (Vielen Dank dafür!)  und so fanden das Buch und ich am Ende doch noch zueinander. Und sind seitdem glücklich vereint. Romantisch, oder?

Es gibt, wie in jeder Beziehung, aber auch Punkte, die mich stören. Nein stören ist das falsche Wort. Punkte, mit denen ich weniger zufrieden bin als mit anderen. Zu Beginn wäre da die Autorin.

Leanne Kitchen.
Leanne Kitchen, die Köchin.
Leanne Kitchen, die Köchin und Kochbuchautorin.
Ja, sicher!

Okay, egal. Der Name ist wurscht, was mich vielmehr stört ist die Tatsache, dass es nicht von einem türkischen Autor / einer türkischen Autorin geschrieben wurde. Das würde es für mich ein wenig authentischer machen. Dann hätten es vielleicht auch die türkischen Namen aller Gerichte ins Buch geschafft und nicht nur die deutsche Bezeichnung, die meistens nur aus einer Aneinanderreihung der Bestandteile des Gerichts bestehen. Und vielleicht wäre dann auch der ein oder andere Fehler im Text nicht vorgekommen. Ich nenne da jetzt einfach mal wild ein paar Beispiele: Oklava, nicht Olava, oder Tekirdağ, nicht Tekirda, Helva, nicht Helwa, Mehmet, nicht Mechmet…bin ich pingelig? Außerdem sagt sie, dass Kebap übersetzt einfach „gekochtes Fleisch“ bedeutet. Äh…neee! Ich bin wahrlich kein Experte der türkischen Sprache, aber was sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen kann ist, dass Kebap das Gegenteil von gekochtem Fleisch ist. Es ist eher gegrillt oder gegart, aber nie gekocht. Sollte ich doch falsch liegen, bin ich gerne bereit, mich eines Besseren belehren zu lassen, aber das alles finde ich einfach ein wenig schade.

Aber gut, Texte sind auch wurscht, geht ja um die Rezepte. Und die sind toll. Ich könnte stundenlang darin blättern und immer wieder etwas Neues entdecken. Ich weiß gar nicht, wann ich das alles nachkochen soll? So oft kommen meine Eltern ja nun auch nicht zu Besuch und dem besten Ehemann von allen ständig türkisches Essen aufzutischen, würde unsere Beziehung doch arg strapazieren.

Die Bilder im Buch mag ich. Es finden sich Bilder von Land und Leuten, die in meinen Augen aber nicht immer der Schönheit und des Facettenreichtums dieses Landes gerecht werden, da für mich ein wenig zuviel „Dorfleben“ gezeigt wird. Ein paar weniger Kopftücher und Şalvars hätten es m. E. auch getan. Bei den Rezepten ist leider nicht jedes mit einem Bild unterlegt. Damit komme ich aber klar. Womit ich persönlich jetzt so gar nicht klarkam, war das Bild zum Rezept auf S. 129, Içli Köfte. Içli Köfte ist was GRANDIOSES! Es handelt sich dabei um Buletten aus Bulgur, die mit Hackfleisch und Walnüssen (diese aber auch nur optional) gefüllt sind. Es ist ein wenig aufwendig in der Herstellung und man muss als Laie schon wissen, wie Içli Köfte auszusehen haben, um die nachzumachen. Und was macht Frau Kitchen? Fotografiert zu diesem Rezept einen Sack voll Walnüsse. Oh Leanne, warum? HIER verlinke Euch mal ein Video von Orhan, der macht Euch das mal vor. 

Bitte lasst Euch jetzt aber von meinem kleinlichem Detailzerfetze nicht die Laune und die Freude an diesem Buch verderben, denn wie in jedem Kochbuch, geht es doch hauptsächlich um die Rezepte und um das Ausprobieren von für sich fremden Zutaten und Kombinationsmöglichkeiten. Ich bin ein großer Freund fremder Küchenkulturen, daher entspricht dieses Buch, trotz einiger Makel, die aber auch nur Türken auffallen, so ziemlich meinen Erwartungen. Es ist alles vertreten, was ich mir als Türkin unter einem türkischen Kochbuch vorstelle. Seien es die klassischen Lahmacun, die Yoghurt-Suppe, Imam Bayildi, Pogaca's oder auch Zerde und kandierter Kürbis. Darüber hinaus aber finden sich Rezepte zu Gerichten, von denen ich bisher nichts gehört hatte und über die ich mich sehr freue. (Kürbis-Hummus, pochierte Köfte, Mahmudiye, Pistazien-Tahin-Sauce und vieles vieles mehr). Die Rezepte finde ich anschaulich beschrieben und hatte beim nachmachen keine Probleme. Was mir persönlich fehlt, ist die Angabe der Zubereitungszeit. Und damit kommen wir auch schon zu dem, was ich bisher nachgekocht habe:

Beispielsweise einen Auberginen-Dip. Diesen habe ich extra für George rausgesucht, dem ich eigentlich schon vor Monaten versprochen hatte, ein Rezept dieser Art nachzuliefern. Als ich Mücver gemacht habe. Die werden bei uns nämlich immer mit Auberginen-Dip gegessen.
George, ich kann dazu sagen, dieser war es nicht. Der, den meine Mutter macht, schmeckt anders, ist flüssiger. Da muss ich sie doch mal für dich fragen.

Diese hier war eine hervorragende Beilage zum Grill. Genauso wie der Karotten-Kümmel-Dip, aber was mich komplett vom Hocker gehauen hat, waren die Simits. Ich habe sie genau nach Rezept gemacht und sie sind perfekt geworden und schmeckten genauso, wie sie schmecken sollten, nämlich nach Simit. J


Und deswegen kann ich Euch guten Gewissens dieses Buch empfehlen, es ist nämlich ein Schmuckstück und es macht mich glücklich.

Und wenn Ihr auch glücklich werden wollt, dann probiert mal diese Dips und backt ein paar Simits. Ja, vor allem die Simits:

Auberginen-Dipp für eine mittelgroße Schale

1,2kg Auberginen
80 ml natives Olivenöl extra (nehmt weniger und gießt bei Bedarf nach)
2 Knoblauchzehen, zerstoßen (Ok, eine hätte es sicher auch getan)
2,5 frisch gepresster Zitronensaft (oder nach Geschmack, also auch hier erstmal mit weniger anfangen)
250g Joghurt türkischer Art (keine Ahnung, was genau Leanne da meint, ich hab jetzt mal 125g 10%igen und 125g 3,5%igen gemixt)
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: 45 Min.)

Die Auberginen bei schwacher Hitze rund 20 Min. garen, bis die Haut ganz schwarz und das Innere weich ist. Oft wenden. Als Alternative (und das ist die Methode, die ich gewählt habe, denn Auberginen garen ist eine fiese Arbeit, die auch noch dafür sorgt, dass die Küche wunderbar intensiv nach Fett riecht) auf einem stark erhitzen Grill garen. Sobald sie kühl genug zum Anfassen sind, möglichst viel von der geschwärzten Haut entfernen und das Stielende stutzen. Fruchtfleisch in ein Sieb geben und etwa 20 Min. abtropfen lassen.

Diese dann in eine große Schüssel geben und mit einer Gabel gut zerdrücken. Olivenöl, Knoblauch, Zitronensaft und Joghurt dazugeben und gut verrühren. Mit Pfeffer und Salz würzen. Hält sich in einem luftdichten Behälter gut gekühlt mindestens zwei Tage.


Karotten-Kümmel-Dip für eine mittelgroße Schale

2,5 EL natives Olivenöl extra
700g Karotten, gerieben
0,5 TL Kümmelsamen
250g Joghurt türkischer Art (auch hier wieder: 125g 10%igen und 125g 3,5%igen gemixt)
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: 30 Min.)

Öl in einem Topf bei mittlerer bis schwacher Hitze erwärmen, Karotten zugeben, zudecken und 20 Min. kochen, bis die Karotten butterweich sind. Häufig umrühren, sonst brennen sie an. Vom Herd nehmen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Kümmel und Joghurt dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und gut verrühren. Hält sich in einem luftdichten Behälter gut gekühlt mindestens zwei Tage.

Simit (ergibt 10 Stück)

1 Msp. Zucker
60 ml Wasser
3 TL Trockenhefe
310 ml Wasser
500g Mehl
1,5 TL Salz
170ml (Trauben-)Pekmez (gibt’s beim Türken)
80ml Wasser
235g Sesamsamen
(Zubereitungszeit: ca. 2 Std. inkl. Ruhezeit)

Zucker und 60ml lauwarmes Wasser in einer kleinen Schüssel vermengen und die Hefe darübersprenkeln. Etwa 8 Min. (oder bis sich Schaum bildet) beiseitestellen, dann weitere 310 ml lauwarmes Wasser hinzugießen.

Mehl und Salz in einer Schüssel vermengen, dann die Hefemischung dazugeben und umrühren, bis ein grober Teig entsteht. Auf eine leicht bemehlte Fläche legen und 6-7 Min. kneten, bis der Teig sämig und elastisch ist. (Auch wenn ich diese Experience gerne selber gemacht hätte, habe ich doch kneten lassen. Nein, nicht von S., von einer Küchenmaschine). Dann den Teig zu einer Kugel formen und in eine leicht mit Öl bestrichene Schüssel legen. Dort wenden, bis er gelichmäßig eingeölt ist. Mit Frischhaltefolie abdecken und 1 Std. (oder bis er sein Volumen verdoppelt hat) an einen warmen, zugfreien Platz stellen.

Den Backofen auf 220°C vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche durchkneten und in 10 gleich große Stücke teilen. Pekmez in einer großen Schüssel mit 80ml Wasser vermengen. Die Sesamsamen auf einen großen Teller streuen. Jedes Teigstück einzeln mit den Händen zu zehn 55 cm langen „Seilen“ ausrollen. Diese so in der Mitte falten, dass die beiden Enden nebeneinander liegen; dann vom Brett nehmen und mit den Händen zu einem zweisträngigen Seil flechten. Wieder auf die Fläche legen und die Enden fest aneinanderpressen, so dass ein Ring entsteht. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren, bis Ihr 10 Ringe habt.

Jeden Ring vollständig in die Pekmez-Mischung tauchen, dann gut abtropfen lassen und vorsichtig in den Sesamsamen wälzen. Dann auf die Backbleche legen und etwa 20 Min. bei Zimmertemperatur beiseitestellen, bis der Teig etwas aufgegangen ist. Im Ofen 15-18 Min. backen (oder bis die Ringe goldbraun und durchgebacken sind). Abkühlen lassen.

Simits schmecken am besten frisch gebacken, halten sich aber luftdicht verschlossen im Kühlschrank bis zu 4 Wochen.


Viel Spaß beim Nachmachen!

18. Juni 2012

Myriam's Erdbeerglück

Ich mag keine Marmelade. Überhaupt nicht. Ich esse zum Frühstück eher herzhaftes und wenn ich süß esse, dann eigentlich nur Rübenkraut. Aber jedes Jahr ab Mai mutiere ich für einige Wochen zum totalen Marmeladen-Junkie, nämlich dann, wenn Myriam Ihr Erdbeerglück unter's Volk bringt.


Und weil diese Marmelade die leckerste selbstgemachte Erdbeer-Marmelade Duisburgs ist, möchte ich Euch diesen (Geheim-)Tipp mit auf dem Weg geben. Nett von mir, oder? 

Kaufen kann man es ganz einfach im Café Glück auf der Obermauerstraße 39 in Duisburg. Oder bei Myriam direkt. Die erreicht Ihr über mich. Und sie verschickt sogar! Wenn man das Porto übernimmt. Diese liegen laut meiner Internetrecherche so ungefähr bei 4,10 €.  Es gibt die Marmelade in 3 Größen: 

150g - 2,70€, 
260g - 4,20€ und 
320g - 5,20€. 

Sie macht auch eine Rückgabeaktion: Wer 5 leere zurückbringt, bekommt ein kleines volles geschenkt und wer 10 leere zurückbringt, bekommt ein großes. Na, ist das was? 

Wer also tolles, selbstgemachtes Erdbeerglück möchte, bewegt seinen Astralkörper schnell ins Café Glück oder schreibt mir ne Mail an: kontakt@restaurant-am-ende-des-universums.de.

So Myriam, das macht jetzt mindestens Erdbeer-Marmelade for free bis ins Jahr 2025, oder? ;-)

1. Dezember 2011

Scheiße, was koche ich heute? - Die Auslosung

Wie versprochen gibt es heute endlich die Auslosung des Gewinners oder der Gewinnerin meiner kleinen Kochbuchverlosung. Und das sogar in Videoform...wohooo!





Dass diese Vorstellung jetzt keinen Oscar verdient, weiß ich auch, okay?!
Egal. Hauptsache, Gaby freut sich! Herzlichen Glückwunsch nochmal und danke für's Mitmachen an alle. 

Überhaupt ist das jetzt auch mal 'ne gute Gelegenheit, sich bei Euch dafür zu bedanken, dass Ihr diesen Blog lest, dass Ihr schon über 200 angemeldete Leser über GFC und fast 60 über Bloglovin und über 75 via facebook seid und dass auch ohne irgendeine Anmeldung der ein oder andere sich hierhin verliert. Ich freue mich immer riesig über Eure Kommentare und wünsche mir, dass das in Zukunft genauso schön bleibt mit Euch wie jetzt.

Und für alle, die kein Glück hatten, das Kochbuch bei mir oder auch anderswo zu gewinnen, HIER könnt Ihr es auch käuflich erwerben.

(Alle E-Mails wurden nach dem Gewinnspiel von mir gelöscht.)

Habt noch einen schönen Abend, 
Eure AD

13. November 2011

Scheiße, was koche ich heute?

Diese Frage stellten sich ein paar Jungs und Mädels aus Düsseldorf (<3) und bastelten daraufhin eine Website, die sich mit der Lösung dieses Problems beschäftigt. Sie nannten sie "Scheiße, was koche ich heute?" in Anlehnung an das amerikanische Original "What the Fuck Should I Make for Dinner?". und verlinkten darauf Rezepte verschiedener Foodblogs / Rezeptsammlungen, auf die man nach dem guten alten Zufallsprinzip gelangt und der Feierabend ist gerettet.

Irgendwann merkten diese Jungs und Mädels aus Düsseldorf (<3), dass die Leute da draußen diese Idee ziemlich cool fanden und dachten über den Vorschlag eines Foodbloggers nach, das ganze auch mal als Buch zu veröffentlichen. Joa, und so langsam kommen wir auch zum Kern meines heutigen Posts...Icke wurde nämlich gefragt, ob ich nicht Bock hätte, da mitzumachen. 

"Scheiße, wie geil ist das denn??!!" dachte ich nur, sagte zu und stellte mein Zitronen-Risotto unentgeltlich zur Verfügung.

Einige Wochen später hielt ich dann auch schon das Buch in der Hand und ein debiles Dauergrinsen macht sich seitdem auf meinem Gesicht breit, jedesmal wenn ich es in der Hand halte. 


Neben meiner Wenigkeit sind noch 54 andere tolle Foodblogger vertreten und auch hier wird Euch das Zufallsprinzip-Feeling nicht vorenthalten. Anhand der zwei mitgelieferten Würfel könnt Ihr Euch Euer Abendessen quasi erwürfeln. Schaut einfach auf der Seitenzahl, die der Würfel zeigt, nach. Wie durch Zauberhand waren hier auf meinem Bild die Zahlen 2 und 6 obenauf. Mysteriös, mysteriös..

Ich möchte Euch gerne an meiner Freude teilhaben lassen und verlose daher ein Exemplar dieses wirklich coolen Kochbuchs. Da Blogger manchmal eine zickige kleine Schlampe ist, verlasse ich mich mal nicht auf die Kommentarfunktion, sondern bitte Euch lediglich eine E-Mail zu schreiben. Schickt mir diese mit dem Betreff "Scheiße, ich will gewinnen" an gewinnspiel@restaurant-am-ende-des-universums.de. Einsendeschluss ist der 23.11.2011, 23.26h und die Auslosung irgendwann kurz danach.

Man kann dieses -im Übrigen streng auf 999 Exemplare limitierte- Buch auch käuflich erwerben. Wie passend, dass bald Weihnachten ist. Wäre dieses Kochbuch nicht eine tolle Geschenkidee?? Denkt mal drüber nach..

So, und sonst? Gehe ich jetzt 'n Gyros Döner essen.
Habt noch einen schönen Abend!
Eure A.D.