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11. August 2014

Spirelli in Salbeibutter mit Parmesan

Und mal wieder musste ich feststellen, dass die einfachsten Sachen doch meistens immer noch die Besten sind!

Denn während ich Pläne für mein Abendessen schmiedete und dabei auf Sternekochniveau dachte, wie es halt eben so meine Art ist, zupfte meine Schwägerin an Ihrem explodierten Salbeistrauch rum und versuchte, das Gewuchere ein wenig unter Kontrolle zu bringen. Meine Schwiegermutter erwähnte noch irgendwie, dass Salbeibutter ja total lecker wäre und ich sah nur noch einen Salbeizweig den nächsten in die Biotonne wandern, so dass ich mich spontan, wie ich eben so bin, entschloss, dem ganzen eine Chance zu geben. Da der beste Ehemann von allen nicht da war, ich eh keinen Bock hatte, nur für mich lange in der Küche zu stehen und der Hunger langsam aber bedrohlich näherkam, passte mir das ganz gut in den Kram.


Ich muss zugeben, dass ich anfangs eher skeptisch war, denn mein bisher einziger Salbeibutterversuch war in einem Restaurant, lag schon lange zurück und ist mir nicht besonders positiv in Erinnerung geblieben. Das hier aber war total lecker und ich bin begeistert, wie schnell auch das wieder auf dem Tisch stand. Perfekte Feierabendküche! Aber wahrscheinlich erzähle ich Euch nichts neues, ich bin hier sicher mal wieder die letzte, die das checkt. 

Daher komme ich jetzt mal zum Punkt und verrate Euch, wie ich das Ganze gemacht habe:

Für 1 Person braucht Ihr:

Nudeln nach Wunsch
ca. 10 Blätter frischer Salbei, abgebraust und vorsichtig mit Küchenpapier abgetupft
ca. 30g Butter
ein wenig Parmesan, gerieben

(Zubereitungszeit: 15 Min.)

Die Nudeln al dente kochen.

Die Butter in einer Pfanne schmelzen und ganz leicht braun werden lassen. Die Salbeiblätter reinlegen und kross werden lassen. Wenn das soweit ist, die Blätter rausnehmen und kurz beiseite stellen.

Über die Nudeln die Butter gießen und auf einem Teller anrichten, mit den Salbeiblättern garnieren, frisch geriebenen Parmesan drüber streuen und genießen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

8. Juni 2014

Yoğurtlu Makarna / Bandnudeln in Joghurtsauce

Bei diesem Gericht spalten sich in meinem Umfeld ein wenig die Gemüter. Ich zum Beispiel liebe dieses Essen und wann immer ich die Möglichkeit habe, koche ich es. Mein Mann allerdings kann hiermit gar nichts anfangen. Er hat aber auch generell keine große Affinität zu Joghurt, muss ich vielleicht dazusagen. Ich hingegen habe im Laufe der Jahre eine regelrechte Obsession dazu entwickelt und esse es zu fast allem. Das ist aber auch nichts ungewöhnliches, denn Joghurt gehört ganz selbstverständlich in die türkische Küche und man findet kaum eine gedeckte Tafel, auf der nicht ein Pott steht. 


Aber nicht nur wegen des Joghurts liebe ich es, sondern auch wegen des "Toppings". Dieser besteht aus Salca, viel Minze und manchmal auch etwas Paprikapulver. Salca bekommt ihr in jedem türkischen Supermarkt. (Man unterscheidet immer zwischen Salca aus Tomaten oder Salca aus Paprika. Tomaten sind ein wenig fruchtiger, Paprika ein wenig herber. Ich nehme immer ein wenig von beidem. Wer keine Salca zur Hand hat, kann Tomatenmark nehmen.) Der Joghurt wird traditionell mit Knoblauch zubereitet, das spar ich mir aber manchmal. Je nachdem, was noch so ansteht. 

Für mich jedenfalls das ultimative Soulfood und so praktisch, weil es wirklich ganz schnell und super unkompliziert zubereitet ist. 

Vielleicht kennt ihr es ja schon, falls nicht, bitte probiert es mal.

Für 2 Personen:

Nudeln für zwei (am besten eignen sich Bandnudeln oder Farfalle)
200g 3,5%igen Joghurt
(optional: 1 kleine Knoblauchzehe, zerdrückt)
Salz
125g Butter (ok, es geht auch weniger)
1 TL Tomaten- und 1 TL Paprikasalca 
1 EL getrocknete Minze
wer mag: 1 TL Paprikapulver, edelsüß

(Zubereitungszeit 15 Min.)

Nudeln wie gehabt kochen, Joghurt mit Knoblauch und Salz abschmecken.

Kurz bevor die Pasta al dente sind in einer kleinen Pfanne die Butter schmelzen und das Salca, die Minze und das Paprikapulver dazugeben und alles kurz zusammen zu einer Sauce zusammenrühren.

Nudeln abgießen und im Topf mit der Joghurtsauce vermengen. 

Auf dem Teller anrichten und die Sauce rübergeben.

Viel Spaß beim Nachmachen! 

20. April 2014

Spaghetti Bolognese

Ehrlich gesagt bin ich ziemlich überrascht, dass es immer noch Leute gibt, die meinen Blog aufrufen. Obwohl hier gefühlt seit Jahren nichts mehr passiert. Das liegt nicht daran, dass ich nicht will, sondern vielmehr daran, dass ich nicht kann. Der / die ein oder andere hat vielleicht mitbekommen, dass im RaEdU Nachwuchs erwartet wird und das genau ist der Grund. Unglücklicherweise läuft die Zeit bis zur Geburt nicht so wie geplant und der Kleine hat anscheinend jetzt schon großen Spaß daran, unter Beweis zu stellen, wer hier der Boss ist. :-) 

War es anfangs die ständige Übelkeit gepaart mit Müdigkeit und extremster Geruchsempfindlichkeit, ist es nun die Tatsache, dass ich bis auf Weiteres strikte Bettruhe verordnet bekommen habe und deswegen nicht kochen kann. Ehrlich gesagt ist das einzige, was noch erlaubt ist, auf's Klo zu gehen und zu duschen. Letzteres aber auch nur, wenn es sein muss. Puuh, harte Zeiten, sag ich Euch. Wenn das hier überstanden ist, werde ich Marathon-Läuferin, glaube ich. So eine Zwangs-Bettruhe ist mit das schlimmste, was man mir antun konnte. Paradoxerweise hätte ich ja jetzt endlich mal die Zeit, mich ein wenig um den Blog zu kümmern…  

Zwei Rezepte habe ich aber noch in der Pipeline und werde beide nach und nach raushauen. Danach wird es vermutlich wieder ein wenig stiller hier. Aber ich komme wieder, ganz sicher. Und dann hab ich auch endlich die Küchenhilfe, die ich mir immer gewünscht habe. ;-)

Zur Spaghetti Bolognese: Ich koche sie regelmäßig und esse sie sehr sehr gern. Sie ist schnell gemacht und damit perfekt für den Feierabend oder wenn einen der Heißhunger auf so etwas befällt, man aber keine Lust hat, stundenlang Sauce einzukochen. Manchmal muss es eben schnell gehen. Dieses Gericht ist jedenfalls schon lange auf meiner / unserer Soulfood-Liste, so dass es höchste Zeit wurde, ihm einen Post zu widmen und während ich diese Zeilen hier tippe, könnte ich auch schon wieder….aber probiert selbst!


Kein besonders gutes Bild für ein besonders leckeres Gericht, aber jeder weiß, was ich meine, daher kommt hier das Rezept für 4:

1 Zwiebel, geschält und gehackt
1 Knoblauchzehe, geschält und gehackt
wer mag: 75g durchwachsener Speck, gewürfelt
1 Möhre, geschält und gewürfelt
1/2 Stange Staudensellerie, geputzt und gewürfelt
400g Rinderhack
100 ml Rotwein
100 ml Milch
1 TL frisch gehackter Oregano
400g gehackte Tomaten aus der Dose
1 EL Zucker
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Spaghetti, al dente gekocht
50g frisch geriebener Parmesan

(Zubereitungszeit: 45 Min) 

2 EL Olivenöl erhitzen und den Speck darin auslassen. Erst das Gemüse dann das Hackfleisch zugeben und unter Rühren gut anbraten.

Rotwein angießen und die Mischung köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verkocht ist. Mit Salz und Pfeffer würzen. Milch unterrühren und die Sauce sämig einkochen.

Oregano, Tomaten und Zucker in die Sauce rühren und etwa 30 Min. bei geringer Hitze sanft kochen lassen. 

Mit Spaghetti und geriebenem Parmesan servieren. 

Viel Spaß beim Nachmachen!

22. Mai 2013

Zucchini-Spaghetti Bolognese Vegan Style


Ein weiteres und auch wirklich sehr gutes Gericht aus dem „Vegan for Fit“- Buch ist diese Zucchini-Spaghetti Bolognese. 


Wer hätte gedacht, dass man aus Zucchini so tolle Spaghetti herstellen kann. Ein Traum für alle LowCarb-Jünger, denn die schmecken, ähnlich wie Nudeln, nach nix. Machen aber supersatt. Und da Tofu auch nach nix schmeckt, könnte man die beiden in Kombination nach allem schmecken lassen, wonach einem gelüstet. Phantasie muss man haben. Hat der Atilla. Oder irgendeiner in seiner Crew. Ist ja auch egal wer.

Da ich leider keinerlei Phantasie besitze, habe ich mich ganz genau an die Anleitung des Buches gehalten und hatte am Ende des Tages Essen für die gesamte Straße. Natürlich ist das jetzt maßlos übertrieben, aber wenn Ati sagt für 2, dann meint er meistens für 2 mal Hulk Hogan oder so. Sollte man sich merken.

Ich gebe Euch daher in Klammern immer die Menge, die ich beim nächsten Mal verwenden würde.

Und so zaubert Ihr Zucchini-Spaghetti-Bolognese Vegan Style, welche fast besser sind als das Original, für Euch selber nach:

280g fester Tofu (200g), mit einer Gabel zerbröselt
2 Zwiebeln, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
6 getrocknete Tomaten in Öl, abgetropft und fein gehackt
1/2 Bund Basilikum, fein geschnitten
2-3 TL gerebelter Oregano
Salz
Pfeffer
Olivenöl
200g Tomatenmark (150g)
2 TL Agavendicksaft
80ml Rotwein 
ca. 5 Zucchini (2 reichen, maximal 2,5)
60g geröstete Mandeln (hmm..also, ich weiß jetzt echt nicht, was man mit 60g soll. Da reichen mMn auch 10g oder vielleicht 15g), mit etwas Salz grob gemahlen

(Zubereitungszeit: 20 Min.)

Ca. 6 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Tofu darin ca. 4 Minuten unter Rühren anbraten, bis er eine leicht goldgelbe Färbung annimmt. Zwiebeln, Knoblauch und Oregano 4 Minuten mitbraten, salzen und pfeffern. Tomatenmark, getrocknete Tomaten und Agavendicksaft hinzugeben und alles 1 Minute karamellisieren lassen. Mit Rotwein ablöschen und 1 Minute kochen lassen. Basilikum unterheben, salzen und pfeffern. 

Zucchini mit Hilfe eines Spiralschneiders zu Spaghetti schneiden, mit 2 EL Olivenöl und ein wenig Salz mischen. Vorsichtig unter die heiße Sauce heben und 1 Minute darin erhitzen.

Zucchini-Pasta anrichten und mit dem gemahlenen Mandel und etwas Olivenöl toppen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

31. Januar 2013

Tortilla-Pizza mit Spinat-Pistazien-Pesto


Hier hatte ich die Tortilla-Pizza das erste Mal ausprobiert und seitdem ist sie unangefochten die Nr. 1 auf meiner Liste „Kochen für Schlampen“. Es ist so herrlich einfach und unkompliziert und es geht so unglaublich schnell. Denn abends nach Feierabend habe ich auf alles mögliche Lust, nur nicht auf’s Kochen. Ein bisschen kochen ist okay, aber lange kochen muss nicht sein. Deswegen kam auch das Rezept zu diesem sehr leckeren Spinat-Pistazien-Pesto von Arne (The Vegetarian Diaries) genau richtig. 


Die Farbe ist ja schon der Knaller, aber der Geschmack ist der Oberknaller. Gar nicht so, wie ich es erwartet hatte, sondern in sich sehr stimmig. (Urks, sowas sagt der Schuhbeck immer, oder?) Eine wunderbar cremige Mischung aus Pistazie und Spinat, ohne dass eines von beiden zu dominant wird. Ich habe es wie erwähnt auf Tortilla geschmiert, stelle es mir zu Pasta aber auch sehr lecker vor. Probiert Ihr es doch mal aus und verratet mir, wie Euch das geschmeckt hat.

Im Originalrezept verwendet Arne Gemüsebrühe. Die hatte ich nicht, habe daher den Spinat nicht ganz so gut abtropfen lassen und noch zusätzlich ein klitzekleines bisschen Wasser genommen. War für meinen Gaumen tipitopi, aber wen interessiert schon mein Gaumen, wichtig ist der des besten Ehemannes von allen, der ja bekanntlich nicht immer so einfach zufriedenzustellen ist. Dem hat es auch sehr lecker geschmeckt, ja sogar so lecker, dass wir das Zeug am nächsten Tag nochmal gegessen haben.


Also, Ihr Leidensgenossen da draußen, die Ihr abends auch keine Lust habt, aufwendig zu kochen, jetzt hört mal gut zu, denn für 2 Tortillapizzen mit Spinat-Pistazien-Pesto braucht Ihr:

50g Spinat (Babyspinat im Originalrezept), geputzt und mehr oder weniger gut abgetropft
35g Pistazien, gehackt
1 Schalotte, grob gehackt
1 Knoblauchzehe, grob gehackt
1 EL Olivenöl
ca. 1 EL Wasser oder Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer

2 Tortilla-Fladen

Belag nach Wunsch
Käse

(Zubereitung 10 Min.)

Den Ofen auf 220°C vorheizen.

Für das Pesto alle Zutaten in einen Behälter geben und gut durchpürieren.

Die Tortillafladen mit dem Pesto betreichen und mit allem, wonach es einem gelüstet belegen. Mit Käse bestreuen und für 5 Min. in den Ofen schieben.

Viel Spaß beim Nachmachen!

13. September 2012

Boeuff Stroganoff

Genauso wie Zür(i)cher Geschneltzes gehörte Boeuff Stroganoff zu den Gerichten, die mich während meiner Ausbildungszeit (im Hotel) am meisten geprägt haben (neben frühstückenden Japanern, die im Übrigen oft leider kein besonders appetitliches Bild abgeben). Die Küche des Hotels hat sich nämlich für das Personal immer ganz besonders ins Zeug geschmissen und desöfteren mal die Tüte mit diesen Köstlichkeiten aufgeschnitten. Und obwohl das Zeug damals Convenience war, fand ich es durchaus lecker. Und jetzt wo es langsam wieder kühler wird, bekomme ich auch wieder Lust am Kochen und somit war ein Boeuff Stroganoff ganz klar die logische Konsequenz daraus. Ganz klar!

Weil Rinderfilet diesesmal so abartig teuer war, habe ich Hüfte genommen. Das geht nämlich genauso gut und ist günstiger.

Ich liebe diese cremige Sauce zu dem Reis und das Fleisch dazu war hervorragend. Für mich ist das Soulfood pur, vor allem wenn am Ende auf dem Teller Reis mit Sauce vermischt ein einziges wunderbares Gematsche ergibt. So mag ich es am liebsten.


Und soll ich Euch mal verraten, wie mir mein selbstgemachtes Böff Stroganoff geschmeckt hat? Wie ein heißes nach Vanille und Karamell duftendes Bad an einem kalten, regnerischen Herbsttag. Und soll ich Euch mal verraten, wie Ihr das ganz einfach für 4 Personen nachkochen könnt? So:

Reis
Olivenöl
1 große Zwiebel, gewürfelt
500g Champignons, in Scheiben geschnitten
1 TL scharfes Paprikapulver
100ml Rindfleischbrühe
125ml Schmand
1 TL Dijon-Senf
500g Rinderfilet / -hüfte, in Streifen geschnitten
1 Bund frische Petersilie, gehackt

(Zubereitungszeit: ca. 35 Min.)

Reis kochen, z.B. so.

Öl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebeln reingeben, salzen und pfeffern und solange dünsten, bis sie weich sind. Champignons dazugeben und mit Paprikapulver würzen und solange garen, bis auch diese weich sind. Mit Rinderbrühe aufgießen, Schmand dazugeben und gut vermischen. Vom Herd nehmen und Senf unterrühen und warm stellen.

Ein wenig Öl in einer weiteren Pfanne erhitzen und die Rinderfiletstreifen ca 2-3 Min. rundherum anbraten (wenn es zuviel auf einmal ist, in zwei Portionen), solange bis das Fleisch so durch ist, wie Ihr es gerne hättet.

Fleisch und Petersilie in die Sauce rühren und mir Reis servieren.


Viel Spaß beim Nachmachen!

24. August 2012

Dänische Reiscrème mit Kirschsauce

Wie Ihr ja wisst, liebe ich Reis über alles. Reis geht immer und überall. Morgens, mittags, abends, nachts - egal, geht einfach immer. Was aber bisher gar nicht ging, war Milchreis. Den fand ich, trotz meiner wirklich kaum zu beschreibenden Liebe zu Reis (ich übertreibe nicht!) e-k-e-l-h-a-f-t. Wohl weil Milchreis süß ist und Reis und süß zusammen verursachte bisher Error in meinem Köpfchen. Wieso sich das schlagartig geändert hat, kann ich euch nicht sagen, aber darauf kommt es nicht an.

Ich blätterte also neulich in meinem ultimativem Reis-Kochbuch und entdeckte das Rezept für die dänische Reiscrème und hatte sofort Bock drauf. Ich hatte auch zufällig alle Zutaten im Haus, wobei ich bis heute nicht weiß, warum ich Schattenmorellen im Schrank hatte, aber ok.

Das Kochbuch ist auch überhaupt so toll. Nennt sich "Das große Reis Kochbuch" von h.f.ullmann und ist ein Imprint der Tandem Verlag GmbH. (Für diejenigen, die es auch haben wollen) Und es beinhaltet ausnahmslos nur Reisgerichte aus aller Welt. Super. Große Liebe. Aber trotzdem ein wenig vernächlässigt, deswegen nehme ich hiermit auch noch mal eben schnell am Dauerevent "DKduW" teil, aber das nur nebenbei erwähnt.

So sah dieser Traum von Reiscrème also aus:


und war u-n-g-l-a-u-b-l-i-c-h lecker.

Naja, und weil die Reiscrème nicht nur unglaublich lecker, sondern auch noch unglaublich einfach zu machen war, kommt hier das Rezept für 6 Personen, welches ich haargenau so gekocht habe ... für zwei. Jetzt ratet mal, wie lange wir an diesem Milchreis gegessen haben...puuh, ich sag euch, ganz schön lange. Reis macht schnell satt.

220g Rundkornreis (Milchreis)
1l Milch
1 EL Vanillezucker
2 EL feiner Zucker
310ml Sahne, steif geschlagen
2 EL ganze Mandeln (geschält oder ungeschält), grob gehackt

Für die Kirchsauce:

425g entsteinte eingemachte Süßkirschen
3 EL Maisstärke

(Zubereitungszeit: 50 - 60 Min.)

Reis und Milch in einem Topf zugedeckt bei schwacher Hitze ca. 30 Min. kochen oder so lange bis der Reis gar und die Mischung dick-cremig ist. Ab und an rühren, damit der Reis nicht klumpt und am Topfboden klebt.

Vom Herd nehmen und beide Zuckersorten einrühren.

Den Reis in eine große Schüssel geben und mit Frischhaltefolie abdecken. Bei Zimmertemperatur abkühlen, währenddessen ab und zu rühren.

Den abgekühlten Reis wieder umrühren, um die Körner zu trennen. Die geschlagene Sahne und die gehackten Mandeln unter den Reis heben und in den Kühlschrank stellen.

Für die Sauce die Maisstärke mit 2 EL Wasser verrühren. Die Kirschen samt Flüssigkeit in einem kleinen Topf geben und die Stärkemischung unterrühren. Bei mittlerer Hitze unter Rühren kochen, bis die Sauce andickt. Vom Herd nehmen.

Reis in Schälchen geben und die heiße Sauce drauf gießen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

28. Juni 2012

Blumenkohl in Senfsauce mit Hähnchen

Gebt mir einen Blumenkohl und ich befördere den erstmal in den Kühlschrank und vergesse ihn. Wochenlang. Und erst kurz bevor dieser zum Leben erwacht, fällt es mir wieder ein, dass da mal was war. 

Bei Blumenkohl scheiden sich bei mir auch ein wenig die Geister. Eigentlich mag ich ihn und es mangelt ja auch nicht an Ideen, diesen zu verarbeiten, aber im praktischen mag ich doch irgendwie nie etwas mit Blumenkohl zubereiten. Und trotzdem kauf ich immer wieder welchen. Krass, oder? Ja, okay.

Die "e&t" versorgt mein E-Mail-Fach freundlicherweise täglich mit gefühlten 8456974 Newslettern und Rezeptvorschlägen und eines war dieser Blumenkohl in Senfsauce mit Hähnchen. Hähnchen kann man ja auch weglassen und das ganze als Beilage für was anderes machen, wie Ihr wollt.


Das sieht jetzt vielleicht für den ein oder anderen Ästhetiker nach undefinierbarem Gematsche aus, was ich auch zugebe, aber geschmeckt hat es super.

Und hier kommt das Rezept für 2 Personen und stellt Euch vor, das Sößchen ist ohne Alkohol, wie konnte ich den bloß vergessen?!

2 Hähnchenbrustfilets, in mundgerechte Stücke geschnitten
150 ml Hühnerbrühe
200ml Sahne
1/2 Blumenkohl, geputzt und in kleine Rößchen geteilt
2-3 TL Senf (je nach Geschmack)
2 TL heller Saucenbinder
Salz
Pfeffer
Öl

(Zubereitungszeit: 35 Min.)

Blumenkohlrößchen in reichlich kochendem Salzwasser solange garen, bis sie bissfest sind. Abgießen und gut abtropfen lassen.

Die Hähnchenbruststücke salzen, pfeffern und in ein wenig Öl goldgelb anbraten. Brühe und Sahne zugießen, aufkochen und bei milder Hitze zugedeckt 3 Min. garen.

Die Sauce mit dem Saucenbinder binden, mit Salz und dem Senf würzen, Blumenkohl untermischen und ca. 3 Min. erwärmen, die Sauce dabei nicht mehr aufkochen lassen.


Viel Spaß beim Nachmachen!

17. April 2012

Pasta mit Bärlauch-Tomatensauce nach Jamie Oliver

Zu aller erst: Warum zur Hölle ist Bärlauch so teuer? Das Kraut soll laut Jamie an jedem x-beliebigen Waldesrand gedeihen und dann zahl ich hier mal locker 1,30 € für 15g???

Ich habe dank der Sweethearts von NKFOM ein Jahresabo des Jamie-Magazins gewonnen und in der letzten Ausgabe lachte mich die Pasta in Bärlauchsauce total an, auch wenn kein Bild dabei war. Eigentlich überlese ich Rezepte ohne Bild direkt, aber bei diesem bin ich doch hängengeblieben. Was ich aber überlesen habe ist, dass das Rezept im Heft für 1 Person ist. Das darauffolgende Rezept ist wieder für 4-6 Personen. Und dann gibt es wieder welche für 2 Personen. Man Jamie...wat soll dat denn? So stand ich also abends in der Küche mit 60g arschteurem Bärlauch und sehe, dass das zuwenig für 2 Portionen ist. Dann hab ich halt einfach noch ein wenig Petersilie genommen, war auch gut! Und weil das Magazin mit 'nem Bild gegeizt hat, bekommt ihr hier eins von mir:

Jamie, mit Verlinkung auf den Blog darfst du das gerne verwenden!
Ich fand die Pasta gut, wirklich gut. Aber, und da weiß ich jetzt nicht, ob es an den fehlenden 60g Bärlauch lag, verleitet es mich nicht zu Freudengesängen. Es ist ein gutes und sauschnell gemachtes Pastagericht, welchen ich bestimmt bald wieder machen werde. Allein schon deshalb, weil der beste Ehemann von allen meinte, ich dürfe das in mein Standard-Repertoire aufnehmen. Glaubt mir, das passiert nicht oft! Jamie nennt die Sauce schlicht und einfach Bärlauchsauce, ich fand Bärlauch-Tomatensauce aber wesentlich passender, denn das war es ja letztendlich auch.

Ich rede wieder zuviel...here we go, aber for TWO

1 Schuss Olivenöl
2 Schalotten, fein gehackt
120g Bärlauch  (oder eben ein Teil Petersilie), grob gehackt
300 ml passierte Tomaten (oder stückige, wie ich)
1 guter Schuss Sherry-Essig (den ich so gar nicht rausgeschmeckt habe, spart Euch also die Kohle und nehmt Balsamico)
Salz
Pfeffer
Pasta nach Belieben und Menge nach Hunger (hier Tagliatelle)
Parmesan, gerieben

(Zubereitungszeit: 20 Min.)

Olivenöl bei mittlerer Hitze in einer Pfanne erhitzen, Schalotten 2 Min. darin andünsten, Bärlauch zugeben und solange kochen, bis er weich ist. Gelegentlich umrühren.

Tomaten und Essig zugeben und großzügig würzen. Hitze reduzieren und 10 Min. köcheln lassen.

Nudeln kochen, abtropfen lassen, in die Pfanne geben und gut mit der Sauce vermengen. Mit Parmesan bestreuen, vor den Fernseher knallen und genießen!

Und weil diese Pasta so wahnsinnig schnell und unkompliziert zubereitet ist, beschert es mir meine erste Teilnahme an folgendem Event:

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

Viel Spaß beim Nachmachen!

6. Januar 2012

Pasta mit Wodka-Tomatensauce

Seitdem der beste Ehemann von allen nicht gleich mit Scheidung droht, wenn ich mal etwas vegetarisches oder Pasta mache, hat sich unser kulinarisches Zusammenleben sehr entspannt und ich kann öfter mal so lustige Sachen wie Nudeln und Gemüse kochen.
Das habe ich neulich auch wieder getan, in dem ich die Pasta mit Tomaten-Wodkasauce aus der Lecker Juli/August 2011 nachgekocht habe. Der kleine Funken Protest, der wegen des Wodkas in der Sauce in ihm aufkeimte, wurde aber schnell beiseitegefegt, als ihm wieder bewusst wurde, wie gerne ich Essen mit Alkohol mag. Oder vielleicht lag es auch an dem Bacon in der Zutatenliste, man weiß es nicht...

Diese Pasta hat ihm am Ende des Tages aber sehr gut geschmeckt und das lag sicher auch dadran, dass man den Wodka eigentlich gar nicht rausgeschmeckt hat (wie schade!) dafür aber umso leckerer und gar nicht aufdringlich den Bacon. Ich glaub, das koche ich nächste Woche und übernächste Woche und überübernächste Woche nochmal.

Und hier kommt das "Ja, ich trinke und esse Alkohol und jetzt auch noch Bacon, mir ist aus absolutistischer Sicht ganz offensichtlich nicht mehr zu helfen"-Rezept für 2 Portionen:

Pasta nach Wahl (bei uns gab es wieder diese komischen Nudeln, die sich Gnocchi nennen)
1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
5 Scheiben Bacon
1 TL Tomatenmark
1 Dose (400 ml) stückige Tomaten
50g Schlagsahne
1/2 - 1 Kugel Mozzarella, fein gewürfelt
1/2 Bund Basilikum, grob gehackt
3 EL Wodka
Salz
Pfeffer
Zucker

(Zubereitungszeit: 30 Min.)

Bacon in einer großen Pfanne ohne Fett von jeder Seite knusprig braten, herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Zwiebeln und Knoblauch im heißen Bratfett andünsten, Tomatenmark einrühren und kurz anschwitzen. Anschließend stückige Tomaten und die Sahne einrühren, mit Salz, Pfeffer und 1 Prise Zuicker würzen, aufkochen und zugedeckt bei schwacher Hitze 8-10 Min. köcheln.

Nudeln kochen.

Wodka in die Tomatensauce rühren, abschmecken. Wenn die Nudeln al dente sind, Sauce mit den Nudeln, dem Mozzarella und dem Bacon vermischen und servieren.

Viel Spaß beim Nachmachen! Und ich empfehle euch dringend, das mal zu tun!

29. Dezember 2011

Spaghetti Napoli

So toll ich Weihnachten und das ganze drum herum auch finde, so froh bin ich jetzt aber, dass es nun vorbei ist! In den letzten Wochen pflasterten die tollsten Weihnachtsplätzchen, die fiesesten Kalorienbomben und die aufwendigsten Menükreationen meinen Weg und ich hab feierlich mitgemacht, denn als sogenannter foodblogger hat man ja nun auch einen gewissen Anspruch an sich selbst, aber das, was auf meinem Dashboard die letzten Wochen abging, war für mich atheistische Türkin, die zudem auch noch auf Dauerdiät ist, etwas too much. Daher gibt es heute auch ein Rezept für alle, die (wie ich) endlich mal wieder etwas einfaches, schnelles und profanes brauchen: Spaghetti Napoli.


Nach dem ganzen feudalen Weihnachtsgefresse genau das richtige, würd ich sagen.

Und das braucht man für 2 große Portionen des "Thank God, Christmas is over"-Gerichts:

Spaghetti 
2 Dosen Tomaten, am besten schon gestückelt
1 EL Tomatenmark
1 Stange Staudensellerie, in Würfel geschnitten
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
2-3 TL getr. Oregano
1/2 Bund Basilikum, fein gehackt
1 TL Zucker
3 EL Olivenöl
Salz
(was fehlt auf dem Bild? Natürlich Parmesan, viel Parmesan, gerieben)

(Zubereitungszeit: 30 Min.)

Staudensellerie, Zwiebeln und Knoblauch in Olivenöl ca. 5 Min. andünsten. Die Tomaten dazugeben und den Tomatenmark einrühren. Mit Zucker, etwas Salz und dem Oregano würzen, 15 Min. auf mittlerer Hitze köcheln lassen. Anschließend Basilikum dazugeben und weitere 10 Min. köcheln lassen.

Währenddessen Spaghetti al dente kochen.

Sauce vom Herd nehmen und pürieren.

Pasta mit Sauce übergießen, (Parmesan drüberreiben) mit Basilikumblättchen garnieren und Geschmacksnerven rebooten.


Viel Spaß beim Nachmachen!

4. November 2011

Eier in Senfsauce

Ich weiß gar nicht wieso, aber neulich überkam mich eine wirklich große Lust auf Eier in Senfsauce. Da ich dieses Gericht aber eher weniger unter der Kategorie "Kindheitserinnerungen" verbuche und auch sonst nicht viel damit verbinde, wird das "Warum" wohl für immer ein ungelöstes Rätsel bleiben. Allerdings ist das für das Endergebnis auch vollkommen bedeutungslos.


Ich konnte jetzt nicht auf ein altes Familienrezept zurückgreifen, daher habe ich mich im Netz ein wenig umgesehen und bin auf wirklich vielen Blogs gelandet, die das schon mal gemacht haben. Es war nicht einfach, sich aus der Fülle der Rezepte eines rauszusuchen. Man glaubt gar nicht, wieviele unterschiedliche Zubereitungsweisen es für diese Sauce gibt. Letztendlich habe ich mich an der Version von Claudia von Fool for Food orientiert. Ich glaube, es war der Alkohol in der Sauce, welcher mich überzeugt hat. Ja, das ist traurig, aber leider wahr! 

Blöderweise sind die Eier nicht wachsweich, sondern Frühstückseiflüssig geworden, worüber ich mich ein wenig geärgert habe, aber diese leckere Sauce hat das ganze schnell wieder rausgerissen.

Und das braucht Ihr für diese Eier in Senfsauce, welche der beste Ehemann von allen auch gern mochte, das wußte ich aber schon vorher, denn seine Mutter hatte mir das verraten:

35g Butter
1,5 EL Mehl
300 ml Gemüsebrühe
100 ml heiße Milch
1-2 EL Dijon-Senf
1-2 EL scharfer Senf
1 guter Schuss Noilly Prat
Salz
Pfeffer
Schnittlauch, in Röllchen geschnitten
5 Eier, wachsweich gekocht

Dazu passen Kartoffeln, geschält und in Salzwasser gekocht. 

(Zubereitungszeit: 25 Min.)

Butter in einem Topf schmelzen, Mehl unterrühren, Brühe und Milch zugeben und aufkochen lassen. Noilly Prat (falls vorhanden, Claudia sagt, es geht auch ein Spritzer Zitrone oder Weißwein) und die verschiedenen Senfsorten zugeben und ca. 10 Min. bei schwacher Hitze köcheln lassen. Zwischendurch immer wieder mal umrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und evtl. noch etwas Senf zugeben.

Eier pellen, mit Kartoffeln anrichten, Sauce drüber und mit Schnittlauch bestreuen.

Viel Spaß beim Nachmachen! 

19. Oktober 2011

Blumenkohl mit Haselnusscrème

Klingt lecker, ne? War es auch:


Das Rezept habe ich hier gefunden und leicht abgewandelt nachgemacht. Neulich, als es den besten Ehemann von allen mal wieder nach Fleisch gelüstete (zum essen) und ich aber so gar kein Bock (auf Fleisch) hatte. Das ist witzig, denn je mehr er danach verlangt, desto weniger Lust habe ich darauf. Er sollte sich diese kleine Feinheit vielleicht mal merken. Da ich ihm aber fast keinen Wunsch abschlagen kann, gab es dazu Hähnchennuggets. Natürlich extremst lecker von mir zubereitet, trotzdem ohne Foto.

Dafür aber hier nochmal ein Bild der Haselnussscréme, umgeben von einem wunderschönen Herbstarrangement:


Und so hab ich's gemacht, diese leckere, nussige Nusscrème für einen ganzen Blumenkohl:

1 Blumenkohl, in Röschen zerteilt und gewaschen
1 EL Zitronensaft
60g Haselnüsse, gemahlen
1 Scheibe Toast, zerteilt
1 EL Zitronensaft
40ml Olivenöl
1 weiterer EL Zitronensaft
1/2 Knoblauchzehe (eine ganze war zuviel..holla, die Waldfee!)
etwa 50ml Wasser

(Zubereitungszeit inkl. Blumenkohl garen: ca. 15 Min)

Den zerteilten Blumenkohl mit ein wenig Zitronensaft in einen Topf geben, soviel Wasser, dass die Röschen gerade bedeckt sind, dazugeben und bissfest garen. 

Die Haselnüsse, das Toastbrot und den Knoblauch mit einem Mixer fein pürieren, Öl dazugeben und durchmixen anschließend nach und nach das Wasser hinzufügen, bis das ganze eine crèmige Konsistenz erhält. Mit Zitronensaft, Salz und Ras el-Hanout abschmecken.

Viel Spaß beim Nachmachen!

13. September 2011

Pesto rosso

Sagte ich, dass dieses Essen Soulfood ist? Ja, stimmt auch, aber das hier...


...das ist für mich noch viel viel soulfoodiger. Und weil ich das so gerne esse, habe ich das vor langer Zeit auch schon mal gebloggt. Da aber der beste Ehemann von allen gestern ganz nach pawlowscher Manier schon die Kamera rauskramte und anfing, Basilikum und Nudeln zu arrangieren und das Licht in die richtige Position zu rücken (dieser Automatismus gibt mir jetzt aber doch ein wenig zu denken), haben wir halt nochmal ein Bild gemacht. Ein viel schöneres als das erste. Deswegen gibts heute Pasta mit Pesto rosso reloaded. Allerdings ohne Pasta, denn da hat er vergessen ein Bild zu machen. (Ich muss an meiner Erziehung arbeiten.)

Und so macht Ihr dieses Pesto rosso, welchen wir mit Spaghetti gegessen haben, weil der beste Ehemann von allen keine Penne mag, was ich sehr schade finde:

8-10 getrocknete Tomaten (nicht die aus dem Glas), in kleine Streifen geschnitten (aber nur, damit das Pürieren später einfacher geht)
30g Pinienkerne
1/2 Bund Basilikum, grob gehackt
ca. 2 EL Parmesan, gerieben
2-3 EL gutes Olivenöl
1-2 Zehen Knoblauch, gepresst oder fein gehackt 
1 EL weißer Balsamico
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit : 10 Min.)

Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie leicht angebräunt sind.

Alle Zutaten zusammengeben und pürieren.

Sollte das Pesto als Nudelsauce gegessen werden, vom Nudelwasser 1-2 EL reinmischen. Macht das ganze etwas sämiger. Falls Euch das aber genau in dem Moment wieder einfällt, in dem das Nudelwasser schon komplett den Abfluss runterläuft, so wie es mir jedemal, wirklich jedesmal passiert, nicht ärgern. 1 EL heißes Wasser tut es notfalls auch.

Viel Spaß beim Nachmachen!

5. August 2011

Gebratener Leberkäse mit Champignon-Senfcrème und Bratkartoffeln

Neulich nach einem ausgiebigen Frühstück, einer großen Currywurst-Pommes-Mayo zu Mittag und 'nem Stück Kuchen, saß ich so da und überlegte mir, was ich zum Abendessen machen könnte, da fiel es mir wie Schuppen vor die Augen: "Leberkäse zum Abendessen, das ist es!"

Glücklicherweise ist in der aktuellen "Lecker" ein solches Rezept, welches mich mein Einkaufskörbchen schnappen und zum Metzger eilen ließ.

À propos Metzger: Findet Ihr nicht auch, dass es viel zu wenig gute Metzger gibt? Also in Moers ist das so und als ich noch in Düsseldorf gewohnt habe, musste ich wirklich lange suchen, überhaupt mal einen zu finden, geschweige denn einen Guten! Und überhaupt ist das bei Leberkäse immer so 'ne Sache. Da gibt es ganz eklatante Unterschiede, habe ich gelernt. Von wem? Mein Schwager in spe, der ist Bayer, der muss es wissen. Und wenn eine Türkin sich von einem Bayer Tipps in Sachen Leberkäse einholt...ja dann ist eindeutig Ramadan!


Und das braucht Ihr für 2 Personen von "Zuviel gegessen? Bikinifigur? Ach egal...." 

250g Champigons, geputzt und halbiert
2 Scheiben Leberkäse à ca. 125g
100g Schmand
1-2 EL Milch
1-2 TL mittelscharfer Senf
Petersilie, gehackt
Öl
Salz
Pfeffer

außerdem

Kartoffeln, geschält, gekocht, in Scheiben geschnitten und in etwas Öl oder Butter gebraten.

(Zubereitungszeit: 30 Min.)

Leberkäse halbieren und in 1 EL Öl in der Pfanne von jeder Seite ca. 2 Min. braten, dann warm stellen.

Pilze im heißem Bratfett unter Wenden anbraten, Schmand, Milch und Senf einrühren, kurz aufkochen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken, zum Schluss die Petersilie unterrühren.

Leberkäse mit Bratkartoffeln anrichten und die Champignons drübergeben.

Viel Spaß beim Nachmachen!

1. August 2011

Poulardenbrust mit einer Himbeer-Dijon-Sauce und Kartoffelecken

...denn Kartoffelspalten darf ich nicht sagen. Warum, müsst Ihr den besten Ehemann von allen fragen, ich halt mich da raus.

Jetzt aber zum Wesentlichen:


Ich weiß nicht genau, wie ich diese Sauce beschreiben soll. Im Grunde kann ich da Steffi -von ihr habe ich nämlich das Rezept- nur zitieren:

"Das ist das leckerste, was ich seit langem gegessen habe". 

Und ich kann das sagen, ich war zwei Wochen in der Türkei und habe mich durch alle Variationen von Lammfleisch gegessen!



Für 2 Personen von "na, ob das wirklich das leckerste ist, was sie seit langem gegessen hat zu "WTF, ist das 'ne leckere Sauce" braucht Ihr:

100g Himbeeren, verlesen
2 TL feiner Dijon-Senf
2 TL körmiger Dijon-Senf
120g Himbeergelee
abgeriebene Schale einer 1/2 Limette

außerdem

2 Hähnchenbrustfilets
1 EL Butter, geschmolzen
einige Zweige Thymian, abgespült
einige Zweige Rosmarin, abgespült
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: ca. 45 Min.)

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Fleisch abspülen und trocken tupfen, mit Salz und Pfeffer würzen und in eine feuerfeste Form geben. Die Butter drüber träufeln.

Im Ofen ca. 25 Min. auf der mittleren Schiene braten. Evtl. kurz vorher den Grill des Backofens anschmeißen, um die gewünschte Bräune zu erreichen.

Für die Sauce beide Senfsorten und das Himbeergelee verrühren und mit Salz würzen. Die Limettenschale dazugeben und die Himbeeren kurz unterrühren, dabei ruhig einige Früchte zerdrücken. Die Sauce mit Salz abschmecken.

Wie man Kartoffelecken macht, habe ich HIER schon mal gezeigt.

Viel Spaß beim Nachmachen!

22. Juni 2011

Bandnudeln mit grünem Spargel und Garnelen in Noilly-Prat-Sauce

In irgendeiner "Lecker" gab es mal ein Extra mit dem Titel "We love Pasta" und daraus habe ich gestern dieses Gericht gekocht:


Die Pasta hat mir sehr sehr lecker geschmeckt. Mir schmeckts eigentlich immer, wenn Alkohol im Spiel ist und dieses Mal war sogar noch Anis mit im Spiel, welches mein Türkinnenherz höher schlagen lies und ich war versucht diesen einfach durch einen ordentlichen Schuß Raki zu ersetzten, aber ok..ich hab's gelassen.

So hatte dieses Gericht eine tolle, sehr feine Anis-Note und auch sonst war alles vertreten, was ich gerne esse. Wie es der beste Ehemann von allen fand, lassen wir mal dahingestellt. :-)

Zutaten für 4 Personen, weil Schwägerin und Schwiegermama auch noch mitgegessen haben und es ebenfalls total lecker fanden:

1 Zwiebel, geschält und gewürfelt
1 Stange Poree, geputzt und in Ringe geschnitten
1/2 Knollensellerie, geschält und klein geschnitten
2 Stiele Basilikum, grob gehackt
5 EL Butter
100 ml trockener Weißwein
400 ml Geflügelfond
1 Sternanis
500g rohe, geschälte Garnelen
500g grüner Spargel, schräg in Stücke geschnitten (die Enden grüßzügig abschneiden, dicke Stangen längs halbieren)
2-3 Stiele Thymian, gehackt
1 gehäufter EL Mehl
5 EL Schlagsahne
Bandnudeln
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: ca. 1 1/4 Std.)

1 EL Butter in einem Topf erhitzen, Zwiebel, Porree und Sellerie darin bei mittlerer Hitze ca. 5 Min. andünsten. Mit Wein und Geflügelfond ablöschen, Anis und Basilikum zugeben und zugedeckt bei schwacher Hitze ca. 30 Min. köcheln.
Den Fond anschließend durch ein feines Sieb gießen und auffangen.

2 EL Butter in einem Topf erhitzen, Mehl darin unter Rühren kurz hell anschwitzen. Den aufgefangenen Fond, Noilly Prat und Sahne unter Rühren zugießen, aufkochen und ca. 5 Min. köcheln. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Inzwischen Nudeln in Salzwasser nach Packungsanweisung garen.

1 EL Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Den Spargel darin unter Wenden 4-5 Min. braten. Mit Salz und Pfeffer würzen, herausnehmen.

1 EL Butter erneut im Bratfett erhitzen und die Garnelen darin unter Wenden 2-3 Min. braten. Thymian kurz mitbraten.

Spargel und Garnelen zur Sauce geben, Nudeln abgießen und mit der Sauce vermischen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

31. Mai 2011

Penne mit Gemüsestreifen in Currysauce

Eigentlich war ich immer der Meinung, nichts riecht leckererer als angedünstete Zwiebeln. Bis ich gestern dieses Gericht gekocht habe und dazu Curry in etwas Öl geröstet habe. Sollte es ein Paradies geben (und meine Wenigkeit tatsächlich dahin kommen), ich möchte bitte in das Curry-Zimmer. Danke!


Außerdem avanciere ich noch zur Queen of Resteverwertung, wie hier schon mal bewiesen. Das war mal ein Gericht, wozu ich alle Zutaten schon im Haus hatte. Passiert seltenst. Umso schöner war daher der Feierabend, leider ohne Ehemann (daher Gemüse-Pasta, Ihr versteht?!), aber dafür mit Diamonique auf QVC, mein höchstpersönliches Trash-TV.

Zutaten für 1-2 Portionen:

1 Möhre, geschält und in dünne Streifen geschnitten
1/2 Zucchini, in dünne Streifen geschnitten
1/2 Paprika, in dünne Streifen geschnitten
1 Schalotte, geschält und gewürfelt
(Vollkorn-)Penne (dazu kann ich keine Mengenangabe geben, ich mache nämlich IMMER zuviel)
1 EL Öl
1-2 TL Currypulver
75 ml Gemüsebrühe
50 ml Kochsahne (z.B. Crèmefine)
1-2 TL Paprikacreme (habe ich hier schon mal gezeigt)
1 EL geschälte Sesamsamen

(Zubereitungszeit: ca. 25 Min.)

Nudeln kochen.
Sesamsamen in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten.

Öl im Wok oder in einer Pfanne erhitzen und das Currypulver darin kurz anrösten. Zwiebel zufügen und glasig dünsten. Brühe und Sahne dazugießen, Gemüsestreifen zufügen und in der Sauce bei mittlerer Hitze bissfest garen. Mit Salz abschmecken. 
Kurz vor Ende der Garzeit die Paprikacreme einrühren. 

Curry-Gemüse mit den Penne mischen und mit Sesam bestreuen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

28. April 2011

Rindersteak mit Pfeffersauce und geschmorten Schafskäse-Karotten

Der beste Ehemann von allen und ich waren vor kurzem wieder mal im Il Mulino essen. Ein nettes, kleines, italienisches Restaurant in Moers. Wer mal in der Nähe von Moers ist, sollte es mal ausprobieren, denn ich kann den Laden nur empfehlen.
Wir hatten Glück und bekamen draußen noch einen Tisch. Ich habe mir Bandnudeln in einer Tomaten-Basilikum-Sauce mit Shrimps und einer Riesengamba (R I E S E N-Gamba!) bestellt und mein Mann ein Filetsteak mit Pfeffersauce. Das Essen war großartig, der Wein war großartig, das Wetter war großartig, die Bedienung war großartig und ich kam mir vor wie im Urlaub!

Allerdings habe ich kein Bild unseres Essens gemacht, da meine Kamera seit neustem nur noch im "HALLOOO!!! ALLE MAL HERSCHAUEN!!! ICH FOTOGRAFIERE GRAD MEIN ESSEN!!"-Modus ist. Irgendwie lässt sich der Blitz nicht mehr ausschalten und das kann mitunter ganz schön peinlich werden.

So lange Rede, kurzer Sinn: die Pfeffersauce vom Filetsteak, die war nämlich auch großartig und deswegen wollte ich die auch mal machen.


Ich gebe zu, meine kam nicht ganz an das vom Il Mulino ran, aber schmeckte trotzdem sehr gut. Das nächste Mal werde ich aber noch ein wenig mehr Alkohol reinkippen. Einfach so ein Gefühl.

Zu dem Steak habe ich noch geschmorte Karotten mit Schafskäse gemacht und somit einen weiteren Punkt meiner to-cook-Liste abgearbeitet. Die Vorlage kam von Tobias. Ich finde aber leider das Originalrezept nicht mehr auf seiner Seite. Ich schwöre...es war mal da!


Zutaten für 2-3 Portionen Pfeffersauce:

2 TL eingelegte, grüne Pfefferkörner
125 ml Kalbsfond (Rinder- oder Hühnerbrühe geht notfalls auch)
125 ml Sahne
2 EL Wermut (z.B. Noilly Prat)
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit (ohne Steak braten): ca. 7 Min.)

Steaks in der Pfanne braten, rausnehmen und mit Alufolie bedeckt warm halten.

Den Kalbsfond oder die Brühe zum Bratensaft geben. Bei schwacher Hitze zum Kochen bringen, Sahne und Pfefferkörner zugeben. Unter ständigem Rühren ca. 2 Min. kochen.
Die Sauce wenn nötig mit Speisestärke oder Saucenbinder binden. Den Wermut unterrühren und 1 Min. mitkochen lassen. Zum Schluss den inzwischen ausgetretenen Bratensaft der Steaks hinzugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
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Zutaten für 3-4 Portionen Karotten:

600g Karotten, geschält und schräg in Streifen geschnitten
1 Pck. Feta (oder jeder anderen Schafskäse), gewürfelt
Zucker
Kreuzkümmel
Thymian
Oregano
Olivenöl
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: 30 Min.)

Backofen auf 200°C vorheitzen.

Die Karotten mit dem Schafskäse in eine Schüssel geben, mit einer Prise Zucker, dem Kreuzkümmel, den Kräutern, Salz und Pfeffer würzen. Olivenöl drübergeben und gut durchrühren.

Das ganze dann für ca. 25 Min. im Backofen grillen.

Ein Bild des ganzen Tellers inkl. des Steaks habe ich leider ganz verpeilt zu machen. Scusa!

Viel Spaß beim Nachmachen!

26. April 2011

Balsamico-Sahne-Dressing II

Hier habe ich bereits Dressing-Variante I vorgestellt. Gestern habe ich zum Grillen einen Gurkensalat mit Variante II gemacht.


Diese unterscheidet sich jetzt nicht wirklich von Variante I, aber hier nehme ich zum "vermischen" den Zauberstab. Dadurch wird das Dressing sehr cremig und "haftet" noch besser an den Gurken.

1 Gurke
4 EL Olivenöl
1 EL hellen Balsamico
1 TL dunklen Balsamico
100 ml Sahne
1 TL Senf
1-2 Spritzer Maggi Sojasauce
1 TL Schalotten, gehackt
Minze, getrocknet 
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: ca. 5 Min.)

Gurke schälen und teilen. Ich kratze immer noch mit einem Löffel das innere der Gurke aus. 

Alle Zutaten, bis auf die Minze, in eine Schüssel geben und mit dem Quirl oder der Schlagscheibe des Zauberstabs verrühren, bis das Dressing leicht fest und sämig wird. Über die Gurken verteilen und mit Minze bestreuen.

Viel Spaß beim Nachmachen!