25. Juni 2015

Pulled Salmon Sandwich, man kann aber auch Sandwich mit gegrilltem Lachs, Frischkäse und Senf-Honig-Sauce dazu sagen

Wenn ein Trend es irgendwann mal auf meinen Blog schafft, dann ist es ja fast schon gar kein Trend mehr. Ich bin da ja nicht so von der schnellen Sorte, wisst Ihr? (Wisst Ihr!!) Und nun frage ich mich, ob der Trend zum Pullen noch anhält oder ob es sich gar nicht mehr lohnt, darüber zu schreiben.... Was meint Ihr?

Nehmen wir beispielsweise dieses Sandwich mit Lachs:


Es ist aus "Auf die Hand" und dort heißt es "(Bagel) mit gegrilltem Lachs, Frischkäse und Senf-Honig-Sauce" was ohne Frage auch ganz toll klingt, aber wenn es tatsächlich so ein sollte, dass "pulled" noch total en vogue ist, dann bin ich mal so unverschämt und nenne es "Pulled Salmon Sandwich". Klingt doch direkt viel aufwendiger, auch wenn es das gar nicht ist. Aber ich mag es ja, wenn die Leute denken, ich hätte aufwendig gekocht und dabei stand ich gefühlt nur 5 Minuten in der Küche. Da kommt dieses Sandwich genau richtig. Minimaler Aufwand, maximaler Effekt. Und es beweist auch wieder, dass Fisch unkomplizierter ist als man denkt. Denn...meine Güte, ich stell' mich vielleicht immer an, wenn es um Fisch geht, das könnt' Ihr euch gar nicht vorstellen! Dabei sagt meine Schwiegermutter immer, dass Fisch viel einfacher zuzubereiten ist als Fleisch. Und sie hat recht. Mir ist noch nie Fisch missglückt, Fleisch dagegen schon. Und bei der ganzen Schwafelei vergesse ich ja fast zu erwähnen, wie großartig dieses Sandwich schmeckt, ganz egal, wie man es nennt. 

Probiert es bald mal aus und gebt mir recht.

Für 4 Sandwiches:

Sauce
1/2 Bund Schnittlauch, in feine Röllchen geschnitten
4 EL flüssiger Honig
4 EL Senf (im Buch: grober Senf)

Sandwiches
250g Lachsfilet, entgrätet
3 EL Olivenöl
Salz
4 Roggenbrötchen oder Bagels, aufgeschnitten
40g Frischkäse
etwas geputzter Salat (im Buch: Frisée)

(Zubereitungszeit: 20 Min.)

Für die Sauce Schnittlauch mit Honig und Senf glattrühren.

Lachsfilets in einer Pfanne in heißem Olivenöl bei mittlerer Hitze von jeder Seite 3-5 Minuten glasig durchbraten, salzen und mit 2 Gabeln in grobe Stücke teilen.

Brötchen mit Frischkäse bestreichen und mit etwas Salat und Lachs belegen. Mit der Sauce beträufeln, Deckel aufsetzen und servieren.

Viel Spaß beim Nachmachen.

7. April 2015

Frühstückstarte mit Spinat und Eiern

Wer beim Frühstück so eigen ist wie ich (nachzulesen hier), dem fällt es nicht leicht, mal etwas anderes zu probieren. Schon gar nicht, wenn Spinat im Spiel ist. Aber da an Ostermontag alle Bäckereien geschlossen waren und die Familie satt werden sollte, hat Muddi sich in aller Frühe selbstlos in die Küche gestellt und angefangen zu backen. 

In der März-Ausgabe der eve entdeckte ich die Frühstückstarte und dachte mir: "Hey, warum nicht. Wenn es nicht schmeckt...Brötchen aufbacken kann man ja zur Not immer noch!" Und dass weitere 3 von 6 Spinat auch nicht so dolle finden, war mir kurzfristig entfallen. 

Egal, mein Plan stand und je länger ich drüber nachdachte, desto sicherer war ich mir dass ich (und ganz sicher alle anderen auch) eine Spinatarte zum Frühstück haben wollen!

Und so sah das Ganze dann aus:

Ja, okay, sie war einen Tick zu lange im Ofen...

Und ganz ehrlich, ich fand die ja mal voll lecker! Den Speck hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht, den lasse ich demnächst weg oder besser, ersetzte es durch Sucuk, aber ansonsten eine tolle Abwechslung zum Frühstück und schnell gemacht. Noch viel schneller sogar, wenn man die Spinatmasse und Parmesan-Crème einen Tag vorher zubereitet. 

Und am Ende sind alle satt geworden, Brötchen wurden trotzdem aufgebacken, die restliche Pizza hat Muddi abends einfach nochmal warm gemacht und Ostern wäre somit für dieses Jahr auch erledigt.

Zutaten für 1 Blech:

1/2 Zwiebel, geschält und fein gewürfelt
2 EL Olivenöl
400g frischer Spinat, geputzt
200g Crème fraiche
3 EL Parmesan, gerieben
Salz
Pfeffer
2 EL Speckwürfel
1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal
5 Cherrytomaten, halbiert
3 Eier

(Zubereitungszeit: 45 Min.)

Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Zwiebel in einer Pfanne in Öl glasig dünsten, Spinat zugeben und ca. 2 Min. mitdünsten, bis er zusammenfällt. Aus der Pfanne nehmen, abtropfen lassen und grob durchhacken.

Crème fraiche mit Parmesan mischen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Speck in einer Pfanne knusprig braten.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Blätterteig darauf ausrollen. Mit einem scharfen Messer rund um das Teigrechteck herum einen feinen Rand von ca. 1 cm Breite einritzen, dabei den Teig nicht durchschneiden. Die Mitte des Teiges mehrmals mit einer Gabel einstechen.

Teig mit Parmesan-Crème bestreichen, den Rand aussparen. Spinat-Zwiebel-Mischung, Tomaten und Speck darauf verteilen und die Tarte ca. 15 Min im Ofen backen. 

Tarte aus dem Ofen nehmen und die Eier daraufschlagen. Weitere 7-10 Min. backen. 

Viel Spaß beim Nachmachen!

1. April 2015

Chicken Nuggets im Kokos-Mandelmantel

Der Blog hat in den letzten Wochen und Monaten so viele neue Follower und Likes bekommen, dass ich hier seit geraumer Zeit mit einem superschlechten Gewissen sitze und denke.... wo kommen diese Menschen plötzlich alle her? Und was erwarten Sie von einem Blog, dessen letzter Post im Januar war und der in den letzten 12 Monaten ganze 11 (!!) Beiträge rausgehauen hat? 
Ich trau' mich aber auch nicht zu fragen, sonst fällt das auf und alle sind wieder weg.... Das will ich ja nun auch nicht. Was bleibt mir also anderes übrig, als mich in die Küche zu stellen, was feines zu zaubern, die Kamera rauszukramen und 'n Bild zu machen. Kein schönes, denn trotz Food-Fotographie-Workshop werden meine Bilder immer noch einfach doof. Verglichen mit allen anderen. Wusstet Ihr, dass ich die unkreativste Person auf der ganzen Welt bin? Ist leider so... Ist aber auch egal jetzt, denn ich habe gekocht, ich habe fotografiert, ich habe das Kind in den Schlaf gewiegt und nun hält mich keiner mehr auf! Achtung, es geht los:

Voilà....

Chicken Nuggets!




Uhh.....


Wie kreativ!


Jaha, moment! Die mögen zwar nicht besonders kreativ sein, aber die sind nicht vergleichbar mit den Dingern, die man sonst so kennt. Denn die hier sind so genial lecker, echt schnell gemacht und absolut figurtauglich, wenn man, wie ich, noch mit dem ein oder anderen (Schwangerschafts-)Pfündchen zu kämpfen hat.. Ich steh' bei diesen Nuggets total auf die Kombi Kokos, Curry und Cayenne. Außerdem mag ich, dass sie im Ofen gebacken werden und ich nicht mehr viel tun muss, denn ich gehöre ja -trotz foodblog- immer noch zu der Kategorie "faul wie Sau"!

Ist natürlich keine Erfindung von mir, sondern abgeguckt aus dem Kochbuch "Paleo - Power for Life" von Nico Richter" (Ja, ich mach jeden Scheiß mit).

Probiert es aus und sagt mir, ob Ihr genauso begeistert seid wie ich! Ich bin gespannt.

Für ca. 20 Nuggets braucht Ihr:

500g Hähnchenbrustfilet, in 20 Stücke geschnitten
6 EL Kokosöl, geschmolzen
2 Eier
50g Kokosraspel
50g Mandeln, gemahlen
1 EL Currypulver
1/2 EL Cayennepfeffer
1 TL Salz

(Zubereitungszeit: 40 Min.)

Den Ofen auf 200°C vorheizen.

4 EL des geschmolzenen Kokosöls in einem tiefen Teller mit den Eiern verquirlen. In einem zweiten Teller die Kokosraspel mit den gemahlenen Mandeln und den Gewürzen gut mischen.

Zum Panieren die Hähnchenstücke nach und nach zuerst in die Eier-Mischung tauchen, dann in der Kokos-Mandelmischung wenden, so dass alle Seiten mit der Panade bedeckt sind.

Ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech mit dem restlichen Kokosöl bestreichen, die Nuggets drauf legen und für ca. 20 Min. im Ofen goldbraun backen.

Mit einer Sauce oder einem Dip Eurer Wahl eine tolle Sache, die man auch hervorragend kalt essen kann.

Viel Spaß bei Nachmachen!

7. Januar 2015

Crème Brulée mit salzigem Karamell

Wisst Ihr, ich war neulich auf der Suche nach einem Dessert. Silvester stand nämlich vor der Tür und Baby sei Dank durften wir diesen bei uns Zuhause feiern. Das war während dieses turbulenten Jahres ja insgeheim schon im Februar mein Wunsch! Und weil mein Baby das kleinste im Freundes- und Bekanntenkreis ist (andere machen sich mittlerweile schon Gedanken, welche Uni es denn werden soll, wohingegen ich meistens vor solch schwierigen Entscheidung stehe wie, wann ich zur nächsten Windelgröße wechseln sollte und ob ich lieber Möhre oder Pastinake püriere), bleibt das auch ein Weilchen so. Das sind doch mal schöne Aussichten.

Es gab dann also an Silvester eine Familienrunde mit Käsefondue, viel Wein und etwas Champagner. Flaschenkind olé!!

Kurz zum Käsefondue: Mein bisher einziges aß ich vor zwei Jahren im arschteuren Zürich und fand es für über 150 Euronen für 2 Personen jetzt nicht besonders berauschend, wie man sich vielleicht vorstellen kann. Und da war jetzt keine Pulle Schampus oder so dabei. Um dieses finanzielle Trauma endlich mal zu überwinden gab es also Käsefondue. (Dass hierzulande 300 Grämmchen Appenzeller auch fast 30 EUR kosten sei jetzt mal nur am Rande erwähnt..)

Als Dessert hatte ich mich für eine Crème Brulée entscheiden, und um ganz genau zu sein, für eine Crème Brulée mit salzigem Karamell. Dass süß und salzig zusammen ganz hervorragend schmeckt, wissen wir ja spätestens seit den grandiosen Schokokeksen mit fleur de sel


Das Ergebnis war wie zu erwarten total lecker und ich stand bei allen mal wieder ziemlich gut da mit meiner Idee! ;-)

Für alle, die noch nicht wissen, was es Silvester 2015 geben soll, daher hier schon mal ein Tipp von mir: Crème Brulée mit salzigem Karamell. Das wird der Hit! 

Und so zaubert ihr 4-6 Schälchen dieser Köstlichkeit:

125g feiner Zucker
5g Fleur de Sel 
300 ml Milch
200 ml Sahne
5 Eigelbe
40 g brauner Rohrzucker

Den Zucker mit etwas Wasser (das Wasser soll den Zucker gerade bedecken) in einem Topf bei mittlerer Hitze ohne Rühren aufkochen.

Sobald sich die Masse braun verfärbt, leicht rühren, damit der Karamell gleichmäßig bräunt. Topf vom Herd nehmen, das Salz zufügen und vorsichtig die Milch einrühren. Unter ständigem Rühren bei kleiner Hitze kurz aufkochen, um den Karamell in der Milch aufzulösen. 

Topf vom Herd nehmen, Sahne zugießen und anschließend die Eigelbe unterrühren. 

Alles gut mischen und die Crème durch ein feines Sieb in eine Schüssel streichen. Abkühlen lassen und mindestens 2 Std. im Kühlschrank ruhen lassen. 

Den Backofen auf 95°C vorheizen.

Die Crème in feuerfeste Schalen verteilen und nebeneinander in den Backofen stellen. Die Crème je nach Größe der Förmchen 60-75 Min. garen. Sie sind fertig, wenn sie gestockt sind und sich eine Haut gebildet hat. Leicht abkühlen lassen und in den Kühlschrank stellen. 

Vor dem Servieren die Crèmes gleichmäßig mit braunem Rohrzucker bestreuen und mit einem Gasbrener karamellisieren.

Viel Spaß beim Nachmachen!

20. August 2014

Zimtschnecken / Cinnamon Rolls

Eigentlich stehe ich nicht sooo auf Zimt, aber in meiner momentanen Situation (der errechnete Termin ist schon um einen ganzen Tag verstrichen, also wenn das kein Grund zur Ungeduld ist, weiß ich auch nicht) tut man alles, um die ganze Geschichte ein wenig in Gang zu bringen. Gut, ich mache das nicht erst seit gestern, gebe ich ja zu. Ich bin da schon seit bestimmt 3 Wochen dran und es ist wirklich paradox. Da tut man monatelang alles, damit das Kind drin bleibt und dann, wenn es kommen soll, kütt es nich! Das soll mal einer verstehen. 

Zurück zu den Zimtschnecken. Die habe ich gebacken, weil ich gehört habe, Zimt soll wehenfördernd sein. Da das bisschen Zimt, was ich um diese Jahreszeit gerne auf Pflaumenkuchen streue kaum einen Effekt haben kann, boten sich halt die Zimtschnecken an. Die waren auch sehr lecker, haben bisher aber auch nichts gebracht. Egal. Ist noch keines drin geblieben, höre ich an dieser Stelle viele sagen. Weiß ich ja, aber ich bin so ungeduldig. Warten ist was schreckliches...

Und während ihr sicherlich voller Ungeduld mit mir wartet, könnt Ihr euch ja die Zeit mit dem Nachbacken dieser leckeren Köstlichkeiten vertreiben.


Für ca. 10-12 Stück braucht Ihr:

Teig:

400g Mehl (Type 550)
1 TL Trockenhefe
100ml lauwarme Milch
50g Butter, zerlassen
1 Ei
2 Prisen Salz
30g Zucker
1/2 TL Vanilleextrakt

Belag:

60g Butter
2 EL Rübenkrautsirup
einige EL Zimt, je nach Geschmack und Notwendigkeit 
ca. 4 EL Zucker
etwas Milch zum Bepinseln

Glasur:

100g Puderzucker
100g Frischkäse

(Zubereitungszeit: ca 55 Min. + 2,5 Std Gehzeit) 

Alle Zutaten für den Teig mit 50 ml lauwarmem Wasser in einer Schüssel mischen und 10-15 Min. kräftig durchkneten. Den Teig in eine mit Öl eingefettete Schüssel legen, mit Frischhaltefolie abdecken und etwa 1.5 Std. bei Zimmertemperatur gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat. 

Die Butter und den Sirup zusammen schmelzen, Zimt und Zucker mischen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche in einem Rechteck ausrollen und mit der Sirup-Buttermasse bestreichen. Den Teig gleichmäßig mit Zimt-Zucker bestreuen. Nun den Teig von der Längsseite her aufrollen und die Rolle in Scheiben schneiden. Diese dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, mit Frischhaltefolie abdecken und noch einmal bei Zimmertemperatur 1 Std. gehen lassen. 

Dn Backofen auf 200°C vorheizen.

Die Schnecken mit der Milch bepinseln und ca. 25 Min. goldbraun backen.

Für die Glasur den Puderzucker und den Frischkäse mit 30 ml lauwarmem Wasser verrühren. Die Schnecken. sofort wenn sie aus dem Ofen kommen, mit dem Guss bestreichen und heiß servieren.

Viel Spaß beim Nachmachen!

17. August 2014

Rote Linsensuppe mit Minzbutter / Kırmızı Mercimek Çorbası

Eine meiner Lieblingssuppen in der türkischen Küche ist die rote Linsensuppe. Fix gekocht, gelingsicher, sättigend und auf einer türkischen Tafel immer willkommen. Ich habe eh manchmal das Gefühl, dass Türken viel lieber die traditionelleren Gerichte bevorzugen als irgendeinen aufwendigen Schnickschnack, welchen sie nicht kennen. Und das ist jetzt keineswegs respektlos oder geringschätzig gemeint! Im Gegenteil, ich find das super, so weiß man immer, was man Gästen servieren kann, ohne ein schlechtes Gefühl zu haben. Und ich selber freue mich immer, wenn das serviert wird und es wird mir nie zu langweilig. Gibt es vorweg diese Suppe oder eine Joghurtsuppe oder vielleicht die türkische Nudelsuppe ist es in jedem Fall authentisch und man macht auf keinen Fall etwas falsch. Daher wurde es höchste Zeit für eine Neuauflage auf dem Blog.


So häufig wie diese Suppe gekocht wird, so viele verschiedene (aber alle gleichsam simple) Zubereitungsmethoden gibt es. Im RaEdU wird sie schon immer so gemacht und bisher hat sich auch noch keiner beschwert. (Bis auf den Besten Ehemann von allen natürlich, der aber bekanntlich mit fleischlosen türkischen Gerichten oft nicht viel anfangen kann.) Man kann die Suppe auch am Tag danach noch hervorragend essen. Sollte sie dann schon etwas angedickt sein, einfach mit ein wenig Brühe oder Wasser aufkochen. 

Für 4 Personen braucht Ihr also:

200g rote Linsen
1 kleine Kartoffel, geschält und grob gewürfelt
1 Möhre, geschält und grob gewürfelt
1 Zwiebel, geschält und grob gewürfelt
1l Gemüsebrühe
3 EL Butter
1 EL getrocknete Pfefferminze
Salz 
Pfeffer
Zitronensaft

(Zubereitungszeit: 30 Min)

Linsen, Kartoffel, Möhren und Zwiebel in einen Topf geben, mit Gemüsebrühe auffüllen und zum Kochen bringen. Dann Hitze reduzieren und ca. 20 Min. köcheln lassen, bis die Zutaten weich sind. 

Mit einem Mixer anschließend die Suppe pürieren und kurz beiseite stellen.

In einer Pfanne oder in einem kleinen Topf die Butter schmelzen und die Minze darin anrösten, bis sie duftet. Die Minzbutter in die Suppe geben, umrühren und nochmals kurz aufkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Mit Fladenbrot und Zitronenvierteln servieren. (Türken lieben Fladenbrot und vor allem Zitrone!)

Viel Spaß beim Nachmachen! 

11. August 2014

Spirelli in Salbeibutter mit Parmesan

Und mal wieder musste ich feststellen, dass die einfachsten Sachen doch meistens immer noch die Besten sind!

Denn während ich Pläne für mein Abendessen schmiedete und dabei auf Sternekochniveau dachte, wie es halt eben so meine Art ist, zupfte meine Schwägerin an Ihrem explodierten Salbeistrauch rum und versuchte, das Gewuchere ein wenig unter Kontrolle zu bringen. Meine Schwiegermutter erwähnte noch irgendwie, dass Salbeibutter ja total lecker wäre und ich sah nur noch einen Salbeizweig den nächsten in die Biotonne wandern, so dass ich mich spontan, wie ich eben so bin, entschloss, dem ganzen eine Chance zu geben. Da der beste Ehemann von allen nicht da war, ich eh keinen Bock hatte, nur für mich lange in der Küche zu stehen und der Hunger langsam aber bedrohlich näherkam, passte mir das ganz gut in den Kram.


Ich muss zugeben, dass ich anfangs eher skeptisch war, denn mein bisher einziger Salbeibutterversuch war in einem Restaurant, lag schon lange zurück und ist mir nicht besonders positiv in Erinnerung geblieben. Das hier aber war total lecker und ich bin begeistert, wie schnell auch das wieder auf dem Tisch stand. Perfekte Feierabendküche! Aber wahrscheinlich erzähle ich Euch nichts neues, ich bin hier sicher mal wieder die letzte, die das checkt. 

Daher komme ich jetzt mal zum Punkt und verrate Euch, wie ich das Ganze gemacht habe:

Für 1 Person braucht Ihr:

Nudeln nach Wunsch
ca. 10 Blätter frischer Salbei, abgebraust und vorsichtig mit Küchenpapier abgetupft
ca. 30g Butter
ein wenig Parmesan, gerieben

(Zubereitungszeit: 15 Min.)

Die Nudeln al dente kochen.

Die Butter in einer Pfanne schmelzen und ganz leicht braun werden lassen. Die Salbeiblätter reinlegen und kross werden lassen. Wenn das soweit ist, die Blätter rausnehmen und kurz beiseite stellen.

Über die Nudeln die Butter gießen und auf einem Teller anrichten, mit den Salbeiblättern garnieren, frisch geriebenen Parmesan drüber streuen und genießen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

10. Juli 2014

Käse-Lauch-Suppe

Wenn der deutsche Sommer hier einen auf Herbst macht, dann ist es vollkommen in Ordnung, wenn man anfängt, Sachen zu kochen, die im Sommer eigentlich nichts verloren haben. So wie eine Käse-Lauch-Suppe zum Beispiel. 


Gut, es ist jetzt keine Suppe mit einem besonders edlen Ruf, aber - und ich glaube dies kann keiner bestreiten - sie schmeckt einfach extrem gut. Besonders an Tagen, an denen das Wetter nichts außer Regen und Wolken und Grau und Kalt bereithält. Und ich kann mir gut vorstellen, dass der ein oder andere unter Euch jetzt heimlich den Wunsch verspürt, mal wieder eine Käse-Lauch-Suppe zu essen. Gebt es zu!! (Dass sich das Wetter jetzt so langsam wieder bessert, ist dabei total nebensächlich.)

Zudem ist sie sehr schnell gemacht, was meinem plötzlichen Heißhunger darauf sehr gelegen kam. Man braucht nur wenige Zutaten und sie schmeckt trotzdem. Sie lässt sich natürlich auch gut einen Tag vorher kochen und wird nach einer Nacht im Kühlschrank sogar noch einen Ticken besser. 

Mit knusprigem Baguette oder frischem Brot ist es nicht nur eine Partysuppe, sondern tollstes Comfortfood. Hach...

Und so schnell kocht man einen Pott Käse-Lauch-Suppe, hier die pure Variante mit Hack aber sonst ohne SchnickSchnack:

500g Hackfleisch
2 Stangen Lauch, gewaschen und in Ringe geschnitten
1 Zwiebel, gehackt
1L Rinderbrühe
400g Schmelzkäse
Öl
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: ca. 30 Min.)

Öl in einem Topf heiß werden lassen und die Zwiebel anbraten. 

Das Hackfleisch dazu geben und krümelig braten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Lauch dazugeben, einige Minuten mitbraten und anschließend mit der Brühe auffüllen, bei mittlerer Hitze aufkochen lassen. 

Schmelzkäse einrühren, weitere 15 Minuten auf mittlerer Hitze köcheln lassen und zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Viel Spaß beim Nachmachen!

7. Juli 2014

Blaubeer-Muffins

Ich bin mir zwar nicht sicher, aber ich denke, wenn es einen Klassiker in der Welt der Muffins gibt, dann sind es Blaubeer-Muffins. Und ich bin mir zwar wieder nicht sicher, aber ich denke, wenn es etwas ziemlich langweiliges in der Welt der Muffins gibt, dann sind es Blaubeer-Muffins. Oder? Jedenfalls überkam mich dieser Gedanke beim Backen. Und ich dachte währenddessen auch, Muffins an sich sind ja auch echt meeega-langweilig, wenn, dann müssen es doch eigentlich Cupcakes sein. (Das sind die mit den tollen Kreationen obendrauf.) Wen bitte soll ich jetzt mit diesen öden Blaubeer-Dingern beeindrucken? Ich habe sie trotzdem gebacken, weil ich gerade alle Zutaten da hatte und seitdem ich nicht mehr arbeiten darf, täglich vor Langeweile beinahe umkomme! Ich hätte nie gedacht, das mal zu sagen, aber ich vermisse  es, arbeiten zu gehen. Und da ich nun nicht mehr ganz so ans Bett gefesselt bin, wie noch vor einigen Wochen, stelle ich mich halt ab und zu in die Küche und wurschtele so vor mich hin. Meistens kommt nichts vorzeigbares bei rum, aber manchmal sind dann doch so kleine Überraschungen dabei, wie eben diese Blaubeer-Muffins, die trotz oder vielleicht sogar gerade wegen ihres etwas langweiligen Images, voll reingehauen haben. 


Ich habe sie nach einem Rezept von Cynthia Barcomi gebacken und sie sind so lecker geworden, dass  ich beschlossen haben es Euch doch zu zeigen. Sie mögen zwar nicht die innovativsten unter Ihren Kollegen sein, aber das ist egal, solange sie schmecken. Sie sind süß, aber nicht zu süß und verbunden mit der Säure der Blaubeeren und der "fluffyness", mit der sie daherkommen, perfekt für einen spontanen Nachmittagskaffee. Denn sie sind in knapp 30 Min. fix und fertig auf dem Tisch.

Und würde ich es hinbekommen, würde ich sogar noch ein fruchtig-süßes Frostig obendrauf zaubern, das würde dem ganzen den letzten Schliff verpassen, da bin ich mir sicher. Aber leider bin ich zu unbegabt für sowas. Jedenfalls sind bisher alle meine Versuche, etwas in der Richtung zu machen, grandios gescheitert.

Und das braucht ihr für 12 unscheinbare aber nicht zu unterschätzende Blaubeer-Muffins:

Zutaten A:

350g Mehl
2 TL Backpulver
1/4 TL Salz

Zutaten B:

125g Butter
135g Zucker
1/2 TL Vanillezucker
2 Eier
125ml Milch
250g Blaubeeren

(Zubereitungszeit: ca. 30 Min.)

Ofen auf 190°C vorheizen, eine Muffinform ausbuttern oder mit Muffinförmchen versehen.

Die Butter zerlassen. Mit dem Schneebesen den Zucker und den Vanillezucker unter die heiße Butter rühren, dann Eier und Milch dazugeben.

Die Zutaten A zu den Zutaten B geben, ganz leicht vermischen, dann die Blaubeeren unterheben.

Den Teig gleichmäßig auf die Muffinförmchen verteilen und ca. 18 Min. backen. Stichprobe nicht vergessen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

8. Juni 2014

Yoğurtlu Makarna / Bandnudeln in Joghurtsauce

Bei diesem Gericht spalten sich in meinem Umfeld ein wenig die Gemüter. Ich zum Beispiel liebe dieses Essen und wann immer ich die Möglichkeit habe, koche ich es. Mein Mann allerdings kann hiermit gar nichts anfangen. Er hat aber auch generell keine große Affinität zu Joghurt, muss ich vielleicht dazusagen. Ich hingegen habe im Laufe der Jahre eine regelrechte Obsession dazu entwickelt und esse es zu fast allem. Das ist aber auch nichts ungewöhnliches, denn Joghurt gehört ganz selbstverständlich in die türkische Küche und man findet kaum eine gedeckte Tafel, auf der nicht ein Pott steht. 


Aber nicht nur wegen des Joghurts liebe ich es, sondern auch wegen des "Toppings". Dieser besteht aus Salca, viel Minze und manchmal auch etwas Paprikapulver. Salca bekommt ihr in jedem türkischen Supermarkt. (Man unterscheidet immer zwischen Salca aus Tomaten oder Salca aus Paprika. Tomaten sind ein wenig fruchtiger, Paprika ein wenig herber. Ich nehme immer ein wenig von beidem. Wer keine Salca zur Hand hat, kann Tomatenmark nehmen.) Der Joghurt wird traditionell mit Knoblauch zubereitet, das spar ich mir aber manchmal. Je nachdem, was noch so ansteht. 

Für mich jedenfalls das ultimative Soulfood und so praktisch, weil es wirklich ganz schnell und super unkompliziert zubereitet ist. 

Vielleicht kennt ihr es ja schon, falls nicht, bitte probiert es mal.

Für 2 Personen:

Nudeln für zwei (am besten eignen sich Bandnudeln oder Farfalle)
200g 3,5%igen Joghurt
(optional: 1 kleine Knoblauchzehe, zerdrückt)
Salz
125g Butter (ok, es geht auch weniger)
1 TL Tomaten- und 1 TL Paprikasalca 
1 EL getrocknete Minze
wer mag: 1 TL Paprikapulver, edelsüß

(Zubereitungszeit 15 Min.)

Nudeln wie gehabt kochen, Joghurt mit Knoblauch und Salz abschmecken.

Kurz bevor die Pasta al dente sind in einer kleinen Pfanne die Butter schmelzen und das Salca, die Minze und das Paprikapulver dazugeben und alles kurz zusammen zu einer Sauce zusammenrühren.

Nudeln abgießen und im Topf mit der Joghurtsauce vermengen. 

Auf dem Teller anrichten und die Sauce rübergeben.

Viel Spaß beim Nachmachen! 

3. Juni 2014

Wassermelonen-Feta-Salat nach Nigella Lawson

Die Anikó hat mich gestern auf die Idee gebracht, mal wieder einen Blogpost zu verfassen. Da ich sowieso nicht viel machen darf momentan, dachte ich kurz nach und gab ihr schließlich recht. Ich kann nun wirklich nicht den ganzen Tag dösig auf der Couch liegen und mir eine blöde TV-Show nach der anderen reinziehen! (Meine Favorites sind übrigens ShoppingQueen und 4 Hochzeiten und 1 Traumreise, obwohl Frooooonck mir tierisch auf die Nerven geht und Guido mit seiner inflationären Präsenz im Fernsehen auch nicht mehr das ist, was er mal war. Trash-Life ftw!) 

Ich habe im Zuge dessen neulich auch einen Sender entdeckt, auf dem echt eine Kochsendung nach der anderen läuft. <3 Den Sender kannte ich vorher gar nicht, lag wohl aber auch daran, dass er bei uns auf Platz 141 ist und was muss das für ein beschissenes Fernsehprogramm gewesen sein, dass ich bis dahinten hin gezappt habe?!

Es begab sich also, dass eine lethargische AD eines schönen, sonnigen Tages bei runtergelassenen Jalousien, ungeduscht und in Joggingbuxe auf der Couch lag und sich nach Jamie, Tim, Gordon und Rachel (Rachel Khoo, <3<3<3) schließlich Nigella anschaute. Ich muss ja sagen, von allen Köchen/Innen auf der Welt, ist Nigella Lawson diejenige, bei der mir am wenigstens das Wasser im Mund zusammenläuft, wenn ich Ihre Kreationen sehe. Hallo? Die trinkt Bloody Mary zum Frühstück! (Obwohl…..wenn ich ernsthaft drüber nachdenke, würde ich vielleicht auch, wenn ich dürfte… aber das ist ein anderes Thema.) Nigella zauberte an dem Tag einen Wassermelonen-Feta-Salat mit schwarzen Oliven und roten Zwiebeln und ich dachte nur: "Oh ne, nicht schon wieder so etwas abgedrehtes, was kein Mensch essen will". Dabei bin ich gar nicht so UNexperimentierfreudig, ganz im Gegenteil. Trotzdem blieb es mir anscheinend im Gedächtnis und als am Wochenende Freunde zum Grillen da waren, kramte ich dieses Rezept hervor und wagte einen Versuch. Zum Glück! Denn es war super lecker. 


Schwarze Oliven habe ich weggelassen, aber das hat dem Geschmack keinen Abbruch getan. Der Salat  ist perfekt geeignet für warme Sommerabende, an denen es einen nach eher etwas leichtem gelüstet. Die Süße der Melone, das salzige Feta und die frische Minze sind eine so geniale Kombi, da muss man erstmal drauf kommen. 

Da habe ich Nigella ganz schön unrecht getan und werde als Entschuldigung ganz oft diesen Salat machen und hoffe, Ihr macht das auch. 

Für eine große Schüssel benötigt Ihr:

eine halbe bis ganze Wassermelone, in mundgerechte Stücke geschnitten
250g Feta, gewürfelt
1 rote Zwiebel, geschält und in sehr feine Ringe geschnitten
1 Bund Petersilie, Blätter gezupft 
1 Bund Minze, sehr grob gehackt
(eine Handvoll schwarze Oliven)
Saft einer Zitrone oder Limette

(Zubereitungszeit: 20 Min.)

Die Zwiebel im Zitronensaft 20 Min. einlegen, um ihr die Schärfe zu entziehen.

Melone, Feta, Oliven, Petersilie und Minze vorsichtig vermengen und anschließend die Zwiebeln mit dem mittlerweile rosa verfärbtem Zitronensaft zugeben, leicht umrühren, fertig. 

Viel Spaß beim Nachmachen!

15. Mai 2014

Lasagne

Das Internet sagt zu dieser Lasagne, sie sei die beste der Welt. Es gab sogar mal einen SPON-Artikel darüber. Das war auch der Grund, weswegen sie ganz schnell auf meiner to-cook-Liste gelandet ist. Auch wenn der beste Ehemann von allen mit Lasagne überhaupt gar nichts anfangen kann. Ich bin so furchtbar schnell beeinfluss- und manipulierbar, da war mir das total egal. Das war auch tatsächlich die allererste Lasagne, die ich komplett selber zubereitet habe. Und auch wenn die Zubereitung hier ein wenig zeitintensiver ist, es lohnt sich. Wenn man auf Fenchel steht. Tut man das nicht, kann man aber getrost auf normales Hackfleisch zurückgreifen. Ob dies die beste Lasagne of the World ist, tja…entscheidet selbst. Aber wie so oft bei solchen Gerichten ist es so, dass sie am nächsten Tag noch vielvielviiieeel besser schmeckt als am Tag der Zubereitung. Von mir gibt es eine dringende Nachkoch-Empfehlung und wenn man das ganze vor dem Backen einfriert, hat man bei Bedarf ganz schnell ein tolles, selbstgekochtes "Fertiggericht" auf dem Teller, ohne auf irgendwelchen blöden Tütenkram zurückgreifen zu müssen. 



Ich habe die Angaben des Originalrezeptes halbiert und konnte so eine große Auflaufform in den Ofen schieben. Das ergab zweimal Abendessen (für zwei) und einmal Büro-Mittagessen für mich. 

250g Salsiccia (ital. Bratwurst mit Fenchel), Haut entfernt und gehackt
ca. 190g mageres Hackfleisch
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, gehackt
400g stückige Tomaten
350g passierte Tomaten
60ml Wasser
1 EL Zucker
1 EL frisch gehacktes Basilikum
1/2 TL Fenchelsamen
172 TL getrocknete italienische Kräuter
1 TL Salz
2 EL frisch gehackte Petersilie
5-6 Lasagneblätter
225g Ricotta
1 Ei
eine Kugel Mozzarella, in Scheiben geschnitten
75g Parmesan, gerieben
Salz
Pfeffer

(Zubereitungszeit: ca. 2,5 Stunden)

Salsiccia, Hackfleisch, Zwiebel und Knoblauch bei mittlerer Hitze krümelig braten. Stückige und passierte Tomaten und Wasser einrühren und mit Zucker, Basilikum, Fenchelsamen, ital. Kräutern, Salz, Pfeffer und 1 EL Petersilie würzen. Abgedeckt etwas 1,5 Std. köcheln lassen, gelegentlich umrühren.

Solltet Ihr Lasagneblätter haben, die vorgekocht werden müssen, wäre das jetzt der richtige Zeitpunkt dafür. 

Ricotta mit Ei und der restlichen Petersilie und etwas Salz in eine Schüssel verrühren. 

Ofen auf 190°C vorheizen.

190 ml der Fleischsauce auf dem Boden einer Auflaufform verteilen, Lasagneblätter drauflegen und mit der Hälfte der Ricottamasse bestreichen. ein paar Mozzarella-Scheben darauf verteilen und mit etwas Parmesan bestreuen. So fortfahren bis alle Zutaten aufgebraucht sind und mit dem restlichen Parmesan bestreuen. Mit Alufolie bedecken (Damit die Alufolie nicht anklebt, vorher einfetten)

Im Ofen 25 Min. backen, Folie entfernen und weitere 25 Min. backen. Vor dem Servieren 15 Min. abkühlen lassen.

Solltet Ihr die Lasagne vor dem Backen eingefroren haben, müsstet Ihr die Backzeit anpassen. 

Viel Spaß beim Nachmachen!

20. April 2014

Spaghetti Bolognese

Ehrlich gesagt bin ich ziemlich überrascht, dass es immer noch Leute gibt, die meinen Blog aufrufen. Obwohl hier gefühlt seit Jahren nichts mehr passiert. Das liegt nicht daran, dass ich nicht will, sondern vielmehr daran, dass ich nicht kann. Der / die ein oder andere hat vielleicht mitbekommen, dass im RaEdU Nachwuchs erwartet wird und das genau ist der Grund. Unglücklicherweise läuft die Zeit bis zur Geburt nicht so wie geplant und der Kleine hat anscheinend jetzt schon großen Spaß daran, unter Beweis zu stellen, wer hier der Boss ist. :-) 

War es anfangs die ständige Übelkeit gepaart mit Müdigkeit und extremster Geruchsempfindlichkeit, ist es nun die Tatsache, dass ich bis auf Weiteres strikte Bettruhe verordnet bekommen habe und deswegen nicht kochen kann. Ehrlich gesagt ist das einzige, was noch erlaubt ist, auf's Klo zu gehen und zu duschen. Letzteres aber auch nur, wenn es sein muss. Puuh, harte Zeiten, sag ich Euch. Wenn das hier überstanden ist, werde ich Marathon-Läuferin, glaube ich. So eine Zwangs-Bettruhe ist mit das schlimmste, was man mir antun konnte. Paradoxerweise hätte ich ja jetzt endlich mal die Zeit, mich ein wenig um den Blog zu kümmern…  

Zwei Rezepte habe ich aber noch in der Pipeline und werde beide nach und nach raushauen. Danach wird es vermutlich wieder ein wenig stiller hier. Aber ich komme wieder, ganz sicher. Und dann hab ich auch endlich die Küchenhilfe, die ich mir immer gewünscht habe. ;-)

Zur Spaghetti Bolognese: Ich koche sie regelmäßig und esse sie sehr sehr gern. Sie ist schnell gemacht und damit perfekt für den Feierabend oder wenn einen der Heißhunger auf so etwas befällt, man aber keine Lust hat, stundenlang Sauce einzukochen. Manchmal muss es eben schnell gehen. Dieses Gericht ist jedenfalls schon lange auf meiner / unserer Soulfood-Liste, so dass es höchste Zeit wurde, ihm einen Post zu widmen und während ich diese Zeilen hier tippe, könnte ich auch schon wieder….aber probiert selbst!


Kein besonders gutes Bild für ein besonders leckeres Gericht, aber jeder weiß, was ich meine, daher kommt hier das Rezept für 4:

1 Zwiebel, geschält und gehackt
1 Knoblauchzehe, geschält und gehackt
wer mag: 75g durchwachsener Speck, gewürfelt
1 Möhre, geschält und gewürfelt
1/2 Stange Staudensellerie, geputzt und gewürfelt
400g Rinderhack
100 ml Rotwein
100 ml Milch
1 TL frisch gehackter Oregano
400g gehackte Tomaten aus der Dose
1 EL Zucker
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Spaghetti, al dente gekocht
50g frisch geriebener Parmesan

(Zubereitungszeit: 45 Min) 

2 EL Olivenöl erhitzen und den Speck darin auslassen. Erst das Gemüse dann das Hackfleisch zugeben und unter Rühren gut anbraten.

Rotwein angießen und die Mischung köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verkocht ist. Mit Salz und Pfeffer würzen. Milch unterrühren und die Sauce sämig einkochen.

Oregano, Tomaten und Zucker in die Sauce rühren und etwa 30 Min. bei geringer Hitze sanft kochen lassen. 

Mit Spaghetti und geriebenem Parmesan servieren. 

Viel Spaß beim Nachmachen!

27. Januar 2014

2013 - ein Jahresrückblick

Tradition ist Tradition ist Tradition und ob es nun schon Ende Januar ist oder Anfang Januar oder Ende Dezember, ist doch total egal.

Vorherrschendes Gefühl für 2014?
Nachdem 2013 meine Erwartungen ja nicht wirklich erfüllt hat, (was nicht heißen soll, dass das Jahr nicht gut war, aber es war eben nicht so awesome, wie ich es mir gewünscht hätte) erwarte ich von 2014 natürlich sehr viel. Ich mag zwar keine geraden Zahlen und die 14 finde ich besonders ätzend, aber wenn ich eines gelernt habe in 13, dann, dass man nie mit Vorurteilen in eine Sache gehen sollte. Somit ist Neugier und Positivity mein vorherrschendes Gefühl für 2014.

2013 zum ersten Mal getan?

2013 leider gar nicht getan?
Den Blog hegen und pflegen wie ein eigenes Baby, das war der Vorsatz für 2013. Was daraus geworden ist, sehr ihr ja selbst. Aber was soll’s. Es gibt auch noch ein Leben außerhalb des Internets, jawoll! Und das macht sogar großen Spaß! Daher sehe ich das mittlerweile ziemlich gechillt. Ich habe leider auch keine Zeit, mich täglich in die Küche zu stellen und zu kochen und wenn ich ganz ehrlich bin auch keine Lust. Ich bin eher so der Typ „Nudeln“ und weniger der Typ „Pasta mit … und … à la … an … auf …“, wenn Ihr versteht, was ich meine. Daher blogge ich, wenn ich was zu bloggen habe und halte die Fresse bin still, wenn es nichts zu berichten gibt. Nichts desto trotz ist der Blog mein Baby und nichts desto trotz nehme ich mir vor, hier wieder etwas kreativer zu werden. Einverstanden?

2013 nach langer Zeit wieder getan?
Eine neue Brille gekauft. Schöner als die letzte, sieht mit Gläsern in meiner Stärke trotzdem bescheuert aus. Zum Glück gibt es Kontaktlinsen.

Wort des Jahres?
BrilleAugenKontaktlinenNeuTeuerWarumZurHölleZahltDieKrankenkasseNichtsDazu?

Zugenommen oder abgenommen?
Mal so, mal so, aber nie ideal. Ihr kennt das.

Stadt des Jahres?
Tokyo. Ich war zwar noch nie da, aber Geschichten eines meiner liebsten Autoren -Haruki Murakami- spielen meist dort, so dass ich uuuunbedingt mal da hin will.

Alkoholexzesse?
Ich erinnere mich an einen besonderen an Halloween und das war großartig! (Danke E., danke M. <3)

Davon gekotzt?
Übung macht den Meister.

Haare länger oder kürzer?
Länger. Endlich. Nie wieder lasse ich mir die Haare schneiden, erinnert mich bitte dran!

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ach, fragt nicht… Mittlerweile stehe ich bei stolzen -10,irgendwas links und -9,irgendwas rechts. Bietet irgendwer mehr? 

Mehr ausgegeben oder weniger?
Weniger für Kram wie Klamotten, Nagellacke (okay, das vielleicht nicht), Schminke oder Urlaube, dafür mehr für Lebensmittel. 2013 habe ich bevorzugt Bio gekauft. Wobei ich weiß, dass Bio nicht immer gleich Bio ist und oftmals saisonales und regionales einkaufen besser sind. Ich habe versucht, beides unter einen Hut zu bringen und sinnvoller und bedachter zu konsumieren.

Höchste Handyrechnung?
ca. 25 EUR

Krankenhausbesuche?
0

Verliebt?
Immer wieder auf’s Neue.

Getränk des Jahres?

Essen des Jahres?
Quinoa. Irgendwann in 2013 das erste Mal verarbeitet und beschlossen, dass ich es nicht mag. Daher bleibt es bei einer einmaligen Sache.

Most called Person?
Meine Mutter

Die schönste Zeit verbracht mit? / Die meiste Zeit verbracht mit?
Mit den Besten!

Song des Jahres?

CD des Jahres?
Die Auswahl fiel schwer aber letztendlich hat Chris Corner aka IamX gewonnen. „Unified Field“

Buch des Jahres?
Auch wenn ich mit dem Ende nicht ganz so zufrieden war, muss ich sagen, dass ich die 1Q84-Trilogie von Murakami grandios fand.

Film des Jahres?
Django Unchained

Konzert des Jahres?
2013 war ich für meine Verhältnisse auf recht vielen Konzerten und hätte an dieser Stelle gerne das Konzert von IamX in Köln als DAS Konzert des Jahres genannt, was es zweifelsohne gewesen wäre (merkt man, dass ich die gut finde?) Leider wurde genau das abgesagt. Das hat mich in eine tiefe Depression katapultiert, das kann ich Euch sagen, weil ich mich wirklich sehr darauf gefreut hatte! Aber gut. Ich habe es überlebt. Daher schwanke ich zwischen „Suede“ am 21.11.2013 im E-Werk in Köln und „Depeche Mode“ am 05.12.2013 in der KöPi-Arena in Oberhausen. Ich entscheide mich aber für Suede, denn YOU NEVER FORGET YOUR FIRST LOVE! <3

TV-Serie des Jahres?
Game of Thrones, wie ich Euch hier schon mal erzählte.

Erkenntnis des Jahres?
Unterschätze niemals die Vorband! Wallis Bird im Vorprogramm von Emiliana Torrini war klasse!

Drei Dinge, auf die ich hätte gut verzichten können?
Die Enttäuschung über das abgesagte IamX-Konzert. Ja, haltet mich ruhig für bekloppt. Aber ich denke, das war das schlimmste dieses Jahr. (Ich habe wirklich Glück.)

Nachbar des Jahres?
Alle, besonders die rechts und links nebenan. Wir hatten und haben nämlich ein zwei kleinere oder auch größere Renovierungsarbeiten in 2013, die jetzt nicht unbedingt total leise von statten gingen.

Beste Idee / Entscheidung des Jahres?

Schlimmstes Ereignis?
Das abgesagte Konzert, Ihr wisst schon..

Schönstes Ereignis?
Die Zeit mit meiner Familie in der Türkei. Lediglich der beste Ehemann von allen fehlte leider. Aus Gründen.

2013 war mit einem Wort?
Gut.

Und jetzt.. Hallo 2014. Du wirst awesome! Was meint Ihr?

(Hier geht's zu 2010, 2011 und 2012) 

13. Dezember 2013

Rezension: A Game of Thrones - Das Lied von Eis und Feuer - Das offizielle Kochbuch

Wieso ich irgendwann auf die Idee kam, mir freiwillig eine fiktive Serie, welche in einer mittelalterlichen Welt spielt und in welcher es um Ritter und Könige, Kriege und politische Intrigen, Magie und Untote geht, anzuschauen, weiß ich gar nicht mehr. Das ist nämlich gar nicht so mein Genre und ich habe noch schmerzhaft den „Herr der Ringe“-Zwangs-Marathon vor Augen, den ich dem besten Ehemann von allen zuliebe mitgemacht habe. Es lag wahrscheinlich an der Omnipräsenz dieser Serie zu der Zeit. Ich denke, ich musste mal schauen, was an dem Hype um die Baratheons, Lennisters, Starks und Targaryens dran ist. Und nach anfänglichen Startschwierigkeiten bin ich aber ganz schnell ganz großer Fan geworden und konnte es kaum erwarten, die nächste Folge zu sehen. Ich habe viele, viele Abende damit verbracht und war am Ende von Staffel 3 soweit, dass ich nicht wusste, welchen Sinn mein armseliges Leben ohne eine Folge GoT am Abend haben könnte. Staffel 4 war und ist noch in Arbeit und das Ausstrahlungsdatum liegt in weiter Ferne und die Zeit bis dahin ohne GoT erschien mir doch etwas lang, so dass ich mir sogar noch die Bücher geholt habe. Die übrigens auch für Leute, die die Serie schon kennen, sehr empfehlenswert ist, da man durch die Bücher sehr viel mehr Hintergrundwissen über die Charaktere erhält und Zusammenhänge oft viel besser dargestellt werden. 



Mittlerweile gibt es also auch ein Kochbuch. Warum wurde ein Kochbuch dazu gemacht? Das versteht man erst, wenn man sich tatsächlich die Bücher ansieht. George R.R. Martin hatte augenscheinlich eine besondere Freude daran, das Essen, welches in den Romanen verspeist wird, ausführlich und mit sehr viel Liebe zum Detail zu beschreiben, so klar und lebendig, dass man direkt Lust bekommt, mitzuessen. Nicht immer trifft es den allgemeinen Geschmack, aber das muss es ja auch nicht. Schließlich spielt das ganze auch zu einer ganz anderen Zeit. Jedenfalls dachten sich die Autorinnen Chelsea Monroe-Cassel und Sariann Lehrer, dass man daraus doch sicher was machen könnte und fingen an, einiges aus dem Roman in die Tat umzusetzen. Erst in Ihrem Blog „The Inn at the Crossroads“ und dann in ebendiesem Kochbuch. Und das war wahrhaftig eine gute Idee. 

Man trifft bei einem solchen Vorhaben zwangsläufig auf die ein oder andere Schwierigkeit. So sind z.B. viele altertümliche Zutaten nicht mehr so einfach zu beschaffen oder man will einfach keine Taube essen. Für solche Fälle ist zu Anfang des Buches eine schöne Auflistung vieler alternativ-Zutaten zu finden. 

Das Buch beginnt mit einleitenden Worten von George R.R. Martin und den Autorinnen und der bereits erwähnten Auflistung alternativer Zutaten. Geht weiter zur Beschreibung der Grundlagen mittelalterlicher Küche und stellt daraufhin noch den fiktiven Kontinent Westeros mit seinen verschiedenen, von Martin großartig erdachten, Gebieten vor. Dann beginnt der Hauptteil, die Rezepte. Diese beginnen immer mit einer Passage aus den Romanen, in der das Gericht, um das es geht, erwähnt wird. Lasst mich Euch zwei Beispiele nennen:

„Das Bier war braun, das Brot schwarz und der Eintopf cremig weiß. Sie servierte ihn in einem ausgehöhlten, altbackenen Brotlaib. Lauch, Karotten, Graupen und weiße und gelbe Rüben waren darin, außerdem Muscheln und Dorsch- und Krebsfleischstücke, in einem Sud aus dickem Rahm und Butter.“ (Schwesterneintopf aus „A Dance with Dragons“)

„Als sie am nächsten Morgen erwachten, war das Feuer erloschen und der Liddle war verschwunden, doch er hatte Ihnen eine Wurst da gelassen und ein Dutzend Haferplätzchen, ordentlich in ein grünweißes Tuch eingeschlagen. In einige der Plätzchen waren Pinienkerne eingebacken, in andere Brombeeren. Bran aß von beiden eines, konnte sich aber nicht entscheiden, welches er lieber mochte.“ (Haferplätzchen aus „A Storm of Swords“)

Das ist schon ziemlich großes Tennis, was der Autor der Romane, der von sich selber behauptet, nicht kochen zu können, ausgedacht hat, findet ihr nicht auch?

Die Rezepte an sich sind dann am Ende des Tages gar nicht so abenteuerlich, wie man sich das vielleicht vorstellt. Okay, es gibt Klapperschlage oder aber auch schon mal was mit Heuschrecken, aber im Großen und Ganzen ist alles durchaus sehr gut nachkochbar. Die Autorinnen haben sich darüber hinaus nicht nur die Mühe gemacht, die „mittelalterlichen Rezepte“ zu kreieren, sondern haben zu fast jedem Rezept auch noch eine moderne Variante erstellt. Finde ich super, denn wie gesagt, nicht jeder steht auf Taube. Was ich sehr gut finde, ist die Angabe der Zubereitungszeit. Ich lege großen Wert darauf, das schon vorher zu erfahren, ohne mir ein Rezept komplett durchlesen zu müssen. Ein paar einleitende Worte zu jedem Rezept fehlen auch nicht, das macht das Buch insgesamt sehr sympathisch und liebevoll. Ich finde, einfach so niedergeschriebene Rezepte ohne Text in einem Kochbuch immer ganz ätzend, da fehlt ein wenig Persönlichkeit. Das ist hier gar nicht der Fall. 



Bilder lassen sich mit einem Klick darauf vergrößern.
Am Ende findet man dann noch den obligatorischen Index und einige Menüvorschläge. 

Insgesamt ein durch und durch gelungenes Kochbuch, was mit Sicherheit das Fan-Herz einen jeden GoT-Anhängers höher schlagen lassen wird. Jetzt, so kurz vor Weihnachten sicherlich eine tolle Geschenkidee!

Das Buch an sich ist ein kleines Schmuckstück. Matt-schwarz mit glänzend abgesetzten, fast schon orientalisch anmutenden Ornamenten und goldener Schrift, kommt es in einer schön handlichen Größe von 21 x 20 cm daher und hat 224 Seiten. Es ist erschienen im Zauberfeder-Verlag und kann dort unter www.zauberfeder-shop.de auch für 24,90 € bestellt werden. 

Natürlich habe ich auch etwas aus dem Buch nachgebacken, so viel kann ich verraten. Was, das erfahrt Ihr morgen. 

Von mir gibt es jedenfalls eine uneingeschränkte Kaufempfehlung. Für diejenigen, die die Serie nicht kennen, vielleicht ein wenig weniger interessant, aber für GoT-Kenner ein absolutes Muss, wenn Ihr mich fragt. Ich danke dem Zauberfeder-Verlag sehr für das kostenfreie Bereitstellen des Buches. Dies hat allerdings keinerlei Einfluss auf meine Meinung.


Wie sieht's aus mit Euch? Steht Ihr auf Game of Thrones?